Posts by HTPC-Schrauber

    Meine aktuelle Konfiguration sieht inzwischen etwas anders aus.


    Hardware ist wie folgt:
    Hardware für das Ganze:
    - i5-4570
    - Board Asrock Z97 Extreme6
    - 16 GB RAM
    - 6 x WD red 3 TB
    - 1 x 256 GB OCZ SSD fürs System (ist zu groß, war aber noch da)
    - 1 x 500 GB Samsung EVO 840 SSD für die VMs
    - 2 x BluRay Brenner
    - 1 x DD Cine CT V7


    Das Board hat 10 SATA-Anschlüsse. Davon gehören 6 zum Chipsatz. Zusätzlich kommen noch jeweils 2 über zwei ASMedia Controller hinzu, die Onboard sind.


    Das System läuft unter Ubuntu 15.10 (also noch Beta). Für die Virtualisierung kommt KVM zum Einsatz. Ich bin aus verschiedenen Gründen von Xen weg gegangen. In erster Linie weil manches mit KVM einfacher ist. Aber bei der Wahl ist einfach auch viel Geschmacksache dabei.
    Für die Verwaltung der VMs nutze ich Archipel. Archipel Agent und Client laufen beide auch auf diesem Rechner. Damit kann man VMs bequem über ein Web-Interface verwalten.


    Es läuft eine Storage-VM. Das System ist Rockstor. An diese VM werden die 6 WD red per Virtio durchgereicht und laufen dort im Raid10 mit BTRFS.


    Weiter gibt es eine Windows-VM. An diese ist einer der ASMedia Controller per Passthrough durchgereicht. An diesem Controller hängen die zwei BluRay-Brenner. Aus der Windows-VM ist also brennen von BluRays möglich.


    Hinzu kommt noch eine VM mit meinem VDR-Server. An diese ist die Cine CT durchgreicht und außerdem einer der beiden Onboard NICs. Der VDR hat also Netzwerk exclusiv, die anderen VMs teilen sind den zweiten Netzwerkanschluss per Bridge.


    Dann laufen noch ein paar Spiel-VMs, die nicht ständig hochgefahren sind. Und es läuft noch eine Ubuntu-VM mit ioBroker für die Hausautomation.


    So, das war im Groben die Beschreibung meines Systems.

    Wenn Du auf Xen oder KVM setzt, warum dann Grafik überhaupt in einer VM? Dafür kann man doch genauso gut das Host-System nutzen. Ausnahme natürlich, wenn das System mit Grafik Windows sein soll.


    Thema VDR:
    Du sagst mangels Fernseher. Soll der VDR sein Bild dann am Monitor ausgeben?
    Das beißt sich mit der Anforderung die Grafikkarte an eine Spiele-VM durchreichen zu wollen. Die Grafikkarte kann nur an eine VM durchgereicht werden.


    Für den Tuner: passende DVB-C Karte z.B. von Digital Devices an die VDR VM durchreichen und gut.

    Dann stellt sich allerdings die Frage, warum überhaupt Virtualisierung?
    Einen einfachen Fileserver mit DLNA kann man auch so wunderbar aufsetzen.
    Mit Fertigdistries alla openmediavault oder nas4free ist die Softwareinstallation 5 Minuten Sache.


    Bedenke bei den kleinen Boxen, das da weder Platz für zusätzliche Platten ist, noch die Anschlüsse dafür vorhanden sind.


    Wenn es was einfaches mit nicht allzu großer Leistung sein soll, dann kann man evtl. auch über einen HP MicroServer nachdenken. Der ist fix und fertig und es gehen mehrere Platten rein. Virtualisierung geht ebenfalls. Auch Xen oder KVM.

    Ja, das ist das Problem. Du kannst lüften soviel Du willst, unter Raumtemperatur geht es nicht.


