Betriebssystem auf USB-Stick

  • Ich bin am überlegen, bei einem neuen VDR mit J3455M Motherboard einen USB 3.0 Stick per Adapter an den internen USB 3.0 Connector zu hängen und darauf das Betriebssystem zu installieren. Die Festplatten (RAID-1) könnte ich dann, wenn keine Aufnahme oder Wiedergabe läuft, komplett abschalten.


    Frage: kann man Linux dauerhaft (24/7) von einem USB-Stick betreiben, oder beansprucht das diesen zu sehr, so daß es zu Ausfällen kommen kann?


    Klaus

  • So betreibe ich seit längerer Zeit meine selbstgebastelte NAS, bis jetzt ohne Probleme.

    Allerdings habe ich eine Kopie dieses USB-Sticks für den Notfall.

  • USB-Adapter und Stick kommen zusammen auf unter 20 Euro. Eine SSD dürfte da wohl etwas höher liegen. Und die PCIe-Slots sind alle schon belegt (entweder direkt durch eingesteckte Empfangskarten oder indirekt durch dort montierte, über Kabel mit der DD-Bridge verbundene Karten.


    Ich probiers einfach mal :-).


    Klaus

  • Ich war mir auch nicht sicher (z.B. kein TRIM bei USB) und betreibe nun seit 6 Monaten meinen vdr so, hab nur die Log-Level reduziert. Läuft einwandfrei.

    Zur Sicherheit habe ich zwei identische USB-Sticks (zwecks dd) mit der Erstinstallation. Vorteil gegenüber SSD sind die Kosten und für Tests stecke ich einfach einen anderen Stick an.


    Vielen Dank für den tollen vdr!


    Grüße

    Franz

    vdr04: yavdr 0.6.1, ASROCK Q1900M PRO3, 2GB RAM, 64GB-USB-Stick USB 3.0, 1TB HDD, PICO-PSU90W, SATELCO EasyWatch HDTV PCI (DVB-C), Sundtek MediaTV Pro (DVB-C), IGOR-IR-USB, Hamrony 350

  • Die Systeme, die ich kenne, die dauerhaft von einem USB-Stick laufen (NAS), entpacken das System von einem Archiv auf dem Stick in eine RAM-Disk und laufen dann dort.


    vdr-User-# 755 to_h264 chk_r

  • Ja, eine Lösung für das Problem benötige ich hier auch dringend. Ich mounte das Video Verzeichnis per NFS ein. Wenn sich die Platten auf dem NAS schlafen legen und ich mit VDR das Aufnahmemenu öffnen möchte, sehe ich für ein paar Sekunden nix.

    Eine mögliche Lösung für mich wäre: Kann man nicht, bevor das Videoverzeichnis von VDR geöffnet wird, eine OSD Meldung starten —> öffne Videoverzeichnis! ö.ä....

    So sieht man, dass der VDR gerade das Video Verzeichnis öffnen möchte. Bisher drücke ich mitunter die Aufzeichnungmenutaste (rot) mehrmals, weil der VDR kein „optisches“ Feedback gibt....

    Wäre das für vdr-2.2.0 noch machbar? Als Patch oder so... :)


    Gruß,

    Uwe

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  • USB-Adapter und Stick kommen zusammen auf unter 20 Euro. Eine SSD dürfte da wohl etwas höher liegen.

    ich würde auf keinen Fall da was billiges nehmen. In solchen Sticks wird alles verwurstet, was die Azubis am Feierabend zusammen gefegt haben ;)


    --> https://www.heise.de/newsticke…-alten-Daten-3716992.html


    bei guten Markensticks sollte der Preisfaktor zu den kleinen SSDs kaum erheblich sein. Ich habe schon viele Jahre meinen Streamserver und den VDR3 (den mit der HD-FF) mit SSDs am laufen. Dort ist nur das System drauf. Videograb dann eine normale Festplatte. Die SSD dimensioniere ich so, das mindestens 3/4 des Platzes fürs interne Management frei bleibt. Hauptspeicher ist großzügig und mittels Ramlog und Co. wird alles dynamische (auch EPG Daten, channels.conf usw. ) im tmpfs gehalten.

