Allgemeine Hilfe für Anfänger

  • Hallo liebe VDR-Gemeinde,

    ich bin Anfänger im Thema VDR und brauche Eure Hilfe, da ich mehr Durchblick und Ratschläge zu diesem weiten Thema benötige.

    Zu mir: Ich bin zwar schon fast 20 Jahre in der IT tätig, aber halt nur in der Windows-Welt. Linux hatte ich nur ein paar wenige Grundlagen in meiner Ausbildung damals, weshalb ich mich sehr schwer damit tue und mir halt viel Erfahrung fehlt.

    Mit dem Ende von Windows 10 diesen Jahres bin ich auf Linux umgestiegen, weil ich meine digitale Selbstbestimmung und meinen HTPC und Desktop-PC nicht einfach entsorgen wollte.

    Mein Desktop-PC läuft komplett eingerichtet und prima mit Linux Mint. :)

    Von meinem HTPC bin ich bisher sehr verwöhnt. Er lief vorher mit Windows 10 und DVBViewer. Der DVBViewer diente zum Live-TV, Medienfiles/DVD's schauen und TV aufnehmen. Alles reibungslos out of the Box! Als Ausstattung steckt ein i5-2400, 8GB RAM, 256 GB SSD und 2 TB HDD für die Daten drin. Als TV-Karte kommt eine Digital Devices Cine CT V6.1 (Empfang von DVB-C von einem lokalen Anbieter) zum Einsatz. Den Treiber für die TV-Karte habe ich nach Anleitung von DD selbst kompiliert und eingebunden.

    Ich weiß nicht so recht wie ich weitermachen soll? Wie komme ich am einfachsten und schnellsten zum Ziel? Nicht das ich zu faul wäre, aber als zweifacher Familienvater fehlt mir einfach die Zeit mich ewig einzuarbeiten.

    Ich habe schon geschaut, eine schöne Software out of the box wie den DVBViewer scheint es unter Linux nicht zu kaufen zu geben.

    Aktuell habe ich Ubuntu 24.04 auf dem HTPC und schon mit yaVDR 0.7 getestet, aber da scheint das aktuelle Ubuntu nicht ohne Weiteres zum yaVDR zu passen.

    Eine reine Distro wie MLD nur für den Zweck des VDR möchte ich eigentlich auch nicht, da ich mit dem HTPC auch surfen, Netflix schauen oder Onlinebanking vom Sofa machen möchte. Und die reinen Distros scheinen nicht sehr aktuell und damit unsicher zu sein.

    Was seht ihr denn mit Eurer Erfahrung für Möglichkeiten für meine Situation? Was habe ich vielleicht noch übersehen?


    Vielen Dank schon im Voraus für Eure Hilfe!

    WernerBeinhart

  • Hi WernerBeinhart,

    die MLD ist schon sehr aktuell,

    da wir alles aus den Sourcen bauen, egal ob Kernel, oder VDR.

    Wir haben nicht den VDR mit dabei, es gibt auch Chrome als Browser, oder MPV als Mediaplayer.

    Flatpack ist auch mit drin, damit kann man auch sehr viel machen, z.B. Kodi

    ( https://flathub.org/de)


    Kannst ja gerne mal bei uns im Forum vorbei schauen, mal sehen, was wir alles so machen können, oder noch mit reinnehmen.


    Gruß,

    Roland


    P.S.: die MLD kannst du auch testen, ohne es installieren zu müssen, es gibt einen LiVe Modus

    https://www.minidvblinux.de/

    1x OctopusNet mit 8x DVB-C
    1x Raspberry 4 MLD 6.5 SATIP (softhddevice-drm-gles )

    1x Raspberry 5 MLD 6.5 SATIP (softhddevice-drm-gles )

    1x RockPi 4 MLD 6.5 SATIP (softhddevice-drm-gles )

    1x Raspberry 3 mit SATIP MLD 6.5

    1x Raspberry 2 mit STAIP MLD 6.5

    1x Raspberry 1 (staubt gerade so vor sich hin) ;)
    1x ODROID N2+ mit SATIP MLD 6.5

    1x ODROID N2 L mit SATIP MLD 6.5

    1x Zotac CI327 MLD 6.5 SATIP (softhddevice)

    Edited 4 times, last by rfehr (December 9, 2025 at 9:01 PM).

  • Guten Abend Roland,

    vielen Dank für Deine Antwort!

    Das mit MDL wusste ich so nicht. Wie macht ihr das, den Browser oder den Kernel immer auf einem aktuellen Stand zu halten und somit Sicherheit zu garantieren?

    Dann werde ich MLD auf jeden Fall mal Live testen.