    Mir fällt dazu nur eine Lösung ein:
    Über einen Rohrlüfter (z.B. sowas) Außenluft ansaugen und entweder den 19" Schrank als "Kühlbox" umbauen oder eine Box drum herum. Die Außenluft wird dann mit ordentlich Durchsatz in die "Kühlbox" geblasen. Damit könnte man das Ganze kühl genug bekommen. Das Problem ist, das die Umgebungstemperatur wirklich sehr hoch werden kann und die Kühlbox dagegen ankommen muss. Man könnte so eine Box natürlich auch mit Styropor-Platten auskleiden, um eine bessere Wärmedämmung zu erreichen. Dann braucht man weniger Luftdurchsatz.Auf jeden Fall geht das aber nur, wenn man irgendwoher kühlere Luft ansaugt.


    So eine Lösung ist natürlich nicht unbedingt günstig und hat natürlich auch einen gewissen Stromverbrauch.



    Was die konkrete Hardware angeht:
    Die Frage ist, was alles auf der Kiste laufen soll.
    Ein VDR braucht kaum CPU-Power. Bei NAS-Anwendungen kommt es etwas auf das Filesystem an und natürlich auf die Zusatzdienste.


    Als Beispiel mein eigener Server:
    Basis ist ein Ubuntu Server 15.04. Für die Virtualisierung nutze ich Xen. Verwaltet wird das Ganze mit Archipel. Damit habe ich eine schöne Weboberfläche, um die VMs zu verwalten.
    Darauf läuft ein Windows7 für verschiedene Zwecke. U.a. für die Nutzung zweier BluRay-Brenner. Damit das funktioniert ist ein onboard-Sata-Controller (2 Kanäle) an die VM durchgereicht.
    Weiter dient die DOM0 als Fileserver. Ich habe dort aus 4 Platten ein BTRFS-Raid10 zusammengestellt. Das wird per Samba im Netzwerk geshared. Außerdem läuft dort auch ein Plex Mediaserver.
    Es gibt noch eine VM in der ein VDR läuft. An diese ist eine DVB-Karte durchgereicht.
    Weitere VMs werden nach Bedarf für Experimente oder ähnliches angelegt und auch wieder gelöscht.


    Hardware für das Ganze:
    - i5-4570
    - Board Asrock Z97 Extreme6
    - 16 GB RAM
    - 4 x WD red 3 TB
    - 1 x WD Green 2 TB als Datenablage für die Windows VM
    - 1 x Datenplatte für den VDR (weiß nicht mehr, was das für eine ist)
    - 1 x 256 GB OCZ SSD fürs System (ist zu groß, war aber noch da)
    - 1 x 500 GB Samsung EVO 840 SSD
    - 2 x BluRay Brenner


    Die Wahl fiel auf das Board, weil es 10 x SATA hat. Davon sind 4 Anschlüsse über ASMedia-Controller realisiert. Die Controller bieten jeweils 2 Anschlüsse und es sind zwei Stück. Diese lassen sich einzeln an VMs durchreichen. Ich brauchte das für die BluRay-Brenner. Platten kann man (mit geringem Performanceverlust) auch einzeln weiterreichen.
    Die Platten befinden sind bei Nicht-Gebrauch im Standby. sie werden von der DOM0 in Standby geschickt.


    So viel mal als Beispielkonfiguration. Es kommt natürlich wirklich darauf an, was man auf der Maschine laufen lassen will.

    Bei einem paravirtualisierten guest Sytem ist für das Durchreichen der Hardware VT-d nicht nötig. Auch message-signaled interrupts stellen kein Problem mehr dar.
    Mein server (siehe signatur) zieht im Normalbetrieb um die 45W.


    Dazu ist noch zu sagen, das das nur für Xen gilt.


    Bei der heutigen Hardware-Auswahl und einem Neuaufbau würde ich allerdings nicht auf VT-x/VT-d verzichten. Damit hat man einfach alle Möglichkeiten offen.



    WD-Red Platten kann ich ebenfalls empfehlen.

    Also das mit dem Dachboden würde ich mir nochmal überlegen. Hast Du die Temperaturen mal gemessen, die dort im Hochsommer herrschen?
    Auf unserem Dachboden werden im Sommer locker 60 Grad erreicht. Egal wieviele Lüfter, das überlebt keine Hardware lange.


