[HOWTO] AMD Geode NX 1750 auf PC-Chips M811 als stromsparender VDR - Patch für 2.6.33 online

  • --> Jetzt auch im VDR-Wiki



    Update 20100305: powernow-k7-manual-2.6.33_enev_kilroy.patch.gz online



    Die Kombination des stromsparenden Prozessors AMD Geode NX 1750 in Verbindung mit
    dem Motherboard PC-Chips M811 hat sich unter VDR Nutzern zu einem kleinen Geheimtip
    entwickelt. Im vdrprotal gibt es mittlerweile einige Threads zu diesem Thema. Wenn ich es
    recht überblicke, brachte fabo mit seinem Posting "AMD Geode NX 1750 - Erste Erfahrungen"
    den Stein in's Rollen.


    Ich möchte an dieser Stelle einmal die wichtigsten Informationen in Form eines HOWTOs
    zusammenfassen. Der Schwerpunkt liegt auf den Stromsparmöglichkeiten dieses Systems.


    Die Softwareanpassungen basieren auf einem Debian 3.1 mit jeweils aktuellem Kernel von
    kernel.org.


    Vorab Danke an alle Beteiligten, die geholfen haben, daß dieses HOWTO erstellt werden
    konnte, und speziell an alex-zero für das Korrekturlesen.



    Inhalt:


    1. CPU FSB und Vcore einstellen
    1.1. Vcore per Jumper oder DIP-Schalter
    1.2. Vcore 1.125V per Pin ablöten
    1.3. Zusammenfassung

    2. PowerNow! Support
    2.1. MSR Patch
    2.2. Manual Frequency Table Patch

    3. nvram-wakeup
    4. lm_sensors
    5. Stromversorgung mit picoPSU
    6. UDMA-Problematik
    7. BIOS-Update
    8. Quellen
    9. Anhang

    9.1. sensors.conf
    9.2. powernow-k7-msr-2.6.16.x.patch
    9.3. powernow-k7-manual-2.6.xx.x_enev_kilroy.patch



    1. CPU FSB und Vcore einstellen


    Das M811 bietet per Jumper (JP2) und BIOS Einstellung die Möglichkeit, den Geode mit
    100 oder 133MHz FSB zu betreiben. Der Multiplikator ist nicht einstellbar, was nicht weiter
    tragisch ist, da die Frequenz der CPU auch im laufenden Betrieb gesenkt werden kann.
    Dazu später mehr. In der Standardeinstellung läuft der Geode mit 10.5x133MHz=1400MHz.
    Mit FSB 100Mhz reduziert sich die Frequenz auf 1050MHz. Dieser Wert ist für einen VDR
    völlig ausreichend.


    Von Haus aus besteht beim M811 keine Möglichkeit, die Vcore zu reduzieren, so daß die
    CPU mit 1,425V statt normalerweise 1,250V betrieben wird. Die CPU liefert standardmäßig
    "10001" als VID-Code (VID[4:0]).
    tomfy erarbeitete hier eine Möglichkeit, durch Auftrennung eines Pins des Spannungsregler
    ICs (RT9237) des M811, die Vcore auf 1,225V einzustellen. Dies reduziert sowohl die
    Stromaufnahme als auch die CPU Temperatur und ermöglicht eine passive Kühlung.


    1.1. Vcore per Jumper oder DIP-Schalter


    Durch tomfys Erfolg beflügelt, habe ich durch eine Modifikation des Motherboards die Vcore
    Einstellung auf beliebige Werte erreicht. Dazu wurden die fünf relevanten Pins des
    Spannungsregler ICs auf Jumper geführt. Damit läßt sich der Geode bei FSB 100MHz auch
    mit 1,1V Vcore stabil betreiben. Die Leistungsaufnahme gegenüber 1,425V sinkt um ca. 10W.


    Der . markiert Pin1 und ist mit VID4 identisch. Im Datenblatt des RT9237 bedeutet eine
    1 kein Jumper gesetzt und die 0 Jumper gesetzt.


