Warum das Elektroauto sterben musste

  • Die Sendung habe ich leider nicht, würde ich auch gerne sehen.


    Das Elektroauto soll sterben ? Jetzt gehts erst richtig los !


    Es gibt 20 Firmen die Elektroautos bauen, davon 11 in California.


    Siehe hier ab Seite 40 : http://virtualpowerplant.com/u…nergynet_-_Juval_Lowy.pdf


    Die großen Automobilfirmen trauen sich nicht an Elektroautos ran (ausser ein paar Alibi-Prototypen), weil die Wertschöpfung dann beim Akkuhersteller liegt. Es würde also zuwenig verdient.


    Grüße Bernd

    VDR : POV Atom 330-1 Mainboard, MSI TV@nywhere Satellite II, 2 GB RAM, natürlich mit yaVDR 0.61. Heimkino mit Onkyo AVR, Nubert-Surround-Boxen und JVC Beamer mit 4K und HDR. HD-VDR für Newbies: www.partyfotos.de/vdr

  • HI,


    Elektroautos wie es sie heute gibt, werden aussterben. Oder meint Ihr die Herstellung der Akkus (von der Entsorgung ganz zu schweigen) ist "grün"?


    Strom kommt auch nicht "einfach so" aus der Steckdose, sondern muss erst aufwendig gewonnen werden. Ich denke, die Familie Feuerstein hat die zukünftigfe Entwicklung vorgemacht :)


    MfG
    Kris

  • GM produzierte von 1996 - 1999 das Elektroauto EV1 in Serie! Die Fahrzeugserie wurde nach 3 Jahren Aufgrund fadenscheiniger Argumente eingestampft. Im o.g. Film wird genau dieser Vorgang näher beleuchtet.


    Grob zusammengefasst kann man sagen, dass die Autoindustrie kein Elektroauto will, da das Firmen-Know-How zum Großteil auf der Motorenentwicklung basiert und die Werkstätten nichts mehr zu tun hätten, da E-Autos fast wartungsfrei sind.


    Dummerweise werden sie jetzt von China unter Druck gesetzt, da unsere lieben Chinesen den Schritt zur Motorenentwicklung komplett übergehen und gleich auf E-Autos setzen. Motorroller fahren da drüben jetzt schon zu 99% mit Strom.


    Gruß
    iNOB

  • Quote

    Original von iNOB


    Grob zusammengefasst kann man sagen, dass die Autoindustrie kein Elektroauto will, da das Firmen-Know-How zum Großteil auf der Motorenentwicklung basiert und die Werkstätten nichts mehr zu tun hätten, da E-Autos fast wartungsfrei sind.B


    Selten so einen Schwachsinn gelesen. :tdw


    Ein windiger Elektro-Smart stösst weit über 100g CO2 aus (zumindest hier in D).
    Und wartungsfrei ist ein Elektroauto schon dreimal nicht.


    Ich denke, dass kris den Nagel schon eher auf den Kopf trifft.


    Gruß
    SieDu

  • Stammtischpolemik. Ich beteilige mich mal ;)


    - Das Benzin/Dieselauto wird aussterben, weil zumindest die Ölvorräte begrenzt sind.
    - Das Elektroauto in der Form ist nicht "grün", weil (z.Zt.) zuviele Ressourcen in die Gewinnung/Speicherung von Strom reingesteckt werden müssen.
    - Der Smart als solcher erzeugt keine 100g/(auf was?) CO2 - weder innerhalb noch ausserhalb Deutschlands ;)
    - Es gibt zur richtigen Zeit die richtigen Alternativen/Technologien. MadMax und andere Endzeitvisionen sind Utopie, die Chinesen werden uns das vormachen ;)


    BJ1

  • Quote

    Original von iNOB
    Grob zusammengefasst kann man sagen, dass die Autoindustrie kein Elektroauto will, da das Firmen-Know-How zum Großteil auf der Motorenentwicklung basiert und die Werkstätten nichts mehr zu tun hätten, da E-Autos fast wartungsfrei sind.


