VDR als Server Task ohne GUI - Geht das?

  • Hallo VDR-Fangemeinde


    ich habe nach Test diverser kommerzieller Hardware nun etwas VDR-Blut geleckt, bin jedoch durch die Vielfalt der Informationsquellen irritiert.


    Neue Hardware für die Aufrüstung meines Linux-Servers (3,3 GHz-Celeron So775 auf Asrock, 1 GB RAM) steht bereits in der Ecke (noch in der K&M-Tüte), eine offensichtlich gut unterstützte DVB-T TV-Karte habe ich mir inzwischen auch ausgesucht (Hauppauge Nova-T, 49,-).


    Mein "alter" Server ist ein P3-500 unter debian-Sarge - und jetzt kommts - klassischerweise ohne X-Windows, also reine Textkonsole, wozu auch, ist ja ein Server:


    NFS-Server für die DBox2
    Samba für die Windows Clients (File und Printserver)
    Apache2+php4 mit MTPCenter und Oxyl für das Showcenter 200
    KissD als "PC-Link-Server" für den KiSS DP-558


    Wenn ich den neuen Server aufbaue, der dann zusätzlich die VDR Funktion haben soll, muss ich dann doch ein KDE installieren? Oder ist es möglich, die komplette VDR-Funktionalität lediglich als "Dienst" laufen zu lassen, wobei der Zugriff (Aufzeichnungen wiedergeben, Life-Tv, Timerprogrammierung) über das SC 200 bzw. ein Web-Interface erfolgen könnten?


    Ist es möglich (und für einen Freizeit-Linux-Serveradmin im "Mehr-oder-Weniger-Anfängerstatus" auch einigermaßen durchführbar) auf das GUI zu verzichten. Oder ist auch Linux inzwischen so GUI-lastig wie ein aktuelles Windows? Oder benötigt der VDR sogar unabdingbar irgendwelche Treiber oder Software, die nur in Verbindung mit XWindows bereitgestellt werden?


    Dankbar für Tipps und Erfahrungswerte...


    . -==[Schubsi]==-

    WoZi-VDR: yaVDR 0.4 out-of-the-box, Asus M4N78-Pro, AMD 4450e, 2GB, 60GB-SSD, 500GB 2,5", 3x KNC-one-Clone (DVB-C), HDMI->Plasma-TV (Panansonic)

  • Das sollte eigentlich alles kein Thema sein. Auf den wenigsten VDR-Rechnern braucht man X. Zumindest, wenn das Bild über den Ausgang einer FF-DVB-Karte oder einer DXR3 ausgeben wird. Für Steaming gilt vermutlich das gleiche. So mancher hier verzichtet sogar komplett auf eine Grafikkarte...

  • Für VDR brauchst Du kein X.
    Installation, Bedienung etc. kannst Du alles auf der Konsole machen.

    vdr-2.2.0 + Kernel DVB + dvb-ttpci-01.fw-fb2624 -- Debian 8.2 / linux-3.16.0 - Celeron 2,0 GHz - 1024 MB DDR Ram - 500 GB Western Digital HDD - NEC ND-1300A - 1x DVB-S Rev. 1.6 (4 MB Mod) - 2x TT Budget S-1500 - TBE Extension Board - TechniSat TechniRouter 9/1x8 K (Unicable)
    # nvram-wakeup-1.1 # vdradmind-am-3.6.10 # vdr-fritzbox-1.5.3 # vdr-iptv-2.2.1 # vdr-2.2.0-hide-first-recording-level-v5


    Debian | How To Ask Questions The Smart Way

  • Quote

    Original von schubsi
    Mein "alter" Server ist ein P3-500 unter debian-Sarge - und jetzt kommts - klassischerweise ohne X-Windows, also reine Textkonsole, wozu auch, ist ja ein Server:


    Eben! Allerdings hättest du auch genausogut sagen können: "wozu auch, ist ja ein VDR". ;)


    Im Ernst:
    Du hast dich da irgendwie verwirren lassen. Die ursprüngliche und immernoch "normale" Variante des VDR basiert auf einem Fenstermanagerlosen Linux. Textkonsole pur. X-Window wurde später dazugebastelt und stellt immernoch eher einen "Exoten" dar. Übrigens würde sich auch dein P3-500 im reinen Aufnahmebetrieb die meiste Zeit langweilen.


