Laptop-Anfänger-Fragen

  • Hallo erstmal,


    ich hoffe, das Thema wurde noch nicht ausführlich diskutiert. Falls ich es bei meiner Suche übersehen habe, entschuldige ich mich schon mal vorsorglich...


    Ich habe hier einen älteren Laptop (Medion MD-9580F) rumstehen, dessen Bildschirm gerade ausgefallen ist. Da der Rest (1GHz Prozessor, 256 MB Ram, 20 GB Platte) noch läuft, habe ich mir überlegt, ihn als Festplatten-Videorekorder, Fernsehempfäger, MP3-Spieler und was mir sonst noch so einfällt im Wohnzimmer laufen zu lassen. Vorteil liegt auf der Hand, denke ich: relativ klein, sieht besser aus als ein Desktopgehäuse und ist auch leiser.


    Fernseher ist ein stinknormaler alter Röhrenfernseher, seit etwa 7 Jahren im Einsatz und läuft noch.


    Jetzt die Frage an die Profis - Euch:


    Was brauche ich dafür?


    zwei DVB-T-PCMCIA-Karten (um gleichzeitig Fernzusehen und aufzunehmen)? Am liebsten mit Eingang, um eventuell noch Videos zu digitalisieren. Und natürlich mit Hardware MPEG-2-Dekoder - schließlich soll der Laptop noch etwas überleben und nicht ständig auf Hochlast laufen.
    Ach ja, Video und Audio-Ausgang an einer Karte wäre wahrscheinlich auch nicht schlecht, so viel Vertrauen habe ich nicht in die interne Soundkarte des Laptop.


    Hat da wer eine Empfehlung für mich und kann mir etwa die Preislage nennen?



    Die Netzwerkbuchse am Laptop muss ich wohl noch hinbiegen, da sind leider ein paar Drähte verbogen :-( Sollte aber zu schaffen sein.
    Dann sollte ein Zugriff auf die NAS-Platte eigentlich kein Problem mehr darstellen. Oder gibt es da auch etwas, worauf ich achten sollte?


    Abspielen von DIVX- oder anders codierten Videos läuft vermutlich weiter über den Prozessor - lassen sich die Codecs für Linux alle bekommen (bin auch in Sachen Linux nicht allzu erfahren).


    Als MP3-Spieler sollte sich das Ganze doch relativ problemlos verwenden lassen, oder irre ich mich da?


    Das DVD-Laufwerk des Laptops lässt sich sicher auch zum DVDs abspielen verwenden - benötigt der VDR dazu noch weitere Software oder Plugins?


    Lassen sich eventuell auch DVD über den VDR auf die Platte kopieren - kein Kopierschutz mal vorausgesetzt?


    Hab ich noch irgendwas vergessen, was wichtig wäre? Fernbedinung fällt mir noch ein. Eine an den USB 1.1 Anschluß hängen?


    Als einzige Darstellungsmöglichkeit (wenn alles läuft) gibt es den Fernseher - will mir ja keinen Monitor ins Wohnzimmer stellen - das sollte auch kein Problem sein



    Für die Neugierigen, die wissen wollen, was daraus wird: Den Bau starte ich zu Weihnachten, wenn ich bis dahin passende Karten habe, bis Silvester könnte ich Euch noch auf die Nerven gehen und dann hoffentlich sagen, dass alles läuft ;-) Jedenfalls, wenn ich jetzt ein paar brauchbare Tipps bekomme :-D


    Besten Dank schon mal im Voraus,
    Arnd

  • Quote

    Original von Arnd1974
    zwei DVB-T-PCMCIA-Karten (um gleichzeitig Fernzusehen und aufzunehmen)? Am liebsten mit Eingang, um eventuell noch Videos zu digitalisieren. Und natürlich mit Hardware MPEG-2-Dekoder - schließlich soll der Laptop noch etwas überleben und nicht ständig auf Hochlast laufen.
    Ach ja, Video und Audio-Ausgang an einer Karte wäre wahrscheinlich auch nicht schlecht, so viel Vertrauen habe ich nicht in die interne Soundkarte des Laptop.


    Genau hier wird es vermutlich scheitern...
    Es könnte evtl eine PCMCI TV Karte geben (die unter Linux läuft), aber ich bezweifel, dass da nen MPEG2 Dekoder drin ist. Also FF als PCMCIA kannste eher vergessen. USB TV Karten sollen wohl inzwischen recht gut laufen unter Linux, aber das Dekodieren des MPEG Streams muss per Software geschehen.


    Eigentlich eine prima Idee, jedoch (leider) schwierig umzusetzen.

