System hängt beim Booten über NVRAM

  • Hallo,


    mein VDR läuft jetzt fast perfekt. Beim manuellen Starten des Systems läuft auch alles problemlos. Ich habe nvram-wakeup erfolgreich installiert. Alle Tests damit liefen zunächst fehlerfrei.


    Das Problem:
    Wenn der VDR über NVRAM gestartet wird (und ich nicht dabei bin) ist es schon mehrfach vorgekommen, daß sich der Rechner beim Booten aufgehängt hat. ;(
    Ich kann mich noch grob erinnern, daß auf dem Bildschirm die Prozessor-Registerinhalte aufgelistet wurden. Mehr hab ich aber nicht gesehen.


    Das Problem ist nun, daß sich der Rechner vor dem Start von VDR aufhängt. Ich habe bisher keine Log's gefunden, in denen ein Fehlereintrag vorhanden war. In keinem der Logfiles in /var/log ist ein Eintrag vom Zeitpunkt des Aufhängens vorhanden.


    Ich brauche dringend ein paar Tips, wie ich bei der Fehlersuche weiterkomme. Ich habe im Augenblick überhaupt keine Idee wo ich das Problem suchen soll, da die Logfiles ja nichts hergeben. :rolleyes: Ich kenne mich mit Linux leider noch nicht so gut aus.


    Ich glaube nicht, daß es an nvram-wakeup liegt. Der Rechner startet ja zu der vorgegebenen Zeit. Die Fehlermeldung, die ich gesehen habe, kommt auch nicht vom Bios, sondern vom Betriebssystem.


    Ein VDR, der nur 50% der Aufnahmen wirklich ausführt, macht nicht wirklich Spaß.


    Vielen Dank
    et-fred

    Hardware: Silverstone LC03-B, A7V8X-X, AMD Duron800, 256MB, 1TB Samsung, FF DVB-S 1.5, Budget DVB-S2, LCD 128x64
    Distri: c't-VDR 7, Kernel 2.6.26-2-486, VDR 1.6.0-17ctvdr1
    Plugins: dvd, dvdswitch, mp3, muggle, mplayer, osdteletext, remote, graphlcd, burn, ...

  • Es gibt ein paar boards, bei dene es Probleme beim Auslesen des rtc gibt, wenn der
    Wakeup im BIOS eingeschaltet ist. Dort verweigert hwclock allerdings die Arbeit komplett.


    Die Option --directisa zu hwclock ist in diesen Faellen die Loesung. Vielleicht ist das ja was aehnliches?

  • Zu welchem Zeitpunkt des Bootvorgangs wird denn rtc ausgelesen?


    Müßten nicht die Registerinhalte, die auf dem Bildschirm ausgegeben wurden, auch irgendwo in einer Log-Datei auftauchen?
    Kann ich die Ausgabe in eine Log-Datei irgendwie per Bootparameter einschalten?


    Gruß
    et-fred

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  • hi,
    kuck mal unter /etc/rcS.d
    die passenden scripte liegen unter /etc/init.d und heißen hwclock.sh und hwclockfirst.sh.
    ich hab einfach die links zu dem runlevel gelöscht. bzw. auf einem anderen system in die zweite zeile ein exit geschrieben.


    die boot-meldungen kannst du dir mit dmesg ankucken.

  • Mit dmesg sehe ich ja nur die Meldungen des aktuellen Bootvorgangs. Ich bräuchte jedoch die Meldungen des letzten Bootvorgangs. Wenn der Rechner hängt, kann ich mir ja auch keine Meldungen mehr ansehen.


    Gibt es hierfür eine Möglichkeit?
    In /var/log/messages werden ja auch ältere Meldungen protokolliert.


