[gelöst] VDR bootet nicht mehr - brauche Hilfe bei der Diagnose

  • Tag zusammen,


    heute wollte mein VDR plötzlich nicht mehr booten. Bis gestern Abend lief alles einwandfrei. Der Rechner wurde ordnungsgemäß heruntergefahren.


    Folgendes habe ich schon herausgefunden / probiert

    • es scheint an der Festplatte zu liegen
    • nach dem POST, wenn der Bootloader geladen werden sollte, schaltet sich der Rechner aus
    • es sieht so aus, als käme er gar nicht bis zum Bootloader (die typische Ausgabe von grub ist nicht zusehen)
    • wenn ich von USB boote, kann ich die Platte später ohne Probleme mounten
    • smartctl zeigt nichts Auffälliges
    • SATA-Kabel hab ich getauscht und verschiedene Ports ausprobiert
    • ich habe auch den RAM getestet, indem ich beide Riegel einzeln in beiden Slots probiert habe.
    • MBR hab ich neu geschrieben mit grub-install, brachte aber keine Änderung
    • Asus AT3IONT-I Mainboard
    • Western Digital EARS 2TB Platte, einzige Platte im System
    • Netzteil PurePower von bequiet 300 Watt
    • YaVDR 0.5.x


    Ich könnte jetzt noch meinen Desktop aufreißen und die Platte da mal als Boot-Platte testen. Dazu konnte ich mich noch nicht aufraffen ;)


    Hat von Euch einer eine Idee, was da los sein könnte? Bin für jeden Hinweis dankbar, denn son Verhalten hab ich bisher noch nicht gesehen.


    Viele Grüße
    Henrik

  • Hi,


    Du schreibst gar nichts über das Betriebssystem.
    Wenn er sich ausschaltet kann es nicht sein, dass er einen fsck will. Dann würde es mehr nach hängenbleiben aussehen.
    Evtl ist ja der MBR korrupt.
    Ist das die einzige Festplatte im System? Will das BIOS auch von der richtigen Platte Booten?


    Viele Grüße
    Schneisa

  • Eventuell mal einen anderen SATA Port getestet? Oder ein anderes Kabel?

    - Client1: Thermaltake DH 102 mit 7" TouchTFT * Debian Stretch/vdr-2.4.0/graphtft/MainMenuHooks-Patch * Zotac H55-ITX WiFi * Core i3 540 * 4GB RAM ** Zotac GT630 * 1 TB System HDD * 4 GB RAM * Harmony 900 * satip-Plugin

    - Client2: Alfawise H96 Pro Plus * KODI
    - Server: Intel Pentium G3220 * DH87RL * 16GB RAM * 4x4TB 3.5" WD RED + 1x500GB 2.5" * satip-Plugin
    - SAT>IP: Inverto iLNB

  • Zuerst die wichtigsten Daten von der Platte retten. Sollte ja kein Problem sein, wenn du von USB booten kannst.
    Liefert das Netzteil noch genug Saft?


    Lars

  • "Schaltet nach POST aus" klingt komisch, evtl so was wie einen grub-poweroff-Eintrag als Standard gesetzt?
    MBR tot oder falsche Platte würde doch eher einen "Boot disk failure" bringen, oder?


    Solemn

    Client: Silverstone LaScala LC17 -- MSI 945PL Neo3 -- Core2 Duo E4400 -- 2GB RAM -- Zotac GeForce GT 220 Zone Edition -- Harmony 650 -- OpenELEC 3.0.6
    Server: Gigabyte 970A-UD3 -- AMD Phenom II X4 955 -- 6GB RAM -- TT1600-S2 -- DVBSKy S952 Dual DVB-S/S2

    VG system: md-raid 2x160GB RAID1

    VG data: md-raid 6x1TB RAID5

    Ubuntu Server 13.04 -- yaVDR unstable -- xvdr

  • Ui, schon so viele Antwortet. Ich antworte mal der Reihe nach:


    schneisa : Es ist ein yavdr 0.5. Es ist die einzige Platte im System und er versucht auch davon zu booten. Wenn ich die Platte abziehe, kommt die Nachricht vom BIOS, dass er nichts zum Booten gefunden hat.
    MBR kaputt hab ich auch schon gedacht. Hab dann mal grub-install ausgeführt, aber das hat keine Änderung gebracht. Wie gesagt, ich glaube, er kommt gar nicht bis zum Bootloader.


    @chief: Anderes Kabel und verschiedene Ports hab ich probiert. Hatte ich vergessen in meiner Liste.


    mini73 : Ob das Netzteil noch genügend Saft liefert, kann ich nicht sagen. Allerdings funktioniert das System ja, wenn ich von USB boote und da hängt dann ja noch die USB-Platte zusätzlich dran. Netzteil ist ein PurePower von bequiet mit 300 Watt.