    Genau so ist es.


    Das ist z.B. auch der Grund warum alle (größeren) Digital-Kameras einen mechanischen Verschluß haben, obwohl das u.U. nicht mehr nötig wäre.


    Das wurde schon immer so gemacht ... und man hat das Know-How !


    In Norwegen und Schweden wird der Strom 100% CO2-frei erzeugt. Dort haben die Elektroautos tatsächlich keinen CO2-Ausstoss.


    Elektroautos sind bis auf die Batterien wirklich sehr wartungsfrei. Und mit den Batterien können die Autokonzerne kein Geld verdienen.


    Grüße Bernd

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  • Quote

    Original von Bernie7


    Das ist z.B. auch der Grund warum alle (größeren) Digital-Kameras einen mechanischen Verschluß haben, obwohl das u.U. nicht mehr nötig wäre.


    Das wurde schon immer so gemacht ... und man hat das Know-How !


    Das ist jetzt aber wirklich Nonsens! :(

  • Nein, das stimmt.


    bei der Nikon D2X muss der Verschluss mechanisch 20 mal pro Sekunde auf und zu gehen. Das ist eine sehr hohe Belastung und auch ein hoher Verschleiss. Es würde auch anders gehen, aber - wie gesagt - das wurde immer schon so gemacht ...


    Wieso ist denn soviel Mechanik in einer digitalen Kamera ?


    Anderes Beispiel : Ich habe mal mit einer Firma zusammengesessen die Zusatzgeräte für Fernseher baut. Die haben es geschafft das eines ihrer Teile mal in einem Serienfernseher drinnen war. Sie sagten dass die Fernsehhersteller sehr konservativ wären, ja nix neues oder fremdes in ihren Geräten.
    Auch hier : Es wurde schon immer so gemacht.


    Die großen Konzerne haben große Angst ihr Know-How zu verlieren.


    Grüße Bernd

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    The post was edited 3 times, last by Bernie7 ().

  • Das E-Auto hat aber auch solange keine Zukunft solange nicht alle Firmen einheitliche Akkus verwenden und die Tankstellen für E-Autos nicht X Akkus in der Ladestation drinne haben zum schnellen "Volltanken" (Wechseln).
    Oder hast du Lust mit ein E-Auto in den Urlaub zu fahren wo du alle X KM für 8 Std einmal vollladen kannst zu fahren? Da bist du ja Taagelang am Vollladen ohne vom Fleck zu kommen.......

  • Die richtige Frage wäre auch eher, warum es kein Brennstoffzellenauto geben wird. Alle Welt wechselt gerade von Brennstoffzelle auf Eletroautoentwicklung. Das Problem bei den Elektroautos sind eher die Batterien, sowohl was Sichereit als auch Lebendauer angeht. Lithium-Ionen-Batterien will die Autoindustrie nicht, da die Lebenzeit im derzeitigen Entwicklungstand auf etwa 2 jahre begrenzt zu sein scheint (auch wenn Tesla-Motors da eine andere Meinung hat, siehe bswp. http://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Roadster) und die Batterien wegen der Menge bei Unfällen ein Sicherheitsrisiko darstellen (hohe Brandgefahr, Elektrolyt ist giftig, setzt HF frei). Alle anderen Batterien haben momentan verschiede andere Probleme, Blei-batterien für PKW bspw. das enorme Gewicht was nötig wäre. Und es gibt durchaus schon mehrere Elektrofahrzeuge, das Probelm sind die Kosten (Batterie / Haltbarkeit der Batterie) und die Reichweite (100-200km).


