Sehr schlechter bis gar kein Handyempfang im Haus was gibt es für Möglichkeiten?

  • Hallo zusammen,


    vorweg ein frohes neues Jahr! Das jetzige Thema hat zwar nichts mit dem VDR zu tun ich gehe aber davon aus das es hier den ein oder anderen gibt der ein ähnliches Problem hatte. Ich stehe vor dem Problem das wir mitte diesen Jahres umziehen. Das Haus in das wir einziehen steht in einer Sackgasse und danach kommt dann nur noch grün und Wald :). Jetzt ist es so das ich vor dem Haus noch Handyempfang habe sobald ich in das Haus gehe habe ich gar keinen Empfang mehr. Gibt es dafür eine Art Antenne für das Hausdach um das Signal aufzufangen und zu verstärken? Kann hier jemand was empfehlen? Wie sieht das dann mit der Strahlung aus? Gesundheitsbedenklich etc.? Mit geht es um Handyempfang um telefonieren zu können sowie Internet sprich UMTS/LTE.


    Danke und Gruß


    EDIT:
    Noch als Hinweis derzeit geht dort nur das D1 Netz würde aber gut passen da ich dort sowieso einen Vertrag habe.

  • Geräte, die das GSM/UMTS-Signal empfangen und das Signal verstärkt wieder aussenden, nennen sich GSM/UMTS-Repeater und gibt es z.B. bei WIMO( <www.wimo.com> ) zu kaufen. Aber so ein Gerät darfst du aber nicht ohne Genehmigung des Mobilfunkbetreibers/der Behörde betreiben, weil man damit auch den Mobilfunkempfang der Nachbarn massiv stören kann.


    Um UMTS/LTE stationär zu bekommen, kannst du dir eine Aussenantenne anschaffen und an den UMTS/LTE-Router per Kabel anschließen.


    Für deine Handies hilft das natürlich nicht. Falls das Smartphones sind, auf denen die FRITZ!App Fon läuft, könnte man darüber nachdenken, im Haus dann über WLAN zu telefonieren und über die Telefonanlage einer LTE-FritzBOX auf die Aussenantenne zu kommen

  • Hi


    Du suchst praktisch sowas:


    http://www.antennenshop.com/GS…S-Siganlverstaerkung.html
    http://mobilerepeatergermany.c…its/mr-mini-gsm-5244.html


    KA wie gut die Geräte sind, aber solche Geräte werden oft in größeren Einkaufsmärkten verbaut. Die dort verbauten Geräte liegen aber weit im 4stelligen Bereich.
    Falls es ein Mehrfamilienhaus ist, werden sich natürlich auch die Mitbewohner(u.a. auch einige umliegenden Anwohner) freuen und du ggf. in die Röhre schauen, wenn alle möglichen Verbindungen zu sind.


    Aber ACHTUNG! Soweit mir bekannt, brauchst du dafür die Erlaubnis der Bundesnetzagentur und auch die des Netzbetreibers.


    Es gab auch mal Gerüchte, das manche Anbieter bei Bedarf für Geschäftskunden sogenannte "FemtoCells" aufstellen. Aber da möchte ich nicht wissen, was die dafür verlangen!


    Falls du was besseres findest, dann schreib das Bitte mit hier. Ich kenne da noch mehr mit dem Problem.

  • Aber ACHTUNG! Soweit mir bekannt, brauchst du dafür die Erlaubnis der Bundesnetzagentur und auch die des Netzbetreibers.


    Und da diese Geräte alle Frequenzen verarbeiten und nicht nur die des einen genutzten Mobilfunknetzes, benötigt man auch die Erlaubnis aller Netzbetreiber. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist die zu bekommen kann sich jeder selbst ausrechnen.