    Solemn : Ich suche die grub.cfg mal nach einem Poweroff ab. Heutzutage wird sowas ja generiert und ist dermaßen unübersichtlich, dass es knallt ;)


    Danke schon mal für Eure Antworten. Ich denke, ich teste die Platte heute mal in meinem Desktop und eine vom Desktop im VDR. Dann kann ich vielleicht auch den SATA-Controller ausschließen.


    Viele Grüße
    Henrik


    [Edit: Netzteil hat doch nur 300 Watt, sollte aber trotzdem mehr als genug sein]


    [Nachtrag:

    Code
    1. grub -n 'poweroff\|shutdown\|halt\|reset' grub.cfg

    liefert nur eine Zeile und das ist der Menueintrag "Poweroff''.

  • Wie alt ist das Netzteil denn? Ich hab schon viele komische Boot-Probleme gesehen, die durch ein neues Netzteil gelöst wurden.
    Evtl. mal durchmessen oder zumindest die Spannungen im BIOS ansehen. Wenn sie signifikant unterhalb des Sollwertes sind, ist es vielleicht hinüber.


    Kann aber auch was ganz anderes sein, ist immer schwer zu sagen.


    Lars.

  • Hat grub beim install irgendwelche Fehlermeldungen gebracht?
    Um zu testen, ob doch grub unsichtbar startet entweder beim booten die SHIFT-Taste gedrückt halten oder auf ESCAPE drücken.
    Eventuell kommt dadurch doch das Grub-Menü zum Vorschein.


    Gruß joe_pow

  • mini : Spannungen sehen im Bios ok aus, denke ich. VCore ist bei 1.116 (ist ein Atom), 3 und 12 Volt liegen knapp drüber und 5V war knapp drunter (4,983). Zum Messen fehlen mir die Geräte.


    joe_pow : Das war ein guter Hinweis. Wenn ich shift gedrückt halte, sehe ich tatsächlich kurz die Meldung "Grub loading". Danach wird es schwarz und dann schaltet er ab.

  • Es ist definitiv die Festplatte. Ich hatte sie jetzt mal in meinem Desktop und hatte genau das gleiche Verhalten. Da ich an dem System (vom VDR) nichts verändert hatte, gehe ich davon aus, dass es ein Hardware-Problem ist. Ich probiere jetzt noch mal den MBR neu zu schreiben, aber ich denke, da muss eine neue Platte her.


    Was meint ihr?

  • Hast Du denn mal fsck laufen lassen, als Du von USB gebootet hast?


    Ansonsten irgendein LiveSystem per USB/CD booten und mal grub neu installieren.

    - Client1: Thermaltake DH 102 mit 7" TouchTFT * Debian Stretch/vdr-2.4.0/graphtft/MainMenuHooks-Patch * Zotac H55-ITX WiFi * Core i3 540 * 4GB RAM ** Zotac GT630 * 1 TB System HDD * 4 GB RAM * Harmony 900 * satip-Plugin

    - Client2: Alfawise H96 Pro Plus * KODI
    - Server: Intel Pentium G3220 * DH87RL * 16GB RAM * 4x4TB 3.5" WD RED + 1x500GB 2.5" * satip-Plugin
    - SAT>IP: Inverto iLNB

  • Die Systempartition hab ich schon gesichert. Da steckt am meisten Zeit drin. Wenn die Aufnahme-Partition hopps ginge, wäre das zwar schade aber nicht tragisch.


    Ich habe jetzt noch einen fsck nach bad blocks auf die erste Partition gemacht und grub neu installiert. fsck hat nichts gefunden und grub hat ohne Mucken den MBR geschrieben. Hab auch noch mal --force gesetzt für alle Fälle. Hat aber keine Veränderung gebracht. Grub sagt kurz hallo, und dann geht die Kiste aus.


    Wie gesagt, am System hatte ich nichts geändert und das Problem tritt über Nacht auf. Ich gehe jetzt von einem Hardwaredefekt aus, auch wenn ich nicht verstehe, warum die Festplatte ansonsten zu funktionieren scheint.


    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich als nächstes zu einer HGST oder wieder zu einer WD greifen soll. HGST scheint ja die solideren Platten herzustellen. Aber das ist ein anderes Thema.

  • was sagen denn die Smartmontools oder Hersteller eigenen Tools zu der Platte? Firmware korrupt? Festplattenvirus? --> Neue Malware manipuliert die Firmware von Festplatten und SSDs


    bei letzterem müssten das die Herstellertools zu Tage bringen. Gegencheck mit Desktop-Platte am VDR war OK (konnte davon booten) ?

  • Auch das hab ich noch probiert mit dem Diagnose Tool von WD. Dazu musste ich seit Monaten mal wieder Windows booten ;). Meine Güte, fühlt sich das alles träge an.


    Smart-Werte sind aber auch hier alle OK und der Quicktest hat auch nichts ergeben. Den kompletten Scan hab ich nicht gemacht, weil das Jahre dauert und ich nicht so lange in Windows festhängen möchte. Vielleicht lass ich das mal über Nacht laufen.