    Zum Thema VM würde ich nochmal die Softwareauswahl überdenken. VMware-Player ist natürlich kein Problem. Aber spricht irgendetwas dagegen KVM zu verwenden?
    VMware-Player ist eigentlich mehr für den Desktop-Einsatz konzipiert. Headless ist auch die Bedienung erschwert. Auf einem Server würde ich immer auf Server-Lösungen zurück greifen. Also ESXi, Xen oder KVM.


    VT-x/VT-d: Brauchst Du immer dann, wenn Du irgendeine Hardware an die VM durchreichen möchtest. Das wäre z.B. bei einer VDR-VM der Fall. An diese würde dann die TV-Karte durchgereicht. Mit VMware Player würde das wohl gar nicht gehen, bzw. nur mit USB-Karten.


    Die Hardware muss immer sowohl VT-d als auch VT-x unterstützen. Sonst geht es nicht. Es ist eine Sache, die sowohl die CPU unterstützen muss, als auch das Mainboard-Bios.
    Wenn Du z.B. eine Haswell-CPU nimmst, die sollten es unterstützen. Bisher hatten alle Asrock. Mainboards, die ich hatte, die Bios-seitige Unterstützung. Mit Ausnahme der Boards mit integrierter CPU.

    Kompiliert leider nicht mehr mit Kernel 3.18.4
    Es kommen tonnenweise der folgenden Meldungen:

    ESXi kann ohne VT-d nichts durchreichen.


    Wie gesagt, eine Alternative wäre ein Typ2-Virtualisierung für Timemachine und als Basisbetriebssystem ein Linux. Damit würde alles funktionieren.


    Bei 3,5 Zoll Platten bringt der Ruhezustand der Platte ca. 5 Watt. Das wäre mal das erste woran ich sparen würde. Zumal es praktisch nichts kostet. Für 5 Watt weniger muss man bei anderer Hardware u.U. richtig was drauf legen.
    Bei 2,5 Zoll Platten ist der Unterschied allerdings wirklich sehr gering. Die Brauchen im Leerlauf meist eh nur 1-2 Watt. Da ist das Sparpotential gering.

    Nur als Anmerkung am Rande: In dem Setup wirst Du die Datenplatte(n) nicht in den Standby bekommen. Auch mit RDM nicht. ESXi unterstützt das einfach nicht. Aus der VM heraus bekommt man die Platte nicht in den Standby. Das Kommando wird normalerweise einfach ignoriert. ESXi selbst schickt die Platte nicht in den Standby.
    Das geht nur, wenn die Platten an einem separaten Controller hängen und dieser Controller an die VM durchgereicht wird. Was ohne VT-d nicht möglich ist und mit dem Onboard-Controller meist auch scheitert.


    Alternativen, wenn man auf dauerlaufende Platten verzichten möchte: ESXi weglassen und stattdessen ein Linux installieren. MacOS kann man mit einem Typ2-Virtualisierer laufen lassen. Mit VMware Player mit entsprechendem Mod läuft das wunderbar. Die Platte kann dann der Host in den Standby schicken.
    Alternativ ginge vielleicht auch Xen oder KVM. Ob man da MacOS in eienr VM ans Laufen bekommt weiß ich allerdings nicht. Was ich gelesen habe müsste es mit aktuellem KVM auch funktionieren. Ich habe das aber nicht ausprobiert.

    Völlig ab vom Marketing-BlaBla der Hersteller gibt es durchaus echte Gründe, warum die Berechnung von mehr Zwischenbildern als das Panel anzeigen kann durchaus Sinn macht.


