Beiträge von Dr. Seltsam

    als ich das letzte Mal lirc unter Ubuntu 18.04 eingerichtet habe, bin ich fast verrückt geworden. Auch andere sind auf aktuellen Systemen verzweifelt, siehe (vdr4)Arch - serial_ir ersetzt lirc_serial Modul mit Kernel >= 4.10


    Da die direkte Nutzung der Kernelschnittstelle über /dev/input... grottenlahm im Vergleich zu lirc war, habe ich die Nutzung der seriellen Schnittstelle für mich abgehakt. Beim nächsten mal werde ich mir ein FLIRC-Modul kaufen, dass einfach eine Tastatur emuliert.


    lirc ist deprecated und wird z.B. von mpv längst nicht mehr unterstützt. Um mittels mplayer-Plugin mpv nutzen zu können, musste ich mit irxevent jedes lirc-Kommando in einen Tastaturbefehl umwandeln. Das ist mit FLIRC dann auch nicht mehr notwendig.

    Ich muss noch die Anmerkungen von hier und hier berücksichtigen, dann werde ich den Patch nach ftp://ftp.tvdr.de/vdr/Developer/Patches/vdr-2.4 einspielen. Damit sollte es dann funktionieren, vorausgesetzt, an allen Eingängen liegen entsprechende Signale an. Devices zu erkennen, an denen (evtl. temporär) kein Signal anliegt, kommt danach.


    Klaus

    und während der Wiedergabe: "vdr wird in 5:00 Minuten abgeschaltet" bitte nicht vergessen

    Ich glaube ihr redet aneinander vorbei und habt beide Recht.


    Deprecated ist Ziffer 6 der API, und hier insbesondere die Decoder-ioctls in Ziffer 6.2 und 6.3. Dieses API wurde zunächst ausschließlich von vdr (zunächst im core, später im dvbsddevice-Plugin) genutzt. Zu der Zeit war die alte SD-FF-Karte (Treiber dvb-ttpci) der einzige Hardwaredecoder, der vom Linux-Kernel unterstützt wurde. Vor über 10 Jahren kam dann der ivtv-Treiber dazu und benutzte für den Hardwaredecoder der PVR350 ebenfalls dieses API, was wegen weiterer Besonderheiten der Karte aufgebohrt wurde. Das von mir damals mitentwickelte pvr350-Plugin war dann lange Zeit neben dem dvbsddevice-Plugin das einzige Userspace-Programm (sieht man mal von Testfunktionen in v4l2-ctl ab), das dieses API nutzte.


    Von mir völlig unbemerkt (wer nutzt heute schon noch reine MPEG2-Decoder und SDTV?) und vermutlich auch von der Mehrheit der vdr-Nutzer (das dvbsddevice-Plugin ist mittlerweile nicht mehr Bestandteil der vdr-Sourcen) wurde das API in Teil 6 dann für obsolet erklärt (sicher keine einsame Einzelentscheidung von Mauro) und durch neue ioctls in Ziffer 7 ersetzt. Vorausgegangen war eine intensive Diskussion in der community , wie dieses Posting zeigt. Der ivtv-Treiber wurde entsprechend angepasst - die alten ioctls aus dvb/video.h und dvb/audio.h sind dort zwar noch enthalten, aber als deprecated gekennzeichnet. Der Treiber unterstützt also schon das neue API. Analog hätte jetzt eigentlich auch der dvb-ttpic-Treiber (und in der Folge ggf. das dvbsddevice-Plugin, sofern es noch jemand benutzt) angepasst werden müssen, aber nachdem UFO schon vor Jahren entnervt das Handtuch geworfen hatte, hat der Treiber ja keinen Maintainer mehr.


    Dass das dvbhddevice-Plugin und der Treiber für die TT6400 einige ioctls des alten API (Teil 6) benutzten, war mir bislang neu. Dass Mauro schon in der Phase, wo die alten ioctls nur als deprecated markiert, aber noch vorhanden sind, das ioctl AUDIO_GET_PTS einfach rausschmeisst, nur weil es nicht in der API dokumentiert ist, war sicher schwach. Man hätte sich ja auch stattdessen fragen können, ob vielleicht nur die Dokumentation unvollständig ist. Auch hätte er merken müssen, dass zumindest ein im Kernel enthaltener Treiber (dvb-ttpci) es noch unterstützt hat. Wie auch immer, das ist ja nun wieder drin. Es löst aber das Problem nicht, dass irgendwann die deprecated ioctls rausfliegen werden. In einer idealen Welt hätten Treiber-Maintainer und Userspace-Entwickler jetzt geprüft, ob das gewünschte Ziel mit einem der neuen ioctls aus Teil 7 darstellbar ist bzw. ob man überhaupt ein ioctl dafür braucht - und wenn das nicht möglich ist, einen entsprechenden Vorschlag zur Erweiterung des neuen API gemacht.