  • Hi,


    schon mal danke für eure Antworten. Die Geräte von Wimo sind wohl sehr gut hab mich da auch noch in anderen Foren informiert. Leider sind mir die Hände gebunden so ein Gerät überhaupt einzusetzen. Ich werde vorerst mal bei der Stadt das Problem vortragen da noch einige andere Nachbarn ebenfalls keinen Handyempfang haben. Eventuell können die mal den Provider anschreiben. Das ist echt traurig in einem Land wie Deutschland das es an einigen Stellen kein Handyempfang gibt...dachte bis vor kurzem so etwas gibt es gar nicht :-)

  • Hi,


    ich weiss ja nicht genau, bei welchem Netzbetreiber Du bist, aber bei Vodafone hast Du die Möglichkeit eine eigene Femtozelle zu betrieben (nennt sich Vodafone SuperSignal -> Infos dazu hier: http://www.vodafone.de/busines…odafone-super-signal.html )


    Gruss


    Macavity


    P.S.: Die Kosten sind übrigens nicht so "schlimm" wie von Dirk befürchtet, die kleine Femtozelle kostet einmalig 49,95 Euro und monatl. 9,99 Euro.

    Capulet:
    HW: Dell Dimension 3100, Pentium 4 3GHz, 2GB RAM, 160GB HDD (System), 1TB HDD (Video), 1 x TT S2-1600, 1 x Technisat Skystar HD | SW: Debian 7.4, VDR 2.0.4 (selfcompiled), dummydevice 2.0.0, streamdev-server 0.6.1, NFS-Server


    TiViPi01:
    HW: Raspberry Pi Mod. B Rev. 2, 512MB RAM, 8GB SD-Card, Teko TEK-BERRY.9 Gehäuse, Ednet 85024 USB 2.0 Hub, Digitainer X10 Funk-Fernbedienung | SW: Raspbian 01/2014, VDR 2.0.4 (selfcompiled), rpihddevice 0.0.8, ffmpeg 1.0.8, streamdev-client 0.6.1, NFS-Client

  • Hi,


    naja, Femto-Zelle wäre schon eine Option, hatten wir bei T-Mobile auch im Einsatz. Das bedeutet allerdings, das Du auf jeden Fall noch einen DSL-Anschluß brauchst, wenn ich mich recht erinnere mit mindestens 2MB. Aus Deinem Beitrag hatte ich so rausgelesen, das Du Internet auch mobil machen willlst, dann gäbe es ja den DSL nicht und damit auch keine Femto-Zelle.


    Was man noch machen kann und das käme auf einen Versuch an, wäre eine so genannte "passive Repeaterlösung" -> Antenne außen -> Kabel -> Antenne innen. Das kann, muß aber nicht gehen.


    Hier http://www.brennpunkt-srl.de/GSMpassivAntennenDuo.html wird sowas sogar angeboten.


    Gruß
    kamel5

    VDR 2.4.1: ASUS M5A97 PRO, FX6100, 16GB, 2TB HD, GT630, Fedora 30 Kernel 5.3 X86_64, Devicebonding 2 x 1 auf 2, TT6400, DVBSky S952 V3

  • Hi,


    ein Versuch mit der passiven Lösung wäre es Wert. Da ca. 10m vor dem Haus Empfang ist könnte ich doch auch einen Rundstrahler außen versuchen? Sprich auf das Dach einen Rundstrahler dann Kabel zu einer Innenantenne. Kann da jemand beurteilen welche Erfolgschancen es da gibt? Ich sehe das skeptisch...

  • Da ca. 10m vor dem Haus Empfang ist könnte ich doch auch einen Rundstrahler außen versuchen?

    Außen ist ein Rundstrahler eine schlechte Lösung. Da es hier auf jedes dB Gewinn ankommt, sollte außen auf jeden Fall eine Richtantenne, da gibt es ja kleine Yagis mit ca 10dBd Gewinn (bei 900MHz ca 70cm lang, bei 1800/2100MHz ca die Hälfte bei gleichem Gewinn) in Richtung des Sendemastes verbaut werden, und je höher am Haus desto besser. 10m vor dem Haus bedeutet ja ebenerdig. Je höher man am Haus kommt, am besten natürlich aufs Dach umso höher wird dann auch der nutzbare Anbindepegel.

    Kann da jemand beurteilen welche Erfolgschancen


    Das ist so eine Sache. Da es hier auf jedes dB ankommt, kann man wirklich nur einen Testaufbau machen. Wichtig ist hier vor allem eine möglichst hindernisfreie Sicht zum nächsten Mobilfunkstandort.

