Aufsetzen eines VDR Headless Servers, brauche Ratschläge

  • Hallo,

    ich betreibe schon seit einigen Jahren einen yavdr Client und lese hier seit 2011 fleissig mit.

    Da dieser so langsam in die Jahre kommt und die Installation bzw. Hardware anfängt Probleme zu bereiten möchte ich mein System neu aufsetzen und erweitern.

    Als ersten Schritt möchte ich den SAT Empfang vom YaVdr Wohnzimmer Rechner (DigitalDevices Tuner) auf einen Headless Server (HP Micro Server Gen8) auslagern. Eine Octopus.NET S4 habe ich die letzten Tage in Betrieb genommen.


    Nun brauche ich einen Startpunkt für den Server:

    Dieser soll nur NAS Funktionen + VDR übernehmen (im Zweifel auch 24H aktiv falls Wakeup ein Problem darstellt)


    Im Moment läuft auf diesem ein Ubuntu 16.04.5 LTS Server, wobei die Platten ungünstig partitioniert sind (zu kleine Boot Partition und ungünstige LVM) und ich deshalb das System neu aufsetzen möchte (meine Linux Kenntnisse sind leider begrenzt ich bin zu 99.99% auf Windows Platformen unterwegs :| )


    Am liebsten wäre mir etwas mit (NAS) Web-Konfigurationsoberfläche wie z.B. OpenMediaVault um die Management-Tätigkeiten möglichst einfach zu halten.

    Ich habe nur leider keine Hinweise gefunden inwieweit sich aktuelle VDR Versionen im OMV 4 aktivieren lassen (PlugIn, Docker bzw. Handarbeit).

    Informationen in Foren und Web gibt es zuhauf - scheinbar zum großen Teil veraltet - so dass ich erstmal eine Leitlinie brauche.


    Also meine Fragen an Euch erfahrene Nutzer:


    - Welche Distribution würdet Ihr momentan als Ausgangsbasis wählen (Ubuntu, OMV, o.Ä und welche Version)

    - Nutzung von Docker oder VM (aus meiner Sicht nicht notwendig falls das die Sache nicht vereinfacht)

    - Welche VDR Pakete (PPAs?) sollten der einfachheit halber genutzt werden? (YaVdr, EasyVdr, von Nutzern zusammengestellte Pakete)


    Erstes Ziel ist es meinen YaVdr dort als Client anhängen zu können. Als weiterer Schritt werden später 1-2 weitere Clients (Raspi3, X86) in meinem Heimnetzwerk hinzukommen.


    Ich brauche einen Startpunkt um mich langsam weiterentwickeln zu können.


    RaHe67

  • Du könntest OMV in Debian Stretch installieren und den VDR von e-tobi nutzen.


    Gruß Jan

    1:Dell PoweEdge T20; Xeon E3-1225 v3; 32GB RAM; Proxmox 5.4; MLD 5.4 als VDR-Server; 2 x Cine S2;
    2:Intel NUC i3 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub

    2:Intel NUC i5 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub
    3:Raspberry Pi 3B; MLD

  • Hallo Jan,


    Danke für den Hinweis.

    Das sieht nach dem Startpunkt aus den ich gesucht habe und kann mich nun gezielter informieren. Ich werde dann die nächsten Tage mal Debian Stretch + OMV aufsetzen.

    Sind die Informationen unter


    https://wiki.ubuntuusers.de/Archiv/VDR/e-Tobi-Quellen/

    e-tobi.net seit Tagen down


    noch aktuell bzw unter debian anwendbar?


    Ralf

  • Sorry, dazu kann ich nicht viel sagen.

    Du möchtest ja OMV nutzen. OMV läuft auf Debian. Die einzigen Debian- VDR- Pakete die ich kenne, sind von e.tobi.

    Vielleicht weiß da jemand anderes mehr.

    Einfacher ist es sicher ein yaVDR, mld oder Easyvdr zu nutzen und sich in die Konfiguration von LVM und Samba einzulesen.

    Oder NAS und VDR trennen. Ich mache das z.B. mit Proxmox, was am Anfang aber eine hohe Frustrationsgrenze erfordert und ein gutes Linuxgrundwissen erfordert.