    Jumperstellung für Vcore 1,100V:

    Code
    1. VID4 1
    2. VID3 1
    3. VID2 1
    4. VID1 1
    5. VID0 0
    6. 0 == GND (0V)
    7. 1 == offen

    Es ist nur der Jumper für VID0 gesetzt.


    Alternativ kann man auch DIP-Schalter benutzen (Vcore=1,100V):


    1.2. Vcore 1.125V per Pin ablöten


    Eine Alternative, zu einer niedrigeren CPU Spannung zu kommen, ist es, zwei Pins des
    RT9237 abzulöten, d.h., auf logisch 1 zu setzen. Gucken wir uns dazu die VID Einstellung
    für die Original- und Alternativspannung an:

    Code
    1. VID 4 | 3 | 2 | 1 | 0 Vcore
    2. ------+---+---+---+------------
    3. 1 | 0 | 0 | 0 | 1 == 1.425V
    4. 1 | 1 | 1 | 0 | 1 == 1.125V

    Daraus ist zu ersehen, daß durch Ablöten von VID3 (Pin 2) und VID2 (Pin 3) die CPU
    Spannung auf 1.125V eingestellt wird, da beide Eingänge von Potential 0 zu 1 wechseln.

    Code
    1. zaphod:~$ sensors
    2. it87-isa-0290
    3. Adapter: ISA adapter
    4. VCore 1: +1.12 V (min = +1.04 V, max = +1.57 V)

    Die Praxis zeigt, daß es am einfachsten ist, wenn man zuerst noch Pin 1 (VID4) ablötet.
    An seinem Zustand (1) ändert sich dadurch nichts.
    Zum Ablöten hält man eine Stecknadel bereit und schiebt diese unter das mit dem
    Lötkolben (mit Bleistiftspitze) erhitzte Anschlußbeinchen und hebelt dieses ggf. vorsichtig
    hoch. Ebenso verfährt man dann mit den Pins 2 und 3.


    1.3. Zusammenfassung


    a. Freie Spannungswahl: Jumper oder DIP-Schalter einlöten
    b. 1.225V Vcore: Pin 2 (VID3) auftrennen
    c. 1.125V Vcore: Pin 2 (VID3) und Pin 3 (VID2) auftrennen



    Bitte beachten:
    Durch die Manipulation am Motherboard erlischt die Gewährleistung. Auch sollte man
    Erfahrung im Umgang mit dem Lötkolben (z.B ERSA Tip 260, 16W) haben.



    2. PowerNow! Support


    Bitte darauf achten, immer nur einen Patch zur Zeit zu nutzen.


    2.1. MSR Patch


    Der AMD Geode NX 1750 unterstützt die Einstellung der Frequenz während des
    laufenden Betriebes. Somit ist es möglich, die CPU beim "nichts tun" herunterzutakten
    und im Bedarfsfalle (z.B. DVD erstellen) die volle Leistung abzurufen. alex-zero hat im
    vdrportal eruiert, wie PowerNow! mit dem Geode zu nutzen ist. Der Kernel kann die PowerNow!
    Möglichkeiten nicht nutzen, da das BIOS hierfür keine Informationen zur Verfügung stellt.
    Durch einen Patch des Kernels werden die entsprechenden Daten dort eingebaut, so daß
    das powernow-k7 Modul damit arbeiten kann. Dieser Patch wird hier zur Verfügung gestellt.
    Im Anhang findet sich ein Patch für den jeweils aktuellen Kernel.

    Code
    1. zaphod:~# cd /usr/src/linux
    2. zaphod:/usr/src/linux# # "Patch Datei herunterladen"
    3. zaphod:/usr/src/linux# zcat powernow-k7-msr-2.6.16.17.patch.gz | patch -p1 -b
    4. zaphod:/usr/src/linux# rm powernow-k7-msr-2.6.16.17.patch.gz

    Nun wird der Kernel mit folgenden Einstellungen neu übersetzt:

    Die Datei /etc/modules wird folgendermaßen modifiziert:

    Code
    1. zaphod:~# grep powernow_k7 /etc/modules
    2. powernow_k7 msr_force=1

    damit das Modul automatisch geladen wird.


