Ist GitHub problematisch?

  • Für GitHub ist gefühlt Open Source nur noch Nebeneffekt. Und zwar Nebeneffekt um damit ihren :§$% Copilot zu füttern.

    Ich habe auf jeden Fall angefangen meine eigenen Projekte von GitHub auf Codeberg umzuziehen. Einige weniger bekannte Projekte sind schon drüben. Die anderen werden mit mehr Bedacht schrittweise umgezogen. Neue Projekte wird es von mir auf GitHub nicht mehr geben. Ich werde wohl in Kürze auch eine Mitgliedschaft abschließen weil mir die Idee gefällt und Code-Hosting eben nicht kostenlos ist.

    Zeiten ändern sich und die "vdr-projects" GitHub Organisation wurde angelegt bevor Copilot eine Sache war. Und sind wir mal ehrlich: Wirklich verhindern kann man den drecks KI-Diebstahl auch nicht. Selbst dein privates Gitweb wird automatisiert abgegrast. Hast ja selbst hier darüber berichtet und Lösungen gesucht.

    Würde ich die vdr-projects Organisation HEUTE neu anlegen, dann wäre sie bei codeberg und nicht bei GitHub. Aber sie wird ohnehin nur spärlich angenommen weshalb ich mir den Stress mit dem Umzug eigentlich nicht geben will. Ich zweifle an das die Akzeptanz dadurch zunehmen würde.

    Ja, der VDR Mirror ist unterhalb der vdr-projects Organisation angelegt. Der wird vollautomatisch aktuell gehalten. Das gleiche würde bei codeberg aber auch gehen.

    Edited 3 times, last by M-Reimer: Kurz recherchiert: Scheint keine Limitierung der Repo-Anzahl bei Organisationen zu geben (June 8, 2026 at 12:46 AM).

  • Alle KI Entwickler trainieren ihre Modelle mit allem, was an Open Source im Netz ist. Da hilft auch ein Umzug auf Codeberg nicht.

    Trotzdem: Auch aus meiner Sicht ist GitHub problematisch.

    • MS ist ein US Unternehmen, und hält sich an US Gesetze. Die können sich auch mal ändern, und sind aus unserer Sicht manchmal auch willkürlich.
    • MS nutzt GitHub zur Werbung für ein MS proprietäres Tool (GitHub CLI). GitHub CLI kann das gleiche wie git, hat nur eine andere Syntax. Der Entwickler nutzt GitHub CLI, gewöhnt sich an die Syntax von GitHub CLI, und kann dann nur noch GitHub verwenden ...

    Von daher überlege ich auch, meine Repositories umzuziehen.

  • Würde ich die vdr-projects Organisation HEUTE neu anlegen, dann wäre sie bei codeberg und nicht bei GitHub. Aber sie wird ohnehin nur spärlich angenommen weshalb ich mir den Stress mit dem Umzug eigentlich nicht geben will

    vdr-projects auf GitHub funktioniert einfach zu gut. Deshalb gibt es dazu keine Posts. Die Menschen melden sich halt immer dann, wenn etwas nicht geht ...

    Ich würde nicht daraus schließen dass sie nicht genutzt wird.

    Ich finde z.B. https://github.com/vdr-projects/v…R-Plugin-System äußerst praktisch.

    Auch wenn ich mal den aktuellen Source eines Plugins suche, dann werde ich auf vdr-projects fündig.

  • vdr-projects auf GitHub funktioniert einfach zu gut. Deshalb gibt es dazu keine Posts. Die Menschen melden sich halt immer dann, wenn etwas nicht geht ...

    Ich würde nicht daraus schließen dass sie nicht genutzt wird.

    Ich finde z.B. https://github.com/vdr-projects/v…R-Plugin-System äußerst praktisch.

    Auch wenn ich mal den aktuellen Source eines Plugins suche, dann werde ich auf vdr-projects fündig.

    Genauso sehe ich es auch und möchte es nicht missen. Ich nutze nur ca. 5 Plugins und die laufen und ich weiß wo sie sind... Aber die formatierten VDR manuals und die Gesamtübersicht ist trotzdem extrem praktisch.

  • Und sind wir mal ehrlich: Wirklich verhindern kann man den drecks KI-Diebstahl auch nicht.

    Da hast Du recht, das kann man nicht verhindern. Was Du aber verhindern kannst, zukünftig solche Sprache hier zu verwenden, vielen Dank.