    Gruß Jan

    1:Dell PoweEdge T20; Xeon E3-1225 v3; 32GB RAM; Proxmox 5.4; MLD 5.4 als VDR-Server; 2 x Cine S2;
    2:Intel NUC i3 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub

    2:Intel NUC i5 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub
    3:Raspberry Pi 3B; MLD

  • Nun, der Gen8 ist ja schonmal eine gute Hardware - abgesehen von dem Onboard Raid-Controller, welcher gewisse Eigenheiten mit sich bringt.

    Letztendlich habe ich für einen Bekannten eine ähnliche Konfiguration aufgesetzt.

    HP Gen8 mit 4x 4TB (jede HDD als eigenes Raid0 durchgereicht), System auf eine SSD und gut war es. Ich hatte ein 16.04 installiert und darauf die Pakete von yavdr. Samba etc läuft dort auch, OMV wollte ich dem Server mit nur 4 GB Ram nicht antun.

    Mit mehr RAM hätte ich vermutlich auch auf Proxmox umgeschwenkt, da er aber nicht mehr Geld in den Server pumpen wollte habe ich das lieber sein gelassen, mit 4 GB wird man nicht großartig glücklich.

    Bei 16 GB ist bei dem Microserver eh Schluss.

    ESXi läuft auch ganz wunderbar auf dem Microserver - aber dann nur mit mehr Ram.

    Welche CPU nutzt du? Wenn der Celeron verbaut ist dann kannst Du nicht ganz so viel erwarten. Da würde ich auf OMV verzichten und ein reines Ubuntu installieren.

    Client 1 Hardware : MSI Z87-G43, I5-4570, 4 GB Ram (oversized aber war über :) ),Zotac NVidia GT630 (25 Watt),Thermaltake DH202 mit iMon-LCD ( 0038 ) und vdr-plugin-imon
    Software : yaVDR 0.6,sofhhddevice @ 1920x1080@50Hz
    Server Hardware : MSI Z87-G43, I7-4790, 16 GB RAM, 5x3 TB WD Red, Digibit-R1 (2 Devices)
    Software : Ubuntu 16.04 LTS mit yavdr-Paketen,virtualbox,diverse VM's


    Yoda: Dunkel die andere Seite ist...sehr dunkel!
    Obi-Wan: Mecker nicht, sondern iss endlich dein Toast ...

  • Statt von Workaround zu Workaround zu springen und solche absurden Dinge wie ein extra VM+OS aufzusetzen nur für VDR könnte man auch mal darüber nachdenken auf die führende/weitverbreitetste TV Server Software zu setzen die man einfach per Docker oder per apt in OMV/OS einbinden kann (kommt natürlich darauf an was man als Client nutzen will).


    Mir ist schon klar in welchen Forum wir uns hier bewegen aber die persönlich bevorzugte Software ist nicht immer auch die beste Lösung für jede Gegebenheit und VDR als Headless Server ist leider sehr eingeschränkt und unnötig komplex.

  • Danke für die Antworten!


    Einfacher ist es sicher ein yaVDR, mld oder Easyvdr zu nutzen und sich in die Konfiguration von LVM und Samba einzulesen.

    Oder NAS und VDR trennen.


    Genau das hatte ich ja mit meiner ursprünglichen Konfiguration siehe erster Post so beabsichtigt, die lief hier auch die letzten 4 Jahre (Ohne VDR-Server, 1 YaVdr Client). Da ich mich aber nicht täglich mit Linux Sytemen auseinandersetze hatte ich das Problem, das ich für jeden Handgriff wieder bei 0 anfange. Z.B. lief nach einem halben jahr die vermutlich zu klein gewählte boot Partition immer mit Kernel Updates voll, so dass händisch für die meisten Updates eingegriffen werden musste.

    Schon die Anpassung eines ursprünglich von mir eingebundenen Backup-Scripts und die Health-Kontrolle der Festplatten ist wegen meiner Faulheit im Laufe der Zeit unterblieben. Ich komme aus der Windows Welt und eine Web-Oberfläche, welche diese Aufgaben (neben der Konfiguration von Samba und Festplatten) kommt mir da wesentlich entgegen (deshalb war mein Gedanke OMV). Ist eben einfacher wenn man mal nur 1x im Monat draufschaut und nur alle 2 Jahre mal eine Festplatte dazuschraubt.

    Welche CPU nutzt du? Wenn der Celeron verbaut ist dann kannst Du nicht ganz so viel erwarten. Da würde ich auf OMV verzichten und ein reines Ubuntu installieren.


