Festplatte - Motorschaden - Reparatur

  • Tach zusammen!


    Es ist passiert, der Supergau für Trottel wie mich (Zitat "Dasi iss doch was für Weicheier")... meine VDR Zweitplatte (Fujitsu 2,5'') mit jeder Menge (einzigartiger) wichtiger Daten drauf hat den Geist aufgegeben! Und das ohne jegliche Vorwarnung :schiel also auffällige Geräusche, Dateisystemfehler, oder sonstwas! Das Mistding rührt sich einfach nicht mehr, kein Mucks, Bios erkennt auch nüscht mehr... Ich tippe mal auf nen Motor- oder Steuerplatinenschaden, und habe in einigen Foren gelesen das sowas auch ohne prof. (sauteuren) Datenrettungsdienst reparabel ist! Kann da jemand was aus Erfahrung zu sagen?? Bitte keine gutgemeinten Ratschläge von wegen selber doof, hättste doch... ich könnt mich ja selber Ohrfeigen :wand


    so long,CLS

    Asus H170 PRO GAMING, Intel Core i7-6700T, 16GB RAM, GeForce GTX 1050 2GB, Samsung SSD 860 EVO 1TB SSD + 3TB WD Red, Mystique SaTiX-S2 Dual, Archlinux -> VDR4Arch


    "Freunde sind Menschen, die dich mögen obwohl sie dich kennen"

  • Hi !


    Ich kanns mir nicht nehmen lassen :


    gut gemeinter Ratschlag : Backups machen ! :lol2


    So, jetzt im Ernst :


    Ich mach auch keine Backups ....


    Falls du die Steuerplatine von einer baugleichen Festplatte hast, kannst du diese meist tauschen --> Ebay ....


    Den Motor kannst du meines erachtens nur im staubfreien Raum tauschen, also selber schon mal gar nicht.


    Viel Glück,


    Krösi

    Silverstone C16M -- AMD ATHLON XP 2000 -- Elitegroup K7S5A -- 256 MB DDR -- 450GB
    Hauppauge Nexus DVB-s, Nova DVB-t, PVR 150 -- Gentoo 2.6.24 -- DVD-Laufwerk

  • Quote

    Original von kroesi
    gut gemeinter Ratschlag : Backups machen ! :lol2
    Ich mach auch keine Backups ....


    Nein, Backups seiner Videoaufnahmen macht hier wohl keiner. Sprengt auch jegliches Verhaeltnis. Aaaaaber: Ein RAID haette hier geholfen! :gap


    Quote

    Falls du die Steuerplatine von einer baugleichen Festplatte hast, kannst du diese meist tauschen --> Ebay ....


    Das hatte ich auch schon mal probiert- hat leider auch nicht geholfen. Danach ging auch die andere Platte nicht mehr :computertod



    Was manchmal WIRKLICH hilft, ist die Platte min. 24h in Kuehlschrank, alternativ Gefrierschrank zu legen und dann schnell einbauen und starten. Dann reicht die Zeit, um die wichtigsten Daten zu retten.


    Probier's aus, kannst ja nix falsch machen ;)

    Glotze: yaVDR (ASRock Q1900M, 4GB RAM, DD Cine S2 V6.5, ZOTAC GT630 (Rev. 2)
    Server: HP ProLiant MicroServer G8, VMware ESXi 5.5 :P

  • Quote

    Original von knebb
    Was manchmal WIRKLICH hilft, ist die Platte min. 24h in Kuehlschrank, alternativ Gefrierschrank zu legen und dann schnell einbauen und starten. Dann reicht die Zeit, um die wichtigsten Daten zu retten.


    Evtl. ist es noch hilfreich, die Platte während des Kopiervorganges auf ein eiskaltes Gelpad oder einen Kühlakku zu legen.