    Ein ganz wesentliches Problem bleibt aber offen: Auch das neue API orientiert sich am Bedarf von MPEG2-Dekoderkarten. Ich gehe mal davon aus, dass ein h264-Dekoder ganz andere Anforderungen stellt und andere, zusätzliche ioctl braucht. In der Situation dann nur auf das v4l2-API (Teil 7) zu verweisen und den Entwickler alleine damit zu lassen, notwendige Erweiterungen vorzuschlagen und durchzusetzen, ist etwas mager für einen linuxtv-Maintainer.


    Abschließend sei allerdings die Frage erlaubt, ob es wirklich sinnvoll ist, für einen einzigen existierenden h264-Hardwaredekoder, der zudem keine große Verbreitung hat und schon lange nicht mehr als Neuware erhältlich ist, viel Zeit in die Erweiterung eines API zu investieren. Die TT6400 kann nichtmal FullHD ausgeben, und schon in wenigen Jahren wird sie genauso vergessen sein wie die SD-FF-Karte oder die PVR350. Von daher könnte es vielleicht zielführender sein, den Treiber außerhalb des Kernels zu lassen. Denn eins ist klar: Wenn er es in den Kernel schafft, dann nur mit neuen ioctls. Es müsste in der Folge also auch noch jemand gefunden werden, der das dvbhddevice-Plugin entsprechend anpasst.

    Wie versprochen hier ein Erfahrungsbericht.


    Obwohl in den Amazon-Rezensionen zu dem Monitor Leute beschrieben hatten, dass die Darstellung auch mit Full-HD scharf sei, kann ich das nicht bestätigen. Jede skalierte Auflösung sieht auch entsprechend aus, ich erkenne nur minimale Verbesserungen gegenüber der nicht-nativen Darstellung bei 10 Jahre alten LCD-Monitoren. Das ist so für mich nicht akzeptabel. Zum Glück unterstützt die onboard-Grafik meines H87M-Pro4 mit i5-4570 unerwartet auch 4k, allerdings nur mit 30Hz. Es ist wie gesagt nur mein Desktop-Rechner, an dem ich nur Internet und Office-Programme nutze und weder zocke noch Filme ansehe. Ich nehme derzeit kein Flimmern wahr, es ruckelt nicht beim Scrollen und auch der Mauszeiger ist flüssig. Trotzdem habe ich jetzt bei ebay mal eine GT1030 passiv geschossen und hoffe, dass sich nach deren Einbau der Stromverbrauch nicht zu sehr erhöht. Die derzeit für die Grafik zuständige CPU würde ja entlastet, und die GT1030 soll ja sehr sparsam sein.


    Wenn ich komplett aufrüsten würde mit neuem Board, neuer CPU, neuem RAM (derzeit habe ich 32GB!) und 1151-Kühler bin ich bei mindestens 750,- Euro. Einerseits könnte man nach fast 5 Jahren mal wieder was neues kaufen, andererseits sehe ich die Notwendigkeit eigentlich derzeit noch nicht.


    Die wichtigste Erfahrung war leider, dass Linux auf dem Desktop mit 4K auch heute noch problembehaftet ist. Beim von mir geliebten xfce-Desktop kann man zwar an einigen Schrauben drehen, aber das Ergebnis ist nicht rundum zufriedenstellend. Ich betreibe xfce jetzt mit 192dpi und Schriftgröße 10. Schriften werden z.T. verkürzt dargestellt oder unschön umgebrochen. Manche Icons lassen sich vergrößern, andere Schaltflächen in Programmen bleiben winzig klein. Fenster öffnen sich stets zu klein und müssen immer wieder manuell großgezogen werden. Einige Tips aus dem archlinux-Wiki haben geholfen, andere zeigen keinen Effekt. Ganz schlimm ist es mit gtk2-Anwendungen und einigen java-Programmen. Selbst unter Win7, das ich in einer Virtualbox betreibe, gibt es mit diversen Programmen Probleme.

    Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich die Anschaffung vermutlich zurückgestellt. Tatsächlich habe ich die ersten Tage überlegt, ob ich den Monitor zurückschicke. Inzwischen möchte ich die superscharfe Darstellung aber nicht mehr missen. Zum ersten mal konnte ich die Ubuntu-Schriftarten verwenden - bisher bekam ich dabei Augenkrebs und habe die Microsoft-Schriften mit Hacks so verwendet, dass die Darstellung wie bei Windows XP war. Jetzt sehen alle Schriften gestochen scharf aus.

    Ich habe jetzt mehrfach erlebt, dass während des Abspielens einer Aufzeichnung die o.g. Einblendung kam, d.h. die "Min. user inactivity" wurde erreicht. Aus dem Manual geht nicht eindeutig hervor, dass das auch für eine laufende Wiedergabe gelten soll:


    Zitat

    VDR will

    automatically shutdown the computer if the next timer

    event is at least MinEventTimeout minutes in the future,

    and the user has been inactive for at least

    MinUserInactivity minutes.

    dennoch bin ich der Meinung, dass bei früheren vdr-Versionen das bei Wiedergabe nicht passierte. Die HISTORY nennt aber keine entsprechende Änderung. Ist das nun ein Bug in 2.4.0?

    Vielleicht eine ungewollte Nebenwirkung von

    Patches für VDR 2.4


    Oder war es schon immer so, und ich bin einfach zu träge geworden (spiele nicht mehr genug mit der Fernbedienung am vdr herum)?


    Meines Erachtens sollte das Abspielen einer Wiedergabe als Aktivität gewertet werden.

    Ist das neue Entertain (EntertainTV) das, was jetzt als "MagentaTV" vermarktet wird? Erhält man bei einer Tarifumstellung das alte Entertain weiterhin? Und ist das auch der Fall, wenn man "MagentaTV plus" hat?

    Gibt es im Betrieb mit dem iptv-Plugin für das neue Verfahren irgendwelche Einschränkungen ggü. dem alten Verfahren (abgesehen davon, dass glaube ich nicht mehr alle Sender verfügbar sind, Stichwort Deutsche Welle)?

    Die Intel-Grafik meines Desktop-Rechners kann nur maximal Full-HD. Im Moment hängt ein 19 Zoll LCD dran, der nativ mit 1280x1200 angesteuert wird.

    Ich möchte gerne einen 27 Zoll LCD betreiben, zunächst noch mit dem alten Rechner. Kauf ich jetzt besser einen Full-HD Monitor, oder können WQHD oder 4K-Modelle das Full-HD-Signal genauso scharf darstellen?

    Haben die anderen Bewohner, die die übrigen 4 Ausgänge des Multiswitch nutzen, die gleichen Probleme?

    Sind das alles die gleichen Antennensteckdosen? Was haben die für eine Anschluss- bzw. Auskoppeldämpfung? Sind die Probleme an allen Dosen gleich?


    Wie ist der Aufbau genau? Gehen Radio und UHF(DVB-T2) über eine passive Weiche in den Verstärker oder hat dieser getrennte Eingänge?

    Der Ausgang des Verstärkers geht dann in einen einzigen terrestrischen Eingang des Multiswitch? Wie ist der bezeichnet (Band/Frequenzbereich). Ist angegeben, ob der Multiswitch das Analogsignal nur passiv durchschleust (mit welcher Dämpfung?) oder seinerseits verstärkt?


    Welches Frequenzband verstärkt der Verstärker? Evtl. hast Du in der Nähe einen LTE-Mast, dessen Signale über die Radioantenne einstreuen und zu Oberwellen führen, die in den Satbereich strahlen.


    Bessern sich UKW-Radio und DAB, wenn Du die LNB-Signale vom Multiswitch ganz abklemmst?


    Ist Sat einwandfrei, wenn Du die terrestrischen Signale vom Multiswitch abklemmst? Evtl. auch mal den Verstärker dazu ganz abschalten, falls der zu dicht am Multiswitch montiert ist und einstreut. Und auch mal testen, wie Sat ist, wenn das terrestrische Signal unverstärkt in den Multiswitch ist.


    Mach ggf. mal eine Skizze über den Aufbau der Komponenten und wie sie verbunden sind.