  • Ich habe es vor ein paar Jahren geschafft zwei günstige 8GB USB-Sticks an Seagate Dockstars innerhalb von ca. 1-2 Jahren kaputt zu schreiben (ich hatte dabei an den Logging-Einstellungen des Debian-Systems nichts geändert und Dienste wie der VDR haben da munter ins Log geschrieben).


    Man kann natürlich Vorkehrungen treffen, um das Dateisystem auf dem Stick im Normalbetrieb read-only zu nutzen oder zumindest Schreibzyklen einzusparen, indem man z.B. nur ins RAM loggen lässt (was mit journald bequem möglich ist).

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Bei einem Kunden läuft das vom Stick schon so seit über 5 Jahren problemlos. Man darf nur nicht ständig auf den Dingern rumschreiben. Dann funktioniert das auch dauerhaft über längere Zeiträume.

  • Hi,

    Also 2008 habe ich es geschafft nen SanDisk Cruzer Stick mit Word mit nem Dokument, das ich da drauf geöffnet habe ein paar Monate lang kaputt zu schreiben...

    Und das war ein Premium Stick...

    Dürfte heute nicht besser gehen fürchte ich.

    Im readomly Betrieb wird es gehen...

    MfG Stefan

    Test-VDR1: HP rp5700 Fertigsystem, Core2Duo E6400, 2GB RAM, FF-SD C-2300, nvidia Slim-GT218 512MB PCIe x1 | v2.0 64Bit
    VDR3: in Rente

    VDR4: MSI G31M2 v2, Digitainer2-Geh., t6963c 6" gLCD, E5200, 2GB, 750GB F1, GT730, 2x TT DVB-S2-3200) easyVDR 2.3
    VDR5: Gigabyte
    GA-G31M-S2L (Intel E2140, Zotac GT220 512MB + Zalman VNF100, Digitainer2-Geh., t6963c 6 " gLCD, 750GB F1, Sundtek DVB-C + Satelco DVB-C) easyVDR 1.0
    VDR6:
    Intel E5200, GT630 passiv, F1 750 GB, t6963c gLCD, 2x TT 3200 | easyVDR 2.3 64bit
    VDR-User #1068 
    www.easyvdr.de 

  • Ich hab es bei einem Server genau andersherum gelöst:


    OS am Raid, Logs auf dem USB. Mit ein paar bind mounts auf dem Stick ist es möglich das das RAID abschalten kann, und das OS trozdem sicher ist.

    Nehme es in Kauf, dass der Stick mal eingeht, und die Logs bzw. caches weg sind. Sollte der Stick eingehen, ist das System dennoch voll funktionsfähig, nur die Platten schlafen nicht mehr ein.

  • Nach dem ich schon 3 SSDs mit einem alten Linux ohne Trim-Support frittiert habe, würde ich mir das nicht antun.

    Wenn schon vom Stick, dann readonly.


    Eine 32GB SSD gibt es aber schon für ~25€, 60GB ab ~35€.

    Für die gesparten 20€ (inklusive Controller), lohnt sich der Stress mit dem Stick IMHO nicht. Besonders, da die Ausfälle immer Schlagartig und ohne Vorwarnung kamen.

    Ein Plätzchen für einen Low-Profile-Controller sollte sich doch irgendwie finden lassen. Die zulässigen Kabellängen DD-Karten sind ja recht grosszügig.


    wenn Du die Platte abschaltest, wirst Du ja vielleicht auch mit folgendem Problem konfrontiert:

    (Auch) nicht bedienbar, wenn Festplatte aus dem Ruhezustand geholt wird z.B Aufnahmemen

    So ganz trivial wird sich das nicht lösen lassen, da man vorher wissen müsste, wann Daten verlangt werden und auf Verdacht wecken will man ja vermeiden.

    Zusätzlich meinen Empfehlungen aus dem Thread, nur kurz folgendes: 2,5" Platten laufen meist deutlich schneller an als die grossen 3,5"er.

