[SOLVED] PVR 250/350 mit DVB-Sat-Karte als Kombi ? So gehts auch mit Kernel 2.6.X !!! (für Gentoo)

  • Kapitel 1 Vorwort


    Hi People,


    nachdem ich mich jetzt tage- und nächtelang mit der Installation meiner PVR rumgeschlagen habe, um deren Ausgabedevice für die PSOne zu nutzen bzw. die Karte in meine neue Kernelumgebung zu integrieren, will ich an dieser Stelle mein Fachwissen (würg, jaja, ich weiss) an die Allgemeinheit weitergeben.


    Kritik und Kommentar sind natürlich jederzeit willkommen, ansonsten habe ich mich bemüht, dieses Howto möglichst Olafsicher (also deppennarrensicher) zu gestalten.


    Viel Spass und viel Erfolg beim Lesen, Nachbasteln und Installieren !!!


    Greets Olaf


    P.S.: Wer sich mit gentoo und Installationsorgien (und das ist schon ne kleine Bastelei) noch nicht so auskennt und sich unsicher fühlt, liest sich zunächst erst mal meine Gefahrenhinweise in Kapitel 9 ff. durch, bevor er dann weiterliest und die ganzen Steps abarbeitet :-)) Die PVR ans Laufen zu bekommen, ist schon ne kleine Herausforderung, was man an der Vielzahl der Threads auch im gentoo-Forum sehen kann.

    Ollie jetzt auch im Internet !!! ->> http://www.ohms.ws << VDR mit ASUS A7V8X-X, Athlon XP 2 Ghz, 512 MB DDR-RAM und gentoo 2008.0 Linux, ner Menge Platten (1 TB), 2 Brennern und Karten-Vollausstattung (1 X Nexus 4 MB Mod, 3 x Nova, 1 PVR 350) , TFT/Sony PSOne, Nvidia Graka und und und * Linux - wir geben ihrem Computer das Leben zurück *

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  • Zunächst erst mal die einfachen Dinge...


    Da die Module ic2-core und i2-algo-bit benötigt werden, der ivtv-Treiber diese Module zudem benötigt und I2C eh in den 2.6er Kernel eingeflossen ist, kann man sich auch ganz getrost davon verabschieden.


    -->> emerge unmerge i2


    Dann müssen im Kernel bestimmte Dinge eingestellt werden...


    -->> cd /usr/src/linux bzw. wenn der Symlink nicht existiert cd /usr/src/<KERNELVERSION>


    -->> make menuconfig


    Ich hab hier einen 2.6.6er Vanilla Kernel genommen, der nur mit einem lirc-Patchset erweitert wurde, sollte aber für andere Kernelversionen auch gehen


    Im Abschnitt -->> Device Drivers --> I2C-Support -->
    <M> I2C Support
    <M> I2C Device Interface


    --> I2C Hardware Bus Support
    Hier als <M> eure Hardwarearchitektur für euer Board auswählen, falls ihr euch nicht sicher seid, macht alles als Modul, macht den Kernel zwar grösser, sollte aber nicht wirklich nen Problem sein


    Wer möchte, kann wahlweise auch die Debugging Messages aktivieren, ist aber nicht wirklich nötig. Nur halt für die Fehlersuche.


    Wir gehen wieder eine Menüebene zürück und wählen
    --> Multimedia Devices
    <M> Video for Linux
    Video for Linux
    <M> BT848 Video for Linux (nicht wirklich vonnöten, aber wenn man später noch Bock bekommt, ne analoge WinTV dazuzuaddieren, dann hat mans halt schon drinne :-) )
    wie eine Ebene zurück und auf
    --> Digital Video Broadcasting Devices
    <*> DVB for Linux
    <M> DVB Core Support


    Jetzt müssen noch die Module für eure DVB-Karten angeklickt werden, wenn ihr die PVR als einzige nur habt, könnt ihr euch das an dieser Stelle sparen, ansonsten die entsprechenden Module auswählen. Falls ich euch unsicher seid, ruhig alles als Modul machen.


