Beiträge von Dr. Seltsam

    Hallo jojo61,

    ich habe im git von johns gerade einen Bugfix gepostet:

    Bugfix: show black picture during channel switch only when it is configured


    Da johns an den Sourcen wohl nichts mehr macht, wird das vermutlich nicht übernommen. Vielleicht magst Du es in Deinen Stand übernehmen?

    Es gibt ja im setup zwei Einstellungsmöglichkeiten:

    -black during channel switch

    -clear decoder on channel switch


    Ohne die Änderung wird bei jedem Umschalten ein Schwarzbild erzeugt, auch wenn "black during channel switch" auf aus konfiguriert ist.

    Das Board aus Deiner Signatur (Client) ist das gleiche, mit dem ich getestet hatte.


    Tja, die vdr-Szene ist so gut wie tot. Erst sind die Entwickler weg, dann bleiben die User aus. Das ganze Wirrwar mit verschiedenen forks von softhddevice und die ständigen Änderungen in ffmpeg machen es schwer, noch den Überblick zu behalten.


    Zuletzt hatte ich über 3 Jahre nichts upgedatet. Mit viel Aufwand läuft nun der VDR2 aus meiner Signatur auch unter Xubuntu 18.04 - nach meiner Beobachtung genauso stabil, aber auch nicht erkennbar besser. Mit vdr selbst habe ich seit Version 1.2.6 eigentlich auch nie Stabilitätsprobleme gehabt. Schwer zu sagen, wo es jetzt bei Dir hakt. Es vertreten ja immer noch viele die Auffassung, Intel sei inzwischen gleichwertig oder sogar besser, da zukunftssicherer. Insofern gut, auch mal von anderen Erfahrungen zu lesen.

    Vielleicht ist das bei neueren Boards verbessert worden. Bei meinem B75 Pro3-M gibt es bei SD wegen des im vaapidevice-Plugin fehlenden Deinterlacers sichtbare Kammeffekte. Und bei HD ist das Bild flauer bzw. matschiger. Bei Nvidia sehe ich jede Hautpore, bei Intel ist die Detailauflösung schlechter. Und was mir am vaapidevice nicht gefällt ist das Umschaltverhalten. Man sieht schon im OSD den Namen des neuen Senders, aber dessen Bild erscheint erst mit 1-2 s Verzögerung.

    Softhddevice hatte (auf mein Betreiben hin) den Dekoder buffer gecleart, so dass das Bild sofort gestoppt und auf Wunsch auch während des Umschaltens schwarz wurde- so wie es jeder TV und Digitalreceiver macht. Den Code hat Rolf Ahrenberg (rofafor) aber in vaapidevice entfernt und lässt da auch nicht mit sich reden.

    Hollywood,


    warum hast Du Deine Beiträge gelöscht? Gibt es neue Erkenntnisse? Nach meiner Einnerung hattest Du Probleme mit einem J4105 und vaapidevice.


    Ich habe unter Ubuntu 18.04. heute mal testweise die im B75 Pro3-M bzw. der Sandy-Bridge CPU integrierte Grafik mit vaapidevice von https://github.com/pesintta/vdr-plugin-vaapidevice ausprobiert. Ich brauchte nur das Plugin kompilieren und habe es bei der ffmpeg-Version belassen, die Ubuntu mitbringt. Ich habe dann noch mit "sudo prime-select intel" die Grafik gewechselt, in meiner runvdr softhddevice durch vaapidevice ersetzt, das HDMI-Kabel umgesteckt und hatte nach einem reboot sofort ein Bild. Die Anzeige musste ich in den xfce-Einstellungen noch auf 50Hz ändern. Ich konnte keine Ruckler bemerken - allerdings ist die Bildqualität sogar bei HD erkennbar schlechter als über die Nvidia-Karte. Und mir gefällt nicht, dass rofafor beim vaapidevice das Clearen des Dekoders-Puffers beim Kanalwechsel entfernt hat. Das Bild des neuen Kanals kommt somit immer 1-2-Sekunden, nachdem das OSD bereits den neuen Kanalnamen anzeigt.

    Ich habe sofort wieder auf Nvidia gewechselt und bin erstmal geheilt - die Anschaffung eines neuen Intel-Boards ist erstmal zurückgestellt.


    Lief denn Dein J4105 mit 1920x1080 stabil? Und auch wenn es vielleicht eine blöde Frage ist: Compiz oder andere Compositing Manager hattest Du hoffentlich deaktiviert?

    Mein AV-Receiver kann Dolby Digital Plus (eac3), mit dem Raspberry geht es. Bei Wiedergabe am VDR-Rechner über mpv (nicht das Plugin) mit den Parametern

    Code
    1. --audio-spdif=ac3,dts,dts-hd,eac3,truehd

    bleibt der Ton stumm. Lasse ich den Parameter ec3 weg, kommt Ton aus 2 Kanälen, also ohne passthrough.

    In pavucontrol ist für die Nvidia unter 'advanced' auch ein Haken bei eac3.

    Passthough mit normalem ac3 und DTS funktioniert.


    Wenn ich mpv das Ausgabedevice explizit vorgebe und bei gestopptem vdr starte, funktioniert die passthrough-Ausgabe auch für eac3.

