Update-Probleme; schon mehrere Kernel versucht

  • Hi,


    ich habe schon lange nix mehr am VDR verändert (musste ich zum Glück auch nicht). Er läuft seit Februar ununterbrochen mit Lin 0.7, VDR 1.3.24 und Kernel 2.6.9. Bin auch zufrieden soweit, aber:


    Morgen bekomm ich eine neue DVB-C Karte, die TT 1500-c inklusive ci und cam, und da wollte ich vorher wenigstens den Kernel updaten. Meine Hardware seht ihr in der Signatur.


    Das stellt sich jedoch als einigermaßen großes Problem dar:


    1. Test: linvdrupdater: Damit wird ja so ziemlich alles auf einmal auf den neuesten Stand gebracht. Ergebnis: DXR3 (bt865) geht nicht mehr: Module werden nicht geladen.
    Onboard-Lan (vorher 8139too) wird nicht mehr erkannt, damit könnt ich leben und einen USBtoLAN Adapter benutzen, ABER: weder der Adapter noch mein Powermate werden am USB gefunden.


    2. Test: Das erste "Mahlzeit-Iso" geladen, installiert: Kernel-Panic


    3. Test: Linvdr mit Kernel-Update-CD installiert: kein LAN, kein USB (Logread zeigt gar nix an, wenn ich etwas in den USB-Port stecke oder herausziehe). DXR3 dann gar nicht weiter versucht.


    --> zurück zu meinem "mylinvdr-image". Scheint das einzige zu sein, was mit meiner Hardware einwandfrei funktioniert.
    Ist mein Mainboard so mistig oder woran liegen diese ganzen Probleme? Es läuft doch auch mit dem alten Kernel. Ich hab keine große Lust das schon wieder auszutauschen, da mein (Eigenbau-)Gehäuse ganz genau auf dieses Mainboard ausgelegt ist (Formfaktor, Mounting Holes, PCI-Plätze, onboard-VGA), aber das ist ne andere Geschichte.
    Könnt Ihr mir helfen?


    Gruß
    Oppee

  • Hallo Dr. Seltsam,


    wir hatten vor längerer Zeit schonmal das Vergnügen in deinem DXR3-Thread, wegen der gleichen Probleme wie jetzt. Ich hab dann damals den alten Kernel drauf gelassen. Nur brauch ich jetzt nen neuen fürchte ich, da die neue TT bestimmt nicht mit dem Originalen läuft.
    Deinen aktuellen Kernel hab ich auch schon probiert, nur vergessen oben aufzuzählen. Es kommen die gleichen Symptome wie bei den anderen Tests, also kein LAN, kein LAN per USB und keine Module bei der DXR3.
    Ich finds auch seltsam (wie passend), da die ganzen Pakete bei hunderten Anderen anscheinend reibungslos funktionieren, nur bei mir nicht. Würd auch gerne Logs posten, aber die könnt ich höchstens mit dem Handy abfotographieren, da ich ja kein Netzwerk habe, sobald ich einen anderen Kernel nehme.


    Gruß
    Oppee

  • das ist so ungewöhnlich, dass ich es kaum glauben mag ...


    Wenn Du den ringbuffer-syslog ausschaltest und das log in /var/log/messages schreiben lässt, dann kannst Du die Logs doch anschließend mit dem 2.6.9-Kernel per LAN auslesen.
    Während der 2.6.17.8 läuft, kannst Du per Tastatur ja auch die Ausgabe von dmesg und lspci sichern:


    dmesg > /pub/export/dmesg.txt
    lspci > /pub/export/lspci.txt
    das gleiche am besten auch noch für lsmod


    ... und dann bei laufendem 2.6.9 aus /pub/export auslesen.

    ACT-620, Asrock B75 Pro3-M, Intel Core i3-3240, 4 GB DDR3 RAM 1600 MHz, passive Geforce GT1030 von MSI, Sandisk 2TB SSD, 2xWinTV DualHD, Atric-IR-Einschalter. SW: Xubuntu 20.04 auf 64GB Sandisk SSD.