    Für meine Nexus-S ist das beispielsweise
    <M> STV0299 ...
    <M> ALPS TDLB7
    <M> ALPS TDMB7
    <M> Grundig 29504-491
    <M> Grundig 20504-401
    <M> Frontends with external VES1820 demodulator
    <M> AV7110 cards
    <*> AV7110 OSD support


    Und dann kommen da halt noch die ganzen Budgets Cards.


    Für diejenigen, die die PVR u.a. als Zweitkarte für die Ausgabe des graphTFT auf der PSOne oder einem sonstigen Minibildschirm haben wollen, muss der Framebuffer aktiviert sein.


    Also wieder eine Menüebene zurück...
    --> Graphics support
    <*> Support for frame buffer devices
    Und dann eure Karte, doch Vorsicht, Besitzer von nvidia Riva Karten sollten trotzdem drauf verzichten nvidia Riva support zu klicken, gleiches bringts wohl auch für Besitzer von ATI Radeon Karten...ich hab beides ausprobiert und jedes Mal wars ne Pleite, am sichersten (wenn auch langsamer) ist es
    <*> VESA VGA graphics support
    fest in den Kernel zu nehmen
    --> Console display driver support
    <*> Video mode selection support
    <*> Framebuffer Console support
    Wieder eine Ebene zurück
    --> Logo configuration
    <*> Bootup Logo
    <*> Standard 224-color Linux Logo (damit auch der Tux grinst)


    Noch ein allgemeiner Hinweis zum Schluss
    Im Abschnitt Kernel hacking sollte die Option Use 4kb for kernel stacks instead of 8 kb deaktiviert sein ! Bringt nix als Terror :-)


    Danach könnt ihr die Konfiguration abschliessen, euch erst mal ne Kippe anstecken und den Kernel bauen.


    Wie man sowas macht, werde ich aber nicht nochmal erklären, da gibt es auf den Gentoo Seiten gute Howtos für und in der Regel hat eh jeder seinen eigenen Stil und Methodik dafür :-)


    Weiter mit Kapitel 3...

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  • Leider wird die PVR zwar schon ganz gut supported, die Treiberinstallation mit einem 2.6er Kernel ist jedoch immo zum Schreiben dieses Howtos noch ein wenig kniffelig.


    Wer risikofreudig ist, kann das mit einer CVS-Version oder einer aktuellen probieren, ich empfehle allerdings die Kombination der Version 0.1.9 mit entsprechendem Patch.


    Es gibt im Portage-Tree ein ebuild für den ivtv-Treiber, das ich selber nicht probiert habe, was man aber mit emerge ivtv ruhig mal testen kann.


    Wir machen es hier auf die altmodische Art zu Fuss.


    Die beiden benötigten Dateien heissen ivtv-0.1.9-2.6-3-20040206.diff (das ist der verwendete Patch für die Kernel 2.6 Unterstützung und ivtv-0.1.9.tar.gz (der eigentliche Treiber)


    Link für den Treiber: http://prdownloads.sourceforge…vtv-0.1.9.tar.gz?download
    Link für den Patch:
    http://ivtv.writeme.ch/tiki-in…p?page=Kernel-2.6.patches


    Ich hoffe, dass die noch ne Weile gehen und nicht bald "dead" sind :-( Wer den Treiber bereits unter 2.4 am Laufen hat, sollte die Installation trotzdem nochmal machen , um irgendwelche Restleichen zu vermeiden.


    Ansonsten kann man sich das halt im Downloadbereich auf http://ivtv.sourceforge.net/ ziehen, woher auch einige Informationen in dieses Howto mit eingeflossen sind.


    Ich empfehle, den Treiber im parallel zu eurem VDR-Verzeichnis abzuspeichern und auch die Verzeichnis dort anlegen zu lassen, bei mir ist das /usr/local/src, also...



