Ideales Dateisystem für VDR?

  • Nun, ext3 ist so was wie ein Quasi-Standard als Nachfolger von ext2, aber es ist halt nur ein 'aufgebohrtes' ext2 und hat als solches gegenüber Systemen die von Grund auf als Journaling System geplant waren ein paar Nachteile. Geschwindigkeit ist eines davon - der Test im Linux-Magazin war da doch schon sehr ernüchternd. Reiser spielt seine Vorzüge wie bereits erwähnt wurde besonders bei vielen kleinen Dateien aus.
    Wenn es um Datenpartitionen mit vorzugsweise großen Dateien geht sind i.a. schon xfs (und jfs - aber das kenne ich nicht aus eigener Anschauung) ganz oben auf der Liste (unsere TB-RAIDs laufen auch auf xfs...). Sachen wie grosse Datenmengen löschen (man denke nur daran wenn der Platz bei einer Aufnahme knapp wird und VDR anfängt alte Dateien zu entfernen) gehen wirklich in Sekundenbruchteilen.


    Pit

    VDR1:ASRock Ion 3D 152B, Sundtek SkyTV Ultimate openSUSE Leap 42.2, VDR 2.4.0,
    VDR2: ASRock J4105-ITX, DVBSky S952, openSUSE Tumbleweed, VDR 2.4.0

    softhddevice/vaapidevice, DFAtmo, xmltv2vdr, tvscraper, tvguideng, VDRAdmin-AM (alles git)

  • Oh, ich sehe gerade dass da einige Reiser4 angegeben habe - da würde mich mal ein Erfahrungsbericht interessieren, das Teil soll ja echt ein grosser Wurf geworden sein - stimmt das?


    Pit

    VDR1:ASRock Ion 3D 152B, Sundtek SkyTV Ultimate openSUSE Leap 42.2, VDR 2.4.0,
    VDR2: ASRock J4105-ITX, DVBSky S952, openSUSE Tumbleweed, VDR 2.4.0

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  • ..würde mich auch interessieren.

  • Nur noch xfs auf 3 Rechnern, einer noch auf ext3. Der wird aber auch noch umgestellt. Hatte vorher nur ext3. Mit xfs hatte ich noch gar keine Probleme.
    Reiser habe ich nur mal getestet, aber das lief nicht so rund... ist aber auch schon einige Zeit her.

  • Quote

    Welches Dateisystem haltet ihr für euren VDR für ideal?


    Ganz klar Ext-3.


    Und zwar allem voran wegen Stabilität (auch ich habe schon zwei Partitionen mit Reiser-FS unrettbar verloren bzw. auf einer dritten schwere Datenfehler bekommen) und der Abwärtskompatibilität zu Ext-2. Im aller größten Notfall lässt sich die Partition mit jeder billigen Rettungs-CD oder auch von Windows aus auslesen.


    Das schafft keins der anderen hier genannten Systeme.


    Reiser-FS kann seine Vorteile nicht ausspielen, weil es auf kleine Dateien optimiert ist -- die wir ja bei VDR weiß Gott nicht haben! XFS hört sich gut an, damit habe ich aber noch nicht ausreichend Erfahrung um dort wirklich sensible Daten abzulegen. Ähnlich geht es JFS, nur dass dies wiederum schlechter mit großen Dateien klar kommt.


    Zuletzt: Wenn man sich die Testergebnisse aus diesem unsäglichen Linux-Magazin-Test liest, sollte man beachten, dass der Tester da weiß der Henker warum nur bei Ext-3 volles Journaling angeschaltet hat -- was natürlich völliger Unfug ist. Die Messwerte sind damit also ziemlicher Humbug. Leider hat dann noch wer meinen Namen da drüber geschrieben...


    Viele Grüße, Mirko

  • Quote

    Original von cooper


    Ganz klar Ext-3.


    Und zwar allem voran wegen Stabilität (auch ich habe schon zwei Partitionen mit Reiser-FS unrettbar verloren bzw. auf einer dritten schwere Datenfehler bekommen) und der Abwärtskompatibilität zu Ext-2. Im aller größten Notfall lässt sich die Partition mit jeder billigen Rettungs-CD oder auch von Windows aus auslesen.