    Gruß,
    Holger

  • Hi Schubsi,


    um Dir evtl. noch ein paar "schubse" in die richtige Richtung zu geben:


    Klaro, der vdr läuft wunderbar auf einem reinen "text-Server". Bei mir im Keller steht auch ein Server (NFS, DHCP, IMAP, POP3, CUPS,....), der zusätzlich mittlerweile 3 DVB-Budgetkarten bedient. VDR nimmt je nach Bedarf auf, streamt Radio ins Wohnzimmer oder exportiert Aufnahmeverzeichnisse (zeitgesteuert) auf die Kid-PCs.


    Als Web-Interface kannst Du Dich zwischen vdr-admin oder xxv austoben. Ich habe vdradmin am Start, soll aber keine "Vorverurteilung" sein. Zusätzlich ein paar Suchbegriffe in EPG-Search eingetütelt und die Büchse nimmt alle Dr. House Folgen, Model und Schnüffler Folgen auf und was weiss ich noch...


    X11? Nope, warum auch. Wenn Du ein bisschen suchst nach "headless Server" o.ä. solltest Du fündig werden. Oder einfach hier im Board.


    rael

  • Hallo seba...


    Quote

    Für VDR brauchst Du kein X. Installation, Bedienung etc. kannst Du alles auf der Konsole machen.


    Das ist schon mal sehr beruhigend :-)


    Gibt es für solch eine Installation / Konfiguration ein "Walk-Through"? Die gängigen Anleitungen, die mir bisher über den Weg gelaufen sind, beschränkten sich auf die Anweisung: "Leg die xyz-VDR-Distri-CD in Dein Laufwerk und folge den Anweisungen!"


    Bezüglich meines "neuen" Servers habe ich mir vorgenommen, ganz doll mutig zu sein und die testing-Variante zu wählen, wobei ich bisher immer auf "stable" gesetzt habe. Könnte ich wegen "unstable/testing" böse Überraschungen bezüglich Stabilität erleben?



    -==[Schubsi]==-

    WoZi-VDR: yaVDR 0.4 out-of-the-box, Asus M4N78-Pro, AMD 4450e, 2GB, 60GB-SSD, 500GB 2,5", 3x KNC-one-Clone (DVB-C), HDMI->Plasma-TV (Panansonic)

  • Hallo Holger


    (Da die vielen Zitatfenster das Posting etwas verunstalten, wähle ich mal eine andere Art des Quoting)


    Eben! Allerdings hättest du auch genausogut sagen können: "wozu auch, ist ja ein VDR". ;)


    Sehr treffende Portierung des Zitats :-)


    Die bisher gelesenen Antworten machen mir Mut, allerdings weise ich nochmal deutlich auf meinen "Anfängerstatus" hin. Ich gebe mir zwar ausgesprochen Mühe, nicht auf die Mausschubser-Ebene abzurutschen, muss aber immer wieder feststellen, dass ich bei verschiedenen Problemen auf fremde Hilfe bzw. richtungsbezogene Hinweise angewiesen bin. Insofern ist meine Intuition, X-Windows nicht zu installieren eher das Mittel zum Zweck, meine grauen Zellen etwas in Anspruch zu nehmen, nach dem Motto: "Das muss auch gehen, ohne mit der Maus auf den "Install-Boutton" zu klicken"...


    Du hast dich da irgendwie verwirren lassen. Die ursprüngliche und immernoch "normale" Variante des VDR basiert auf einem Fenstermanagerlosen Linux.


    Mir machte Sorgen, dass ich dort auch keinen TV anschließen kann, um zu sehen, ob das gute Stück nach einer Softwareinstallation auch irgendwie das macht, was es eigentlich soll. Bei einem solchen "Blindflug" stelle ich es mir schwierig vor, auf die Fehlersuche zu gehen.


    Übrigens würde sich auch dein P3-500 im reinen Aufnahmebetrieb die meiste Zeit langweilen.


    Naja, nach der Umrüstung auf Gigabit-Netzwerk (mit Realtek 8169) erreicht mein kleiner (passiv gekühlter) P3 doch seine Grenzen. Die CPU-Last geht beim Datentransfer (20 MB/s) auf meinen Win-PC laut 'top' auf 98,9%, da wollte ich mir unbedingt Leistungsreserven einbauen...