    Dazu, wo ist der Diebstahl, wenn der Code sowieso öffentlich ist? Ist ja nicht so, das die Sprachmodelle oder deren Betreiber dann losgehen und damit eigene Open oder Closed Source Projekte anbieten? Die LLMs "lernen" wie man Code schreibt. KI wird viele Bereiche beeinflussen bis umkrempeln, nicht alle wie man heute erwartet, aber Software Entwicklung von Grund auf.

    Ist github problematisch? Ja und nein, je nachdem was man als Problem (oder Verschwörungen) sieht, wie bei allen Diensten im WWW. Man kann M$ verteufeln, aber sie haben ihren Platz in der IT Geschichte und wenn man deren Änderungen (Patches) anschaut die sie über Jahre in Linux eingebraucht haben, ist das nicht so schlecht. Sicher, im eigenen Interesse, macht aber jeder andere Contributor ebenso "nur" im eigenen Interesse. Das Github M$ heute gehört ist vllt. nicht ohne, ja, aber man muss auch sehen bei der Größe der Plattform stehen da gehörige Betriebskosten und Anforderungen an Verfügbarkeit dahinter. M$ kann das halt mal eben aus den eigenen Azure Cloud Diensten wuppen ...

    PS.: Nur das es hier auch mal erwähnt wird, git (tool) != github (WWW Repository). Das Werkzeug git als Versionskontrollsystem geht auf Linus Torvalds zurück.

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    [1] Intel NUC Kit NUC7i5BNH, Akasa Newton S7, 8GB DDR4, WD Black SN700 250GB NVMe, Crucial MX500 2TB, CIR, SAT>IP, Ubuntu LTS 18.04.5, VDR 2.4.1 (15W)
    [2] Intel NUC Kit NUC7i3BNH, 8GB DDR4, WD Black SN700 250GB NVMe, Crucial MX500 1TB, CIR, SAT>IP, Ubuntu LTS 20.04.1, VDR 2.4.1 (13W)
    [3] BQ500, Asrock X470D4U, AMD Ryzen 5 5600, 48GB DDR4 ECC, 2,5Gbe, 2x WD Black SN750 512GB NVMe, 4x 2TB Lexar NM620 NVMe, 4x Samsung SSD QVO 4TB, ASUS USB-C2500, xcp-ng 8.3.0 (50W)
    [4] Sharkoon PCGH, Gigabyte MC12-LE0, AMD Ryzen 5 5600, 48GB DDR4 ECC, 2,5Gbe, 1x Kingston 128GB NVMe, 4x WD Black SN750 512GB NVMe, 4x Intel DC S3500 500GB, 8x Micron 5100 Pro 1.92TB, ASUS USB-C2500, xcp-ng 8.3.0 (60W)
    [5] Intel NUC D34010WYB, Akasa Tesla H, Intel Core i3-4010U, 8GB DDR3, 2.5Gbe, Intel Series 313 24GB mSATA, Samsung SSD QVO 8TB, OpenMediaVault 8 (Synchrony)
    [6] Jultec JPS0501-12AN, JPS0501-8M2, Octopus Net (DVBS2-8) & openHABian 5.2.0 on RaspberryPI 4 4GB

  • Der Code ist eben nicht "irgendwie öffentlich" sondern er ist in aller Regel bewusst unter einer bestimmten Lizenz öffentlich. Das Problem ist das diese Lizenz komplett ignoriert wird.

    Es gab mal einen recht prominenten Fall wo Copilot bei der richtigen Fragestellung einen kompletten Block Open Source Code ausgespuckt hat. Mir fällt nur gerade nicht mehr ein was das war.

  • Lizenzrechtsverletzungen ändern nichts daran das jeder und jedes den Code auf github lesen kann, es ist nicht verboten. Es war schon vorher schwierig bis unmöglich zu verhindern das Code von Firmen oder auch Privatleuten, ganz ohne LLM, verwendet wurde.

    Das CoPilot einen ganzen Codeblock beispielhaft auspukt ist ist ja auch noch kein Lizenzvergehen, eher ein Zeichen das CoPilot (ChatGPT) code technisch nichts drauf hat. Ein Vergehen wird es erst wenn jemand, also ein Mensch, entscheidet, diesen Code aktiv irgendwo zu verwenden, ohne Quellen-Hinweis weiterzugeben oder damit gar Geld zu verdienen. CoPilot (ChatGPT) wird das allein nicht tun. Es ist wie bei allem, töten Waffen schon alleine? Nein, Menschen die diese nutzen töten ...