    Ja es ist der Celeron verbaut, allerdings mit 10GB Speicher. Ich hätte jetzt erwartet, dass ein Standard-OMV ohne Plugins keine große zusätzliche CPU Last erzeugt. Ist das mehr als eine (Web) Konfigurationsoberfläche für Samba + LVM? Für Docker oder VM wird es vermutlich etwas eng - je nach Ansprüchen.


    Statt von Workaround zu Workaround zu springen und solche absurden Dinge wie ein extra VM+OS aufzusetzen nur für VDR könnte man auch mal darüber nachdenken auf die führende/weitverbreitetste TV Server Software zu setzen die man einfach per Docker oder per apt in OMV/OS einbinden kann (kommt natürlich darauf an was man als Client nutzen will).

    Ich bin mir jetzt nicht sicher auf welche TV Server Software du abzielst (evtl. TvHeadend?). Ich habe mich allerdings seit 2011 sehr an den (ya)VDR gewöhnt und möchte eigentlich nur das Server Thema ergänzen. Das Thema Docker oder VM würde meiner Meinung nach nur Sinn machen, wenn es das Aufsetzen bzw. Warten durch Komplettpakete vereinfacht, wobei der Server dafür evtl. zu schwachbrüstig ist. Falls es fertig geschnürte Container/Pakete nicht gibt, macht das natürlich gar keinen Sinn.


    Wäre ein Ausgangspunkt Ubuntu + YaVdr sinnvoller? Dann hätte ich aber keine NAS Konfigurationsoberläche und inwieweit der Support von yavdr/easyvdr für neuere Ubuntu Versionen gediehen ist hat sich mir noch nicht voll erschlossen. Bei MLD umgekehrt bekomme ich ein Debian Basissystem und muss mich um FileServer / NAS Funktionalität auch selber kümmern.


    Grüße

    Ralf

  • Habe zumindest das Grundgerüst soweit am laufen (Debian + OMV)


    Installiert wie hier beschrieben:

    https://openmediavault.readthe…stallation/on_debian.html



    Sources.list:


    deb https://packages.e-tobi.net/vdr-experimental/ stretch vdr-multipatch base

    deb-src https://packages.e-tobi.net/vdr-experimental/ stretch vdr-multipatch base


    Der Vdr startet noch nicht:

    Code
    1. >sudo apt-get install vdr
    2. >sudo apt-get install vdr-plugin-satip
    3. >vdr start
    4. vdr: no primary device found - using first device!


    Fehlt noch was an Vorraussetzungen?


    Ralf

  • Das Thema Docker oder VM würde meiner Meinung nach nur Sinn machen, wenn es das Aufsetzen bzw. Warten durch Komplettpakete vereinfacht

    Für VDR gibts meines Wissens keinen Docker der alles mitbringt was man braucht, VDR ohne Plugins kann ja nichts. Wenn es einen Docker geben würde wäre das ganze relativ einfach überall einzusetzen.

    Die Krux ist leider das du für VDR ein ganzes angepasstes OS brauchst wenn du nicht viel Zeit mitbringen willst da du per Plugins die fehlenden Funktionen von VDR ausgleichen musst.

    Das ist auch sicherlich ein Grund warum VDR im Headless Betrieb als Server im Endeffekt bedeutungslos geworden ist - Tvheadend bietet da meist viel viel mehr und ist dabei wesentlich simpler zum einrichten und bietet eine vernünftige Konfigurationsmöglichkeit (auch mit beiden Augen zudrücken sind SSH und conf Dateien keine).


    wobei der Server dafür evtl. zu schwachbrüstig ist

    Dein Server kann problemlos 8 Tuner, Emby Streams transcodieren und noch NAS nebenbei machen ohne zu zucken (ich hab das bei einem bekannten so laufen auf OMV mit sehr ähnlicher HW).

  • Die Krux ist leider das du für VDR ein ganzes angepasstes OS brauchst wenn du nicht viel Zeit mitbringen willst da du per Plugins die fehlenden Funktionen von VDR ausgleichen musst.

    Meine Hoffnung war eigentlich, dass für einen 24H Betrieb (ohne TimerWakeup) über SATIP gar nicht so viele Plugins + Konfigurationen notwendig sind ...

  • Bei mir sind das


    dummydevice

    remote

    satip

    osdserver

    epg2vdr

    scraper2vdr

    epgsearch

    live


    auf einem headless Server. Das Ganze läuft unter xen in einer vm. Je nach Nutzungsszenario kannst Du die Hälfte der Plugins auch noch streichen. Viel braucht's nicht.