    Auf Unterstützung hoffend...


    -==[Schubsi]==-

    WoZi-VDR: yaVDR 0.4 out-of-the-box, Asus M4N78-Pro, AMD 4450e, 2GB, 60GB-SSD, 500GB 2,5", 3x KNC-one-Clone (DVB-C), HDMI->Plasma-TV (Panansonic)

  • Hallo rael


    um Dir evtl. noch ein paar "schubse" in die richtige Richtung zu geben:


    sehr treffend! ;-)


    Als Web-Interface kannst Du Dich zwischen vdr-admin oder xxv austoben.


    Das ist ein "Dienst", der dann per Apache im Netz zur Verfügung steht? Oder muss der auf einem Client laufen? Die restlichen PC im Netz sind bis auf den Fli4l (Router/WLAN-AP) Windows-Maschinen...


    [Edit]
    PS: Um den WAF in die Höhe zu treiben, beabsichtige ich, im Bereich Wohnzimmer das von M. Panczyk gepflegte MTPCenter über das Pinnacle ShowCenter SC200 bereit zu stellen. Laut Feature-Liste sollte es möglich sein, auch die Timerliste zu füttern und zu pflegen...



    Tschü...


    -==[Schubsi]==-

    WoZi-VDR: yaVDR 0.4 out-of-the-box, Asus M4N78-Pro, AMD 4450e, 2GB, 60GB-SSD, 500GB 2,5", 3x KNC-one-Clone (DVB-C), HDMI->Plasma-TV (Panansonic)

    The post was edited 3 times, last by schubsi ().

  • Quote

    Original von schubsi
    Als Web-Interface kannst Du Dich zwischen vdr-admin oder xxv austoben.


    Das ist ein "Dienst", der dann per Apache im Netz zur Verfügung steht? Oder muss der auf einem Client laufen?


    Stellen jeweils einen eigenen kleinen Webserver zur Verfügung, ausser viel Perl Krams und bei xxv ein mysql Server brauchen die beiden nix zusätzliches (ok, vdr noch).
    Läuft am besten am selben Rechner wie vdr.


    Aber das könntest eh alles selber nachlesen, www.vdr-wiki.de existiert.

  • Hallo!


    Quote

    Original von schubsi
    Gibt es für solch eine Installation / Konfiguration ein "Walk-Through"?


    Also ich habe auch einen VDR auf einem normalen Debian Etch laufen, ist eigentlich kein großes Problem. Ich würde dir aber empfehlen, den VDR aus einem Debian-Paket (also entweder aus dem 'normalen' Repository oder von eTobi) zu installieren, da ist alles gleich so integriert, dass es gut passt.
    Ansonsten ist der Ablauf einer solchen Installation recht simpel: Debian Netinstall CD rein, wie gewohnt installieren und konfigurieren. Wenn dann das Basissystem ohne VDR erstmal so läuft, wie man sich das vorstellt (Netzwerk, Lirc, hdparm, usw.), schaut man mal ins dmesg, ob die DVB-Treiber korrekt geladen wurden. In meinem Fall mit einem relativ aktuellem Kernel war es z.B. nicht nötig, die Treiber selbst zu bauen. Könnte bei dir evtl. anders sein, wenn die Unterstützung neu ist. Siehe dazu hier.
    Wenn das soweit feritg ist, kann man mit w_scan Kanäle suchen und die entsprechende Konfigurationsdatei erzeugen. Dann aptitude install vdr. In /usr/share/doc/vdr finden sich nun viele interessante Readmes, die die weitere Konfiguration des VDR im Allgemeinen und des Debian-Paketes im Speziellen erläutern.
    Den VDRAdmin habe ich mir händisch aus der Experimental-Distribution geholt, funktioniert wunderbar.


    Ansonsten hält das Wiki eigentlich für alle Fragen eine Antwort bereit, einfach mal ein bisschen suchen.


    Quote

    Original von schubsi
    Bezüglich meines "neuen" Servers habe ich mir vorgenommen, ganz doll mutig zu sein und die testing-Variante zu wählen, wobei ich bisher immer auf "stable" gesetzt habe. Könnte ich wegen "unstable/testing" böse Überraschungen bezüglich Stabilität erleben?