    An dieser Stelle der Hinweis, dass das Makefile meiner Meinung nach ein wenig spinnt. Es gibt offenbar Probleme damit, wo es die Kernelmodule hinschiebt. Der Installationsprozess an sich sollte aber mit ein paar Warnings keinen Ärger machen.


    Standardmässig installiert es in /lib/modules/KERNELVERSION/extra. Bei der späteren Inbetriebnahme der PVR kann es durchaus vorkommen, das die Module nicht mehr gefunden werden, wenn kein entsprechender Symlink nach auf das Modulverzeichnis video existiert. Ich habs daher so gemacht...


    cd /lib/modules/KERNELVERSION/extra


    Hier sollten sich jetzt (vielleicht mit einigen anderen folgende Module befinden)
    ivtv-fb.ko saa7127.ko tuner.ko ivtv.ko msp3400.ko tveeprom.ko saa7115.ko


    Diese alle an die richtige Stelle schieben..


    cp * /lib/modules/KERNELVERSION/kernel/drivers/media/video


    Das sieht dann bei mir so aus...


    btcx-risc.ko ivtv-fb.ko saa7127.ko tuner.ko v4l2-common.ko
    bttv.ko ivtv.ko tda7432.ko tvaudio.ko video-buf.ko
    ir-kbd-gpio.ko msp3400.ko tda9875.ko tveeprom.ko videodev.ko
    ir-kbd-i2c.ko saa7115.ko tda9887.ko v4l1-compat.ko


    Wobei bspw. bttv nix damit zu tun hat. Nur zur Orientierung eben :-)


    Danach mit dem rm Befehl alle nachfolgenden Dateien löschen ->
    ivtv-fb.ko ivtv.ko msp3400.ko saa7115.ko saa7127.ko tveeprom.ko


    Doch zurück zum Treiber an sich...


    Die Hauppauge-CD-ROM, die ihr mit der PVR gekauft habt, ins Laufwerk schieben und wieder in das utils-Verzeichnis vom ivtv-Treiber zurück, also...


    cd /usr/local/src/ivtv/utils


    Dann das Skript aufrufen, was die Firmware normalerweise in lib/modules installieren sollte.


    ./ivtvfwextract.pl


    Wenn das Perl-Skript jetzt meckert, das es euer Laufwerk nicht findet und die Firmware nicht installieren kann, dann ändert kurzerhand den Pfad im Skript ab.
    Sucht mit einem Editor nach dem String "$default_readpath" und ändert das dahinterstehende Device entsprechend dem, was ihr verwenden wollt, ab.
    Bei mir was das "/mnt/dvd-brenner"; Ist aber nur ein Beispiel.


    Wenns immer noch nicht geht, mounted das Laufwerk vorher. Ansonsten meckert das Skript in der Regel nämlich sonst weiter.


    Jetzt sollten im Verzeichnis /lib/modules zwei Dateien (bei einer Neuinstallation) stehen mit den Namen ivtv-fw-dec.bin ivtv-fw-enc.bin. Wenn die da sind, hat dieser Teil der Treiberinstallation auch funktioniert.


    Zum guten Schluss sollte ebenfalls libdvb installiert werden (zumindest für de Kombi PVR und DVB, wenn man wie ich das PSOne für das Plugin graphTFT verwenden will).


    Das macht man soooo.


    Entweder für die Mutigen das ebuild emergen mit
    emerge libdvb oder halt ACCEPT KEYWORDS blabla


    Oder sich die Datei von http://www.metzlerbros.org/dvb/ runterladen (aktuelle Version derzeit 0.5.4), nach /usr/local/src (oder euer VDR-Verzeichnis) speichern, mit tar -xzvf libdvb... entpacken, in das Verzeichnis gehen, make eingeben und fertich :-)


    Ferner braucht man dann noch, am besten die CVS-Versionen von DirectFB, FusionSound und libsoftmpeg. Bei deren Installationen verweise ich auf die READMEs, möchte aber mir bei libsoftmpeg den Hinweis gestatten, dass sich das nicht mit jeder Version von ffmpeg durchjagen lässt. Gentoo-User haben das Glück, hier mit dem derzeitigen CVS und dieser Version von ffmpeg


    * media-video/ffmpeg
    Latest version available: 0.4.7
    Latest version installed: 0.4.8.20040322


    keine Probleme zu haben (ACCEPT KEYWORDS verwenden).