    Links bzgl. aktuellen Forschungsprojekten :
    http://www.bmbf.de/_search/searchresult.php?URL=http%3A%2F%2Fwww.bmbf.de%2Fde%2F13886.php&QUERY=elektromobilit%E4t
    http://www.elektromobilitaet.fraunhofer.de/
    http://www.ewe-next-energy.de/

    Server: Hardware: Intel DH77KC, Celeron G1610, 8GB RAM, 2x 5TB HDD, 2x WD 1,9TB HDD; 1x 64 GB SSD (root), System Ubuntu 18.4 / YaVDR ansible headless
    Wohnzimmer-Client: Hardware: Asus At5-ion-T Deluxe (ION2-Board), 2GB Ram, 30GB SSD, USBASP-IR-Emfänger und Einschalter, ohne DVB-Karte, passiv gekühltSystem: YaVDR 0.5, Zugriff auf Server per remote-frontend (defekt).
    Client: Hardware: Lenovo Q150 (nur Netzwerk, 1GB RAM, ohne DVB-Karte, Igor-USB-Empfänger) System: Ubuntu 18.4 / YaVDR ansible

    The post was edited 3 times, last by Negge ().

  • Ich stell mal die provokante Frage, weßhalb die Autoindustrie Fahrzeuge baut, die immer größer und schwerer werden?


    Seit 8 Jahren fahre ich Smart und muss auch hier feststellen, dass mit der letzten Generation die Kiste schwerer bei gleicher Ausstattung wurde und zudem noch locker 1,5 Liter mehr an Sprit säuft, wie das Vorgängermodell. Verbrauchswerte wie vom Werk angegeben, können selbst mit abgestelltem Motor im freien Fall nicht erreicht werden.


    Weshalb fahren plötzlich so viele SUV's mit dem Luftwiderstand einer Schrankwand auf öffentlichen Strassen umher? Sind die nicht fürs Gelände gemacht? Ganz einfach....die Autoindustrie verdient an einem großen und teuren Auto einfach mehr als an einer kleinen Fuddelkiste ...zum Entzücken der Aktionäre :)


    Würde man Autos leichter, windschlüpfriger und für den jeweiligen Anwendungsfall (Lang-, Kurzstrecke, Single-, Familienauto) bauen, wäre auch mit Benzin und Dieselmotor noch einiges rauszuholen. Siehe z.B http://de.wikipedia.org/wiki/VW_1-Liter-Auto...


    Dafür muss man allerdings als Besitzer sein Anspruchsdenken zurückschrauben und mal drüber nachdenken, für was man sein Auto wirklich braucht.


    Gruß
    iNOB

  • HI,


    Quote

    Ich stell mal die provokante Frage, weßhalb die Autoindustrie Fahrzeuge baut, die immer größer und schwerer werden?


    Weil sie verkauft werden?


    Würden Sie nur rumstehen, würden auch kleinere Fahrzeuge gebaut. Mal ehrlich, die Autoindustrie interessiert es einen Dreck ob die Umwelt dahingeht, solange es Leute gibt, die Ihnen noch so verrückte Kisten abnehmen. Es geht hier um Geld, so einfach ist das.


    Die Akkus sind derzeit der größte Nachteil, sie brauchen ewig bis sie geladen sind, sind schwer, wuchtig und manche Modelle haben einen engen Temperaturkreis (zwischen -10° und +60° Grad) was in manchen Ländern ein Nachteil ist.


    Die Studien für ein 1-Liter Auto ist zwar nett, aber in der Praxis für normalbürger unbrauchbar (Sitze hintereinander, kaum Platz für Einkäufe etc). Wenn ich ein Fahrzeug brauche nur um von A - B zu kommen, nimmt man besser ein Fahrrad, einen Roller (Scooterfahren macht Laune ;) ) oder den ÖPNV.