    Zuerst aber kurz zu dem Thema, warum ein 50 Hz Panel heute keinen Sinn mehr macht:
    Zu langsame Panels produzieren Bewegungsunschärfe. Man fragt sich allerdings, warum die ollen 50 Hz Röhren das Problem nicht hatten.
    Der Grund liegt im Anzeigeverhalten von Panel und Röhre in Kombination mit unserem Gehirn.
    Eine Röhre baut das Bild zeilenweise von oben nach unten auf. Und zwar 50 Mal pro Sekunde ein komplettes Bild. Technisch bedingt bleibt aber ein belechteter Bildpunkt nicht 1/50stel Sekunde lang hell, sondern er ist erst hell und wird dann immer dunkler bis er wieder belechtet wird. Das führt dazu, das das Bild der (50 Hz-)Röhre mit 50 Hz flackert. Physisch sieht man letztlich alle 50stel Sekunde ein Einzelbild und dazwischen ist eine gewisse Dunkelphase. Unser Gehirn setzt die Einzelbilder dann zu einer fließenden Bewegung zusammen.


    Ein LCD hat keine Dunkelphase zwischen den Bildern. Es wird ein Einzelbild angezeigt und direkt danach das nächste. Dieses Verhalten führt letztlich dazu, das unser Gehirn zwei aufeinander folgende Bilder verschmelzen lässt. Dadurch kommt die Bewegungsunschärfe zustande. Es ist also nicht das Panel, das unscharf darstellt. Die Unschärfe entsteht erst in unserem Kopf.


    Die einfachste Methode das zu umgehen ist ein Panel mit höherer Wiederholfrequenz zu nehmen und Zwischenbilder zu berechnen und anzuzeigen. Dadurch reduziert sich der Unschärfeeindruck. Je mehr Zwischenbilder umso weniger Unschärfe.
    Zusätzlich kann man Maßnahmen ergreifen, die quasi das verhalten der Röhre simulieren. Das ist dann das sog. Blinking Backlight. Damit werden praktisch Dunkelphasen erzeugt, die uns wieder Einzelbilder sehen lassen, die das Gerhirn dann sauber zu einer Bewegung zusammensetzt.


    Ideal sind Kombinationen verschiendener Maßnahmen, wie eben 100 oder 200 Hz (echte) Panel und zusätzlich Blinking oder Scanning Backlight.


    Nun zum Thema Zwischenbildberechnung:
    Es kann durchaus Sinn machen sehr viel mehr Zwischenbilder zu berechnen als das Panel anzeigen kann. Der Grund ist, das wir ja nicht nur die Wiederholfrequenz des Panels zu berücksichtigen haben, sondern zusätzlich die Wiederholfrequenz des eingespeisten Videomaterials. Und da gibt es heute diverse. Bei Kinofilmen sind 23,976 üblich. Zusätzlich gibt es aber (eher unüblich) exakte 24 Hz. Gängig sind weiterhin 25 und auch 30 Hz. Und die muss man nun irgendwie auf das Panel bingen und es sollte in keinem Falle irgendwie ruckeln.
    Das Eingangsmaterial wird also auf eine höhere Wiederholfrequenz mit Zwischenbildern hochgerechnet. Im einfachen Fall rechnet man möglichst auf die genaue Wiederholfrequenz des Panels hoch. Dummerweise funktioniert das nicht mit allen in Frage kommenden Eingangsfrequenzen. Bei 100 Hz Panel lässt sich z.B. wurderbar mit 25 Hz Material speisen. Das geht 1 zu 4 auf. Bei allen anderen Frequenzen sieht es aber schon wieder schlecht aus. Dann braucht man "krumme" Zwischenbilder, die man so nicht hat. Man muss also das Zwischenbild nehmen, das am nächsten am echten Frame dran war. Dadurch erhält man bei eigentlich gleichmäßigen Bewegungen eine gewisse Unregelmäßigkeit, weil eben manche Zwischenbilder etwas daneben liegen. Je nach Umsetzung kann das im Ergebnis zu Microrucklern in gewissen Zeitabständen führen.
    Berechnet man nun mehr Zwischenbilder als das Panel eigentlich darstellen kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit einfach höher ein Zwischenbild zu haben, das genau zum jeweiligen Frame des Panels passt.
    Um bei obigem Beispiel zu bleiben: 100 Zwischenbilder aus einem 100 Hz Panel ergeben praktisch nur für 25 Hz Material immer ein passendes Zwischenbild. für 30 Hz und für 24 Hz gibts schon wieder nicht immer ein genau passendes Zwischenbild. Berechnet man 300 Zwischenbilder für das 100 Hz Panel, dann hat man bereits sowohl für 25 Hz als auch für 30 Hz Material immer ein passendes Zwischenbild für jeden Frame des Panels. Bei 600 berechneten Zwischenbildern stimmt es dann schon für 24, 25 und 30 Hz Eingangsmaterial.