    Nach dem Neustart des Kernel überprüft man die möglichen Varianten zur Frequenzeinstellung:

    Code
    1. zaphod:~# cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_available_governors
    2. conservative ondemand powersave userspace performance

    Nähere Informationen sind hier zu finden: /usr/src/linux/Documentation/cpu-freq/


    Mittels dmesg oder in syslog sollte diese Meldung (mit FSB 100MHz) auftauchen:

    Code
    1. powernow: PowerNOW! Technology present. Can scale: frequency and voltage.
    2. Detected 1048.423 MHz processor.
    3. powernow: Trying ACPI perflib
    4. powernow: ACPI perflib can not be used in this platform
    5. powernow: ACPI and legacy methods failed
    6. powernow: See http://www.codemonkey.org.uk/projects/cpufreq/powernow-k7.shtml
    7. powernow: Building frequency table from MSR info.
    8. powernow: Minimum speed 599 MHz. Maximum speed 1048 MHz.

    Ich betreibe den Geode derzeit mit "conservative". Damit dies beim Start aktiviert wird,
    habe ich folgendes in /etc/init.d/bootmisc.sh eingetragen:

    Code
    1. echo conservative > /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_governor

    Mittels

    Code
    1. watch -n1 "cat /proc/cpuinfo|grep MHz

    kann man sich laufend die aktuelle Frequenz der CPU anzeigen lassen.



    2.2. Manual Frequency Table Patch


    Auf diesen Patch bin ich durch Elchi aufmerksam gemacht worden. Er beruht wohl auf
    einen Patch von Milan Enev: Linux 2.6.12.2 PowerNow! K7 Manual Frequency Table.
    Da der originale Patch bei mir nicht richtig funktionierte, habe ich aus Elchis und Enevs
    Versionen eine für Kernel 2.6.x funktionierende Variante erstellt.


    Der Kernel muß für diesen Patch genauso konfiguriert sein wie für den MSR Patch.


    Das Einspielen des Patches geschieht folgendermaßen:

    Code
    1. zaphod:~# cd /usr/src/linux
    2. zaphod:/usr/src/linux# # "Patch Datei laden"
    3. zaphod:/usr/src/linux# zcat powernow-k7-manual-2.6.20.4_enev_kilroy.patch.gz | patch -p0 -b
    4. zaphod:/usr/src/linux# rm powernow-k7-manual-2.6.20.4_enev_kilroy.patch.gz

    Das Modul wird wieder per /etc/modules geladen:

    Code
    1. zaphod:~# grep powernow_k7 /etc/modules
    2. powernow_k7 overwrite_table=1 fsb=100000 multiplier=50,60,70,80,90,105

    oder alternativ händisch per modprobe:

    Code
    1. zaphod:~# modprobe powernow_k7 overwrite_table=1 fsb=100000 multiplier=50,60,70,80,90,105

    Die multiplier Parameter sind variierbar.

    Code
    1. zaphod:~# modprobe powernow_k7 overwrite_table=1 fsb=100000 multiplier=55,75,95,105
    2. zaphod:~# cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_available_frequencies
    3. 550000 750000 950000 1050000

    Beispielausgabe des syslog:

    Arbeitet powernow erfolgreich, kann mach sich die möglichen Frequenzen anzeigen lassen:

    Code
    1. zaphod:~# cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_available_frequencies
    2. 500000 600000 700000 800000 900000 1050000

    Zur automatischen Frequenzumstellung wird powernowd verwendet.

    Code
    1. zaphod:~# aptitude install powernowd

    Der Start erfolgt mit folgenden Parametern:

    Code
    1. zaphod:~# cat /etc/default/powernowd
    2. OPTIONS="-v -n -m 0"

    "-m 0" bewirkt, daß die Frequenzänderung einer Sinuskurve folgt. Siehe auch man powernowd.

