Warum das Elektroauto sterben musste

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    Original von Siedu
    Aber es ist ohnehin viel einfacher immer auf die Anderen zu schimpfen.
    Warum hackt Ihr eigentlich immer auf die Hersteller rum ?


    Habt Ihr Euch schonmal Gedanken gemacht dass die Hersteller nur das entwickeln was sich verkaufen lässt ?

    Du hast die Sendung gesehen?
    Wenn man das Fahrzeug nicht kaufen sinder nur leasen kann und der Hersteller alle Autos nach 3 Jahre einzieht, obwohl die Fahre sie gerne gekauft hätten - wo ist dann ganz konkret das Problem?
    Selbst als noch 'ne Handvoll EV1s auf dem "Vorplatz zum Schrottplatz" standen und die Fans für 1,8 mio USD die Karren kaufen wollten haben sie sie nicht bekommen.


    Klar ist der der Film (ähnlich wie die Moore-Filme) schon etwas ... ich sag mal "nicht-industrie-und-regierungs-freundlich" - aber ein wenig Wahrheit wird da schon drinstecken.

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    Original von PeterD
    Man erinnere an den gefloppten 3l Lupo.
    Und der war nicht wirklich nicht viel teuerer als der normale Lupo und tester haben ihm sogar ein recht spritziges temperament bescheinigt.


    Das müssen Witzbolde gewesen sein. Eine Kollegin hatte den mal als Ersatzwagen weil ihr Auto zur Reparatur war. Sie konnte damit Berg hoch noch nicht mal einen beladenen W50 überholen (DDR-LKW mit 125 PS der am Berg höchstens 45-50 km/h schafft). Sie hat dann der Werkstatt gesagt dass sie so ein Auto nie wieder als Ersatzauto haben will. Und sie ist keine Raserin.

  • Quote

    Original von sir.dodger
    Selbst als noch 'ne Handvoll EV1s auf dem "Vorplatz zum Schrottplatz" standen und die Fans für 1,8 mio USD die Karren kaufen wollten haben sie sie nicht bekommen.


    Sogar das einzige Exemplar was sich ein Automobilmuseum erbettelt hat wurde von GM vorher unbrauchbar gemacht, die entscheidende Technik wurde ausgeschlachtet. Sonst hätte das Museum das Ding nicht bekommen.

  • Geil, ein SM-Thread :unsch


    Letzten Endes entwickeln die Automobilhersteller das, was ihrem Aktienkurs und der Dividende am besten tut. Und das Ganze mit einer strategischen Planung von vlt. 5 Jahren. Wenn sich VW einen Investor aus Dubai ins Haus holt, Daimler eh zu etlichen Prozenten (waren es 30?) Scheichs gehört, ist klar, wo die Prioritäten sitzen. Und wenn dann noch die technischen Probleme ungeklärt sind, ist echte, sich durchsetzende Innovation unmöglich. Allenfalls werden ein paar Förderprojekte betrieben, die dann wieder absterben, wenn diese Mittel aufgebraucht sind.


    Aber ich denke mir, dass im städtischen Zweitwagenbereich, also Smart-Klasse, die Elektros nicht zu verhindern sind. Und der Weg über die Sondermüllfahrzeuge führt dann vielleicht zu den wahren Lösungen.


    - Stunden an Ladezeit
    - reichweite
    - Lebensdauer
    - Heizen/ klima
    - usw... alles ungelöst.



    Ich denke, ich kaufe mal Webasto-Aktien :lol1

  • Was mich beim Film etwas geschockt hatte, dass die momentan auf "grün"-fahrenden Autohersteller auch ihre Kisten haben verschrotten lassen. Die Szene auf dem Schrottplatz mit den noch sehr gutausschauenden Hondas, die der Reporter auch noch mit nach Hause genommen hätte.


    Ich denke, der Markt wäre schon längst da gewesen, gäbe es diese Ölabhängigkeit nicht.

    Sorry ich bin noch n00b ...