    VDR-User #992
    Server: Asrock N3700-ITX mit Cine S2 6.5 headless
    System: Ubuntu 18.04.01 LTS
    VDR: VDR 2.2.0 mit epgsearch, live, vnsiserver
    Client: Raspberry Pi v3 mit LibreElec

  • Erstmal danke Jungs für die Tips, besonders den mit dem "Backups machen" :rolleyes:


    Das mit der Steuerplatine könnte evtl. helfen,aber knebb's Aussage macht mir ja nicht grad Mut... mein "genialer" Plan war ne 2te Platte holen, die Platine umbauen, Daten sichern, alles zurückbauen und anschliessend die alte Platte umtauschen :unsch Dann hätt ich lediglich anschliessend ne Platte mehr... aber was solls,optimal für zukünftige Dasi oder aber Raid :D "worst case" iss natürlich anschliessend 2 defekte Platten zu haben :angst


    Von der Kühl-,Gefriermethode hab ich schon gehört,soll tatsächlich schon geholfen haben!!Denke aber wird in meinem Fall,nix nutzen...bin mir zu 99% sicher das die Platine "durch" ist...


    so long,CLS

    Asus H170 PRO GAMING, Intel Core i7-6700T, 16GB RAM, GeForce GTX 1050 2GB, Samsung SSD 860 EVO 1TB SSD + 3TB WD Red, Mystique SaTiX-S2 Dual, Archlinux -> VDR4Arch


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  • Mist, hab grad ne Antwort vom Fujitsu-Support bekommen:



    Stimmt das was der gute Mann da behauptet,von wg. das ein Platinenaustausch selbst bei identischem Modell nicht möglich ist wg. "Informationen bzgl. Festplatteneigenschaft..." oder will der mich nur "abwimmeln" :schiel Ist übrigends ne 120 GB 2,5'' Platte, Model MHV2120AH!


    so long,CLS

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  • Hallo!


    Könnte schon sein das irgendwelche Daten "LW Spezifisch drauf sind". Hab selber eine Samsung HD160JJ defekt gehabt. Hab dann von der gleichen die Elektronik umgebaut (da die durch Blitz defekt war). Hab die Daten dann ohne Probleme kopieren können. Hab die "reparierte" dann a Woche in dem PC gehabt hat problemlos funktioniert. Dannach hab ich die "neue" Elektronik auf die "neue" Platte wider drauf gebaut, funktioniert auch. Was die Daten auf der Platine angeht, denk da werden vielleicht die defekten blocks oder so was ähnliches drauf stehen ?


    Wann ide Daten wichtig sind, probiere es mal mit dem Platinen tausch, bei mir hat es ohne Probleme funktioniert.


    lg
    lattensepp

    VDR: Intel DH77EB, i3-2125, 8 GB RAM, Debian Wheezy, Microsoft MCE Remote, Silverstone LC20 Black
    REST: Infocus IN8601 1920x1080 Projektor, Denon AVC-A1XVA, DENON DVD-A1XVA, 2x "AUDIMAX" Selbstbau, 4x Magnat Dipol 5, 1x Magnat Center 5, 1x "the bigONE" Woofer, Leinwand Möbelplatte 240x180cm...!

  • Quote

    Original von cooljay032
    Stimmt das was der gute Mann da behauptet,von wg. das ein Platinenaustausch selbst bei identischem Modell nicht möglich ist wg. "Informationen bzgl. Festplatteneigenschaft..." oder will der mich nur "abwimmeln" :schiel Ist übrigends ne 120 GB 2,5'' Platte, Model MHV2120AH!


    so long,CLS


    möglich wäre es schon , denn zu den 120 GB Nutzdaten kommen noch etliche Service Sektoren die nicht ohne weiteres erreichbar sind. Dort könnte so einiges abgelegt sein. Aber CBL bsw. als Datenretter würde auch so vorgehen (Platine tauschen), siehe HIER


    Die müßten eigentlich objektiv wissen was möglich ist, aber ob sie es Dir verraten?


    Gruß Fr@nk

  • Nur noch eine Anmerkung:


    wenn die Platte nochmal gehen sollte (durch Platinentausch, Gefrierschrank, Vorschlaghammer, was auch immer) zieh gleich ein Image von der Platte (mit Acronis oder Ghost) und versuche nicht irgendwelche Kopieraktionen zu starten.


