Lowcost Lowpower VDR Server auf ARM Hardware mit USB DVB-S (Netgear Stora)

  • Pimp up your NAS!
    Nachdem ich vor längerer Zeit schon eine Allnet ALL6500 mit einem Debian ausgestattet hatte, kam die Lust auf schnellere Hardware.
    Über bekannte Suchmaschinen viel mir die Netgear Stora ins Auge. Das Datenblatt hat sich gut gelesen. Ein Review zur Stora gibt es hier: Review
    CPU Info:

    Code
    1. Processor : Feroceon 88FR131 rev 1 (v5l)
    2. BogoMIPS : 992.87
    3. Features : swp half thumb fastmult edsp
    4. CPU implementer : 0x56
    5. CPU architecture: 5TE
    6. CPU variant : 0x2
    7. CPU part : 0x131
    8. CPU revision : 1
    9. Hardware : Netgear MS2110


    In der Kiste rennt eine Marvel Feroceon CPU mit 1GHZ. Die vorinstallierte Firmware/Software ist für die Tonne!
    Achtung, mit dem aufspielen von Debian erlischt die Garantie (glaube ich auf jeden Fall?)
    Wer diese NAS als VDR umbauen möchte benötigt auf jeden Fall einen TTL-Konverter, da die Stora nur 3.3V Pegel als RS232 liefert. Es ist also kein RS232 sondern eine UART Schnittstelle. Solche Pegelwandler gibt es für wenig Asche in der Bucht. Wie die Stora zu einem Debian OS kommt, könnt ihr hier Schritt für Schritt nachvollziehen: Stora mit Debian
    Bei meiner Installation liegt das OS aber auf den eingebauten Festplatten, nicht auf dem USB-Stick. Die USB-Schnittstelle brauche ich für den DVB-S Empfänger.


    Meine Ausgangssituation ist also folgende:
    1 x Netgear Stora mit Debian Version 2.6.32-6-kirkwood, wie in dem Link beschrieben, aber OS auf den Festplatten
    1 x Technotrend S2-3600 DVB-S


    Das Debian muss mit den Linux Header installiert sein. Ansonsten ist kein Compilieren der Treiber für die DVB-S USB Box möglich.


    Treiber für die S2-3600 USB-Karte installieren.
    Achtung, das Compilieren auf dieser Hardware dauert gut eine Stunde!


    Code
    1. wget http://mercurial.intuxication.org/hg/s2-liplianin/archive/tip.tar.bz2


    tip.tar.bz2 entpacken, in das neue Verzeichnis wechseln, z.B. /usr/src/s2-liplianin:

    Code
    1. make
    2. make install


    Nach der Installation der Treiber die Kiste rebooten.
    Jetzt sollte das DVB Device sichtbar sein:

    Code
    1. dmesg | grep dvb


    Jetzt kann es an die Installation von VDR gehen:
    VDR mit allen Plugins installieren:

    Code
    1. apt-get install vdr vdr-plugin-epgsearch vdr-plugin-streamdev-server dvb-apps
    2. apt-get install libdatetime-format-http-perl
    3. apt-get install vdr-plugin-live


    Jetzt muss der VDR und die Plugins enstprechend dem eigenen Netzwerk angepasst werden. Die channels.conf erstellen (tip: scan verwenden). Auch das 'video0' Verzeichnis muss zwingend auf /home/<beliebiges-Verzeichnis> gelinkt sein, denn nur das '/home' Verzeichnis liegt auf der "großen" Partition der NAS!


    Jetzt kann es an die Freigaben für den/die Client/s gehen:
    NFS für Remote Client (VDR-im-Wohnzimmer) installieren:

    Code
    1. apt-get install nfs-kernel-server
    2. nano /etc/exports


    Noch folgenden Eintrag in die '/etx/exports' hinzufügen

    Code
    1. /video0 <eure.ip.adresse.des.subnetzes>/24(rw,sync,no_subtree_check)


    Restart von nfs server

    Code
    1. /etc/init.d/nfs-kernel-server restart


    Jetzt folgt noch die Installation des 'Streamdev-server' auf der Stora. Anschließend wieder die Zugriffsrechte der Clients in der setup.conf einstellen. Hinweis! Vorher den vdr stoppen!


    Client-Seitige Installationen:
    Installation von:
    - Streamdev-client
    - Eintrag der nfs 'video0' Freigabe in der /etc/fstab des "Client" mit mountpoint unterhalb von 'video0' des Clients
    - Remote-Timer --> http://vdr.schmirler.de/


    Mit dieser Lösung bekommt man einen stromspar-VDR-Server, der nebenbei noch mit beliebige Diensten nachinstalliert werden kann.
    Die Last während einer Aufnahme ist gering. 0.46 0.44 0.36


    Ich hoffe, diese kleine Anleitung hilft auch anderen weiter.
    Gruß Eisbaeeer

    VDR-Client: Passivgehäuse Hush mini-ITX, Technotrend TT-Premium S-2300 DVB-S
    VDR-Server: Netgear Stora mit Debian 2.6.32-6-kirkwood Kernel, S2-lilianin, Technotrend S2-3600 DVB-S, 2x500GB mit Raid1

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  • Moin,
    Hat die Kiste mehr Rechenleistung als ne Dockstar?
    Die hat auch 1Ghz, aber dieser mag ja effizienter sein.


    Unwahrscheinlich, außerdem hat die Dockstar 1.2 GHz.


    Code
    1. ~# cat /proc/cpuinfo
    2. Processor : Feroceon 88FR131 rev 1 (v5l)
    3. BogoMIPS : 1192.75
    4. Features : swp half thumb fastmult edsp
    5. CPU implementer : 0x56
    6. CPU architecture: 5TE
    7. CPU variant : 0x2
    8. CPU part : 0x131
    9. CPU revision : 1


    Gerald


    HP Proliant MicroServer Gen8, Xeon E3-1230, 12 GB RAM, 3xWD red 2TB im RAID 5, 2xSundtek MediaTV Home DVB-C/T, L4M TWIN-C/T, Ubuntu Server 14.04.1, Plex Media Server
    Samsung UE55H6470

  • Hi


    Effizienter vieleicht nicht, aber ich hatte die Stora eh schon zum spielen da und es passen 2 x 3,5" Festplatten rein. Da die Stora bei mir noch als zentrale Dateiablage dient, hab ich ein RAID1 aufgestezt. Nachteil der Stora, man hat nur einen USB Slot.


    Gruß Lars

    VDR-Client: Passivgehäuse Hush mini-ITX, Technotrend TT-Premium S-2300 DVB-S
    VDR-Server: Netgear Stora mit Debian 2.6.32-6-kirkwood Kernel, S2-lilianin, Technotrend S2-3600 DVB-S, 2x500GB mit Raid1