    Gruß
    et-fred

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  • in /var/log/messages und /var/log/syslog müsstest du auch nach einem absturz noch was finden, je nachdem wie du es konfiguriert hast werden die alten dann noch gegzipt. kannst dir dann zumindest anschauen was vor dem crash war

    p5n7a-vm - debian lenny - vdr 1.7.9 - plugins: live, text2skin, epgsearch, xineliboutput cvs, streamdev-server - 2x tt s2-3200 - xine-vdpau 284 + df v9 patches - output vdr-sxfe
    p5n7a-vm - debian lenny - vdr 1.7.9 - plugins: text2skin, xineliboutput cvs, streamdev-client - xine-vdpau 284 + df v9 patches - output vdr-sxfe

  • Quote

    aber warum kuckst du nicht einfach mal auf den monitor?


    Schon klar. Als der Fehler das letzte mal aufgetreten ist, hätte ich genauer nachsehen müssen. Ich habe jedoch auf den ersten Blick keine verwertbaren Informationen auf dem Bildschirm gefunden. Ich dachte auch, daß ich nach einem Neustart einfacher, mehr Informationen über den Absturz in den Logfiles bekomme. Jetzt muß ich den Fehler erst mal wieder hinkriegen. Wie gesagt, der Fehler tritt nur auf, wenn ich nicht da bin. ;)


    Quote

    in /var/log/messages und /var/log/syslog müsstest du auch nach einem absturz noch was finden


    Prinzipiell korrekt, aber wie gesagt, zum Zeitpunkt des Absturzes waren hier keine Einträge vorhanden. Es kommen dann erst wieder Einträge von dem manuellen Reboot nach dem Absturz.
    Im Bootlog (weiß gerade nicht, wie die Datei genau heißt) könnten, wie ich vermute, Informationen über den Absturz auftauchen. Aber das File protokolliert ja nur den letzten Bootvorgang. Oder kann man das anders einstellen?


    Gruß
    et-fred

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  • Quote

    Originally posted by et-fred
    Im Bootlog (weiß gerade nicht, wie die Datei genau heißt) könnten, wie ich vermute, Informationen über den Absturz auftauchen. Aber das File protokolliert ja nur den letzten Bootvorgang. Oder kann man das anders einstellen?


    du bist gerade bei windows :)


    das frage ist ja: was macht der rechner nachdem er beim booten hängenbleibt?
    weiter hängenbleiben?
    machst du dann reset?
    wenn ja - dann kann kaum was geloggt werden. wohin auch. du gibst dem teil ja nichtmal die chance was auf die platte zu schreiben.


    probier doch mal das verhalten (durch setzten von vielen timern und herrunterfahren/auwachen lassen) zu reproduzieren.
    ohne reproduzierbarkeit kannst du sonst auch nciht testen ob der workaround klappt.

  • Stimmt natürlich, mich hat nur gewundert, daß ich die Meldung, die ich auf dem Bildschirm noch sehen konnte, in keinem Logfile gefunden habe.


    In der Zwischenzeit habe ich auch noch einen weiteren Absturz gehabt. Diesmal jedoch nicht beim Starten, sondern beim Herunterfahren nach einer Timeraufnahme. Die Aufnahme und der anschließende NOAD-Durchlauf waren erfolgreich.


    An zwei Stellen in /var/log/messages sind kernel-oops-Einträge. Beim anschließenden Heruntergefahren des Systems ist der Rechner dann mit folgender Bildschirmmeldung hängen geblieben:


    Diese Meldung habe ich vom Bildschirm abgeschrieben, da sie wieder in keinem Logfile zu finden ist.


    Alle Meldungen weisen auf einen anderen Prozess hin (kswapd, noad, mount). Aber was soll mir das sagen? ;( Gewöhnlich funktioniert das System problemlos.


    Für weitere Hilfe / Hinweise wäre ich sehr dankbar.


    Gruß
    et-fred

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  • du solltest deinen Ram-Riegel mal testweise tauschen, und dich dann freuen das dein problem beseitigt ist :-)


    have a nice day


    gozar

    No Brain => No Pain
    ---
    VDR Server:
    HP ML110, Xeon 2,4Ghz, 3x2TB im RAID5, 1x2TB für video0, MLD Server, 2 x Satix Mystique DVB-S2 Dual, 1 DVB-T für ORF
    VDR Clients:
    3 x RPi 3 Client MLD Ver. 5.1
    1 x RPi 2 Client MLD Ver. 5.1

  • Hallo,
    ich habe auch das Problem, dass der Rechner ab und zu beim Booten hängen bleibt und ich dazu keinerlei logfiles habe. Das ist bisher nur aufgetreten wenn ins NVRAM geschrieben wurde.