    MfG Deus

  • OK Männer,die letzten Beiträge haben mir doch wieder Mut gemacht!Werde morgen meinen Händler konsultieren,und versuchen dem ne Austauschplatte ausn Rippen zu leiern...natürlich ohne die defekte abzugeben iss klar...der wird bestimmt Augen machen :wow Wenn der partout nicht will muss ich mir halt erstmal ne neue holen!Und dann wird die verfluchte Platine getauscht :mua


    Ich halte euch aufm Laufenden...so long,CLS

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  • ...dann moecht ich dich gleich wieder entmutigen. LOL


    Naja, sry. Ich bin ja nicht so der Profi, aber meines Wissens nach funktioniert der Controller auf der Festplatte tatsaechlich so, das er im Falle eines unlesbaren Sektors (selbst schon beim Formatieren) diesen Speichert und ihm dieser "Adresse" dann einen anderen zuweist.


    Was dann heissen wuerde das diese Geschichte im Controller, bzw. von der Firmware irgendwie gespeichert wird. Spezielle SMART-Capable-Devices sollte dies betreffen.


    Eine neue Platine waere aber noch "Jungfraeulich" und genauer sogar "unerfahren" was die Struktur der alten Platte angeht.


    Also wuerde ich mal zum Fachmann gehen und in dieser Richtung nachhaken bevor du noch mehr kaputt machst.


    Deshalb nur aus wager Kenntnis heraus kurz zur Vorsicht ermahnt. <- muss manchmal sein



    cheers
    chab


    edit: Jo, und er Link von lola iss mal ziemlich interessant. 800+ EUR fuer so ne Rettung, da ueberlegt man sich schon ob man sich n Raid zulegt.

    [falls ich mich in diesen Ausfuehrungen irre, moechte ich um nachsichtige Unterstuetzung bei der Korrektur gebeten haben]

    The post was edited 2 times, last by chabayo ().

  • das was da beschrieben wird das die platte kaputte sektoren ersetzt und die neue platine nich weiß stimmt nur teilweise
    1. diese daten werden teilweise auch auf der platte abgelegt (mehrfach redundant)
    2. das wesentlich größere problem ist es dass du nicht nur die selbe platine brauchst sondern auch selbe hardware revision teilweise sogar selbe produktionswoche weil manche bauteile zwischenzeitlich erstetzt werden

  • Das größer Problem wir eher das du eventuell die Motortreiber der neuen Platiene hochjagst wenn wirklich der Motor (Wicklung) im Eimer ist.


    Wenn du die Platiene runter hast, schau nach sichtbaren Defekten und versuch die Wicklung mit nem
    Ohmmeter auf Kurzschlüsse und Unterbrechungen zu prüfen (ev. parallel dazu an der neuen messen).


    Nach dem Umbau nur kurz Saft drauf, und die Finger auf dem Stecker lassen.
    Wenn die Platte nicht sofort hochdreht, sofort abschalten.



    Viel Glück.




    Lars

  • So ihr Leut,
    heute hab ich nach endloser Warterei endlich die neue "Ersatzteil"-Platte bekommen!WIe geplant hab ich dann die Steuerplatine getauscht,leider nur mit mäßigem Erfolg!Die defekt Platte läuft zwar endlich wieder an,wird aber Biostechnisch nicht erkannt ;( (zum Glück hats der neuen Platine/Platte nicht geschadet!!)
    Damit steht für mich nu eigentlich fest das die Steuerplatine,wie schon vermutet im A... ist!Nur liegen die beiden Platten wohl bauzeit- und damit auch "revisionstechnisch" einfach zu weit auseinander (exakt 1 Jahr)!
    Tja, wat nu :schiel Hat jemand noch nen Tip,kann mir jemand die Steuerplatine reparieren :D Ne im Ernst,denke die einzige (klitzekleine) Chance die mir noch bleibt, ist es ne auch "bauzeittechnisch" nahezu identische Gebrauchte zu organisieren und dann das Ganze nochmal zu probieren!?!
    Bin aber für ALLE weiteren Tips dankbar :]


    so long,CLS

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  • falls oszi zur hand die treiberstufe des spindelmotors testen.
    gibt es noch pwm-impulse vom controller ist eine reperatur u.u. möglich.
    ansonnsten hilft nur möglichst viele bauartähnliche platten zu beschaffen,testen und auf glück hoffen.
    egay wäre da eine gute quelle.
    nach abgeschlossener mission kann man die teile gleich wieder an andere hilfesuchende weiterversteigern.