    Von Berufswegen muss ich mich aktiv mit der Thematik befassen, aus fachlicher als auch (Datenschutz) rechtlicher Sicht. Es ist wie jede Neuerung, sie wird verteufelt, siehe z.B. den Disput Kutsche gegen Automobil Ende des 19. Jahrhunderts. Nicht alles Neue ist schlecht und es ist durchaus sinnvoll sich aktiv damit zu befassen und vllt. besser dafür zu sorgen man ist "on top of it". Software Entwicklung wie die meisten sie kennen wird sich in rasender Geschwindigkeit verändern. Es wird aber nicht so sein, das man ahnungslos an irgendwas rangehen kann, sondern man muss schon was von Software Entwicklung verstehen, Code auch lesen können, das "Monkey Business" erledigt der Helfer ...

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    [1] Intel NUC Kit NUC7i5BNH, Akasa Newton S7, 8GB DDR4, WD Black SN700 250GB NVMe, Crucial MX500 2TB, CIR, SAT>IP, Ubuntu LTS 18.04.5, VDR 2.4.1 (15W)
    [2] Intel NUC Kit NUC7i3BNH, 8GB DDR4, WD Black SN700 250GB NVMe, Crucial MX500 1TB, CIR, SAT>IP, Ubuntu LTS 20.04.1, VDR 2.4.1 (13W)
    [3] BQ500, Asrock X470D4U, AMD Ryzen 5 5600, 48GB DDR4 ECC, 2,5Gbe, 2x WD Black SN750 512GB NVMe, 4x 2TB Lexar NM620 NVMe, 4x Samsung SSD QVO 4TB, ASUS USB-C2500, xcp-ng 8.3.0 (50W)
    [4] Sharkoon PCGH, Gigabyte MC12-LE0, AMD Ryzen 5 5600, 48GB DDR4 ECC, 2,5Gbe, 1x Kingston 128GB NVMe, 4x WD Black SN750 512GB NVMe, 4x Intel DC S3500 500GB, 8x Micron 5100 Pro 1.92TB, ASUS USB-C2500, xcp-ng 8.3.0 (60W)
    [5] Intel NUC D34010WYB, Akasa Tesla H, Intel Core i3-4010U, 8GB DDR3, 2.5Gbe, Intel Series 313 24GB mSATA, Samsung SSD QVO 8TB, OpenMediaVault 8 (Synchrony)
    [6] Jultec JPS0501-12AN, JPS0501-8M2, Octopus Net (DVBS2-8) & openHABian 5.2.0 on RaspberryPI 4 4GB

  • Ja, stimmt schon. Es war schon immer die Verantwortung des Entwicklers sicherzustellen das kein Code verwendet wird, der lizenzrechtlich nicht verwendet werden dürfte. Da zählt auch das klassische "von StackOverflow kopieren" mit dazu.

    Ich gebe dir auch Recht das sich die Softwareentwicklung verändern wird. Allerdings glaube ich nicht das das nur eine Veränderung zum Guten wird. Es zeigt sich jetzt bereits das eben leider doch viel Code produziert wird, bei dem am Ende eben leider keine Priorität war, dass das auch jemand versteht. Und erste Entwickler schreiben wohl auch bereits den größten Teil vom Tag nur noch Prompts für eine KI und sind den Rest des Tages damit beschäftigt den Code der KI zu reviewen. Aktuell bin ich ehrlich gesagt unsicher ob ich das dann noch beruflich machen will.

    Aber um zum Thema zurück zu kommen. Ich persönlich sehe bei GitHub auf jeden Fall keinen Fokus mehr auf Open Source Hosting und werde meine Sachen da rausziehen. Für mich ist die "vdr-projects Organisation" aber "nicht mein Code". Entsprechend bleibt die wo sie ist, es sei denn jemand anderes will aktiv werden.

  • [...]Allerdings glaube ich nicht das das nur eine Veränderung zum Guten wird. Es zeigt sich jetzt bereits das eben leider doch viel Code produziert wird, bei dem am Ende eben leider keine Priorität war, dass das auch jemand versteht. Und erste Entwickler schreiben wohl auch bereits den größten Teil vom Tag nur noch Prompts für eine KI und sind den Rest des Tages damit beschäftigt den Code der KI zu reviewen. Aktuell bin ich ehrlich gesagt unsicher ob ich das dann noch beruflich machen will.

    Eine Veränderung ist nie nur zum Guten - alles kann und wird missbraucht werden.
    Auch dass Code produziert wird, den keiner versteht - teilweise nicht mal der Entwickler selbst - ist nicht neu.
    Und wie heiß das mit der KI gegessen wird, ist auch noch nicht raus - auch das ist mit anderen Entwicklungen so gewesen, dass sich alles in geordnetere Bahnen bewegt hat, sobald der (Management-)Hype weg war.