    Code
    1. zaphod:~# /etc/init.d/powernowd restart

    Hier die Ausgabe des powernowd Aufrufes:

    Dieser Patch bietet grundsätzlich auch die Möglichkeit, die CPU Spannung anzupassen
    (Vcore), dieses funktioniert bei mir mit dem M811 Board jedoch nicht.


    Wer den Geode mittels JP2 auf dem M811 mit FSB 133MHz laufen läßt, kann powernow-k7
    folgendermaßen nutzen:

    Code
    1. zaphod:~# modprobe powernow_k7 overwrite_table=1 fsb=133333 multiplier=40,50,60,70,80,90,105

    Das ergibt diese möglichen Frequenzen:

    Code
    1. zaphod:~# cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_available_frequencies
    2. 533332 666665 799998 933331 1066664 1199997 1399996


    3. nvram-wakeup


    Zuerst sollte man das nvram-wakeup im BIOS des M811 unter "Power Management Setup"
    aktivieren. Wakeup ist auf auf "Enabled" zu stellen und in der WakeupINT Tabelle
    muß der RTC interrupt eingeschaltet sein. Außerdem dürfen bei dem ersten Start von
    nvram-wakeup nicht die Werte Day 0, Hour 0, Min 0, Sek 0 im BIOS stehen, da daß
    Programm sonst mit einem Fehler beendet wird. Der Einfachheit halber trägt man für
    jeden Wert eine 1 ein.
    Nun wird das Paket nvram-wakeup installiert:

    Code
    1. zaphod:~# aptitude install nvram-wakeup


    Unter /etc wird die Datei nvram-wakeup.conf für das M811 erstellt:

    In /etc/vdr/vdr-nvram-wakeup.conf ist der Parameter COMMANDLINE wie folgt
    anzupassen:

    Code
    1. COMMANDLINE="--directisa --configfile /etc/nvram-wakeup.conf"

    Nicht vergessen ENABLED="yes" zu setzen. Ein Reboot ist für nvram-wakeup beim M811 nicht nötig.


    Um die korrekte Funktion zu überprüfen, sollte man nvram-wakeup jetzt einmal testen:

    Code
    1. zaphod:~# nvram-wakeup --directisa --configfile /etc/nvram-wakeup.conf --settime $((`date +%s` + 601))
    2. zaphod:~# shutdown -h now

    Die Aufwachzeit wird auf 601 Sekunden in die Zukunft gestellt, also bitte mindestens
    10 Minuten warten. ;)



    4. lm_sensors


    Bei einer passiv gekühlten CPU erscheint es sinnvoll, die Temperatur zu überwachen.
    Dafür wird lm_sensors auf dem System installiert:

    Code
    1. zaphod:~# aptitude install libsysfs-dev
    2. zaphod:~# wget http://www2.lm-sensors.nu/~lm78/archive/lm_sensors-2.10.0.tar.gz
    3. zaphod:~# tar xzf lm_sensors-2.10.0.tar.gz -C /usr/local/src/
    4. zaphod:~# cd /usr/local/src/lm_sensors-2.10.0/
    5. zaphod:/usr/local/src/lm_sensors-2.10.0# make user
    6. zaphod:/usr/local/src/lm_sensors-2.10.0# make user_install

    Beim Start des Rechners sollte sensors -s ausgeführt werden:

    Code
    1. zaphod:~# grep -A2 sensors /etc/init.d/bootmisc.sh
    2. /usr/local/bin/sensors -s
    3. : exit 0

    Der (2.6.) Kernel muß folgende Module zur Verfügung stellen oder integriert haben:

    Die passende /etc/sensors.conf habe ich unten angehängt. Die Ausgabe sieht dann
    folgendermaßen aus:

    Code
    1. zaphod:~# sensors
    2. it87-isa-0290
    3. Adapter: ISA adapter
    4. VCore 1: +1.10 V (min = +1.04 V, max = +1.57 V)
    5. fan1: 831 RPM (min = 0 RPM, div = 8)
    6. CPU Temp: +39 C (low = +15 C, high = +50 C) sensor = thermistor