    Full ack! Bei mir kommt nichts anderes auf die Platte.


    Bisher konnte ich jedes Ext2/3-Filesystem retten, sofern die Platte überhaupt noch sinnvolle Daten hergegeben hat.


    Das positivste Erlebnis war eine ziemlich volle Platte, bei der plötzlich ca. 20% der Sektoren nicht mehr lesbar waren. Kunde verzweifelt, kein aktuelles Backup vorhanden. Also Partition auf neue Platte kopiert. fsck drüber laufen lassen, wobei natürlich tausende von Fehlern korrigiert wurden.


    Was ich nicht erwartet hatte: Alle wichtigen Daten noch vorhanden. Kunde glücklich und macht seither Sicherungen. :D


    So etwas schafft Vertrauen. Da ist es mir völlig egal, ob Lesen/Schreiben/Löschen mit xyzfs evtl. 10% schneller sind.


    CU
    Oliver

  • Hoi


    hab reiser4 auf dem großen Rechner.


    bin begeister, ist schnell und hat einige harte resets problemlos verkraftet.
    (ging nicht anders :D)


    Gruß Dirk

    Dirk

  • Jo , habe auch seit ~ 2-3 Monaten Reiserfs4 auf meinen
    Desktoprechnern und kann nicht klagen :D.
    Ob es nun schneller ist bzw nen Unterschied zu Reiserfs3
    kann ich nicht behaupten , da keine Gedanken darueber gemacht.


    Ausserdem macht die Umfrage wenig Sinn , da die meisten User hier Linvdr oder ctvdr einsetzen und somit schon vorher klar ist , was fuer
    nen Dateisystem eingesetzt wird. ;)


    Genausogut kannst gleich nach distri fragen ,, denn es wird in etwa so aussehen :
    Gentoo : ReiserFS
    LinVDR ,ctvdr , Debian ,SuSE? : ext3
    Rest (Minderheit und meist nur fuer Videoverzeichnis) : xfs



    bye

  • Hoi


    @Morone


    falsch, meine Gentoo's laufen zu 90% auf ext3 oder xfs :D

    Dirk

  • Quote

    Original von Morone
    Genausogut kannst gleich nach distri fragen


    ...hatte ich auch vermutet :)

    Quote

    Gentoo : ReiserFS
    LinVDR ,ctvdr , Debian ,SuSE? : ext3


    SuSE und ext3? Aber doch schon seit 6.x nicht mehr... Aber ich wusste gar nicht dass Gentoo Reiser favorisiert... Das war doch bislang Aufgabe der SuSEs :D
    Daher hatte ich auch gedacht die ganzen reiser-Leute sind SuSEs. So kann man sich irren.


    Pit

    VDR1:ASRock Ion 3D 152B, Sundtek SkyTV Ultimate openSUSE Leap 42.2, VDR 2.4.0,
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    softhddevice/vaapidevice, DFAtmo, xmltv2vdr, tvscraper, tvguideng, VDRAdmin-AM (alles git)

  • Hallo...


    ich nutze XFS. Ich hatte noch nie Probleme damit. Trotz einiger HARD-Resets musste ich noch nie slebst Hand anlegen um Daten zu retten.


    Ich nutze es sowohl auf dem VDR, als auch in der Firma auf fast allen Linux-Systemen. (Und das sind einige ...)


    XFS ist wirklich rasend schnell und gerade für wachsende Files besonders geeignet. Somit ist es sozusagen schon von der Definition her als VDR-FS vorherbestimmt...



    Übrigens: Ich benutze LinVDR mit Kernel 2.6 und nachinstallierten XFS-Tools.