    VDR zwei drei
    • VDR 01 (Server): VDR 2.8.2 - 4 x TT Budget S2-3200
      Plugins: [channellists - control - epgsearch - live - markad - streamdev-server - tvscraper]
    • VDR 02 (Client): VDR 2.8.1 - 1 x TT Premium S2-6400 (HDMI an TV), 1 x softhddevice (HDMI an TV); TV Grundig 40 VLE 8160 SL; TFT-Display Origen AE 16T
      Plugins: [channellists - control - dvbhddevice - epgsync - graphtftng - iptv - osdteletext - skinnopacity - softhddevice - svdrpservice - tvscraper]
  • Auch dass Code produziert wird, den keiner versteht - teilweise nicht mal der Entwickler selbst - ist nicht neu.

    Da musste ich lachen. Das geht mir bei uraltem eigenem Code manchmal auch so.

    Zurück zum Thema.
    Man wird nicht verhindern können, daß Open Source Quellcode zum Training verwendet wird. Ob dieser auf Github liegt oder woanders. Github hat für mich den Vorteil, daß dort Runner (amd64 und arm64) angeboten werden, die ich nutzen kann. Wie lange noch, steht in den Sternen und Self-Hosted Runner sind keine Alternative, weil soviel Rechenleistung gar nicht zur Verfügung steht.
    Codeberg hatte ich auch mal in Betracht gezogen und als sehr gute Alternative für runnerlose Projekte erkannt, aber mir behagt der Split der Projekte nicht: Ein Teil auf Github und ein anderer Teil auf Codeberg.
    Reine Git-Projekte haben den Vorteil relativ schnell umzugsbereit zu sein.

    Bei KI generiertem Code bin ich zwiegespalten. Manchmal sieht das vernünftig aus und manchmal denke ich nur, was fürn Mist. Eine Bewertung muss immer selbst vorgenommen werden, blind vertrauen würde ich dem System nie.
    Wenn ich aktuell lese, das die Kosten für KI Nutzung tokenbasiert sein soll, erledigt sich das Thema bald von selbst. Die Kosten lassen sich nicht vernünftig kalkulieren und es kann ein Faß ohne Boden werden. Irgendwie muss die ganze Investition in KI/Hardware/Energie sich auch mal rechnen.

    Es wurden und werden immer wieder die wildesten Säue durchs Dorf getrieben. Wer erinnert sich noch an die Blockchain? Alles sollte (absolut sinnfrei) in die Blockchain, ein Allheilmittel und Wunderwerk der Technik. Wie auch schon oben erwähnt: Das ganze Politik- und Managergefasel muss erst aus dem Thema raus, bevor die sinnvollen Anwendungen (falls überhaupt vorhanden) erkannt werden können.

  • Es gibt auch bei Codeberg Runner. Aber halt nicht so üppig dimensioniert wie bei GitHub und kein ARM. Bei Codeberg hat man die Wahl zwischen Woodpecker CI und Forgejo Actions.

    Ja genau das ist aber das was ich meinte. Self-Hosted Runner funktionieren bei "kleineren" und/oder laufzeitbegrenzten Actions.
    Und dafür sind sie extrem nützlich. Ich habe noch nicht geschaut, wie die Actions aufgebaut sind. Github Workflows sind auf jeden Fall z.T. stark gewöhnungsbedürftig und kosten viel Zeit die zum Rennen zu bringen.

    Code
    Forgejo, the software Codeberg is built on, offers a CI/CD feature called Actions. Forgejo Actions can be used with self-hosted runners and Codeberg also provides a hosted version in a limited fashion in open alpha.

    Ich denke ein Projekt "VDR*ELEC" kann ich nur auf self-hosted Runner nicht in dem Umfang bauen lassen. Alleine wenn ich mir die Laufzeiten der Workflows anschaue und wieviele Workflows rennen, bräuchte ich eine größere Rechnerfarm. Ich darf gar nicht daran denken, was passiert, wenn Github mir den Saft abdreht. Aber spätestens dann steht ein Umzug an.

    Ich finde das Konzept von Codeberg sehr vielversprechend und sympathisch. Wenn ich so darüber nachdenke, wäre es vielleicht auch eine Lösung nach Codeberg umzuziehen und Github für größere Projekte als Backup zu nutzen. Darüber muss ich mal nachdenken.

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