    Gegencheck mit Desktop-Platte im VDR hab ich nicht gemacht. Nachdem sich die Platte im Desktop genauso verhält, ist die Sache für mich klar und den Aufwand der ganzen Schrauberei nicht wert.

  • Ich habe jetzt noch einen fsck nach bad blocks auf die erste Partition gemacht und grub neu installiert. fsck hat nichts gefunden und grub hat ohne Mucken den MBR geschrieben. Hab auch noch mal --force gesetzt für alle Fälle. Hat aber keine Veränderung gebracht. Grub sagt kurz hallo, und dann geht die Kiste aus.


    Was ist denn die default boot option im grub? Evtl. ist da der poweroff Eintrag gewählt. Oder gibts das nicht mehr? Ich kenn das noch aus meinen VDR Anfangszeiten, das war für manche Boards ein workaround damit die richtig aufwachen.


    Wenn du das grub Zeug nur noch mal neu in den MBR geschrieben hast, wird das ja vielleicht wieder falsch konfiguriert.


    Viele Grüße
    schneisa

  • Nachdem sich die Platte im Desktop genauso verhält,


    das ist aber dort komplett andere Hardware, sprich anderes MB und Netzteil? Rein auf Hardware Ebene sollte der Rechner nicht ausgehen, da müsste es schon einen Befehl dazu geben. Und mit der Platte von USB booten geht? Ansonsten ist vielleicht der kernel kaputt und haut in die HW rein

  • Was ist denn die default boot option im grub? Evtl. ist da der poweroff Eintrag gewählt. Oder gibts das nicht mehr? Ich kenn das noch aus meinen VDR Anfangszeiten, das war für manche Boards ein workaround damit die richtig aufwachen.


    Das ist natürlich auch noch eine Möglichkeit. Daran hab ich noch gar nicht gedacht. Der VDR benutzt tatsächlich diesen Mechanismus, bei dem er nach dem Herunterfahren noch mal kurz bootet, damit der wakeup richtig funktioniert. Vielleicht ist er da jetzt in einer Schleife. Ich meine, da gäbe es eine Option, dass grub sich die letzte ausgewählte Option merkt und dann beim nächsten Booten wiederverwendet (safe-default oder so). Da werde ich mal nachforschen.


    Argus : In meinem Desktop war komplett andere Hardware, kein Bauteil gleich. Und von USB hab ich mit einer anderen Platte gebootet. Die WD war aber weiterhin angestöpselt. Ich habe da nur die Bootreihenfolge geändert.

  • Ich hab ähnliche verhalten mit meine Yavdr Testing/frodo ppa gehabt(Erlich gesagt nicht mal der Lieber Gott weist mehr was ich von Mischmasch ppa auf meine spiel system hab)*schäm


    da hab ich bei updates von Kernel oder linux frimware*muss ich jetzt lügen selbe verhalten gehabt.System fängt Kernel/firmwarw neu zu installieren,röddelt der paar Minuten und dann knallt es,
    das es Rechner aus ging.


    Nach erneutem booten hab ich genau selbe Phänomen wie bei dir gehabt "hampelratte"


    Erst bei gefühlten 10 x mal booten Kamm der system hoch,vorher wie bei dir kurtz grub und peng.Bei mir ist System auf SSD.


    Dann hab ich wieder system update angestossen und der Kernel update ging durch.



    Ich vermute bei dir auch Software/korrupte Pakete, ppa Mischung als böse wicht und nicht die hardware.


    MfG

    Meine VDR Spielzeuge VDR1 -Yavdr 0.6*SilverStone SST-M02B-MXR-GIADA MG-C1037SL -Imon Lcd-Imon FB-
    Intel Celeron 1037U*4GB RAM*GT-630*DD-Cine V5.5*


    Client1-Yavdr
    0.4 -MSI Media LiveGehäuse mit Original board-2 GB Ram60 GB SSD -
    Nvidia Gt210 -DM140 Plugin-Pearldpf display-Harmony
    One
    Onkyo TX-NR906
    Sony-KDL Serie
    Teufel Concept E


    Client2
    Raspberry XBMC auf XBIAN Basis mit xvdr

  • Der Hinweis von schneisa war goldrichtig. In /boot/grub/grubenv stand als saved_entry=Reboot. Vermutlich ist also beim Herunterfahren etwas schiefgelaufen und der Wert nicht zurückgesetzt worden durch den "Wakeup-Reboot-Kernel". Jedenfalls hab ich die Datei gelöscht und jetzt bootet er wieder normal. Ich denke, damit ist der VDR wieder in der Spur und ich kann ihn wieder zusammenschrauben.


    Vielen Dank an alle für die zahlreichen Tipps. Allein wäre ich darauf wohl nie gekommen.


    Viele Grüße
    Henrik