    VDR 2.4.1: ASUS M5A97 PRO, FX6100, 16GB, 2TB HD, GT630, Fedora 30 Kernel 5.3 X86_64, Devicebonding 2 x 1 auf 2, TT6400, DVBSky S952 V3

  • sewn4 ,


    hast Du den Empfang mal mit anderen Handy Modellen getestet?
    Mein Arbeitgeber drückt mir regelmäßig ein neues Handy auf, das jetzige Smartfone hat in vielen Bereichen keinen Empfang mehr, wo die Vorgänger Modelle zumindest noch eingelockt blieben. Mir kommt es so vor, das die Empfangleistung dem Design und der Miniaturisierung zum Opfer fällt. Vielleicht funktioniert ein älteres Handy in dem Gebäude noch.


    Quote

    Kann da jemand beurteilen welche Erfolgschancen es da gibt? Ich sehe das skeptisch...


    Zumindest draußen müsste noch ordentlich Leistung vorhanden sein und nur die Baustruktur des Hauses schluckt den Empfang. Dann kann das funktionieren. Die Leistung die draußen empfangen wird, gibt die Sendeantenne abzüglich der Verluste dann als Rundstrahler im Haus wieder ab. Wie in dem Beitrag geschrieben, ist die Fresnelzone für ordentlichen Gewinn wichtig.


    (vor einiger Zeit hatte Pollin auch Langyagis für GSM. Momentan finde ich aber keine mehr)

  • sewn4 ,


    Ich würde mir eine 2. SIM - Karte anschaffen und diese in ein gut positiniertes "Empfangs - Handy" geben
    Auf das eigentliche Mobiltelefon kommt ein SIP - Client.
    Dieser wird dann per WIFI an das Hausnetz angebunden.


    Nun zum mobile - Empfang:
    einen Server mit Asterisk aufsetzen und diesen mit einem "Empfangs - Handy" verbinden. So wie hier: http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=207737&highlight=chan_datacard oder hier: http://www.stocksy.co.uk/artic…_gsm_gateway_in_asterisk/


    Oder halt eine Fritzbox kaufen:


    http://service.avm.de/support/…r-in-FRITZ-Box-einrichten
    http://www.ip-phone-forum.de/showthread.php?t=240840



    Viel Spaß beim Basteln
    Wolfgang

    Clients
    VDR1: yaVDR 0.5 stable auf ZOTAC ION A 4Gbyte RAM / mit ATRIC - IR - Einschalter softhddevice per streamdev am Server
    VDR2 / VDR3: MLD 5.1 auf Raspberry pi3
    2 x VOMP 0.4 auf mediamvp
    Server
    Cubietruck, Lubuntu Trusty, vdr aus yaVDR - sourcen, 1 x TT S2-3600, 1 x TT S2-3650 CI, 1 x sundtek SkyTV III, 1 x sundtek SkyTV IV

  • Hallo zusammen,


    nach einiger Zeit wird es nun konkreter. Ich habe bezüglich meinem Vorhaben eine Mail an WiMo geschickt und umgehend eine sehr kompetente Antwort mit einer Empfehlung erhalten. Selten das sich jemand eine solche Mühe macht. Rausgekommen sind folgende Artikel die ich bestellt habe:


    • PAD-3000 UMTS + GSM Antenne (Best. Nr. 60060) -> Außenantenne


    • Universal Richtantenne GSM, DECT, UMTS, WLAN (Best. Nr. 60075) -> Innenantenne


    • N-Kabel 6mm, LowLoss Patchkabel mit N-Steckern 10m (Best. Nr. 40335.10) -> Verbindungskabel


    Laut WiMo könnte die Kabellänge von 10m ein Problem werden. Eine optimale Länge wären so ca. 1-5m hierfür habe ich sogar eine Funktionsgarantie erhalten. Ich werde es vorerst mit 10m Kabellänge versuchen und falls das nicht funktioniert muss ich wohl die Innenantenne in ein anderes Stockwerk hängen, damit würde sich die Kabellänge auf ca. 5m reduzieren.


    Sobald die Hardware bei mir ist kann ich weiterhin berichten ob und wie gut es funktioniert.


    Gute Links zu dem Thema:
    Roland Strejcek
    Brennpunkt S.R.L.