    Christian

  • Du brauchst noch ein Ausgabeplugin wie streamdev oder vnsi. Oder willst du nur aufzeichnen?

    Dann würde ich noch das live- Plugin installieren.

    Hast Du eine channels.conf angelegt? Werden Deine Tuner erkannt?

    Meine Hoffnung war eigentlich, dass für einen 24H Betrieb (ohne TimerWakeup) über SATIP gar nicht so viele Plugins + Konfigurationen notwendig sind ...

    Naja. Es muss schon etwas Konfiguriert werden. Das alles ohne OSD oder Webserver.


    Gruß Jan

    1:Dell PoweEdge T20; Xeon E3-1225 v3; 32GB RAM; Proxmox 5.4; MLD 5.4 als VDR-Server; 2 x Cine S2;
    2:Intel NUC i3 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub

    2:Intel NUC i5 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub
    3:Raspberry Pi 3B; MLD

  • Danke für die Hinweise, mein Eingangsproblem war aber siehe oben, dass der vdr.service sich sofort beendet. An fehlenden Plugins liegt das eher nicht oder?.

    Muss ich noch irgendwo mitteilen woher die SatIP Tuner kommen?



    Ich werde die Plugins bei Gelegenheit im Laufe der Woche mal nachinstallieren.

    Du brauchst noch ein Ausgabeplugin wie streamdev oder vnsi. Oder willst du nur aufzeichnen?


    Siehe oben. Soll eine reine Server installation sein.

    Hast Du eine channels.conf angelegt? Werden Deine Tuner erkannt?

    Bis jetzt nicht. Eventuell bricht ja der Vdr Service deswegen ab (siehe oben). Wollte ja den SatIP Server anbinden. Ich dachte das funktioniert über das 'vdr-plugin-satip' und dann automatisch (unbedarft wie ich hier herangehe :-p)


    Dann würde ich noch das live- Plugin installieren.


    Das werde ich wohl benötigen, aber verhindert vermutlich nicht den Service Abbruch/Crash ...


    Ralf


  • hast Du schon ein log vom vdr-Start hier gepostet?

    Sorry :wand, das ist im Eifer des Gefechts zwischen Server-Keller, Forum und Familie untergegangen. Bis jetzt hatte ich nur den systemctl status gepostet - den VDR Log habe ich noch gar nicht geprüft.

    Das hole ich nach sobald ich wieder an die Kiste komme - kommt davon wenn man sich mit dem Thema immer nur 20min ohne Unterbrechung beschäftigen kann ...

  • Habe jetzt noch die von hopsi vorgeschlagenen plugins ergänzt. Am Verhalten des Servers ändert sich noch nichts:


    syslog:


    Service Status:



    Wo setze ich weiter an? Die SATIP Tuner werden anscheinend nicht angebunden.


    Gruß Ralf

  • Mir fehlt da irgendwie die Hälfte vom log. Vielleicht müsste auch einfach der loglevel höher gesetzt werden, ich nutze '-l 3.7',


    Bitte auch mal die Ausgabe von 'vdr --showargs'


    Ist der satip-Server vom vdr aus erreichbar? Im gleichen Netz? Funktioniert von Windows aus?


    Christian

  • Also so bekomme ich keine zusätzlichen Angaben ins Log. Bleibt gleich

    Hier sieht die IP von live merkwürdig aus und antwortet auch nicht . Der vdr Prozess beendet sich ja auch immer gleich.


    Der Satip Server liegt im selben Subnetz und kann problemlos angepingt werden (vom VDR).

    Von Windows bekomme ich auch eine Tunerzuordnung und ein Bild.


    Der User 'vdr' ist auch in der /etc/passwd eingetragen ...


    Ralf

  • Oder soll ich als Systemd Dienst starten (ich stehe hier als Newbie etwas auf dem Schlauch):


    Code
    1. systemctl restart vdr.service


    Dann kommt etwas mehr Output (gefiltert nach Fehlern):


  • Wieso sieht man im log nichts vom satip plugin? Du solltest schon mal das ganze syslog vom vdr posten. Nur die 20 letzten Zeilen sind halt nicht wirklich aussagekräftig...

    VDR: Zotac ZBOX EN860, 16GB RAM, 2 TB HDD, Debian Stretch, vdr-2.2.0, softhddevice, permashift, satip