    Etch ist ja seit neuestem Stable, also brauchst du gar nicht sooo mutig zu sein... Ich habe absolut keinerlei Stabilitätsprobleme. Hatte ich aber generell seit ich Linux verwende noch nie... ;)


    MfG Stefam

  • Moin Schubsi,


    Quote

    Original von schubsi
    [Edit]
    PS: Um den WAF in die Höhe zu treiben, beabsichtige ich, im Bereich Wohnzimmer das von M. Panczyk gepflegte MTPCenter über das Pinnacle ShowCenter SC200 bereit zu stellen. Laut Feature-Liste sollte es möglich sein, auch die Timerliste zu füttern und zu pflegen...


    Ist die Hardware schon da? Ansonsten würde ich mir die Anschaffung noch mal überlegen. Das Showcenter ist aus meiner Sicht völlig zu unrecht hochgejubelt worden. Ich habe hier noch ein Showcenter 1000, den Vorgänger mit IIRC besserer MTPCenter-Unterstützung. Das sehr hakelige Handling und die doch recht langen Umschaltzeiten haben mich in keinster Weise überzeugt. Gerade das vor allem bei Frauen sehr beliebte "Durchzappen" der Kanäle wird damit zur Tortur. Das Ding hat die Testphase jedenfalls nicht bestanden; einen "WAF" mußte ich dafür nicht mal bemühen.


    Den Wohnzimmerclient würde ich an deiner Stelle erstmal hintenan stellen. Du wärst nicht der Erste, der während der VDR-Testphase an der "besseren Hälfte" scheitert. ;)


    Gruß,
    Holger

  • Moin HolgerR


    Ist die Hardware schon da? Ansonsten würde ich mir die Anschaffung noch mal überlegen. Das Showcenter...


    Jau, das SC200 hab ich schon, und bin von dessen Mediaplayer Möglichkeiten doch angetan. Als Vergleich habe ich einen KiSS DP-558 mit nur rudimentären MP3, AVI und MPEG-Funktionalitäten...


    Den Wohnzimmerclient würde ich an deiner Stelle erstmal hintenan stellen.


    Ich habe an der Installation / Inbetriebnahme des VDR in der Tat mächtig zu knabbern, aber da muss ich jetzt durch! Das SC200 soll dann eigentlich nur als Wiedergabegerät für die Aufzeichnungen fungieren. Der KiSS Klimperkasten läuft bei Aufnahmen nach 1,5 Stunden derart asynchron, dass man das keinem antun kann, insofern muss ne neue Lösung her...


    Gruß


    -==[Schubsi]==-

    WoZi-VDR: yaVDR 0.4 out-of-the-box, Asus M4N78-Pro, AMD 4450e, 2GB, 60GB-SSD, 500GB 2,5", 3x KNC-one-Clone (DVB-C), HDMI->Plasma-TV (Panansonic)

  • Moin,


    (ich behalte mal meine gewohnte Art des Quotens bei ;) )

    Quote

    Original von schubsi
    Jau, das SC200 hab ich schon, und bin von dessen Mediaplayer Möglichkeiten doch angetan. Als Vergleich habe ich einen KiSS DP-558 mit nur rudimentären MP3, AVI und MPEG-Funktionalitäten...


    ... das kann ich mir gut vorstellen! Ich kenne zwar nur das SC1000, aber die Hardware als solches gefällt mir auch sehr gut. Ich bin nur lediglich mit dem MTPCenter -im Vergleich zu einem PC-basierten Streaming-Client(!)- nicht zufrieden. Und dann ist es eben blöd, wenn die Bedienung bei einem von mittlerweile 3 Clients ausgerechnet im Wohnzimmer subjektiv deutlich schlechter ist. Liegt halt wie so oft im Auge des Betrachters. Ich hoffe für dich, dass du das nicht so empfindest wie ich.


    zumal das hier:

    Quote

    Das SC200 soll dann eigentlich nur als Wiedergabegerät für die Aufzeichnungen fungieren.


    das ganze noch ein wenig relativiert. Die Wiedergabe von Aufnahmen ist gefühlt etwas ganz anderes als "Live-TV". Dabei liegt normalerweise (ich erlaube mir da mal eine Verallgemeinerung) die Meßlatte deutlich niedriger. Wenn's dann mal 3-4 Sekunden dauert, bis die Aufnahme startet, fällt das nicht so in's Gewicht, wie beim "Zappen".