    Wobei das mit dem normalen ffmpeg 0.4.8 auch geht, sofern man dann halt eben nach dem ./configure mit den entsprechenden Optionen (macht ja auch jeder anders) halt statt make eben make installlib eingibt. Gerade libsoftmpeg macht dann bei nur make && make install Ärger.


    Soderle, das ist eigentlich alles, was man an Treibern und Progs so braucht (zumindest, was mir noch aus dem Kopf dazu einfällt) :-)


    Damit wenden wir uns dann Kapitel 4 zu...

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  • Computer sind doof. Die User oftmals noch viel mehr und so hat es mich einige Zeit gekostet, herauszufinden und vor allem für mich logisch nachzuvollziehen, warum manche Dinge bei gentoo gehen und andere halt wieder nicht :-)


    Aber egal, lasst uns zunächst einige Dinge prüfen. gentoo legt die Geräte (Devices) im /dev-Verzeichnis an, da wo die Laufwerke stehen, sonstige Klamotten und eben auch unsere PVR 350 und meine Nexus sozusagen "angemeldet" werden müssen.


    Vielleicht noch vorher ganz kurz ein allgemeiner Hinweis: Wenn man hier mit Drag & Drop Buchstaben aussem Fenster hier in seinen Editor rüberzieht, dann kannt es schon mal sein, dass das <CR> Carriage Return bzw. Enter am Ende der Zeile dann fehlt, bzw. nicht erkannt wird, also beachtet das bitte beim Erstellen der Dateien !!!


    Also machen wir mal


    --> cd /dev
    --> dir video* -all


    Es sollte dann folgendes erscheinen...


    gentoo dev # dir video* -all
    lr-xr-xr-x 1 root root 10 May 19 08:45 video0 -> v4l/video0
    lr-xr-xr-x 1 root root 10 May 19 08:45 video1 -> v4l/video1
    lr-xr-xr-x 1 root root 11 May 19 08:45 video16 -> v4l/video16
    lr-xr-xr-x 1 root root 11 May 19 08:45 video32 -> v4l/video32


    Weils oftmals so empfohlen wird, wird unsere PVR /video0 und die DVB /video1. Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich hier um Symlinks, also schauen wir uns weiter an, was v4l (steht für Video4Linux) uns erzählt. Also...


    --> cd /dev/v4l
    --> dir * -all


    total 0
    drwxr-xr-x 1 root root 0 Jan 1 1970 .
    drwxr-xr-x 1 root root 0 Jan 1 1970 ..
    crw-rw---- 1 root video 81, 224 Jan 1 1970 vbi0
    crw-rw---- 1 root video 81, 0 Jan 1 1970 video0
    crw-rw---- 1 root video 81, 1 Jan 1 1970 video1
    crw-rw---- 1 root video 81, 16 Jan 1 1970 video16
    crw-rw---- 1 root video 81, 32 Jan 1 1970 video32


    Wir merken uns, dass hinter video bei video0 81,0 steht und bei video1 81,1. Das ist noch später für die Erstellung der Konfigs von Bedeutung :-)


    Um unserer Kiste jetzt zu sagen, dass wir Video-Devices haben, müssen wir diese definieren, anmelden und natürlich dann auch nachher die Treiber alle laden.


    Bei gentoo kann man dafür in /etc/modules.d verschiedene Konfig-Dateien anlegen, die dann beim Booten entsprechend behandelt und abgearbeitet werden.