  • versuch auch mal, den Treiber mii vor oder nach 8139too zu laden

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  • So hier mal alle gewünschten Files.
    Ein wenig stutzig macht mich ja schon, dass lspci unter 2.6.17.8 leer bleibt ?!
    Der USBtoLAN Adapter war die ganze Zeit eingesteckt, und läuft unter 2.6.9 auch, langsam, aber er läuft (8139too).


    Gruß
    Oppee


    PS: Was du mit "mii" meinst weiß ich leider nicht.

  • bei 2.6.17.8 fällt mir folgendes auf:


    Sep 28 23:46:12 linvdr user.err vdr[2894]: dxr3: unable to open /dev/em8300-0: No such device
    Sep 28 23:46:12 linvdr user.err vdr[2894]: dxr3: please verify that the em8300 modules are loaded


    Das Log protokolliert leider nichts über das Laden der Treiber, obwohl sie laut lsmod geladen sind.


    Dass lspci eine leere Ausagbe gibt, ist definitiv nicht o.k. Wiederhol das nochmal direkt auf der Konsole, um einen Tippfehler auszuschließen.


    Du hast beide Kernel parallel auf der gleichen Partition? Installierst Du sie jedesmal neu Durch Entpacken des tgz, oder legst Du die Symlinks manuell um? Oder hast Du in der /boot/grub/menu.lst beide Kernel zur Auswahl eingetragen?


    Poste mal die Ausgabe von
    ls -l /boot


    sowie den Inhalt von /boot/grub/menu.lst


    Und nimm em8300 + bt865 mal aus dem Startscript (rcStart?) raus und lade die treiber beim 2.6.17.8 auf der Konsole manuell. Was gibt die Konsole beim Laden für eine Meldung? wie sieht dmesg anschließend aus?


    Was ich gerade noch sehe beim 2.6.17.8:
    ACPI: PCI Interrupt Routing Table [\_SB_.PCI0._PRT]
    ACPI Error (rscreate-0346): (PRT[1C].source_index) Need Integer, found Reference [20060127]


    kann sein, dass dein Board mit den im Kernel weiterentwickelten ACPI-Funktionen nicht zurechtkommt.


    Versuch auch mal, im BIOS nicht benötigte Geräte wie Floppy-Controller, USB-Controller (1.1. brauchst Du ja vermutlich nicht) zu deaktivieren. Auch beim 2.6.9 teilt sich der IDE-Controller schon den IRQ10 mit USB.

    ACT-620, Asrock B75 Pro3-M, Intel Core i3-3240, 4 GB DDR3 RAM 1600 MHz, passive Geforce GT1030 von MSI, Sandisk 2TB SSD, 2xWinTV DualHD, Atric-IR-Einschalter. SW: Xubuntu 20.04 auf 64GB Sandisk SSD.

  • ach so, Du brauchst USB für LAN.


    Im dmesg des 2.6.17.8 wird auch der uSB-Adapter nicht richtig erkannt bzw. vollständig initialisiert.


    Vielleicht hilft es, dem kernel beim Booten eine Option wie noapic oder acpi=off mitzugeben.


    Schon mal ein BIOS-update gemacht?

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  • Quote

    Original von Dr. Seltsam
    Dass lspci eine leere Ausagbe gibt, ist definitiv nicht o.k. Wiederhol das nochmal direkt auf der Konsole, um einen Tippfehler auszuschließen.


    Kein Tippfehler, lspci bleibt leer, genauso wie /proc/bus/pci/devices.


    Quote

    Original von Dr. Seltsam
    Du hast beide Kernel parallel auf der gleichen Partition? Installierst Du sie jedesmal neu Durch Entpacken des tgz, oder legst Du die Symlinks manuell um? Oder hast Du in der /boot/grub/menu.lst beide Kernel zur Auswahl eingetragen?