    5. Stromversorgung mit picoPSU


    Um die Effizienz bzgl. Stromverbrauch des Systems AMD Geode NX 1750 auf PC-Chips
    M811 als VDR weiter zu erhöhen, betreibe ich den Rechner jetzt mit der picoPSU und
    einem entsprechenden externen Schaltnetzteil: Thread.
    Das System verbraucht im normalen Betrieb (mit einer FF- und drei Budget-Karten,
    diskless) 50W. Die CPU ist passiv gekühlt. Die Wärme wird von einem extrem leisen
    120mm Lüfter (8,7dBA, 800rpm) aus dem Gehäuse befördert.


    foobar42 hat berichtet, daß es die picoPSU inzwischen sowohl in einer 120W als auch
    80W Version gibt.




    6. UDMA-Problematik


    Crue hat mit dem Thread M811 - Mainboard (Geode) StressThreat/ Sorgenkind IDE 
    auf ein Problem des M811 aufmerksam gemacht, welches die Zusammenarbeit des (2.6.x)
    Kernels mit IDE Festplatten im UDMA Modus betrifft. Standardmäßig wird der
    höchstmögliche UDMA Modus (meist UDMA 5) eingestellt, welcher jedoch Probleme in
    Form von Datenübertragungsfehlern auslöst:

    Code
    1. zaphod kernel: hda: dma_intr: status=0x51 { DriveReady SeekComplete Error }
    2. zaphod kernel: hda: dma_intr: error=0x84 { DriveStatusError BadCRC }
    3. zaphod kernel: ide: failed opcode was: unknown

    Das Problem läßt sich erfahrungsgemäß dadurch lösen, daß der UDMA Modus auf 3 oder 4
    herabgesetzt wird. Beispiel für UDMA 4 mit Festplatte hda

    Code
    1. hdparm -X udma4 /dev/hda

    Bei der Installation eines Linuxsystems von CD auf Festplatte oder Nutzung einer
    "Live-CD" mit Festplatte, sollte darauf geachtet werden, daß der UDMA Modus reduziert
    oder vorerst komplett abgeschaltet wird, sollte es zu den erwähnten Fehlermeldungen
    kommen. Zum Abschalten des DMA übergibt man dem Kernel folgenden Parameter:

    Code
    1. ide=nodma

    Das DMA wird dann beim Abarbeiten der Datei /etc/init.d/bootmisc.h wieder aktiviert:

    Code
    1. zaphod:~$ tail -n4 /etc/init.d/bootmisc.sh
    2. hdparm -d 1 -X udma4 /dev/hda
    3. : exit 0

    Der Eintrag muß vor dem "exit 0" erfolgen.



    7. BIOS-Update


    ddgonzo hat auf den Thread Problem M811 und Geode aufmerksam gemacht. Dort wird
    geschildert, daß einige M811 Boards auch mit einem älteren BIOS als das vom 20.10.2005
    ausgeliefert werden. Das neue BIOS erkennt den AMD Geode dann auch mit den
    korrekten Frequenzen. ddgonzo stellt dieses BIOS hier zum Download bereit.



    8. Quellen


    AMD Geode NX 1750 - Erste Erfahrungen


    AMD Geode NX 1750 auf PC-Chips M811 mit picoPSU


    AMD Geode 1750 NX und Alternativen


    M811 - Mainboard (Geode) StressThreat/ Sorgenkind IDE


    Geode NX Core Voltage


    Datasheet RT9237


    Linux 2.6.8.1 K7 PowerNow! MSR Support


    [url=http://www.amd.com/us-en/ConnectivitySolutions/ProductInformation/0,,50_2330_9863_10837,00.html]AMD Geode NX Processors[/url]


    Manual 120W picoPSU


    Manual 80W picoPSU


    patch-cpufreq-PST


    9. Anhang

  • Moin,


    sehr schönes HowTo Kilroy!