    Obwohl:
    Gerade das Blättern durch eine stets wachsende Aufnahmeliste habe ich beim MTPCenter als unzumutbar empfunden. Nun ja... auch da gilt natürlich das oben gesagte: Liegt alles im Auge des Betrachters...


    Gruß,
    Holger

  • Hallo VDR-Fans...


    Ich habs nicht leicht, sach ich Euch:


    PC runderneuert: Celeron D 3.33 GHz, 1 GB RAM, läuft super.


    debian Upgrade auf status "etch" auch problemlos über die Bühne bekommen. PHP4 nochmal manuell angefasst und nach PHP5 erneuert, auch schön.


    Hauppauge WinTV Nova-T löwt nicht wirklich toll!


    Kernel 2.6.18-4-686 unterstützt und findet die Karte.
    VDR-1.4.4 von debian-etch ist zwar toll, aber ich habe es nicht hinbekommen, das streamdev-plugin zu kompilieren.
    VDR-tobi sourcen hinzugefügt, den dort verfügbaren VDR-1.4.6 installiert samt mitgeliefertem streamdev, funktioniert erstmal im Ansatz, allerdings nur für eine gewisse Zeit (ca. 15-30min), danach stellt streamdev den "Sendebetrieb" ein. Ich konnte sogar ganz kurz WDR Köln auf dem SC200 sehen...


    Mutig gewesen: Kernel 2.6.20.6 gesaugt, ge'make't, geht nicht (kernel panik, toll), auf den Trick mit mkinitrd muss man erstmal kommen, bis man danach in irgendwelchen Foren/Wiki suchen kann :-(


    Kernel dann doch noch zum Laufen bekommen, Nova-T erkannt (wie bei der vorigen Kernel-Version auch), aber VDR findet nun kein DVB-Device...


    Nerven verloren, Karte raus, rein in den Windows-PC (XP), läuft einwandfrei, musste zwar ein bissl mit der Stab-Antenne jonglieren... Auf 19 Kanälen mit 100% Signalstärke...


    Sind die Treiber unter Linux noch so wackelig oder habe ich einfach nur Pech? Oder sind das die Effekte, die man bei schlechtem Signal erlebt? W_SCAN (Danke! war ein guter Tipp) hat ja schließlich was gefunden, leider hat man an der puren Linux-Konsole keine Chance, den Pegel irgendwie abzulesen, um die Ant. vielleicht besser zu positionieren...


    Das ganze hat mich jetzt 2 Tage vor dem Klimperkasten gekostet, und es ist nicht wirklich viel dabei rausgekommen, außer der Erkenntnis, dass man bei Linux - so man sich rantraut - ziemlich doof und alleine dasteht. Ja, ich weiß, steht auch alles in irgend einem Wiki (tm)


    Ich lass das jetzt mal 2 Tage liegen und mach dann nochmal nen neuen Anlauf, mit nem vielleicht besseren Plätzchen für die Antenne. Wofür ein Windows PC doch manchmal gut sein kann, gell...


    Abgekämpft, entnervt und niedergeschlagen...


    -==[Schubsi]==-

    WoZi-VDR: yaVDR 0.4 out-of-the-box, Asus M4N78-Pro, AMD 4450e, 2GB, 60GB-SSD, 500GB 2,5", 3x KNC-one-Clone (DVB-C), HDMI->Plasma-TV (Panansonic)

    The post was edited 1 time, last by schubsi ().

  • Heb gerade per Zufall diesen Thread gesehen und will dann doch mal 2 Dinge klarstellen.


    1. Live TV mit dem Showcenter ist gewöhnungsbedürftig, da stimme ich Holger zu. geht aber nicht anders da das Showcenter echt recht grossen internen Buffer hat und bei Live TV muss man halt sammeln bis genügend Daten da sind. beim Showcenter 200 sind die Wartezeiten zwischen 10 und 20 Sekunden (je nach Bitrate des Senders), beim Sgowcenter 1000 4-5 Sekunden.