    Gestern abend war das ein frisches Restore meines mylinvdr-images plus Neuinstallation deines Kernels. Jetzt installier ich den natürlich nicht neu, sondern ändere die Links. Alles auf der gleichen Partition.


    Quote

    Original von Dr. Seltsam
    Poste mal die Ausgabe von
    ls -l /boot


    sowie den Inhalt von /boot/grub/menu.lst




    Quote

    Original von Dr. Seltsam
    Und nimm em8300 + bt865 mal aus dem Startscript (rcStart?) raus und lade die treiber beim 2.6.17.8 auf der Konsole manuell. Was gibt die Konsole beim Laden für eine Meldung? wie sieht dmesg anschließend aus?


    Siehe Anhang!


    Quote

    Original von Dr. Seltsam
    Was ich gerade noch sehe beim 2.6.17.8:
    ACPI: PCI Interrupt Routing Table [\_SB_.PCI0._PRT]
    ACPI Error (rscreate-0346): (PRT[1C].source_index) Need Integer, found Reference [20060127]


    kann sein, dass dein Board mit den im Kernel weiterentwickelten ACPI-Funktionen nicht zurechtkommt.


    Versuch auch mal, im BIOS nicht benötigte Geräte wie Floppy-Controller, USB-Controller (1.1. brauchst Du ja vermutlich nicht) zu deaktivieren. Auch beim 2.6.9 teilt sich der IDE-Controller schon den IRQ10 mit USB.


    Alles Unnötige plus die USB Anschlüsse hab ich deaktiviert (ausser USB aber auch schon vorher), keine Änderung. USB bräucht ich wenn der Onboard-Lan liefe nur für den Powermate, was im äußersten Fall gerad noch zu verschmerzen wäre.


    Quote

    Original von Dr. Seltsam
    Vielleicht hilft es, dem kernel beim Booten eine Option wie noapic oder acpi=off mitzugeben.


    Wenn du mir noch verrraten könntest, wie das geht, probier ichs heute abend aus.
    :versteck
    Bios Update hab ich im Februar gemacht.


    Gruß
    Oppee

  • Quote


    Siehe Anhang!


    in dmesg taucht em8300 überhaupt nciht auf. was sagt denn die Konsole beim modprobe em8300? Überhaupt nichts? Es ist, als wäre die dxr3 gar nicht eingebaut.

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  • Quote

    Original von oppee


    Wenn du mir noch verrraten könntest, wie das geht, probier ichs heute abend aus.


    ändere in /boot/grub/menu.lst mal nacheinander auf eine der folgenden Varianten ab


    kernel /boot/vmlinuz acpi=off vga=0x314 root=/dev/hdb1 quiet


    kernel /boot/vmlinuz noapic vga=0x314 root=/dev/hdb1 quiet


    kernel /boot/vmlinuz acpi=off noapic vga=0x314 root=/dev/hdb1 quiet

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  • oder noch besser


    kernel /boot/vmlinuz pci=noacpi vga=0x314 root=/dev/hdb1 quiet

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  • Quote

    Original von Dr. Seltsam
    oder noch besser


    kernel /boot/vmlinuz pci=noacpi vga=0x314 root=/dev/hdb1 quiet


    DAS WARS! Perfekt, vielen Dank.


    Alles geht, DXR3, OnboadLan, USB. Muss später noch testen, ob auch wakeup usw funktionieren, aber bisher sieht alles gut aus. Jetzt könnte ich doch auch noch vdr und DXR3 Paket updaten oder?
    Oh man, ohne die "Wissenden" hier, wär ich echt aufgeschmissen. Kann man dir irgendwie danken? Bewertung, Gästebuch, Spende o.Ä. ?
    Wenn der Thread hier versinkt, hat alles geklappt, auch mit der neuen TT, sonst meld ich mich hier nochmal :)


    Gruß
    Oppee

  • prima :D


    Hoffen wir, dass auch der acpi-wakeup nun noch funzt.