    Gruß
    Riscool

  • Da VDR mein erster Linux Rechner war/ist hab ich auf diesem noch ext3, da ich nichts anderes kannte und nichts falsch machen wollte ;)


    Inzwischen ist auf allen Rechnern die ich besitze Linux drauf und bis auf die VDR Ausnahme ist überall XFS drauf. Probleme hatte ich damit nur mit einer kaputten Festplatte, da musste ich nach jedem 3ten Neustart von CD booten und xfs_repair ausführen damit der Rechner wieder gebootet hat (bis ich dann mal drauf gekommen bin das es an der Festplatte liegt - die kaputt ist) Daten gingen bei der ganzen Aktion keine verloren und ich musste das bestimmt 20x machen.


    Selbst bei meinem Notebook hatte ich damit bisher noch keine Probleme obwohl sich im laufenden Betrieb schon oft der Akku verabschiedet hat.

  • XFS Läuft bei mir auf 3 Server hate noch nie Probleme damit
    Mit EXT3 packte der Rechner es nicht die Daten so schnell auszuliefern über die Gigabt-Ethernet-Karte mit XFS no Problem.
    Bei mir laufen Raid 5 15x60GB Platten & Raid 5 12x250GB Platten & Raid 1 2x36GB mit XFS Perfekt

    SUSE 9.0 / VIA MII1200 / 4GB MicoDrive / 512MB / 1 * TT 1.5 + CAM + Alphacrypt / DVD / VDR 1.3.23 + Plugins / FileServer 2300 GB / GLCD 128x64

  • glasklar reiser4.


    das ding ist einfach der hammer. mein vdr war auf einer alten maxtor-platte installiert, die an- und ausdauernd das log mit hderrors zumüllte -> die platte war richtig im arsch. trotzdem lief der vdr vernünftig und selbst nach einmal hart ausschalten (war klar das genau DAS passiert wenn ich es einmal mache) und anschließendem nicht-wieder-hochfahren konnte ich einen rebuild-tree über die platte laufen lassen, die dabei laufend hderrors angezeigt hat. Danach ging alles wieder perfekt. ich liebe reiser4.


    gruss
    jan

  • Irgendwie habe ich mittlerweile den Eindruck, als ob kein eindeutiges Ergebnis herauskommt/kommen kann. Dass ext2/3 die meisten Nutzer hat, war von vornherein klar, schon aus historischen Gründen. Was viele nutzen muss aber nicht immer optimal sein..


    - xfs Nutzer scheinen sehr zufrieden, haben aber kaum Langzeiterfahrung.


    - ext2/3 Nutzer schwören darauf, obwohl ich persönlich keinen echten Vorteil erkennen kann. Teilweise wird auf schlechte Erfahrungen mit reiserfs verwiese, die aber in grauen Vorzeiten zurückliegen und neuere Tests damit werden nicht gemacht. Teilweise wird auf die gute Möglichkeit der Datenrettung im Falle des Supergaus verwiesen, aber die Tools haben andre Dateisysteme auch, mit ähnlichen Chancen der Datenrettung.


    - reiserfs4 scheint noch zuwenig Anwender zu haben, gute ERfahrungen, aber eben keine Langzeit.


    Das vdr *nur* große Dateien braucht halte ich als Argument zumindest für fragwürdig. Wer sich mal angeschaut hat, welche Größen die Dateien in /usr und /usr/local haben und die von tvmovie2vdr angelegten Datein haben wird die Angabe man müsse nur und ausschließlich für große Datein optimieren sehr relativieren, große Datein gibts nur im Videoverzeichnis und beim Brennen.

  • Quote

    Original von Riscool
    Übrigens: Ich benutze LinVDR mit Kernel 2.6 und nachinstallierten XFS-Tools.


    Bitte ein Mini-Howto ;D THX

    LG
    Jochen


    VDR 1.4.3-3 (vdr-install-script-0.9.5.8 ), VDRAdmin-AM 3.5.2 unter Debian Sarge auf ASUS A8V Deluxe mit Athlon 3000+ (Venice), TT 1.5 + Skystar2

    Rpi4 headless mit MLD 5.4 als Server via satip-Plugin hinter einem Telestar Digibit Twin, ein Rpi3 als Streamdev-Client mit MLD 5.4