    Ausrichten der Basisantenne (außen):
    Wie findet man die Richtung zu der Basisstation des Providers?
    a) Mal hier gucken: http://emf3.bundesnetzagentur.de/karte/


    Hier werden nur die Senderstandorte angezeigt, nicht aber von welchem Provider diese betrieben werden. Aber immerhin reduziert sich die Auswahl möglicher Richtungen schonmal auf drei bis fünf Standorte. Die muss man dann durchprobieren.


    b) Provider fragen


    c) Auf Android eine kostenlose APP wie OpenSignal, NetMon oder Netmonitor verwenden. Für IOS gibts sicherlich Ähnliches.


    d) Falls keine Richtung ein zufriedenstellendes Ergebnis bringt, mal gucken ob es über eine Reflektion geht. Oft hat man keine freie Sicht zum Funkturm des Providers, das ist völlig normal. Dann erreicht einen das Signal oft über Reflektionen. Das können Wände von Nachbarhäusern sein, aber auch Berge oder andere geographische egebenheiten. Hier ist Geduld gefordert.


    Um die Chancen für eine gute Funktion zu verbessern sollte man folgendes beachten:


    Aussenantenne
    Aussen möglichst eine Richtantenne mit hohem Gewinn verwenden.


    Ausrichten
    Die Aussenantenne muss genau auf den Providerstandort ausgerichtet weren. Dazu sollte die Aussenantenne an der Seite des Hauses angebracht werden, die in Richtung des Senderstandortes weist (oder auf dem Dach). Freie Sicht ist nicht unbedingt nötig, allerdings sollte auch nicht gerade ein anderes Haus in 5m Entfernung vor der Antenne stehen.


    Innenantenne
    Innen eine kleine Richtantenne mit Gewinn verwenden. Sowas kann man immer noch gut hinter einem Vorhang, einem Holzmöbel oder einer Pflanze verstecken. Noch kleinere Rundstrahlantennen gehen eventuell auch, wenn aussen der Pegel an der Aussenantenne wirklich gut ist.


    Kurzes Kabel
    Das Kabel zw. den beiden Antennen möglichst kurz halten. Kurz heisst so bis 5m, bei wirklich gutem Pegel am Standort der Aussenantenne geht vielleicht auch 7 oder 10m.


    Gutes LowLoss Kabel verwenden
    H-155 ist das Minimum, relativ dünn, nahezu alle Stecker erhältlich. Dickere Kabel wären besser, erfordern aber dickere Löcher in den Wänden. Dickere Kabel sind ausserdem sehr steif, man muss die fest verlegen (Kabelschellen).


    Fensterdurchführungen vermeiden
    Es gibt zwar Fensterdurchführungen für Koaxialkabel, diese bringen aber eine nicht unerhebliche Dämpfung mit. Im Amateurfunk oder bei WLAN mag das noch ausreichen, bei den prinzipbedingt sehr schwachen Signalen eines passiven Repeaters kann die zusätzliche Dämpfung über geht/geht nicht entscheiden.

  • Ich hätte die Außenantenne mit einem GSM-Analog Adapter wie z.B. XSJack T3e kombiniert (dazwischen kurzes Kabel) und dann das Analoge Fon-Signal vom XSJack in die sicherlich vorhandene Fritzbox einspeisen.
    Damit bist Du dann wunderbar auf Deinem Festnetztelefon unter der Mobilnummer erreichbar, je nach Provider (MultiSIM/UltraCard/MultiCard) kannst Du es dann parallel Klingeln klassen oder nur bei nicht-erreichbarkeit etc.


    Das hatte ich bei mir auch geplant, aber dann hat Vodafone in direkter Sichtweite einen neuen Turm aufgemacht und das Problem hatte sich erledigt.

  • Ich lese zwar immer wieder, das sowas in Deutschland illegal sei, da bin ich mir aber nicht so ganz sicher.

    das Problem ist zum einen, das die Mobilfunknetzbetreiber die exklusiven Nutzungsrechte an den betreffenden Frequenzen haben und dem Betrieb der Geräte zustimmen müssen. Zum zweiten entstehen durch die Repaeter Probleme mit der Lokalisation (GSM-Triangologie-Messung) und da haben wieder andere was dagegen ;) .