    Zunächst einmal...


    --> cd /etc/modules.d
    --> dir * -all


    Es erscheint...


    gentoo modules.d # dir * -all
    -rw-r--r-- 1 root root 1227 May 19 03:55 aliases
    (allgemeine Definitionen der Devices)
    -rw-r--r-- 1 root root 694 Apr 5 20:40 alsa
    (Soundtreiber-Konfig für alsa)
    -rw-r--r-- 1 root root 122 Dec 30 18:55 i386
    (hier stehen so Sachen bspw. fürs System drinne, wie RealTimeClock, Druckerport oder auch NVRAM, in der Regel hardwarespezifische Dinge)
    -rw-r--r-- 1 root root 535 May 19 03:53 ivtv
    (Konfiguationsdatei für den ivtv-Treiber der PVR)
    -rw-r--r-- 1 root root 280 May 19 03:54 linuxtv-dvb
    (Konfigurationsdatei für unsere DVB-Karte)
    -rw-r--r-- 1 root root 95 Oct 20 2003 lirc
    (Konfigurationsdatei für Lirc)


    Sagen wir also unserer Kiste zunächst einmal, dass wir Videokarten im System haben...


    Mit dem berühmten Editor unseres Vertrauens öffnen wir die aliases
    --> nano -w aliases
    Mit dem ensprechenden Editor nach folgendem Eintrag suchen...
    alias char-major-81 videodev
    Falls er nicht da ist, bitte eintragen, am besten ziemlich weit oben...


    alias char-major-10-175 agpgart
    alias char-major-10-200 tun
    -->alias char-major-81 videodev


    Damit wird erstmal die "Obergruppe" für unsere Videodevices angelegt.


    Nachdem wir das haben, legen wir die "Untergruppen" für unsere Karten an, logischerweise also wenn 81 die Obergruppe ist, wird 81-0 die 1. Untergruppe für unsere PVR, 81-1 die 2. Untergruppe für die 1. DVB-Karte usw.


    Man kann das auch vertauschen, da aber meistens empfohlen wird, die PVR als /video0 anzulegen und ich der Kaiser bin, macht ihr das bitte zunächst mal auch so, ansonsten müsstet ihr dann bei den späteren Konfigdateien das entsprechend abändern :-)


    Und zu den einzelnen Konfigs machen wir dann in Kapitel 5 weiter...

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  • Die beiden Unterguppen legen wir in den zwei Konfigs für unsere PVR und die DVB-S an.


    Also wieder raus und entsprechend mit dem Editor eine Datei ivtv erstellen, die dann sooo aussieht...


    # Untergruppe für PVR erzeugen
    alias char-major-81-0 ivtv
    # Device für Video für Linux als /dev/video0 anlegen
    alias /dev/v4l video0
    # Für diejenigen, die die Fernbedienung benutzen möchten, bei 2. Karte off
    # alias char-major-61 lirc_i2c
    # Tuner der PVR auf PAL stellen
    options ivtv ivtv_debug=1 ivtv_pal=1 tuner=5
    options tuner pal=1
    # Ausgabedevice der PVR auf den Composite-Ausgang schalten
    options saa7127 enable_output=1 output_select=0 pal=1
    # wenn lieber S-VHS Ausgang, dann oben auskommentieren und Zeile einkomment.
    # options saa7127 enable_output=1 output_select=1 pal=1
    options msp3400 once=1 simple=1
    # Treiberreihenfolge bestimmen und die einzelnen Module laden
    add below ivtv msp3400 saa7115 saa7127 tuner
    # Framebuffertreiber für die PVR zur Ausgabe graphTFT an PSOne
    add above ivtv ivtv-fb
    # ivtv-Treiber auf PAL-Auslösung einstellen und als video0 deklarieren
    post-install ivtv /usr/local/bin/test_ioctl -d /dev/video0 -u 0xff
    # Ausgabedevice auf den Framebuffer lenken für die PSOne
    post-install saa7127 /usr/local/bin/ivtvfbctl /dev/fb1 -noglobalalpha -localalpha
    # Danach den DVB-Treiber laden
    add below linuxtv-dvb


    Das war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich...in Kapitel 6

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  • So langsam kommen wir endlich zum Ende. Nach dem gleichen Verfahren, wie wir die Konfig-Datei für unserer PVR erstellt haben, machen wir uns jetzt unter dem Dateinamen linuxtv-dvb eine für unsere DVB-Karte :-)


    Die sieht dann soooo aus...