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  • Zum Thema passend


    http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=13.04.2010&startseite=true


    Samstag, 17.04.2010
    23:15 - 00:30 Menschen bei Maischberger
    3sat

    VDR1: yavdr ppa VDR 2.0.6 auf iBase Industrial Mini-ITX MB896IL +DVI- Modul +Gb Ethernet Mini-PCI Motherboard, Pentium M 740, 1GB RAM, mit 3x KNC1 C+/MK3 PCI auf LSI Logic 3x PCI-64 Rev. 2.3 Intel 21154 aktive Riser Card 2135-5V mit abgesägtem 64Bit- Steckerteil im PCI- Slot auf upriser,
    HDTV xineliboutput mit xine-plugin-crystalhd für Broadcom CrystalHD BCM970015 auf 15cm PCI-E 1x Flachbandriser im PCI-E 1x v.1.0a Slot.
    IPTV vdr-plugin-iptv und ffmpeg als rtsp/rtmp/hls "tuner frontend", stream sanitizer und mpegts wrapper.

  • Hi,


    hier was zum Thema:
    http://www.spiegel.de/auto/fah…hte/0,1518,688138,00.html


    irgendwie ernüchternd:
    Ein Auto für 120K€, das dann, bei heutigem Strommix umgerechnet, fast 100g/km CO2 raus bläst -
    wohlgemerkt sind die Tester angeblich nur 110km/h auf der Autobahn gefahren...
    Der Akku kostet 25K€ und ist nach wie vielen Jahren zu ersetzen???
    Was kostet das umgerechnet auf 100km Fahrt im Vergleich zum Verbrenner?
    Welche Umweltverschmutzung entsteht bei der Herstellung des Akkus?


    Fragen über Fragen...


    Grüße
    Funzt

  • Das ist aber ein Sportwagen. Welcher Verbrenner-Sportler blässt nur 100g/km CO2 aus?

    Sorry ich bin noch n00b ...


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  • Hi,

    Quote

    Welcher Verbrenner-Sportler blässt nur 100g/km CO2 aus?


    welcher Verbrenner-Sportler wird mit nur 110km/h auf der Autobahn bewegt?


    ...wie stark die Tester die Kiste beschleunigt haben und wie gut der Wirkungsgrad
    der Bremsenergierückgewinnung ist haben sie leider nicht geschrieben.


    Grüße
    Funzt

  • Vielleicht sollte man sich einfach mal von dem Gedanken verabschieden, mit nur einem Fahrzeug alle Anwendungsfälle abdecken zu wollen?


    Zweisitzer/Vielsitzer, Kurzstrecke/Langstrecke usw. mein ich..... da kristallisiert sich recht schnell das optimale Anwendungsgebiet für ein E-Auto heraus, nämlich die Kurzstrecke als Zweisitzer. Da das aber für viele nur ein Zweitwagen sein kann, wird die Kaufentscheidung eine reine Preisfrage sein.


    Gruß
    iNOB

  • Quote

    Man erinnere an den gefloppten 3l Lupo.
    Und der war nicht wirklich nicht viel teuerer als der normale Lupo und tester haben ihm sogar ein recht spritziges temperament bescheinigt.


    Ja der war nur ca. 2000€ teurer
    man rechne
    das teil verbrauchte im schnitt 3,2 Liter
    der normale 4,5 liter


    200.000 kilometer = 2000 x/l auf 100Km
    Durchschnitts Benzinpreis in der zeit wo die karre raus kam ca 1,30€


    3l 6400l*1,30 = 8320€
    normal 9000l * 1,30€ =11700€


    3380 € differenz


    der 3 liter lupo war aber so was von anfällig das nur 110TK-150TK realistisch waren


    6240€ 3 liter
    8775€ normal
    2535€ Differenz
    Das heißt man spart bei 150.000 km 500€ wobei man sich in der Werkstatt tot und dämlich gelatzt hat.


    deswegen ist das 3 Liter Auto gescheitert weil man drastisch daraufgelegt hat.

  • Quote

    Original von Funzt
    welcher Verbrenner-Sportler wird mit nur 110km/h auf der Autobahn bewegt?


    Ich finde, man hätte dann aber fairerweise keinen Sportwagen mit einem Prius vergleichen sollen. Der Tesla beschleunigt in 4s von 0-100km/h. Das schafft der Prius nicht. Da hätten sie einen Porsche oder sonstwas als Vergleich hernehmen können.