    2. Live Radio und Shoutcast Radio startet beim Showcenter 200 nach ca. 3 Sekunden, beim Showcenter 1000 dauert es hier dann zwischen 10 und 20 Sekunden.


    2. Aufnahmen und alles andere starten natürlich onhne Wartezeit. Da im MTPCenter 2.0 die Aufnahmen auch über eine Datenbank verwaltet werden sind Wartezeiten beim Scollen nahezu nicht vorhanden.

  • Hallo Matthias,


    ich kann gut verstehen, dass du dich bzw. dein "Baby" leicht angegriffen gefühlt hast hast. Sorry, falls ich mich etwas zu scharf ausgedrückt habe. Vielen Dank für die Klarstellung, vielleicht sollte ich da auch noch mal etwas verdeutlichen:


    Wenn ich so etwas schreibe wie "unzumutbar", dann meine ich damit nicht für mich selbst, sondern für die anderen "Konsumenten" des Haushalts-VDR (in meinem Fall meine Freundin). Das Akronym "WAF" wird gerade hier im Board ja bis zur Schmerzgrenze verwendet, was einem aber auch zeigt, wie wichtig die Akzeptanz der lieben Mitmenschen dann eben doch ist.


    Das MTPCenter kann natürlich nichts für die von dir bestätigten langen Umschaltzeiten, aber kümmert das jemanden, dem man die Dbox gegen ein Showcenter getauscht hat, wenn er/sie einfach nur fernsehen will? Selbst erweiterte Funktionsvielfalt gerät da schnell ins Hintertreffen.


    Das "Scrollen" in den Aufnahmen mag ja an sich ohne Verzögerung geschehen, aber ich(wir) sind es gewohnt, dass man mal eben per "Rechts"-Taste der Fernbedienung ruck-zuck dort ist, wo man hin will. Das habe ich mit dem MTPCenter leider nicht hinbekommen.


    Ich wollte eigentlich nur ein wenig vor überhöhten Erwartungen warnen. Das Showcenter wird hier hin und wieder als "vollwertiger Ersatz" für einen PC-basierten Client bezeichnet. Das kann ich mit einem leichten Stirnrunzeln noch so hinnehmen. Wenn es jetzt aber so weit geht, dass man der Meinung ist, es wäre der "bessere" Client, dann sind doch ein paar Warnungen durchaus angebracht.


    Dank MTPCenter ist aus dem Pinnacle Showcenter ein schicker, lautloser und schnell "bootender" VDR-Client geworden; das stimmt. Absolut wohnzimmertauglich. Die Bedienung hingegen sollte man -aus meiner Sicht- aber keinem Konkurrenten in Form eines PCs aussetzen; da ist sonst Unmut vorherbestimmt. Das senkt den "WAF" dann evtl. doch deutlich, und das Argument "geht nicht anders" ist einfach keins, wie wir wohl alles wissen. Die Antwort "ging doch vorher auch" hat bestimmt jeder schon mal gehört. ;)


    Viele Grüße,
    Holger

  • Hi Holger,


    auch wenn das mein Baby sehe ich durchaus die Nachteile beim Live TV. Das SC kann auch bei mir im Wohnzimmer nur ein Zusatzgerät sein, normales TV schauen wir direkt über den DVB-T Receiver im Fernseher oder den analogen Receiver. Meine begrentzen DVB-S Resourcen sowie inkl. ein wenig Sport und Film gehen dann aber über das Showcenter da wir es so bequem in jedem Zimmer geniessen können und nur einen PC als Server benötigen.


    Für den Rest wie Aufnahmen, MP3's, Bilder, Shoutcast Radio ist das SC genial. Fotoshosw im HDTV Format bis 1018i, Filme inkl. AC3 Sound, Musik Playlisten etc möchte ich nicht mehr missen. Wenn man sich das SC oder einen vergleichbaren Client in der Bucht kauft ist das eine echt günstige Alternative.


    Also als zusätzliches Gerät ist das SC OK, egal ob nun unter dem MTPCenter oder Oyxyl oder einen anderen Software, als Fernseh Receiver ist und bleibt es gewöhnungsbedürftig.