    # Untergruppe für DVB-Karte erzeugen
    alias char-major-81-1 dvb
    # DVB-Karte als /video1 anlegen
    alias /dev/4vl video1
    # DVB-Treiber laden
    # probeall /dev/dvb dvb-ttpci
    # alias /dev/dvb/* /dev/dvb
    below dvb-ttpci alps_bsrv2 alps_tdmb7 alps_tdlb7
    add below dvb-ttpci grundig_29504-401 grundig_29504-491
    add below dvb-ttpci stv0299 ves1820


    Normalerweise ist diese Datei aber ja in der Regel schon vorhanden. Man muss eben halt nur achtgeben, dass man die alias char-major Definitionen und das Anlegen der Devices für Video4Linux nicht durcheinanderwürfelt, wie es mir erst passiert ist.


    Was und dann zu Kapitel 7 bringt...

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  • Jetzt gehts aber wirklich langsam dem Ende zu :-) Um beim Booten auch alles in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten, müssen wir unserer Blechkiste natürlich auch wieder die entsprechenden Befehle an die Hand geben, bzw. ihr mitteilen, in welcher Reihenfolge sie was zu laden hat.


    Das wird in der Regel innerhalb der Kernelkonfig-Datei gemacht, die sich bei gentoo in /etc/modules.autoload.d/ befindet...


    gentoo modules.autoload.d # dir * -all
    -rw-r--r-- 1 root root 1869 May 19 03:56 kernel-2.6


    Man beachte die Zeiten, wann ich so am Rechner arbeite...lol.


    Auch diese Datei öffnen wir wieder und fügen die entsprechenden Befehle zu. Ich weise darauf hin, dass das hier beispielhaft ist und jede Kernelconfig natürlich sich bei der Vielzahl der Möglichkeiten auf jeder VDR-Maschine unterscheiden mag. Wer aber mitgelesen hat, wird die Zusammenhänge sicherlich leicht begreifen :-)


    Wichtig ist eigentlich nur die Reihenfolge der einzelnen Module und deren Abstimmung in eure bereits vorhandene. Als da wären...


    i2c-core
    i2c-algo-bit
    videodev
    ## TV-Karte Hauppauge PVR 350
    tuner type=5 pal=1
    msp3400 once=1 simple=1
    saa7115
    ivtv mpg_buffers=100 video_nr=0
    ivtv-fb
    # Composite-Ausgang einschalten
    saa7127 enable_output=1 output_select=0 pal=1
    # S-VHS Ausgang einschalten
    ## saa7127 enable_output=1 output_select=1 pal=1
    tveeprom


    ### DVB Treiber
    # videodev
    dvb-core
    input
    dvb-ttpci hw_sections=0
    evdev


    ### Fernbedienungscodes lircd
    lirc_serial


    ### NVRAM-Wakeup
    nvram


    ### CD-Support cdfs
    cdfs


    ### Hardware-Sensoren (testphase)
    ## I2C adapter drivers
    i2c-viapro


    ## I2C chip drivers
    it87


    So siehts z.B. bei mir aus. Mag auch für die Fehlersuche eventuell helfen. Womit wir, der geneigte Leser mag es schon ahnen, zu einem weiteren Kapitel kommen :-)

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  • Auch wenn ich mich bemüht habe, das im Internet zusammengesuchte, im Chat zugetragene und selbst erworbene Wissen klar, verständlich und narrensicher (hüstel) hier in schriftstellerischer Form (brrrrrrrr) an den Mann zu bringen, so kann es sicherlich doch immer mal wieder zu Fehlern kommen.