    Gruss
    SHF


  • Ich habe es vor ein paar Jahren geschafft zwei günstige 8GB USB-Sticks an Seagate Dockstars innerhalb von ca. 1-2 Jahren kaputt zu schreiben (ich hatte dabei an den Logging-Einstellungen des Debian-Systems nichts geändert und Dienste wie der VDR haben da munter ins Log geschrieben).

    Dafür habe ich ne Ramdisk als /var/log; dann aber macht logrotate o.ä. Sinn, weil der Platz begrenzt ist. Gibt natürlich viele Möglichkeiten.

  • USB-Adapter und Stick kommen zusammen auf unter 20 Euro. Eine SSD dürfte da wohl etwas höher liegen. Und die PCIe-Slots sind alle schon belegt (entweder direkt durch eingesteckte Empfangskarten oder indirekt durch dort montierte, über Kabel mit der DD-Bridge verbundene Karten.


    Ich probiers einfach mal :-).


    Klaus


    Was für ein J3455M-Board ist das genau?

    Ich frage, da es aus eigener Erfahrung und Berichten hier im Board mit DDBridge und Apollo-Lake Probleme geben kann.


    Gruß,

    Ralph

  • Das hier:


    https://www.amazon.de/gp/product/B01NBVTVFZ


    Ich habe bisher noch keine Probleme mit DDBridge beobachtet. Der Dual-CI-Adapter, DVB-S und DVB-T gehen. Allerdings habe ich DVB-S und -T bisher nur kurz probiert, das Meiste mach ich momentan mit SAT>IP. Hab das System hauptsächlich für die Entwicklung von MTD im VDR aufgesetzt. Mittelfristig soll es mal meinen alten VDR mit der TT S2-6400 ersetzen.


    Klaus

  • Ich wollte meine alten Sticks auch wegwerfen.

    So läuft mein Wohnzimmer PC als Nerd-Media-Player und das root-Medium USB-Stick hat schon zahlreiche Updates überlebt.


    Auch einen Pentium-III Rechner habe ich so einen vdr verpasst (weil das blöde Ding nicht aus dem Hibernation-Zustand zurück kam, wenn die externe USB-Platte das root-System war).


    Als Vorsichtsmaßnahme sind die Filesysteme ext2 (kein Journaling) und /tmp und /var/log werden als ramdisk beim Booten gemountet.

  • Zu den Sticks kann ich nichts beitragen, hier eventuell ein anderer Ansatz: Sata Portmultiplikator


    Der J3455 sollte die laut Wiki unterstützen. Ich habe den oben verlinkten Portmultiplikator an einer ASmedia-Controllerkarte, läuft super mit aktuellen Kerneln. (Die älteren Boards der J1800/1900er-Generation unterstützen keine Portreplikation für Sata.)


    Geschwindigkeitsrekorde stellt man damit nicht auf, weil nur Sata-2, reicht aber reicht immer noch locker um Gigabit-LAN zu saturieren.


    Ich habe dann zwei billige gebrauchte SSDs als Raid-1 für das Betriebssystem und ein Raid-6 für die Aufnahmen. Letzteres kann natürlich auch ein anderes Raid sein. Dann ist man sowohl bzgl. / als auch /video0 gegen Hardwareausfälle abgesichert. Und man kann die Platten abschalten, sofern gewünscht.


    Grüße

    Matthias


    PS: Man kann auch aus USB-Sticks ein Raid-1 machen, wenn du dich gegen einen Ausfall des Sticks absichern willst.

    [VDR1] AS J3455M mit 2x2 Device Bonding Digital Devices DuoFlex L4M-Twin S2 ver. 6.2, Ubuntu 14.04 64bit mit yavdr-experimental-repo und xine-Ausgabe mit vaapi, vdr 2.0.6
    [VDR2] ASRock N3050B-ITX SoC mit TBS 6281 2x DVB-C und Easyvdr als Komplettsystem mit einer X10 an einem Fernseher

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