    Zu erwähnen ist noch das dieses Hardware als Bundle bei ebay von verschiedenen Anbieter vertrieben wird. Die Suchworte dafür sind "geode m811". Der Sofortkaufpreis liegt bei etwa 60eu für Lüfter, CPU und Board.


    Wenn noch Fragen sind, traut euch ,-)


    Gruss
    AleX

    Hardware: Intel Cel 1Ghz+, 256MB, 420GB HD, TT DVB-S (Premium) Rev 1.5, 2* Activy DVB-S (Budget), PVR-250, Lirc-USB (ati-rf-remote)
    #############################################
    Software: Debian Etch 2.6.16.1, DVB-Kernel, VDR 1.3.42 + enAIO + noEPG +weitere Patches
    Plugins: tvonscreen, femon, streamdev, mplayer, vdradmin, wapd,
    osdteletext, vcd, dvd, burn, vdrrip
    Other: nvram mit rebootscript
    IRC-Nick: df-h

  • Zitat

    Original von foobar42
    Kann man eigentlich in unserem (Bundle-)Fall was mit den anderen Patches auf http://www.yggdrasl.demon.co.uk/code/ anfangen?


    Ja natürlich ;-), der erste Patch ist der den wir hier angepasst haben. Die anderen schienen mir nicht weiter sinnvoll.


    (s. 5 Link in den Quellen)


    AleX

    Hardware: Intel Cel 1Ghz+, 256MB, 420GB HD, TT DVB-S (Premium) Rev 1.5, 2* Activy DVB-S (Budget), PVR-250, Lirc-USB (ati-rf-remote)
    #############################################
    Software: Debian Etch 2.6.16.1, DVB-Kernel, VDR 1.3.42 + enAIO + noEPG +weitere Patches
    Plugins: tvonscreen, femon, streamdev, mplayer, vdradmin, wapd,
    osdteletext, vcd, dvd, burn, vdrrip
    Other: nvram mit rebootscript
    IRC-Nick: df-h

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von alex-zero ()

  • Zitat

    Original von alex-zero
    Die anderen schienen mir nicht weiter sinnvoll.


    Nach denen frag' ich doch. :D Heißt "nicht sinnvoll" vom MB nicht unterstützt?

    LG
    fb


    VDR 1.4.3-3 (vdr-install-script-0.9.5.8 ), VDRAdmin-AM 3.5.2 unter Debian Sarge auf ASUS A8V Deluxe mit Athlon 3000+ (Venice), TT 1.5 + Skystar2

  • Hi kilroy,


    wieder mal ein sehr informatives und spannendes HOTOW, :cool1
    darum danke für deine Mühe.


    werde in nächsten Tagen meine Kombination Asus TUSL2-C + Celeron 1200 Tualatin @800MHz mal messen, sollte ja hinsichtlich Leistungsverbrauch auch in etwa in dieser Größenordnung liegen.


    nice weekend - seaman

  • Zitat

    Original von foobar42
    Nach denen frag' ich doch. :D Heißt "nicht sinnvoll" vom MB nicht unterstützt?


    Ich selbst benötige z.B. die Spannungseinstellung (Vcore) nicht (s.o.). Weitere Frequenz
    und oder Multiplikator Funktionen machen m.E. auch keinen Sinn. 600MHz beim idlen und
    1050MHz zum "Arbeiten" genügen zumindest mir. Weitere Stromsparmöglichkeiten, denen
    mein Augenmerk gilt, sehe ich darin nicht. Ob das Motherboard z.B. bei den
    Spannungsänderungen mitmacht, müßte ausprobiert werden.

  • Zitat

    Original von seaman
    werde in nächsten Tagen meine Kombination Asus TUSL2-C + Celeron 1200 Tualatin @800MHz mal messen, sollte ja hinsichtlich Leistungsverbrauch auch in etwa in dieser Größenordnung liegen.


    Vergleiche mit anderen Kombinationen sind natürlich immer gerne gesehen. So läßt sich
    für andere abschätzen, ob sich der Griff zu älteren Komponenten lohnt, ohne gleich in neue
    Hardware für (einen vdr) zu investieren.