    MfG
    Kris

  • Quote

    Original von iNOB
    .. mit der letzten Generation die Kiste schwerer bei gleicher Ausstattung wurde und zudem noch locker 1,5 Liter mehr an Sprit säuft...


    warum soll es den Autos anders ergehen als uns Menschen auch ;)


    Übrigens in so einer Neuauflage von dem Kabinenroller würde ich mich sicher unwohl fühlen, vielleicht so wie im Segelflieger. Dann lieber gleich einen Puffin --> Link


    Gruß Fr@nk

  • Mittel- und Langfristig wird sich Wasserstoff durchsetzen, da es meiner Meinung nach leichter zu realisieren ist, wenn nicht gerade ein Wunder in der Akkutechnik auftritt. Wenn die Gewinnung von Wasserstoff entsprechend realisiert werden kann, müssen dafür auch keine zusätzlichen Resourcen aus der Erde abgebaut werden. Ein Stromsmart mit reiner Kohlekraft ist wie eine Dampflok auf der Straße, daher hinkt der Vergleich etwas. Das steht aber auch in dem Artikel drin, denn in Dtl. gibt es schon seit Jahrzehnten keine reine Kohlekraft mehr.


    Zum 1-Liter-Auto: Der Smart hat 2 Sitze, kaum Kofferraum, und ist eigentlich auch nur fürs Fahren von A nach B gedacht....


    Medion Digitainer; AsRock B75 Pro3-M, Celeron G540; Kingston Value 4GB
    Samsung SpinPoint 250GB 2,5"; Samsung WriteMaster DVD-Brenner;
    TT-S2-6400, 2x TT-S2-1600, Ubuntu 12.04 mit YaVDR-Paketen. VDR 1.7.27, UPnP/DLNA-Plugin

  • Hi,


    der ADAC-Link von C-3PO bringt es bezüglich der Akkus auf den Punkt:


    Die Energiedichte ist bei Diesel 50mal so hoch, wie bei den besten Akkus.
    Auch wenn der Wirkungsgrad beim Verbrennungsmotor 3 mal schlechter ist,
    bleibt immer noch Faktor 16 übrig.


    Für Langstrecke also wohl eher nix, wenn kein Akkuaustauschsystem ala "better place" überall vorhanden ist.


    Schauen wir mal, was in Israel und Dänemark daraus wird...


    Grüße
    Funzt

  • Das E-Auto mit Akku ist meiner Meinung nach nur für die Kurzstrecke gut. Im Prinzip überall dort, wo der Benziner oder Diesel grad mal warm geworden ist. Für mich wäre es das ideale Fortbewegungsmittel. Für viele Andere eben nicht, so einfach ist das. Schön das es Alternativen gibt ;)


    Gruß
    iNOB

  • Na klar wird sich Wasserstoff durchsetzen - sobald ein Wunder in der Wasserstoff-Speichertechnologie auftritt.


    Auch wenn es etwas ernüchternd klingt:


    Wir werden auch in 20 Jahren noch jede Menge Autos (und LKW !) mit Verbrennungsmotoren auf den Straßen sehen.
    Die Energiedichte von Kohlenwasserstoffen ist im Vergleich zu dem, was in der Akkutechnologie vorhanden oder in der Pipeline ist auf Jahre hinaus nicht zu schlagen.


    Quote

    Original von methodus
    Mittel- und Langfristig wird sich Wasserstoff durchsetzen, da es meiner Meinung nach leichter zu realisieren ist, wenn nicht gerade ein Wunder in der Akkutechnik auftritt. Wenn die Gewinnung von Wasserstoff entsprechend realisiert werden kann, müssen dafür auch keine zusätzlichen Resourcen aus der Erde abgebaut werden. Ein Stromsmart mit reiner Kohlekraft ist wie eine Dampflok auf der Straße, daher hinkt der Vergleich etwas. Das steht aber auch in dem Artikel drin, denn in Dtl. gibt es schon seit Jahrzehnten keine reine Kohlekraft mehr.


    Zum 1-Liter-Auto: Der Smart hat 2 Sitze, kaum Kofferraum, und ist eigentlich auch nur fürs Fahren von A nach B gedacht....