Posts by Argus

    Die Spannung wird etwas höher auflaufen, bevor GDTs ansprechen,

    das ist der Punkt

    Gehst du davon aus, dass es mir die Kondensatoren zerlegt, wenn ich nicht am Eingang auch Cera-Dioden drin habe?

    Kondensatoren oder auch die Kabelisolation (was wirklich schwerer wiegt). Wenn die Cera Dioden ausgebremst werden, ist ihr Vorteil dahin. Die Cera Dioden sind doch nur drin, weil sie schneller sein können und quasi sofort aktiv sind. Ansonsten machen die Varistoren und GDTs ihren Job. Nebenbei, es geht auch vollkommen ohne Cera Dioden. Viele billige Teile haben nur GDTs drin. Es ist immer eine Frage, wie weit man sich absichern will. Ich persönlich sehe auch keinen Vorteil des Kondensators eher die o.g. Nachteile.

    Was Du da baust, bleibt Dir überlassen. Ich wollte es nur nicht unkommentiert lassen. Jeder der hier mitliest, sollte das für und wider kennen.

    Mich interessiert nicht, ob die Dioden was ableiten,

    Ah ;)

    deswegen kannst Du die auch weglassen, das wollte ich Dir eingangs damit sagen.

    Die Varistoren und GDTs sind ca. 90V-Typen und sollten eigentlich locker dafür sorgen können, dass der Kondensator keinen Schaden nimmt (1000V MKP)

    wie schon oben gesagt, es ist ein zeitliches Problem.

    Im Betriebszustand ist die Leitung ja impedanzmäßig mow. mittelohmig. Trifft nun eine Beeinflussung ein, wird sich das Potential schlagartig ändern, der Spannungsanstieg ist nur durch die parasitären Größen wie Kabelkapazität, Induktivität begrenzt und die sind ja generell recht gering. Die GDTs sprechen typischerweise bei ca. 8/20µs an. Die Cera Dioden (bsw. die hier --> https://www.tdk-electronics.td…/ds/High_speed_series.pdf ) haben eine Ansprechzeit von unter 0,5ns und können wesentlich früher den "Ball flach halten"

    Das sollte von meiner Seite zu dem Thema reichen.

    Dann begrenzt der Kondensator die Leistung, die die Cera Dioden erreicht.

    die erreicht nichts mehr. Durch die zeitliche Verzögerung mit 47n kommt es so verspätet an, das dann schon die Varistoren und GDTs im Einsatz sind. Damit ist der Vorteil der schnellen Cera Dioden hin.

    Sinn ist die Potentialtrennung.

    eine nicht abgeleitete Spannung wird unbegrenzt hoch laufen und Schäden anrichten. Sinn ist also nicht aufhalten sondern sofort ableiten.

    Der Überspannungsimpuls kommt auch durch den Kondensator.

    ja aber zeitlich verzögert.

    Die Cera Dioden können zwar nur bescheidene 300 Watt umsetzen, sind aber durch die fast unerhebliche Kapazität ( ich glaube bei dem Typ waren das bei unter einem Picofarad) enorm schnell. Während die Gas Röhren und Varistoren beim rasanten Spannungsanstieg noch träge vor sich hin dümpeln, sind die Cera Dioden schon voll im Einsatz. Wenn es den Cera Dioden dann leistungsmäßig zu viel wird, kommen die Varistoren in Gang. Und zum Schluss leiten dann die Gas Röhren den großen Rest ab. Durch die Kondensatoren machst Du das Ganze zeitlich träger. So recht erkenne ich auch nicht den Sinn der Kondensatoren als Ersatz für die 1Watt Widerstände, außer das die Leitung frequenzabhängiger wird.

    Letzteres. VDSL 100

    dachte ich mir,

    das ist dann auch eine andere Situation. Die Gegenseite (DSLAM) ist ja von Seiten der Telekom sehr robust ausgestattet (Überspannungsschutz) und leitet Beeinflussungströme und Spannungen seinerseits ab. Wenn Du da per Kondensator eine "Wand" einziehst, leiten die Überspnnungsteile im DSLAM das ab. Anders ist das bei einer Privat-Line. Dort hast Du ein Stück Kabel, wo sich durch Induktive Beeinflussung eine sehr hohe Spannung aufbauen kann. Diese Spannung würde immer höher laufen, bis die Kondensatoren durchschlagen oder die Kabelisolation durchschlägt. Um das zu vermeiden muss man die Energie über Ableiter rechtzeitig ableiten. Zum Schutz der Schutzstrecke wirken dann noch die Leitungssicherungen, die den belasteten Strang abschalten. Das hat bei mir jetzt schon einige Male erfolgreich funktioniert.

    Ich habe einen großen Lötkolben. Den würde ich etwas verzinnen (wegen Wärmeübertragung) und dann einige Zeit unter dem Chip auf die Massefläche halten. Sollte zum Vorwärmen eigentlich gehen.

    notfalls möglich. Besser wäre ein temperaturgeregelter Heizer. Wenn Du von unten zu viel Dampf gibst, dann kann es passieren, das evtl. die Bauteile vom Bottom Layer abfallen oder wegen längerer Überhitzung ausfallen. Durch das Masse Layer brauchst Du viel Hitze, die sich weitflächig verteilt. Oder aber das durch die zu große Hitze die Platine überhitzt, Blasen wirft und die Schichten sich lösen. 150° ist das, was man bei der Rampentemperatur im Lötprozess meist längere Zeit draufgeben kann. Am besten wäre ein Pyro Thermometer mit dem man von oben den Aufheizprozess überwacht.