    was das update angeht, so würde ich noch mal ein paar Tage warten, bis alle evtl. noch vorhandenen kleineren bugs in Toxic-Tonics 1.4.3-Paket gefixt sind. Da haben einige mit der dxr3 scheinbar noch Probleme. Mein dxr3-paket brauchst Du nicht mehr installieren, das Plugin liefern die Jungs in ihren vdr-Paketen seit einiger zeit mit, Kernelmodule sind in meinem Kernel drin und der Rest aus dem dxr3-Paket ist "zeitlos" (devices etc.)


    Die 1500C habe ich übrigens auch mit CI am laufen - sollte keine Probleme geben. Du musst in der runvdr das Modul stv0297 im Abschnitt MODULES ergänzen. Ich habe die Karte in Kombination mit zwei anderen Karten auf einem Micro-ATX-Board nicht zum Laufen gekriegt, kann aber ein Power- oder Ressourcenproblem gewesen sein. Auf einem alten S370-Full-ATX-Board läuft es problemlos (3 DVB-Karten + eine PVR). Ich hatte aber Probleme beim Entladen der Treiber (Kernel oops). Falls Du das bei Dir auch bemerkst, musst Du die zeit zwischen Beenden von vdr und Entladen der Treiber in der runvdr etwas erhöhen:


    down)
    vdradmind.pl -k
    PID=`ps -C vdr -o "%p" | grep -vw PID | tac`
    if [ x"$PID" != "x" ]; then
    kill $PID
    fi
    sleep 5

    if [ x$START_FBTV == x"yes" ]; then



    Über positive Bewertungen freut sich ansonsten glaube ich jeder :-)

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  • Mmh, da hätten wir schon ein Problem: Wenn ich per Fernbedienung ausschalte, springt er nach "Taste drücken um Shutdown abzubrechen" wieder ins Programm und weigert sich auszuschalten.



    Edit: Ich hatte eben im Bios alles was nach ACPI, ACIP oder wie auch immer auf disabled gesetzt, hatte aber vor der Änderung in der menu.lst keinerlei Auswirkung gehabt. Rückgängig machen?

  • Quote

    Original von oppee
    Ich hatte eben im Bios alles was nach ACPI, ACIP oder wie auch immer auf disabled gesetzt,


    damit ACPI-wakeup funktioniert, muss ACPI S1/S3 aktiviert sein.


    Gibt es unter /proc ein Verzeichnis acpi?


    wenn ja, was steht in der darin befindlichen Datei alarm?


    cat /proc/acpi/alarm


    Funktioniert auf der Konsole ein normales "poweroff" ?

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  • Also nachdem ich das jetzt wieder angestellt habe, gibt es ein Verzeichnis "ACPI", vorher nicht.
    Dafür führt ein normales ausschalten, wie vorher auch schon ein poweroff auf der Konsole, jetzt zu einer "Kernel Panic - not syncing: Fatal exception in interrupt". Aber immerhin versucht er jetzt sich auszuschalten.


    Quote

    cat /proc/acpi/alarm
    2006-00-00 23:59:59

  • Quote

    Original von oppee
    "Kernel Panic - not syncing: Fatal exception in interrupt".


    tja, ich würde jetzt ernsthaft mal über die Anschaffung eines neuen Boards nachdenken, wo ACPI vernünftig implementiert ist. Google bringt diesen Fehler meist in Verbindung mit Hardwareproblemen. In keinem der Threads findet man Erfolgsberichte ....


    Du kannst aber auch noch mal http://drseltsam.device.name/v…/linvdr-kernel-2.6.18.tgz
    mit und ohne noacpi testen.


    Ansonten bliebe noch, als Bootparamter zusätzlich acpi=off vorzugeben und zum Aufwachen die settime-Methode von LinVDR zu verwenden. Ich hab die allerdings bei mir nie zum Laufen gebracht ...

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