    [size=10]Server:
    HP ProLiant N36L, Athlon II Neo N36L 1.3GHz, 1GB RAM, Digital Devices CineS2
    Debian Jessie

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    Original von Eight-of-Ten


    Genau hier wird es vermutlich scheitern...
    Es könnte evtl eine PCMCI TV Karte geben (die unter Linux läuft), aber ich bezweifel, dass da nen MPEG2 Dekoder drin ist. Also FF als PCMCIA kannste eher vergessen. USB TV Karten sollen wohl inzwischen recht gut laufen unter Linux, aber das Dekodieren des MPEG Streams muss per Software geschehen.


    Eigentlich eine prima Idee, jedoch (leider) schwierig umzusetzen.


    Danke erst mal für die schnelle Reaktion!


    Wie sieht es mit USB-DVB-T FF Adaptern aus? Also eine PCMCIA-Karte mit USB 2.0 Anschlüssen (wie gesagt, die internen Anschlüsse sind USB 1) und daran den Empfang? Könnte das klappen, oder reicht im Zweifelsfall die Datenübertragungsrate nicht aus oder es gibt auch keine unterstützten USB FF Adapter?


    Oder gäbe es eine Möglichkeit, über eine PCMCIA Karte ein Gerät anzuschließen, in das ich normal PCI-Karten setze. Aber das dürfte auch an der Treiberunterstützung scheitern.


    Naja, mache ich mir später Gedanken zu, jetzt geh ich erst mal ins Bett.


    Gruß,
    Arnd

  • Quote

    Original von Arnd1974
    Wie sieht es mit USB-DVB-T FF Adaptern aus? Also eine PCMCIA-Karte mit USB 2.0 Anschlüssen (wie gesagt, die internen Anschlüsse sind USB 1) und daran den Empfang? Könnte das klappen, oder reicht im Zweifelsfall die Datenübertragungsrate nicht aus oder es gibt auch keine unterstützten USB FF Adapter?


    ...mir ist nicht bekannt, dass es einen USB-FF Adapter gibt.


    Gruß
    Wicky

  • ... kurz und knapp: Lass es. Es ist den Aufwand nicht wert, und mit dem Ergebnis wirst du auch nicht glücklich.


    MPEG-2-Decoder gibt's zwar für den ZV-Schacht (das ist bei den meisten Laptops der untere PCMCIA/CardBus-Schacht), die sind aber horrend teuer und werden in jedem Fall von VDR nicht unterstützt. Stichwort Margi-Cards. Wie gut die überhaupt von Linux unterstützt werden -- keine Ahnung.


    Durch den USB-1.1-Controller im Laptop sind auch alle halbwegs akzeptablen Erweiterungsmöglichkeiten für Storage und DVB-T-Empfang blockiert, eine USB-2-CardBus-Karte hilft dir da auch nicht wirklich weiter -- der CardBus ist lange nicht so schnell wie PCI.


    Wenn du die Kiste unbedingt weiter benutzen willst, dann halt als Desktop mit externer Tastatur/Maus/Monitor.


    Viele Grüße, Mirko

  • Als VDR kannst Du den Laptop schon aus einem ganz anderen Grund vergessen. Rate mal, wieweit Du mit 20 G Platte kommst ;-)


    Aber ich glaube, ich haette da doch noch eine brauchbare Idee, wie Du die Kiste sinnvoll einsetzen kannst, wenn Du dich fuer VDR und aehnliches interessierst:


    Nimm den Laptop als VDR-Client. Laptops sind relativ klein, und vor allem leise.


    Stell Dir irgendwo in ein Kammerl, wo der Laerm nicht stoert, einen Desktop mit viel Platte und einer schoenen Budget-DVB-Karte als Server hin. Dort brauchst Du natuerlich auch noch Digital-TV-Anschluss und Netzwerk (bevorzugt 100Mbit Ethernet). Dieses natuerlilch auch zum Laptop, den du auch noch mit einem LIRC-Empfaenger versiehst.


    VDR auf den Server, und bei dem Laptop solltest Du mit xineliboutput Deine wahre Freude haben. Kaum stoerende Geraeusche im Wohnzimmer.


    Schau Dir meine Konfig an, ersetze das EPIA durch Deinen Laptop, die Zores mit xxmc hast Du nicht, und tftp und bootp brauchst Du nur wenn Du es noch leiser willst, und die Platte aus dem Laptop herausnimmst.