    EDIT:
    Die Gründe für die Einführung von 100 Hz bei Röhre und LCD sind übrigens unterschiedlicher Natur. Insofern ist 100 Hz bei Röhre und LCD auch nicht vergleichbar.
    Normal waren in unserem Breiten Röhren mit 50 Hz Wiederholfrequenz. Dadurch, das die Röhre zwischen zwei Bildern eine Dunkelphase hat, sieht man eine 50 Hz Röhre Flimmern. Dort wurden 100 Hz eingeführt, um das Flimmern zu verringern. Die Röhre hat dann einfach immer zwei Mal das gleiche Bild angezeigt. Das Flimmern war weg. Probleme mit Bewegungsunschärfe hatten Röhren in der Form nicht (sieht oben).


    Der Grund für die 100 Hz (oder mehr) beim LCD war tatsächlich die Bewegungsumschärfe. Probleme mit Flimmern gibt es bei LCDs prinzipbedingt nicht.

    Der Server läuft bei mir durch. Es ist ja nicht nur VDR in Betrieb. In meinen Augen ist das Thema mit der heutigen Hardware auch nicht mehr so kritisch. Man kann relativ problemlos einen Server bauen, der um 20 Watt im Leerlauf verbraucht. Das Sparpotential ist dann so gering, das der Aufwand für eine Abschaltung eigentlich nicht lohnt.


    Dein Ansinnen funktioniert so auch nicht, wenn der VDR in einer VM läuft. Dann kann er Timer setzen wie er will. Die kommen nie bei der echten Hardware an.
    Eine Lösung wäre z.B. yaVDR als Betriebssystem direkt auf der Hardware zu nutzen und dann VMs mit KVM laufen zu lassen. Der VDR läuft dann direkt auf der Hardware und hat die Kontrolle. Dann geht auch Wakeup. Fnu hatte diese Konfiguration hier im Forum auch schon einmal beschrieben (vielleicht auch mit Xen statt KVM, weiß nicht mehr genau).

    Ihr habt einen kleinen Denkfehler bei dem Test in der Dom0:
    Die Dom0 ist nicht ohne Virtualisierung. Die Dom0 ist nur eine privilegierte VM. Der Xen Kernel ist trotzdem aktiv und es läuft alles über Xen. Auch wenn die Dom0 die echte Hardware sehen kann.


    Also boote den Rechner bitte einmal komplett ohne den Xen-kernel. Normalweise gibt es dafür einen Eintrag im Bootmenü.
    Dann mache den Versuch nochmal.

    Ach ja: Onboardgeräte und Passthrough mit ESXI sollte man unterlassen. PCI(e) völlig problemlos


    Naja, ganz so ist es nicht. Es kommt auf das Gerät an. Chipsatz-Controller kann man tatsächlich vergessen. Damit dürfte aber auch Xen und KVM Probleme haben. Zusatzcontroller, wie der ASMedia auf dem Z97 Exreme6 gehen i.d.R. auch mit ESXi ohne größere Probleme. Da gibt es aber praktisch auch keinen Unterschied zu einer Steckkarte. Die Dinger sind Zusatzcontroller, die über PCIe angebunden sind. Dewegen geht das.
    Der erste NIC auf dem Board gibt auch Probleme. Wenn das Board einen zweiten hat, dann kann man den meist auch mit ESXi durchreichen.
    Onboard-Sound habe ich auch schon gemacht ohne Probleme.


    Aber viel mehr Onboard-Komponenten kommen ja eigentlich eh nicht in Frage für Passthrough. Allenfalls die Grafikkarte. Damit habe ich aber noch nie experimentiert. Daher kann ich dazu nichts sagen.