    Der Rechner hängt und die Festplatte schaltet sich ab. Wenn ich den Rechner dann ausschalte und wieder an bleibt er an der gleichen Stelle hängen. Erst wenn ich ihn vom Strom trenne fährt er wieder richtig hoch.


    Was ich noch festgestellt habe ist, dass ich den Bootvorgang an der Stelle fortsetzen kann an der er hängt wenn ich meine WLAN Karte aus dem PCMCIA Slot ziehe.


    Die Probleme habe ich seit dem Herbstupdate und der Parallelinstallation von VDRDevel.


    Ich verstehe auch nicht in welchem Zusammenhang das mit der WLAN Karte steht zumal das ja nicht bei jedem Booten ist. Ich habe allerdings einen selbst übersetzten Kernel für die WLAN Karte installiert.


    Gibt es irgendwelche Ideen dazu?


    Gruß
    VDR-Tux

    Hardware: Hermes 651-P, Celeron 2GHz, 256MB RAM, 120GB Samsung HD, Nexus-S, Nova-S, LiteOn-DVD-Brenner, WLAN wg511,
    LCD Crystalfontz 128x64, Lüfterumbau für CPU und Netzteil
    System: c't VDR 1.3.37-1ctvdr1 mit Tobi's Multipatch, Kernel 2.6.12-ct-1

  • Quote

    Originally posted by VDR-Tux
    Der Rechner hängt und die Festplatte schaltet sich ab. Wenn ich den Rechner dann ausschalte und wieder an bleibt er an der gleichen Stelle hängen. Erst wenn ich ihn vom Strom trenne fährt er wieder richtig hoch.


    !GENAU! das kenne ich auch.
    glaube mir. Bistr-o-Math hat da recht. und die lösung steht hier in dem thread auch schon.


    entweder die directisa-option oder die hwclock-scripte entfernen (update-rc.d -f hwclock remove; update-rc.d -f hwclockfirst remove;).


    den zusammenhang mit dem wlan erkenne ich jetzt auch nicht. leider kann ich das hier mangels fehlernder hardware nicht reproduzieren.

  • Erstmal danke für die Tipps!


    Ich habe zunächst


    COMMANDLINE="--directisa"


    in die nvram-wakeup.conf einbaut und den Rechner über Nacht durch vier Timer vier mal hoch und runterfahren lassen. Heute morgen will ich in per Hand hochfahren und er bleibt wieder hängen.


    Es ist immer noch ein weiterer Timer vorhanden, das wakeup im BIOS ist also immer noch enabled.


    slime
    Bringt das Entfernen der hwclock scripte in meinem Fall was, wenn das mit der directisa option nicht geklappt hat oder kann ich mir den Test sparen?


    Was kann ich sonst noch ausprobieren?


    Gruß
    VDR-Tux

    Hardware: Hermes 651-P, Celeron 2GHz, 256MB RAM, 120GB Samsung HD, Nexus-S, Nova-S, LiteOn-DVD-Brenner, WLAN wg511,
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  • hi,
    also soweit ich das beurteilen kann bleibt der rechner beim syncronisieren der hwclock hängen. daher bezog sich das --directisa auch auf den hwclock aufrauf.


    jedesmal beim booten wird hwclock gestartet; bei jeder distribution anderst.
    ich hab das alles! rausgeschmissen.
    trotzem läuft mein system gut, auch das aufwecken klappt (ich syncronisiere meine zeit mit ntp).


    ich würde als entweder:
    1. in den init-scripten zu hwclock irgendwie das mit directisa mit einbauen
    2. die init-script zu hwclock aus dem default runlevel entfernen (meistens rcS.d.