    Im Live-System kann ich dann aber wahrscheinlich Live-TV oder Sendungen aufnehmen nicht gleich out of the box testen oder, da das System meine TV-Karte ja noch gar nicht kennt?

    Vielen Dank und einen schönen Abend noch. ^^

  • Als TV-Karte kommt eine Digital Devices Cine CT V6.1 (Empfang von DVB-C von einem lokalen Anbieter) zum Einsatz. Den Treiber für die TV-Karte habe ich nach Anleitung von DD selbst kompiliert und eingebunden.

    Wenn die PCI-ID in dieser Liste auftaucht, braucht es den externen Treiber nicht.
    https://git.kernel.org/pub/scm/linux/…ridge-hw.c#n327

    Ich habe schon geschaut, eine schöne Software out of the box wie den DVBViewer scheint es unter Linux nicht zu kaufen zu geben.

    Unter Linux läuft das eher anders, da wird das Problem gerne ich handliche Teile zerlegt.
    VDR fürs Fernsehen(DVB)
    KODI oder ein anderer Player für die Medianwiedergabe.
    Eine Distro wie yaVDR kümmert sich dann um die Integration von dem Ganzen in ein Grundsystem und so Dinge Wakeup für die Timer, was normalerweise nicht Standard ist.

    Was Du suchst ist also eine dieser HTPC-Distros.
    Welche ist dann Geschmacksfrage und kommt drauf an, was man will.

    Ich würde nach Möglichkeit aber bei einem verwandten Grund-Linux auf allen Systemen bleiben, sonst wird das zu unübersichtlich, besonders für Anfänger. Da sind dann zB. die Befehle für die Paketverwaltung usw. nahezu identisch. Bei Dir also irgendwas aus dem Debian/Ubuntu/Mint... Bereich.

    Oder halt sowas wie MLD, das geht aber schon fast in Richtung Image, wie man es für Receiver kennt.

    Aktuell habe ich Ubuntu 24.04 auf dem HTPC und schon mit yaVDR 0.7 getestet, aber da scheint das aktuelle Ubuntu nicht ohne Weiteres zum yaVDR zu passen.

    Den Installer gibt es so nicht mehr, da muss man inzwischen mit einer normalen Grundinstallation anfangen.
    Details muss aber jemand anders beisteuern

    Die Pakete gibt es aber mindestens für 22.04, ob die für 24.04 schon für Anfänger zu empfehlen sind kann auch ich nicht sagen.
    YAVDR für Ubuntu 22.04 LTS
    22.04 LTS hat aber auch Support.

    Im Live-System kann ich dann aber wahrscheinlich Live-TV oder Sendungen aufnehmen nicht gleich out of the box testen oder, da das System meine TV-Karte ja noch gar nicht kennt?

    Wenn die Karte in der o.g. Liste auftaucht, ist der Treiber im Kernel und die sollte out of the Box gehen.

    Gruss
    SHF

    Mein (neuer) VDR:

    Software:
    Debian Wheezy mit Kernel 3.14
    VDR 2.0.7 & div. Plugins aus YaVDR-Paketen
    noad 0.8.6

    Hardware:
    MSI C847MS-E33, onboard 2x1,1GHz Sandybridge Celeron 847, 4GiB RAM
    32GB SSD (System), 4TB 3,5" WD-Red HDD (Video)
    TT FF DVB-S 1.5 FullTS-Mod PWM-Vreg-Mod, DVB-Sky 852 Dual DVB-S2
    Das ganze im alten HP Vectra VLi8-Gehäuse versorgt von:
    PicoPSU-160-XT und Meanwell EPP-150 im ATX-NT-Gehäuse

  • Guten Abend werte vdr-Fans,

    danke für Eure Kommentare.

    MLD konnte ich jetzt schon einmal testen, aber das will auch nicht so recht bei mir. Es hat vielleicht Probleme mit meiner Hardware. :/

    Neben MLD hatte ich mich ja auch schon an yavdr Ansible versucht. Es sind ja beides eigentlich reine vdr-Distros die ähnlich wie früher der Videorekorder nur dem einen Einsatzzweck dienen.

    Ich denke diese Herangehensweise ist eher nichts für mich, da ich meinen HTPC gern für alles Mögliche andere verwenden möchte. Eigentlich brauche ich eher wie vorher nur ein Desktop-Linux auf dem noch zusätzlich eine dvr-Software läuft.

    Sehe ich das richtig, das ich dann dafür mich mit der händischen Installation vom vdr beschäftigen muss?

    Viele Grüße und einen schönen Abend Euch noch!