    Ach so, Thema Xen:
    Ich habe lange auch einen Server mit Xen in Betrieb gehabt. Allerdings in dem Falle das freie Xen und wiederum Archipel für die Verwaltung.
    XenServer hatte ich auch einmal angetestet. Allerdings überwiegen mir dann die Verteile beim freien Xen. U.a. ist man dann eben nicht drauf angewiesen Speicherpools zu bilden usw. Außerdem hat man bei XenServer teilweise Verrenkungen, wenn man in der Dom0 etwas machen will, was Citrix nicht vorgesehen hat. Beim freien Xen ist die Dom0 eben frei verwendbar. Und wenn man das auf Xapi umstellt, dann kann man sogar den Citrix Client für die Verwaltung nutzen. Thema Verwaltung: Bei XenServer hat man eben von Citrix-Seite den Windows-Client. Wenn man so weit ist, dann kann man auch noch ESXi anschauen. Wenn ich zwischen XenServer und ESXi wählen müsste, dann wäre es ESXi (ich hatte auch einige Jahre einen ESXi Host in Betrieb).


    Wie auch immer, Thema Xen vs. KVM: Bzgl Performance mag Xen leichte Nachteile haben. Es nimmt sich in meinen Augen aber praktisch nichts. Wenn man Archipel bzw. libvirt verwenden will, dann ist KVM die besser unterstützte Alternative. Ansonsten kann ich aber bzgl. Stabilität usw. nicht wirklich großartige Unterschiede ausmachen. Es funktioniert beides zuverlässig.
    Die Einrichtung des Systems ist bei KVM in meinen Augen einfacher. Bei Ubuntu installiert man ein Paket und ist fertig. Bei Xen ist der Aufwand allerdings auch nur wenig höher bis es läuft. Vorteilhaft für KVM in Verbindung mit Libvirt ist, das man PCI Passthrough managed betreiben kann. Sprich man muss sich um nichts weiter kümmern, Libvirt regeln das Passthrough.

    Bzgl. Proxmox:
    Ich weiß gar nicht mehr was ich genau wollte. Eigentlich wollte ich mir Proxmox nur mal anschauen. Ich bin aber dann sehr schnell abgestorben, weil mir die Enterprise-Subscription "nahegelegt" wurde. Auf der Proxmox-Wiki-Seite las es sich dann auch so, das man nicht alle Updates bekommt, wenn man keine Subscription hat. Ich habe mich dann allerdings nicht länger damit befasst, weil ich eh nur mal rein schauen wollte.


    Thema Board:
    Brauchst Du PCI-Steckplätze? Bei mir war ein weiteres Kriterium, das das Board gerade keine PCI-Steckplätze mehr haben sollte, weil dafür eine Bridge benötigt wird, die einigermaßen Strom zieht. Das Extreme6 braucht gemessen an der Ausstattung recht wenig Strom. Ich habe 16 GB RAM drauf, einen Core i5-4570. Mit zwei SSDs zieht das System dann 24 Watt im Idle. Generell erstmal kein brutal niedriger Wert, aber gemessen an der Ausstattung durchaus recht wenig. Ich hatte vorher ein Z87 Pro4, welches ebenfalls 22 Watt in gleicher Config nimmt. Im Endausbau hätte auf dieses aber noch eine zusätzliche Controllerkarte drauf gemusst, was beim Z97 Extreme6 nicht nötig ist. Außerdem hätte das Z87 Pro4 auch noch keine zwei NICs gehabt.


    Passtrough funktioniert mit dem Board mit KVM problemlos. Ich habe sowohl einzelne Karten als auch Onboard-Controller durchgereicht. Geht beides und läuft bei mir auch stabil.


    KVM unter Ubuntu ist schnell installiert. Archipel braucht etwas länger. Ich habs schon öfter gemacht und brauche dann vielleicht 2 Stunden bis zum laufenden ArchipelAgent und Client. Wenn man es das erste Mal macht, dann kann man da aber durchaus einen Tag dran sein. Wichtig ist, die Architektur erstmal verstanden zu haben. Ich habe übrigens Archipel Agent Client und den XMPP-Server alles auf dem KVM-Host laufen. Das geht also alles auf einer Maschine.