  • Zitat

    Original von kilroy
    Ob das Motherboard z.B. bei den
    Spannungsänderungen mitmacht, müßte ausprobiert werden.


    Wenn es funktionierte, wäre das ja wohl eine Option für Leute wie mich, die nicht zum Lötkolben greifen (wollen), oder? Aber ich werde das wohl nicht testen können, da ich als Nichtprogrammierer ggf. keine Probleme beim Anwenden der Patches aus dem Weg räumen kann.

    LG
    fb


    VDR 1.4.3-3 (vdr-install-script-0.9.5.8 ), VDRAdmin-AM 3.5.2 unter Debian Sarge auf ASUS A8V Deluxe mit Athlon 3000+ (Venice), TT 1.5 + Skystar2

  • Zitat

    Original von foobar42
    Wenn es funktionierte, wäre das ja wohl eine Option für Leute wie mich, die nicht zum Lötkolben greifen (wollen), oder? Aber ich werde das wohl nicht testen können, da ich als Nichtprogrammierer ggf. keine Probleme beim Anwenden der Patches aus dem Weg räumen kann.


    Beim Patch Einspielen können wir bestimmt helfen. Daran sollte es nicht also nicht scheitern.


    EDIT:


    Code
    1. kilroy:~/linux$ wget http://www.yggdrasl.demon.co.uk/code/powernow-k7-manual-2.6.12.2_enev.patch
    2. kilroy:~/linux$ patch -p0 < powernow-k7-manual-2.6.12.2_enev.patch
    3. patching file arch/i386/kernel/cpu/cpufreq/powernow-k7.c
    4. Hunk #2 succeeded at 265 (offset -1 lines).
    5. Hunk #3 succeeded at 442 (offset -6 lines).
    6. Hunk #4 succeeded at 795 (offset -6 lines).
    7. Hunk #5 succeeded at 863 (offset -8 lines).

    Der obige Patch läuft beim aktuellen Kernel 2.6.15.6 durch. Ist also kein Problem.

  • Zitat

    Original von kilroy
    Vergleiche mit anderen Kombinationen sind natürlich immer gerne gesehen. So läßt sich
    für andere abschätzen, ob sich der Griff zu älteren Komponenten lohnt, ohne gleich in neue
    Hardware für (einen vdr) zu investieren.


    wäre für mich auch mal interessant.


    Ich habe mir jetzt auch mal einen Geode zum Experimentieren geholt. Auf einen A7V8X ergeben sich so in etwa die von Euch ermitteltenStromverbrauchswerte für die Kombination aus CPU+ MoBo+ RAM+ GraKa+ HDD.
    Nun habe ich auch mal ein ASUS A7V133 genommen, da dies wenig Ballast in Form von nicht benötigten Onboard Komponenten hat und auch RAM und Brücken weniger Strom ziehen.
    Anfangs sah es sehr gut aus. Das Board ist eigentlich ideal, da man von 1,05Volt in 0,05Volt Schritten Vcore wählen kann, genauso sind Multiplikatoren in 0,5 Schritten und FSB gut wählbar. Ich habe dann mal 1,05 Volt und 1000Mhz eingestellt und im BIOS ergab sich ein Verbrauch (vergleichbar der Vollast) von 29 Watt mit 128 MB 133er RAM, GraKa (PCI) und 2,5" TestHDD sowie Tastatur. Nun hätte ich gern mal idle gemessen.
    Doch beim booten bekomme ich regelmäßig Kernel Crashs an den unterschiedlichsten Stellen. Habe schon alle mögliche Varianten von Vcore, FSB und Multi durchprobiert. Wahrscheinlich ist jedoch der berühmt berüchtigte KT133 Chipsatz der Schuldige.


    Hat jemand den Geode 1750 auch mit anderen (möglichst älteren stromsparenden MoBos) lauffähig im Einsatz? Wichtig wären dabei die Möglichkeiten von Vcore, FSB und Multi.