  • Quote

    Originally posted by cooljay032
    Die defekt Platte läuft zwar endlich wieder an,wird aber Biostechnisch nicht erkannt


    cooljay032
    Hallo, mit hoher Wahrscheinlichkeit Kopfverstärker defekt, der sitzt IN der Platte. Oder ein ganz ordinärer mechanischer Schaden. Versuch weitere Platinen, wenn Du magst, aber erhoffe Dir nicht zuviel.



    Mal ein wenig aus der Praxis:


    EDIT
    Für die, die es nicht wissen, nur zum Verständnis: Absolut jede Platte hat ab Werk defekte Sektoren, einige hundert sind ganz normal. Die stehen in der primären Defektliste und werden nie wieder vom Controller angefasst.
    /EDIT


    - Daten auf der Platine: Stimmt nur zum Teil. Üblich sind eine rudimentäre Firmware (sowas wie ein Bootloader, sofern nicht in Hardware gegossen) zum Initialisieren des Controllers und ein Teil der primären Defektliste. Die Defektliste erstreckt sich dabei meist nur auf den Firmwarebereich des Mediums. Früher externe E(E)PROMs buw. Flashs, heute meist EEPROM/Flash im Controller.


    - Der Rest, nämlich die eigentliche Firmware und die Defektlisten, liegen auf den Medien in für den Host unerreichbaren Bereichen und werden nach dem Init vom der "Minifirmware" geladen.


    Zu den klassischen Fehlerbildern:


    1) Platte läuft gar nicht an
    Sind oft defekte Motortreiber, selten mal die Motoren selber. Andere Elektronikschäden nicht ausgeschlossen, aber nicht sooo häufig anzutreffen.


    2) Platte läuft an (Motor), wird aber vom BIOS nicht gefunden und/oder reagiert nicht auf Befehle vom Host; ggf. sich wiederholendes Klack-Klack (Parken/Entparken/Refeferenzposition finden) und/oder mehrfache Spinup-Versuche, oft gefolgt von einem Spindown nach x Versuchen


    Oft defekte Kopfverstärker oder schlechte Verbindung zum Kopfverstärker. Ersteres entweder richtig "kaputt" oder defekte Lötstellen, die ICs sitzen meist auf einem Flexprint zum Kopfarm. Schlechte Verbindungen meist durch nachlassende Druckverbindungen zwischen Kontaktpads im Gehäuse und PCB (Hallo DTLA ;) ) oder nachlassende Flexverbinder (gerne gesehen z.B. bei den älteren Quantum Fireball).


    Mögliche mechanische Schäden kommen natürlich noch dazu, z.B. defekte Köpfe, Medium beschädigt etc. pp.


    Im Fall 1 kann ein Platinentausch helfen, wenn:
    - die Platte mechanisch grundsätzlich i.O. ist
    - die Medien im o.g. Firmwarebereich OK sind
    - die Minifirmware die auf den Medien liegende Firmware und Defektlisten laden kann und *will*. Gerade bei letzterem sieht es in den letzten zwei bis drei Jahren ziemlich duster aus :(


    Fall 2 wird in Bastlerkreisen oft fälschlicherweise als defekter Motor "diagnostiziert". Ist meistens falsch. Hier muss man die Startsequenz beachten (grob dargestellt): Bootloader->Spinup->Köpfe entparken->Firmware lesen. Schlägt letzteres fehl, kommt es zu o.g. Effekten (Klacks, Spinups etc.). Manch eine Platte verharrt aber auch einfach in ihrem Status, d.h. Motor dreht, sonst passiert nix mehr. Übrigens auch eine typische Fehldiagnose bei CD- und DVD-Playern: Dreht nicht oder nur manchmal -> Spindelmotor kaputt trifft nur in ca. 10% der Fälle zu, weil die Reihenfolge nicht beachtet wird ;)



    Abschliessend mal ein Aufruf in die Runde: Hört doch BITTE mal mit diesem unsäglich Eisfach-Böldsinn auf. Das scheint in Bastlerkreisen zum ultimativen Tipp geworden zu sein, hatte aber nur in 1,5 Fällen seine Berechtigung:


    - Bei einer Serie Fujitsu MGPs, dort hat ein defekter Cirrus-Logic Controller ab einer bestimmten Betriebstemperatur die Daten verstümmelt. Die Temperaturschwelle sank mit der Gesamtbetriebszeit der Platte, daher konnte Kühlen tatsächlich helfen. Währen einer letzten Kopie regelmäßige Schüsse Kältespray auf den Controller reichte aber auch ;)


    - Bei den DTLAs. Eigentlich nicht auch wirklich, aber man kann's auch umständlich machen.