    Ich habe bei meinem Server ein Asrock Z97 Extreme6 genommen. Grund war, das bereits zwei Netzwerkanschlüsse onboard sind. Außerdem hat es 10 S-ATA Anschlüsse. In meinem Falle waren mind. 8 Pflicht aufgrund einer größeren Anzahl Platten. Außerdem wollte ich einen kompletten Controller mit DVD-Rom bzw. BluRay Laufwerk an eine VM durchreichen. Das geht mit dem genannten, weil 6 SATA vom Chipsatz und 2 ASMedia Controller mit je 2 SATA. Einer der ASMedia Conroller geht direkt an eine VM.


    Ich habe KVM unter Ubuntu 14.04 Server laufen. Für die Verwaltung verwende ich Archipel. Proxmox hatte ich mir angesehen, nur leider kommt man mit dem Core Repo nicht sehr weit und Enterprise kostet Geld. Deshalb habe ich letztlich davon abgesehen. Ich hätte nicht mal was degegen einmalig zu zahlen. Aber da geht es ja um eine Art Abo-Modell.
    Wie auch immer, Archipel läuft bei mir gut. Der Aufwand für die Einrichtung ist halt höher.

    Also etwas weiter bin ich gekommen:
    Das KVM Äquivalent zu xen-pciback heißt pci-stub.
    Leider gibt man bei pci-stub nicht (wie bei pciback) die PCI-Adresse des Gerätes an, sondern dess VendorID und DeviceID. Da funktioniert soweit. Allerdings ist es in meinem Falle so, das es zwei ASMedia Sata Controller im System gibt. Und die greift sich pci-stub dann beide. Es sollte aber eigentlich nur einer sein.


    Aktuell ist meine Lösung noch die, das ich dann nachträglich den einen Controller vom pci-stub unbinde und anschließen an ahci binde. Das geht, ist aber halt irgendwie unschön.

    Die Überlegung ging auch eher in die andere Richtung, die Du zuerst genannt hast. Also den TV-Tuner für LiveTV zu nutzen. Der VDR macht ide Aufnahmen.
    Und für die Bedienung des VDR und das Anschauen von Aufnahmen eben evtl. die VDR-App für den Samsung zu nutzen.
    Laut Aussage meiner Eltern (ich konnte es noch nicht selbst anschauen) funktioniert wohl auch surfen ziemlich gut. Das eröffnet die Möglichkeit das Live-Plugin zur Programmierung direkt auf dem TV zu nutzen.
    Der Vorteil ist, das man sich nicht um einer Bildausgabe beim VDR kümmern muss, weil der Fernseher das alleine machst. Das Ganze steht und fällt natürlich mit den Möglichkeiten des TV.
    Ich hatte eigentlich auch gehofft, das sich ein User der die Samsung VDR App nutzt meldet und was zur Praxistauglichkeit sagt.


    Was die Sinnlosigkeit der Apps angeht, nun ja. So völlig möchte ich das nicht bestätigen. Sicher ist ein großer Teil dabei, den man nicht nutzt. Aber selbst auf unserem alten SmartTV nutze ich einige der Apps durchaus regelmäßig. Dazu zählen z.B. die ZDF-Mediathek, Kinovorschau und Youtube. Auch Maxdome und Videociety habe ich durchaus öfter genutzt. Insofern möchte ich dieser Funktionalität nicht völlig den Sinn absprechen.


    Bedienung ist bei der Kombination mit einem VDR auch so eine Frage. Ganz abgesehen vom Umschalten des Einganges. Zumindest LG und Samsung sind inzwischen zu Zeiger-Fernbedienungen übergegangen. Die sind natürlich untauglich den VDR zu bedienen. Umgekehrt hat eine Universalfernbedienung wie die Harmony die Zeigerfunktionen nicht. Also hampelt man dann wieder mit zwei Fernbedienungen herum, was auch nicht unbedingt WAF-steigernd wirkt.