    Nebenbei, einen Preheater hatte ich mir mal vor Jahren selbst gebaut aus einem alten 1000W Heizstrahler. Damit lässt sich die Temperatur und Volumenstrom genau einstellen



       

    Leerrohre sind ja generell eine gute Sache, jedoch muss man bedenken, das Wände oder auch Decken primär eine tragende Rolle spielen. Die Statik muss immerhin an erster Stelle stehen. Wenn man das alles unter einen Hut bekommt, machen Leerrohre immer Sinn. Biegeradien wären noch wichtig fürs ziehen und Cat7, LWL, usw. Beim Trockenbau hat man die wenigsten Probleme.

    Das grosse Pad an der Unterseite von dem IC scheint aber nicht ganz ohne zu sein.

    Thermal Pads zu löten (entlöten) ist keine große Sache, man braucht Heißluftequipment. Einen Preheater von unten mit passender Scheibe zum punktgenauen vorwärmen der PCB auf ca 150°C genau an der Stelle. Dann braucht man nur noch mit dem Heißluftstab von oben das kurzzeitig so auf 260° - 280° erhitzen und mit der Vakuum Pinzette das IC abheben. Fummelei sind eher die hauchdünnen Drähte. Die muss man leider per Hand anlöten. Bei 0,4mm Pitchabstand sollten die Drähte so 0,1 - 0,2mm dick sein, damit sie sich nicht berühren. Dafür braucht man schon eine Micro Nadel zum löten. Einfacher wäre es, wenn man die Drähte vorher mit Sekundenkleber in der Nähe an passender Stelle fixiert und unter der Lupe dann genau über den Pads positioniert. Dann etwas Lotpaste drauf mit viel Flussmittel. Bei Aufschmelzen über Heißluft "schwimmt" sich dann das Lot schön auf dem Pad ein und das Flußmittel trennt das Lot zwischen den Pads.

    Quote

    wie auch nicht ob die Geräte vom Reichelt oder Pollin wirklich anders bestückt sind

    wäre ja mal spannend, ob das bei Uwes Reichelt-Gerät mit der Pseudospannung im mV Bereich anders ist. Generell ist es ja so, das sich ein Messgerät bei offenem Eingang alles mögliche an E-Smog aufsammeln und zur Anzeige bringen kann. Das macht auch mein UNI-T 61E. Wenn ich die offenen Messstrippen aber mit bsw. 1MΩ abschließe, dann geht der Wert gegen Null. Also braucht man sich da in der Praxis keine Sorgen machen, denn hochohmiger könnte man auch nur mit Tiefpass gescheit messen.

    Bei den Messgeräte-Prüfleitungen (Messstrippen) habe ich auch Bauchschmerzen. Damit möchte ich keine 600V messen wollen. Die Asiaten sehen das eher sportlich, bsw das hier --> https://www.ebay.de/itm/LCD-Di…9d4404:g:ZQgAAOSwn4Bc7gNS

    soll 1000V messen mit hauchdünnen Strippen :firedevil

    ich habe diese Messgeräte-Prüfleitungen 1000 Volt im Einsatz --> https://www.pollin.de/p/messge…efleitungen-tl36-1-830003

    die meisten "größeren Chinesen" haben auch Lager in der EU. Das ist dann günstig, wenn man über die Einfuhrumsatzsteuer kommen würde und mit DHL versendet wird. Bsw. bei DX.com kann man meist das oder die Lager wählen. Aber bald hat sich das mit little Britain dann auch erledigt. Ob das Gerät die europäischen Standards einhält, kann man nur durch Kontrolle der Platine und Werte kontrollieren. Beim UNI-T 61E bsw. gab es YouTube Filmchen, dort wurden beide Geräte zerlegt und die kritischen Stellen gezeigt und verglichen.

    wobei mir das ein bisserl voodoo scheint, welche Linsen zu welchen LED-Bauformen passen

    für jede LED gibt es mittlerweile die dazu passende Linse. Fast jede LED (Spezialformen einmal ausgenommen) hat ja von hause aus schon eine Sammel bsw. Streuoptik im Gehäuse. Die dazu passenden Linsen bilden dann mit den Durchmesser und Öffnungswinkel eine Einheit.

    Hier bei LEDs.de --> gibt es schon mal eine gut sortierte Auswahl --> https://www.leds.de/leds-komponenten/linsen-und-optiken.html


    schmalbandig geht sicher auch diese Optik --> https://www.leds.de/kunststoff…-smartarray-12-60395.html


    die sich für eine kleine SMD-Reihe eignet --> https://www.leds.de/smartarray…l-6w-kaltweiss-53772.html


    oder für die COBs --> https://www.leds.de/citizen-cl…ed-760lm-5000k-67895.html

    Auch wenn es die CPU kann, finde ich diesen Rückschritt nicht gut.

    Manche nennen das Rückschritt, manche würden das "alte Zöpfe" abschneiden nennen. Fakt ist, MPEG2 gibt/gab es nicht für lau. Jeder Player, ob Soft oder Hardware musste dafür bezahlen. Ich könnte mir vorstellen, das die Lizenzverkäufe in letzter Zeit so rückläufig waren, das man den "Platz" auf dem SoC dafür anderweitig sinnvoll genutzt hat.