    Ein fairer Vergleich wäre ein "Smart cdi" mit 'nem e-Smart oder ein Fiat 500 mit einem Fiat 500 von GM mit E-Motor. Man sollte auch von den Gedanken wegkommen, dass wenn man ein teures Auto (neue Technologie) erwerben möchte, dass es beim Verbrauch extrem sparsam sein muss.


    Ich zahle für Strom auch lieber etwas mehr Geld und verbrate dafür nur sauberen Ökostrom. Ein E-Auto würde bei mir zu Hause nur mit Ökostrom betankt. Der einzige Haken ist der Anschaffungspreis. Die Schmerzgrenze liegt bei mir bei 6000€ Aufpreis. Hier ist aber die Industrie gefragt, etwas attraktives zu zaubern. Wie schon mal oben geschrieben, auf Schnick-Schnack, der die Reichweite schmälert, wurde ich gerne verzichten.

    Sorry ich bin noch n00b ...


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    Original von klosteine
    Ich zahle für Strom auch lieber etwas mehr Geld und verbrate dafür nur sauberen Ökostrom. Ein E-Auto würde bei mir zu Hause nur mit Ökostrom betankt.


    Bist Du sicher das Du nur Ökostrom verbrätst?


    Mal zum Nachdenken:
    Schütte eine Tasse Wasser in einen See. Danach hole exakt das hinein geschüttete Wasser aus dem See. Ich meine nicht die gleiche Menge, sondern eben genau das Wasser. Geht das?


    Genauso ist es mit dem Strom. Du verbrätst genau den gleichen Mix wie alle anderen auch.


    Aber das nur am Rande.

  • Ja, aber wer bekommt mein Geld?
    Es ist nicht der Anbieter, der Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke betreibt. Wird der Anbieter welcher Atom- und Kohlestrom anbietet, diese kostenlos hergeben? Ich denke, nein. Er wird seine Leistung runterschrauben müssen.


    Ich verbrate zwar nur einen verschwindend kleinen Teil des Gesamtstromes, aber Kleinvieh macht auch Mist.

    Sorry ich bin noch n00b ...


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  • Du, das war auch kein Angriff. Ich sage auch nicht das es falsch ist was Du machst.
    Letztlich halte ich (persönlich) das Konzept für etwas fragwürdig.
    Weil letzten Endes kannst Du auch nicht steuern, wer Dein Geld bekommt. Du zahlst an einen Energieversorger. Der hat aber auch nicht nur Ökostrompakete. Sondern auch andere. Und der nimmt Dein Geld und verteilt es irgendwie an die Erzeuger. Wie genau, das entzieht sich Deinem Einfluss.


    Wie gesagt, ich halt das komplette Vertriebskonzept für fragwürdig. Wenn ich ins Geschäft gehe, dann kann ich genau steuern für wieviel Geld ich welche Features von welchem Hersteller bekomme.
    Beim Strom entzieht sich das Ergebnis der Geldausgabe vollständig dem eigenen Einfluss.

  • HTPC-Schrauber


    :) ... Sorry, wenn es etwas "angegriffen" rüberkam.


    Man kann es auch beim Strom steuern. Es gibt einen Anbieter auf dem deutschen Markt, für den ich meine Hand ins Feuer legen würde, dass er 100% nur Ökostrom anbietet ;) --> Greenpeace Energy. Sie sind zwar teurer als der Durchschnitt, aber dafür fühl ich mich gut, dort einzukaufen.


    zum Thema:
    Wenn man sich ein E-Auto kauft, sollte man auch noch einen Schritt weiter denken. Wie wäre es zB mit Solarzellen auf dem Garagendach usw. Ich fand, so ziemlich am Schluß des Filmes, den älteren, enteigneten Akkuhersteller sehr geil -> "Och, wenn ich keine Akkus mehr hestellen darf, dann stelle ich halt ultraflache, flexible Solarelemente her :) ...

    Sorry ich bin noch n00b ...


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  • Naja, Solarzellen haben immer noch das Problem, das die Herstellung eine größere Sauerei ist als die Teile jemals an Energie liefern werden.


    Abgesehen davon glaube ich das man Energie im großen Stil effektiver erzeugen kann als mit vielen kleinen Erzeugern.