    Ansonsten schadet dieser ganze Eisfach-Quatsch mehr als er hilft. Viele (Alu-)Medien sind mit einem schützenden, leicht öligen Film überzogen. Das Zeug geht bei zu heftigen Minusgraden kaputt, löst sich dann bei Normaltemperatur stellenweise von den Plattern und bleibt am Kopf kleben. Gibt entweder schöne Bremsspuren oder "stichin' heads" nach drei Wochen Urlaub.


    Joech

  • interessanter beitrag joech.
    danke für die mühe und die infos!


    das die bootloader im eeprom so unterschiedliche einsprungadressen haben ist sicher kein zufall.
    ein standardteil würde es ja eigendlich auch tun aber naja.


    besitzen eigendlich die controller der heutigen hds hardewareprüfroutinen welche man als techniker zwecks diagnose aktivieren kann oder geht die diagnose nur per software über das interface+erfahrung?

  • Ich würde bei ebay nach _exakt_ der selben Platte suchen und von der die Elektronik an die Defekte bauen.
    Das hat bei mir vor zwei Jahren einwandfrei funktioniert nachdem die Elektronik der ersten Platte wegen einem Netzteilschaden abrauchte.
    Ich musste allerdings drei Platten kaufen bis ich endlich die passende Elektronik hatte. Unglaublich wie oft die Hersteller da was dran ändern.

  • Hallo,


    naja, der Zufall ist er "das geht nicht anders". Mal vereinfacht: Platte a & b vorhanden, a ist defekt, soll mit Platine von b repariert werden. Platine b kennt primäre defekte Sektoren E/G/I, sucht dort also keine Firmware. Platte a hatte aber defekte Sektoren F/H/J, die Firmware lag also in E/G/I, wo Platine b aber nicht hinschaut... Ergebnis: Platte läuft an, kann aber ihre Firmware nicht laden, wird sich also beim Host nie melden können.


    Heute viel üblicher ist aber signierte bzw. verschlüsselte Firmware, die ein Fremdcontroller einfach nicht laden will. Moderne Platten haben alle Intelligenz im Controller, was da von der Mechanik kommt, ist bestenfalls gut geraten und muß aufwendig richtig gerechnet werden. Schaut man sich aktuelle Transferraten an, kann man sich ausmalen, *wieviel* Intelligenz da drin steckt. Ausserdem kann bei entsprechend chaotischer Organisation die Datenrettung durch externe Betriebe zu verhindern suchen, um dann einen eigenen Datenrettungsdienst anzubieten (Hallo Seagate ;).


    Prüfroutinen sind zum Teil vorhanden, allerdings kaum mehr, als z.B. Smart zur Verfügung stellt. Echte Kontrolle geht nur über externe Software/Interfaces. Die Initialisierung eines neuen Laufwerkes gehts meist sogar nur mit externen Mechanik. Sieht man gut an Platten, die seitlich neben dem Plattenstapel ein nachträglich abgeklebtes Loch im Gehäuse haben. Die werden umgangssprachlich beim Init "entjungfert", weil da ein externen Kopfarm in die Platte fährt ;)


    Ist natürlich alles extrem Herstellerabhängig, nicht zwingend immer alles zutreffend und kann sich von Generation zu Generation ändern.


    Gute Nacht
    Joech

  • Quote

    Originally posted by 924-Ralf
    Ich musste allerdings drei Platten kaufen bis ich endlich die passende Elektronik hatte. Unglaublich wie oft die Hersteller da was dran ändern.


    Wahrscheinlich das oben erklärte Problem: Abweichende primäre, controllereigene Defektliste.


    Joech