  • Dann nimm dir einfach eine "normale" Linux Distribution z.B. Mint oder Ubuntu und lege dir auf den Desktop z.B. Chromium/Firfox für Streamingdienste, Kodi oder VLC für lokale Filme und installierer dir den VDR aus den Quellen von seahawk als Dienst der im Hintergrund läuft, auf den du dann bei Bedarf mit Softdevice-ATTACH aufschaltetst und abschaltest. Der Vorteil ist, wenn der VDR als Dienst im Hintergrund läuft dann kann er jederzeit etwas aufnehmen und man kann dann bei Bedarf auf den VDR umschalten oder was anderes starten.
    Aber dafür brauchst du am HTPC immer eine Maus/Tastatur. Ich weiß nicht ob eine Fernbedienung queer über den Desktop verschiedene Programme starten kann...

    Fritzbox SatIP Server (4x DVB-C)
    Wohnzimmer: NUC10I3 - Logitech z-5500 - Philips 55OLED707 - Fritz DVB-C - Ubuntu 22.04 LTS - yavdr ansible
    Schlafzimmer: NUC10I3 - old LG 42" TV - Fritz DVB-C - Ubuntu 22.04 LTS - yavdr ansible
    Recordingingserver: VDR VM - Fritz DVB-C - Ubuntu 22.04 LTS - yavdr ansible
    diverse Test Clients: -Raspberry Pi + openelec, i3 mit Geforce1030

  • da ich meinen HTPC gern für alles Mögliche andere verwenden möchte

    Soll es denn unbedingt nur ein einziges Gerät für diese verschiedenen Anwendungsfälle sein? Wenn Deine Familie die Aufzeichnungen ansehen möchte, musst du so das Feld räumen. Kannst es also nicht anders nutzen. Das wäre mir etwas zu unflexibel.

    mein VDR
    • Software: yaVDR0.7-Ansible Ubuntu 24.04 (noble) mit vdr-2.7.7
    • DVB-T2: Hauppauge WinTV-dualHD
    • Fernseher: LG OLED42C48LA
  • Neben MLD hatte ich mich ja auch schon an yavdr Ansible versucht. Es sind ja beides eigentlich reine vdr-Distros die ähnlich wie früher der Videorekorder nur dem einen Einsatzzweck dienen.

    Yavdr ist eigentlich auch nur ein normales Ubuntu plus die VDR-Pakete aus seahawks PPA plus das Ansible Skript/Playbook für die Grundkonfiguration.

    Niemand hindert Dich noch zusätzliche Pakete von Ubuntu zu installieren.
    Andersherum ist es auch möglich das VDR-Pakete aus seahawks PPA einfach so unter Ubuntu zu installieren, ohne Playbook.
    Allerdings muss man sich dann überlegen, wie man das mit dem Übergang zwischen den Anwendungen gestalten will.
    Wie rum man da am geschicktesten vorgeht, bin ich aber auch nicht sicher, da ich so ein Setup nicht habe.

    Das erwähnte PPA ist momentan wohl das best gepflegte und umfangreichste zu dem Thema. Daher macht es, denke ich, Sinn darauf zu setzen. Besonders, da mit Mint schon gewisse Erfahrungen im Ubuntu/Debian Bereich bestehen.

    Softdevice-ATTACH aufschaltetst und abschaltest.

    Irgendwo wurde das doch schon für das Umschalten zwischen VDR und Kodi verwendet.

    Ich weiß nicht ob eine Fernbedienung queer über den Desktop verschiedene Programme starten kann...

    Ja, spätestens mit einem lirc-tools müsste das gehen: lircmd, irexec, irxevent..
    Mit lirc kann man sogar eine Maus emulieren.

    Die meisten Mediaplayer (Mplayer xine, ...) kann man auch mit lirc bedienen.
    Für den wird man dann doch besser zu Keyboard greifen.

    Gruss
    SHF

    Mein (neuer) VDR:

    Software:
    Debian Wheezy mit Kernel 3.14
    VDR 2.0.7 & div. Plugins aus YaVDR-Paketen
    noad 0.8.6

    Hardware:
    MSI C847MS-E33, onboard 2x1,1GHz Sandybridge Celeron 847, 4GiB RAM
    32GB SSD (System), 4TB 3,5" WD-Red HDD (Video)
    TT FF DVB-S 1.5 FullTS-Mod PWM-Vreg-Mod, DVB-Sky 852 Dual DVB-S2
    Das ganze im alten HP Vectra VLi8-Gehäuse versorgt von:
    PicoPSU-160-XT und Meanwell EPP-150 im ATX-NT-Gehäuse

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