    Ciao
    Matthias

  • Uff!


    Geschafft! Jippiiieeh!


    Der Kasten läuft! Und was soll ich Euch sagen: Die Antenne war zu schlecht...


    Im Windows Rechner funktionierte die Nova-T einwandfrei mit einem Plätzchen auf dem Schreibtisch, Position beibehalten, Karte in den Linux-PC: Nix!


    Rumgesurft, die Selbstbauantenne Marke "Berliner Modell" gefunden, nachgebaut, mit Kabelbindern an den Fenstergriff fixiert, einwandfrei! Schönes Ding! Wieso konnte die Karte im XP-Rechner irgendwas empfangen, sogar ziemlich gut, und in der debian-box nicht? Ich denke mal, die Herren Softwareentwickler bei Hauppauge (oder wer auch immer) hatten gute Erkenntnisse über die verwendeten Chips im Empfänger und konnten im Treiber ein "Trimming-Modul" zwecks Regelung des Eingangssignals verwenden ... oder irgendsowas in der Richtung, was beim Linux-Treiber nicht geht (bin kein Technik-Freak).


    Die erste Aufzeichnung hat der Kasten auch schon mit Bravour gemeistert, bin begeistert, jetzt muss ich noch in den WIKI's wühlen, um heraus zu bekommen, welche Werte in welchen Configs gesetzt werden können, um das Verhalten des VDR zu beeinflussen. Ich leg mir momentan nämlich die Karten, warum irgendein unsichtbarer Job meinen PC dauernd runterfährt...


    Wäre selbstverständlich SEHR dankbar, wenn mich jemand mit nem passenden (!) Link in die richtige Richtung schickt!


    Edit: Ok, einige Sachen habe ich schon herausgefunden...


    /etc/default/vdr

    Code
    1. ENABLED=1
    2. ENABLE_SHUTDOWN=0
    3. OPTIONS="-w 60"
    4. PLUGIN_CHECK_PATCHLEVEL="yes"
    5. VIDEO_DIR="/space4/vdr"


    ENABLE_SHUTDOWN war auf 1 gesetzt, ich hoffe das hört jetzt auf...


    In /usr/share/doc/vdr/README.debian steht leider auch nicht viel mehr drin. Und VDRadmin muss ich mir noch "ergoogeln": lifetime??? und evtl. noch andere Settings, für die ich bisher keine Doku finden konnte...


    PS: Die Aufrüstung des PC hat sich auch netzwerkmäßig gelohnt: Datentransfer vom linux-Server zum Windows-PC per FTP (Total Commander) ergab satte 54 Megabyte pro Sekunde, ja richtig gelesen und ehrlich, ich schwöre, nicht geflunkert, macht er wirklich. Hammerhart! :-)


    Schlaft schön!


    (wieder Freude ausstrahlend)


    -==[Schubsi]==-

    WoZi-VDR: yaVDR 0.4 out-of-the-box, Asus M4N78-Pro, AMD 4450e, 2GB, 60GB-SSD, 500GB 2,5", 3x KNC-one-Clone (DVB-C), HDMI->Plasma-TV (Panansonic)

  • Quote

    Originally posted by schubsi


    Die erste Aufzeichnung hat der Kasten auch schon mit Bravour gemeistert, bin begeistert, jetzt muss ich noch in den WIKI's wühlen, um heraus zu bekommen, welche Werte in welchen Configs gesetzt werden können, um das Verhalten des VDR zu beeinflussen. Ich leg mir momentan nämlich die Karten, warum irgendein unsichtbarer Job meinen PC dauernd runterfährt...


    Wäre selbstverständlich SEHR dankbar, wenn mich jemand mit nem passenden (!) Link in die richtige Richtung schickt!


    Klingt doch schon mal sehr positiv ;).


    Schau mal in der /var/lib/vdr/setup.conf nach MinUserInactivity ist der Wert >0 und es wird >Wert lang nicht auf der Fernbedienung rumgedrückt fährt die Maschine runter, im Serverbetreib natürlich unpassen bei 0 wird das komplett deaktiviert.
    Normalerweise stellt man das über den Setup Punkt im OSD Menü ein, ob Du das Menu über Streamdev bekommst weis ich leider nicht, laut Wiki sollte es gehen wenn der Client es kann, falls ja: Einstellungen -> Sonstiges -> VDR auschalten bei .. auf 0.