    Wenn ich mpv hingegen aus dem laufenden vdr heraus aufrufe (über mplayer-Plugin mit modifiziertem Script) kommt dies:

    Code
    1. [ao] Using preferred device 'hdmi:CARD=NVidia,DEV=1'
    2. [ao/alsa] requested format: 192000 Hz, stereo channels, spdif-eac3
    3. [ao/alsa] using ALSA version: 1.1.3
    4. [ao/alsa] opening device 'hdmi:CARD=NVidia,DEV=1' => 'hdmi:CARD=NVidia,DEV=1,AES0=6,AES1=130,AES2=0,AES3=14'
    5. [ao/alsa] Playback open error: Device or resource busy
    6. [ao] Failed to initialize audio driver 'alsa'

    Das Problem mit dem eac3 scheint also irgendwo bei pulseaudio/alsa zu liegen. Schade, dabei lief der vdr mit pulseaudio sonst wirklich gut.

    Gibt es inzwischen noch weitere Erfahrungen mit diesem Tuner?


    Ich empfange damit in Hamburg keinen einzigen DVB-T2-Sender, und über DVB-C (Vodafone/Kabel D) ist der Empfang grenzwertig. Die Signalqualität ist meist im gelben, selten grünen Bereich und entsprechend häufig gibt es kurze Bildstörungen durch UNC. Mein Kabelanschluss ist tadellos, Cine CT V6 und KNC One empfangen völlig störungsfrei. Die femon-Werte bei der KNC One sind super, SNR bei 94-96%, BER durchgehend 0.

    Ich habe trotzdem sowohl mit Verstärker als auch Dämpfungsglied vor dem Tuner experimentiert, aber das macht es nur noch schlechter.


    Getestet habe ich nur unter Linux, aber wenn ich mir die vielen 1-Sterne-Bewertungen bei Amazon durchlese, die in die gleiche Kerbe hauen, scheint das Teil unter Windows wohl auch nicht besser zu laufen.

    Lang ist es her ... die hier beschriebene Konfiguration leistet mir seit Jahren treue Dienste. Mittlerweile habe ich zwar auch die Vorzüge eines Kodi schätzen gelernt, das auf einem Raspi rund um die Uhr bereit steht. Aber es kommt immer mal wieder vor, dass dort bestimmte Filme nicht oder nur ruckelnd laufen. Obwohl ich mpv nie upgedatet habe, spielt er bis heute alles klaglos ab.


    Das mpv-Plugin war für mich nie eine Alternative, da es keine Anpassung der Bildwiederholfrequenz kann.


    Als ich jetzt meinen Test-VDR auf Ubuntu 18.04 aktualisiert habe, gab es einiges anzupassen. Der entfallene slave-Mode, von dem maniac sprach, ist kein Problem. Der wurde sowieso nie genutzt. Gravierender war für mich der Fortfall der lirc-Unterstützung. Da ich feststellen musste, dass mein serieller Atric mit lirc erheblich flotter läuft als über den Kernel mit /dev/input..., nutze ich weiter lirc und suchte nach einer Lösung. Es geht mir irxevent. Das ganze ist aber etwas tricky, was die unterschiedlichen Namenskonventionen angeht. Die Doku dazu ist leider bescheiden, so dass ich lange experimentieren musste.


    Ebenfalls entfallen ist im aktuellen mpv die dvdnav-Menüunterstützung. Die Entwickler meinten, es habe sowieso nie richtig funktioniert und es kurzerhand rausgeschmissen. Hätte man m.E. nicht machen müssen. Man kann dvdnav weiterhin nutzen ( es ist in der Lage, den größten Titel selbstständig zu finden und abzuspielen), aber eben halt ohne Menüs.


    Beispiel meiner lircrc:



    Dazu habe ich mir eine passende ~/.config/mpv/vdr-input.conf angelegt:



    Man sieht z.B., dass irxevent auf die Tastenbezeichnung Page_Up hört, für mpv muss man hingegen PGUP definieren. Hütet Euch davor, mpv-Tasten sowohl mit Groß- als auch Kleinbuchstaben zu verwenden. Ich hatte erst p für Pause und P für Progress verwandt. irxevent unterscheidet da aber anscheinend nicht, so dass bei mpv immer beides ankommt.


    In der mplayer.sh muss man dann irxevent starten. Bei den mpv-Optionen hat sich auch einiges bei der Syntax geändert. Aus fps wurde z.B. container_fps. Damit mpv nur auf die speziell für irxevent erstellte input-Konfigurationsdatei hört, gibt man folgende Parameter vor:

    Code
    1. --input-conf=~/.config/mpv/vdr-input.conf --no-input-default-bindings


    Hier mal meine komplette mplayer.sh für Nvidia-Grafik mit VDPAU.

    Dank der Option --save-position-on-quit funktioniert jetzt auch die Wiedergabe an der letzten Stelle, wo man zuvor den Film beendet hat.



    Ich weiss, in Zeiten von Kodi ist das hier etwas Retro. Aber vielleicht ist es für den einen oder anderen doch interessant. Zumindest ich selbst weiis jetzt, wo ich es bei der Umstellung des Produktiv-VDR nachschlagen kann ;D