    Viel Spass mit einem leisen Video-Vergnuegen.


    mfg
    CR

    Wohnzimmer: VIA EPIA NL1000, LIRC, xineliboutput (vdr-sxfe), keine Tastatur oder Maus, nur TV-Geraet,
    Keller: Quard-Core, 64bit, 2,6GHz, viele Platten, 2*Budget dvb-c (Terratec), VDR 1.6, HDTV-patch, div. Plugins
    Verteilt: Div. andere Rechner, dazwischen 100Mbit Ethernet, Distri fuer alles: SuSE 11.0/11.1

  • Quote

    Original von creiser
    Als VDR kannst Du den Laptop schon aus einem ganz anderen Grund vergessen. Rate mal, wieweit Du mit 20 G Platte kommst ;-)


    Dafür wäre die Netzwerkplatte gedacht gewesen. Bei etwa 2GB pro Stunde und angenommenen 10 GB für System etc. auf der Platte blieben etwa 5 Stunden Aufnahmezeit übrig. Das sollte eigentlich genügen, wenn man die Dateien danach auf NAS kopiert.



    Quote


    Aber ich glaube, ich haette da doch noch eine brauchbare Idee, wie Du die Kiste sinnvoll einsetzen kannst, wenn Du dich fuer VDR und aehnliches interessierst:


    Nimm den Laptop als VDR-Client. Laptops sind relativ klein, und vor allem leise.


    Stell Dir irgendwo in ein Kammerl, wo der Laerm nicht stoert, einen Desktop mit viel Platte und einer schoenen Budget-DVB-Karte als Server hin. Dort brauchst Du natuerlich auch noch Digital-TV-Anschluss und Netzwerk (bevorzugt 100Mbit Ethernet). Dieses natuerlilch auch zum Laptop, den du auch noch mit einem LIRC-Empfaenger versiehst.


    Nach dem, was ich in dem c´t Sonderheft gelesen habe, sollte einer der 350MHz-Rechner, die ich hier noch rumstehen habe mit Decoder-Karten als Aufnahmegerät reichen. Oder braucht der als Server mehr Power?


    Ließe ein solcher alter Rechner auch so konfigurieren, dass er als Videorecorder und als Fileserver dienen kann (eventuell gleich noch als Internetrouter), oder verlange ich der Kiste damit zu viel ab?



    Grundsätzlich klingt das nicht schlecht, von den Fragen oben mal abgesehen. Größere Hardware ist leider nicht unbedingt drin, da mein persönliches Budget doch sehr beschränkt ist.


    Was für Karten wären denn für den Einsatz im Server geeignet. Zumindest eine sollte auch Eingäge haben, damit ich vom Videorecorder überspielen kann.


    Gruß,
    Arnd

  • Quote

    Originally posted by Arnd1974


    Nach dem, was ich in dem c´t Sonderheft gelesen habe, sollte einer der 350MHz-Rechner, die ich hier noch rumstehen habe mit Decoder-Karten als Aufnahmegerät reichen. Oder braucht der als Server mehr Power?


    Ließe ein solcher alter Rechner auch so konfigurieren, dass er als Videorecorder und als Fileserver dienen kann (eventuell gleich noch als Internetrouter), oder verlange ich der Kiste damit zu viel ab?


    Solange Dein Server nichts anzeigen soll, kommst Du mit sehr wenig CPU-Last davon, auch wenn Du nur eine Budget-dvb-Karte nutzt. Aber um die Frage konkret zu beantworten, gibt es wahrscheinlich berufenere als mich.


    Ich kann Dir nur sagen, dass mein Server nebenbei noch Fileserver (samba und nfs) und tftp-Server ist und einige Zeit auch Mail-Server war, und das damals auch noch mit Software-RAID. Die CPU hat sich gelangweilt.


    mfg
    CR

    Wohnzimmer: VIA EPIA NL1000, LIRC, xineliboutput (vdr-sxfe), keine Tastatur oder Maus, nur TV-Geraet,
    Keller: Quard-Core, 64bit, 2,6GHz, viele Platten, 2*Budget dvb-c (Terratec), VDR 1.6, HDTV-patch, div. Plugins
    Verteilt: Div. andere Rechner, dazwischen 100Mbit Ethernet, Distri fuer alles: SuSE 11.0/11.1

  • Yohoo!


    Ich schließe mich da cooper an:


    Das wird mehr, als Du Dir so vorstellst und wird vermutlich den Einsatz nicht lohnen.
    Als reiner VDR ungeeignet mangels nutzbarer DVB-Karten.
    Als Client-VDR ungeeignet mangels geigneten Servers (Du hast "nur" ein NAS, richtig?)


    Meine Empfehlung:
    Nimm das Ding, packe Dir IPCop drauf und nutze es als genialsten Internetrouter überhaupt. Vorteil: Leise und stromsparend- und viel mehr Funktionen als ein üblicher T-Com-DSL-08/15-Router.

    Glotze: yaVDR (ASRock Q1900M, 4GB RAM, DD Cine S2 V6.5, ZOTAC GT630 (Rev. 2)
    Server: HP ProLiant MicroServer G8, VMware ESXi 5.5 :P