Womit Aussparung für Steckverbinder etc. in Stahl schneiden?

  • Mal zu einer ganz anderen Art von beim VDR-Bau benötigter Hardware, da wir hier ja einige Profis auf diesem Gebiet unter uns haben:


    Womit schneidet Ihr denn die Aussparungen für Steckverbinder (wie auf Slotblechen, z.B. Sub-D, USB etc.) in Eure VDR-Gehäuse?


    (Jetzt sage bitte niemand: "mit meinem Industrielaser natürlich"... :rolleyes: - wobei es tatsächlich der Optik manches Systems helfen könnte, wenn man nach Art der "Frontplattenservices" entsprechend einer Scan-/Vektorvorlage günstig als Einzelstück ein Blech für mehrere Anschlüsse professionell erstellen lassen könnte und damit nur noch eine gemeinsame, größere Aussparung im Gehäuse vorsehen müsste.)


    Die kleinsten Trennscheiben für Dremel/Proxxon etc. scheinen bei 20-22 mm Durchmesser zu liegen (bzw. wo sind kleinere zu finden?), und "um die Kurve" kommt man damit prinzipbedingt nicht.


    Winzige Knabber (Nibbler) weit unter 2.5 mm Schnittbreite habe ich auch noch nicht gesehen.


    Fräsbohrer, mit denen man auch den wildesten Formen folgen könnte, sind für harte Metalle (Stahlblech!) und für so kleine Maschinen ebenfalls nicht zu finden - oder doch? :schiel

  • Mit Stanzen funktionierts auch:
    Sub-D Stanzwerkzeug

    streamdev-Server: MLD 5.5 testing, Mystique SaTiX-S2 V3 Dual + DuoFlex S2, J3160, 8GB, 60GB System,

    streamdev-Client 1: NUC6CAYH (Intel HD Graphics 500) + MLD 5.5 unstable, One For All URC 7960,

    streamdev-Client 2: RPI4, MLD 5.5 unstable, One For All URC 7960,

    Media-Server: Synology DS215j

    AV-Geräte: Hisense H65MEC5550, Dali Zensor 5 AX

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    Womit schneidet Ihr denn die Aussparungen für Steckverbinder (wie auf Slotblechen, z.B. Sub-D, USB etc.) in Eure VDR-Gehäuse


    die meisten dieser Materialien sind doch eher aus schlichtem Eisen oder allenfalls recht weichem Stahl. Da sollte es doch eigentlich keine Probleme geben?

  • @Hulk:
    ...da warst du aber zu langsam... :moin


    sparkie :
    Das Problem ist nicht das Material, sondern eher "um die Kurve schneiden"...

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    Originally posted by wayne
    sparkie :
    Das Problem ist nicht das Material, sondern eher "um die Kurve schneiden"...


    ah verstehe:)
    wenn es keine kreisrunden Aussparungen sein duerfen, mache ich die mit einer Stichsaege und einem entsprechend schmalen Saegeblatt. Der Rest wird auf Mass gefeilt. Ist akzeptabel, wenn man nicht gerade 'ne VDR-Grossserie fuer die komplette Verwandschaft fertigen muss:)

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    Originally posted by wayne
    Das Problem ist nicht das Material, sondern eher "um die Kurve schneiden"...

    Ganz genau. Die Blechlocher (zugegebenermaßen eine sehr schöne Lösung) fallen auch eher unter Profi-Equipment (na gut, nicht ganz so teuer wie der Industrielaser :whatever)... und normalerweise hat man ja eine zusammengewürfelte Kombination von notwendigen Steckverbinderformen und -aussparungen, für die man kaum jeweils spezielle Stanzwerkzeuge vorhalten kann.


    Entlang der z.B. anhand von Slotblechen vorgezeichneten Formen Bohrungen zu setzen und diese "zusammenzufeilen", ist natürlich ein gangbarer Weg - allerdings viel mühseliger, als es z.B. mit einem Fräsbohrer wäre. Dieser und wirklich kleine Trennscheiben (5-10 mm) sollten auch deutlich präziser handhabbar sein als ein Sägeblatt (mit dem ich auch schon bei einem VDR gearbeitet habe und nicht zuletzt deshalb nach eleganteren Wegen und Werkzeugen suche).

  • Moin Ten,
    also dafür würde ich zuhause immer auf Laubsäge mit ordentlichem Sägeblatt, und Feilen zurückgreifen. Und ich glaube, mit etwas Übung, es geht damit sogar schneller als mit einem Handfräser ala Dremel.


    Gruß Ulf

    Samsung UE43RU7479U, Antec Fusion Black, Prime A320m-k, Athlon 200GE, Geforce GT 1030, [ DVB-C oder] DVB-T2

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    Originally posted by TEN
    Fräsbohrer, mit denen man auch den wildesten Formen folgen könnte, [...] für harte Metalle (Stahlblech!) und für so kleine Maschinen :schiel

    ... gibt's offenbar doch: Proxxon RM 28759 & 28752.
    Wie sie sich in der Praxis bewähren, kann ich leider noch nicht sagen, da sie wohl kein gängiger Bau- oder Elektromarkt führt.

  • Ich arbeite da mit allem, was der Werkzeugkasten hergibt.


    Für etwas Sub-D ähnliches: Löcher für die Schrauben einfach bohren. Aber möglichst erst zum Schluss, falls der Sub-D Ausschnitt doch hinterher einen Millimeter weiter links ist. ;)
    Die Enden des Steckerausschnitt erst mal bohren und dann eckig feilen. Um die geraden Kanten zu 'sägen': Dremel mit dünner Schleifscheibe. Größere Strecken durch dickeres Material sind dann aber per Säge leichter, vorausgesetzt, das Gehäuse lässt das Ansetzen einer Säge zu. Für die letzte Kante auch gut: Vorne und hinten nur eine leichte Linie anschleifen und dann mehrfach hin und her knicken - bricht super präzise ab. Nachbearbeiten bis zum 'Endmaß' per Feile.


    Und immer daran denken: Nach der Metallarbeit alles gründlich und penibel von Metallspänen reinigen!


    Gruß,


    Udo