    Was welche der Timer/Setup/... Einstellungen genau macht ist im Wiki dokumentiert, die Zuordnung zu den entsprechenden Config Parametern ist aber leider etwas lückenhaft, wäre gut wenn Du Deine Erfahrungen dann dort Dokumentieren könntest, da muss der Nächste schon nicht danach suchen ;).


    Lifetime = Lebenszeit Erklärung: http://vdr-wiki.de/wiki/index.…h#Programmieren_der_Timer

    p5n7a-vm - debian lenny - vdr 1.7.9 - plugins: live, text2skin, epgsearch, xineliboutput cvs, streamdev-server - 2x tt s2-3200 - xine-vdpau 284 + df v9 patches - output vdr-sxfe
    p5n7a-vm - debian lenny - vdr 1.7.9 - plugins: text2skin, xineliboutput cvs, streamdev-client - xine-vdpau 284 + df v9 patches - output vdr-sxfe

    The post was edited 2 times, last by dunar ().

  • Für die Interessierten, die erstmal genauso doof vor der Konsole sitzen, wie ich:


    Problem beim "Blindflug" (siehe Thread-Thema): Keine Echtzeitdarstellung des empfangenen Programms, keine grafische Benutzeroberfläche, kein "ich-klick-auf-den-Button-Setup".


    Erster technischer Tipp von mir: femon besorgen! Siehe auch hier im Wiki :-)


    Dessen Ausgabe auf der Konsole sieht so aus


    Code
    1. debian:~# femon
    2. using '/dev/dvb/adapter0/frontend0'
    3. FE: Conexant CX22702 DVB-T (TERRESTRIAL)
    4. status 1f | signal 0038 | snr ffff | ber 00000000 | unc 00000000 | FE_HAS_LOCK
    5. status 1f | signal 0038 | snr ffff | ber 00000000 | unc 00000000 | FE_HAS_LOCK
    6. status 1f | signal 0037 | snr ffff | ber 00000000 | unc 00000000 | FE_HAS_LOCK


    Erklärung:


    Status = 1f bedeutet vermutlich "Gerät bereit und ansprechbar"
    Beim Umschalten zeigt femon kurz Status = 01, was das Gegenteil zu bedeuten scheint


    Signal = Stärke des (analogen) Empfangssignals, also wie "laut" kommt das Signal rein. Bester Wert bei mir ist 0043. Je niedriger der Wert desto schlechter, das hilft vielleicht bei der Suche nach dem idealen Standort der Antenne. Die Werte sind übrigens alle in Hex-Schreibweise, also nicht wundern, wenn da auch Buchstaben auftauchen.


    SNR = Signalrauschverhältnis, je höher der Wert (bester = FFFF) desto besser


    BER = Bit Error Rate = Fehlerrate des digitalen Datenstroms, Idealwert: 00000000 gleichbleibend, was bedeutet, das Fernsehprogramm wird fehlerfrei dargestellt. Schlechtester Wert bei mir 00001400, da kam dann gar nix mehr an, außer vielleicht Ton und ab und an ein Standbild.


    UNC = Uncorrected Blocks = nicht korrigierte Blöcke, Idealwert 00000000


    FE_HAS_LOCK = Die TV-Karte hat da "irgendwas" gefunden, was irgendwie nach Datenstrom ausschaut.


    Zwecks Testen habe ich auf der Windowsseite ein Programm namens ZAPPER verwendet. In Verbindung mit MPlayer.exe (Windows Version natürlich) gelingt es auch größtenteils, sich das TV-Bild anzuschauen (hatte teilweise erhebliche Schwierigkeiten, selbst bei gutem Empfang auf Serverseite), zum Testen reichts aber...


    Hoffe, irgendjemandem damit geholfen zu haben!


    -==[Schubsi]==-

    WoZi-VDR: yaVDR 0.4 out-of-the-box, Asus M4N78-Pro, AMD 4450e, 2GB, 60GB-SSD, 500GB 2,5", 3x KNC-one-Clone (DVB-C), HDMI->Plasma-TV (Panansonic)

    The post was edited 1 time, last by schubsi ().