Raspberry Pi: Als eigener VDR oder nur zum Streamen?

  • Guten Abend,


    Weihnachten steht vor der Tür und ich, Schüler, bekomme einen neuen Fernseher. Da meine Eltern seit Jahren über einen VDR ihre Sendungen genießen, möchte ich dies nicht missen
    und auch in den Genuss kommen. Mein Vater und ich haben zwei Raspberry Pi's, wovon lediglich einer unter regem Gebrauch steht.


    Daher meine Frage:
    Ist es möglich einen Raspberry Pi als eigenständigen VDR zum Laufen zu bekommen, der ohne Probleme HD Filme und Sendungen abspielt? Wenn ja, wie? Wenn nein;
    gibt es eine Möglichkeit mithilfe eines Raspberry Pi's über den VDR meiner Eltern zu streamen?


    Ich freue mich auf Lösungsansätze und Antworten.
    Ich möchte ja etwas über die Feiertage zu basteln haben ;)



    Grüße


    P.S: [HowTow] VDR Client mit Raspberry PI und MLD habe ich mir schon zu Gemüte geführt, allerdings würde ich wenn möglich gernen einen kompletten VDR auf einem Raspberry Pi aufbauen.

  • Ist es möglich einen Raspberry Pi als eigenständigen VDR zum Laufen zu bekommen,


    Meiner Erfahrung nach leider nein. Ausch streamen wird schwierig, da ja mindestens 2* HD-Bandbreite über die vermurkste USB-Anbindung muss. Und das habe ich bei meinen Versuchen nie geschafft. Zumindest nicht störungsfrei.
    Gute Ansätze gibt es wohl, wenn der RPi als Client fungieren soll (RPI-Plugin von reufer). Das werde ich demnächst mal ausprobieren .

    VDR-1:  streamdev-server | Hummingboard Base | TT S23-600 USB DVB | Siemens S500 Gehäuse | VDR4Arch
    VDR-2: streamdev-client | rpihddevice | Raspberry B (1) | Remote: X10 | LG 42LV4500 |
    VDR4Arch


  • Hi.
    Als Streaming Client ist der Raspi 1A :-)
    Du müsstest dann bei deinen Eltern das Streamdev-Server-Plugin installieren. Ein zweiter Tuner wäre auch nicht verkehrt.


    Gruß Patrick

    Gruß Patrick


    [size=8]* Meine NeverEndingProjects ;-)*


     vectra --- glasslike ---

  • Als server-VDR wuerde sich wohl eher ein Banana-PI anbieten:
    - Dualcore 1 Ghz CPU (statt 1 Ghz CPU im RPI im Turo-mode)
    - Gigabit Ethernet
    - 1 GByte RAM (statt 512 im RPI)


    Aber selbst damit muesste man sich noch Gedanken machen, wie man einen stabilen Sever aufbauen will:
    - Keine Ahnung mit C/S2 receivern die via USB angeschlossen werden sollen. Hoffe mal, der USB Durchsatz sollte dafuer ein Problem sein. SATIP ueber das GigE waere evtl. noch besser.
    - Verbindung zum Client hin am sinnvollsten auch ueber das GigE statt über ein USB-WiFi dongle, also externen Router mit 802.11 AP.
    - Wo laesst man die Aufzeichnung laufender Programme machen ?


    Wenn man nur eine Festplatte anschliesst, und man auf die kontinuierlich mehrere Programme aufzeichnet, dann hat die weniger Lebenserwartung als eine reine Archivplatte, gerade wenn man da hauefig eg: 3 oder 4 Programme gleichzeitig aufzeichnet. Weiss jetzt nicht, wie sinnvoll es ist, auf einem Server mehrere Programme gleicheitig auf de SD Karte aufzunehmen. Angeblich haben diese SD-Karten beim randomn-write access ueber EXT Filesystem keinen grossen Durchsatz. Also ist fürs OS wohl eine klassische Festpatte oderr echtes SSD besser, was man dann ueber SATA anschliesst. Und wenn man ein Medienarchiv will sollte das eh am besten eine USB-Festplatte sein die schaltet sich naemlich am einfchsten brav aus wenn sie nicht verwendet wird und lebt laenger als eine OS-Platte auf der dauernd aufgezeichnet wird.


    Also mit SATIP und archiv-NAS und Banana-PI als server mit kleiner SSD koennte ich mir so einen Banana-PI als interessanten Server vorstellen. Der halt auch noch lokal per VDR einen Fernseher versorgen koennte.

  • Sprich:
    Streamdev auf dem VDR und den passenden Streamdev Client dazu auf den Raspberry Pi?


    Genau. Die Himbeere ist ein prima Client, aber als Server ungeeignet. Dies, weil sich alle angeschlossenen USB-Geräte und das Netzwerk die Bandbreite des einzigen USB-Ports am SoC teilen. Gerade wenn Deine Eltern eh schon auf den VDR setzen, drängt sich die Lösung mit dem Raspberry Pi als reiner Client fast auf.


    Für reinen Live-Betrieb funktioniert auch DVB-T am USB-Port. Wahrscheinlich ginge das auch mit passenden DVB-S-/DVB-C-Adaptern, aber das habe ich selber nie getestet.


    Wollt ihr trotzdem mal einen "richtigen" Server, rate ich zu einer sparsamen x86-Plattform mit Karten von Digital Devices. Nicht die billigste, aber in meinen Augen die günstigste Lösung, wenn man nebst dem VDR auch noch andere Hobbys hat.  ;) Aber dazu gibt es eigene Threads...


    Gruss
    Thomas