    Gruß Fr@nk

  • Zitat

    Original von lola
    Wahrscheinlich ist jedoch der berühmt berüchtigte KT133 Chipsatz der Schuldige.


    Hm, läuft das Board zuverlässig mit 'ner anderen CPU? Sonst würde ich auch an den Speicher, das Netzteil und ggf. überflüssige features (z.B. usb, onboard-Komponenten - gibt's das überhaupt bei dem Teil?) denken.

    LG
    fb


    VDR 1.4.3-3 (vdr-install-script-0.9.5.8 ), VDRAdmin-AM 3.5.2 unter Debian Sarge auf ASUS A8V Deluxe mit Athlon 3000+ (Venice), TT 1.5 + Skystar2

  • Zitat

    Original von lola
    Nun habe ich auch mal ein ASUS A7V133 genommen, da dies wenig Ballast in Form von nicht benötigten Onboard Komponenten hat und auch RAM und Brücken weniger Strom ziehen.


    Das A7V333 (ohne Zusatz IDE) habe ich hier auch noch liegen, aber schnell wieder aussortiert,
    da es bei meinen Tests fast 10W mehr verbrauchte. Du könntest bitte mal schreiben, was
    Du wie für 1,05V eingestellt hast. Ich bin immer nur bis minimal 1,125V gekommen.

  • Zitat

    Original von foobar42
    Hm, läuft das Board zuverlässig mit 'ner anderen CPU? Sonst würde ich auch an den Speicher, das Netzteil und ggf. überflüssige features (z.B. usb, onboard-Komponenten - gibt's das überhaupt bei dem Teil?) denken.


    Ja das Teil hat bis zum jetztigen WE mit einem Athlon 1200 seit einigen Jahren sehr gut gearbeitet. Bis auf den Zoff mit einer Soundkarte (emu10K) gabs keine Probleme.
    (Leerlauf mit obigem Prozz im BIOS 65 Watt an 1,75 Volt.)


    Zitat

    Original von kilroy
    Das A7V333 (ohne Zusatz IDE) habe ich hier auch noch liegen, aber schnell wieder aussortiert,
    da es bei meinen Tests fast 10W mehr verbrauchte. Du könntest bitte mal schreiben, was
    Du wie für 1,05V eingestellt hast. Ich bin immer nur bis minimal 1,125V gekommen.


    Das Board kann neben Jumperless auch manuelle Einstellungen per DIP und Steckbrücken. Dort habe ich es auf minimal mögliche Spannung eingestellt. Ich habe aber auch 1,25Volt und sogar 1,45 Volt eingestellt, selbes Problem.


    Steckbrücke VID1 -4 :


    o ._. o
    o ._. o
    o ._. o
    o ._. o



    Gruß Fr@nk

  • Für Interessierte habe ich im ersten Posting mal ein paar Bilder eingefügt. Wie man sieht,
    habe ich mich für die OBI (statt Schaeffer) Variante der Front entscheiden. :D

  • Hihi :D Kommt darauf an, wie Du "Watt" definierst. "Watt" ich mir von meiner Regierung
    anhören muß, wenn ich mit einer Schaeffer-Front auftrumpfe: :motz3
    :nichtdoof

  • Zitat

    Original von kilroy
    Hihi :D Kommt darauf an, wie Du "Watt" definierst. "Watt" ich mir von meiner Regierung
    anhören muß, wenn ich mit einer Schaeffer-Front auftrumpfe: :motz3
    :nichtdoof


    Deine/unsere Regierung erwartet, dass du dein Geld zur Konjunkturbelebung verjubelst, sonst holt sie es sich über Steuern. Was deine OHL sagt, ist ein anderes Thema. :D

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    VDR 1.4.3-3 (vdr-install-script-0.9.5.8 ), VDRAdmin-AM 3.5.2 unter Debian Sarge auf ASUS A8V Deluxe mit Athlon 3000+ (Venice), TT 1.5 + Skystar2