Sicher hat beides sein Für und Wieder. "Treiber ist im Kernel" ist auch keine Garantie dafür, dass es nie Probleme geben wird. Ist ja nicht so das es da auch schon Probleme gegeben hätte und die Treiber von Digital Devices sind Open Source aber trotzdem findet sich bis heute keiner der den Aufwand (sowohl von der Programmierung als auch mit der dann folgenden Abstimmung für die Übernahme) auf sich nehmen will, bzw. diejenigen, die es begonnen hatten, haben nach einer Zeit das Handtuch geworfen.
Was ich aber ausgesprochen schade finde, ist das die Schnittstelle zum Tuner, also das Protokoll das zum USB-Gerät gesprochen wird, nicht offengelegt ist. Das würde meiner Meinung nach alle Optionen eröffnen was Treibermodelle angeht. Ich persönlich bin mir auch nicht sicher ob ich einen Treiber unbedingt im Kernel haben wollen würde, aber ich fände es durchaus interessant mal zu probieren einen Usermode-Treiber zu basteln der das ganze über CUSE abhandelt und so ohne nötiges "LD_PRELOAD" die Devices anlegt.
Ich weiß nicht warum dieser Part auch geheim gehalten werden muss. Eventuell wäre es je möglich den Treiber aufzuteilen in eine (beim offiziellen Treiber dann statisch gelinkte) Library für die USB-Kommunikation und "Rest". Diese "Treiber-Library" dann unter was weiß ich für eine offene Lizenz stellen damit jeder, der sich mit alternativen Treibermodellen befassen will, einfach dagegen linken kann.