    Aber wenn ihr jetzt nach dem Anlegen aller dieser Dateien abschliessend ein


    -->> modules-update
    -->> depmod -a


    eingebt und beim nächsten Bootvorgang das graphTFT-Bild erscheint (es sollte für das PVR-Out-Plugin eigentlich genauso gehen), dann habt ihr es geschafft !!! Ihr könnt euch glücklich schätzen, bis zum Schluss durchgehalten zu haben...grins.


    Voraussetzung ist natürlich, dass bei beiden Plugins der Aufruf -P"graphtft -d /dev/fb1" mit übergeben wird, sonst funktioniert es natürlich nicht (siehe auch die READMEs). Jaja, ich lese die Dinger auch nie...hehe.


    Vielleicht noch ein paar Hinweise, wie gentoo arbeitet. Aus den Konfigurationsdateien, die wir uns da so gebaut haben, werden automatisch neue generiert (nach modules-update) die dann beim Starten entsprechend abgearbeitet werden.


    So sollte man sich dann bspw. in /etc die modules.conf ansehen, wo nach unserem Howto ivtv VOR linuxtv-dvb auftauchen sollte.


    Desgleichen gilt für die im gleichen Verzeichnis befindliche modprobe.conf, auch hier sollte ivtv VOR dvb stehen. In etwa so...


    alias char-major-81-0 ivtv
    alias /dev/v4l video0
    alias char-major-81-1 dvb
    alias /dev/4vl video1
    alias char-major-61-* lirc_serial


    Wenn der Bildschirm schwarz bleibt, stimmt entweder der Aufruf vom Plugin nicht oder aber die Treiber sind durcheinandergewürfelt, so dass sich der ivtv-Treiber die DVB-Karte "einverleibt", was natürlich dann beim Booten auch nicht wirklich funktionieren kann :-)


    Um das zu überprüfen, könnt ihr ja mal spasseshalber von der Konsole aus


    --> test_ioctl -a ausführen, dann müsste eigentlich diese Ausgabe kommen...


    ioctl: VIDIOC_G_FMT
    Type : Video Capture
    Width : 720
    Height : 576
    ioctl: VIDIOC_QUERYCAP
    Driver name : ivtv
    Card type : Vanilla iTVC15 card
    Bus info : 0
    Driver version: 265
    Capabilities : 0x01030003


    Sollte der Bildschirm zwar leuchten (also angehen), aber sonst irgendwie das Bild statisch sein bzw. schräg rumflackern, dann ist das i.d.R. ein Hinweis darauf, dass der Tuner nicht auf unsere PAL-Norm eingestellt worden ist. Mit dem gleichen Aufruf für test_ioctl wie oben steht dann etwas weiter unten sowas hier...


    ioctl: VIDIOC_ENUMINPUT
    Name : Composite 0
    Type : 0x00000002
    Audioset: 0x00000001
    Tuner : 0x00000000
    Standard: 0x FF ( PAL )


    Wenn da NTSC stehen sollte, überprüft ihr bitte in der ivtv-Konfigdatei diese Zeile


    post-install ivtv /usr/local/bin/test_ioctl -d /dev/video0 -u 0xff


    wobei hier der Parameter -u 0xff normal den PAL-Tuner aktivieren sollte.


    Ansonsten kann auch noch die Ausgabe von lsmod hilfreich sein und dmesg|grep ivtv erzählt einem auch so einiges :-)


    Noch zwei Tips zum Abschluss...mit rmmod saa7127 kann man das Ausgabedevice der PVR abstellen. Sollte also der Bildschirm flackern und dann ausgehen (Black Screen), dann wisst ihr zumindest schon mal, dass sich das Ausgabedevice ansprechen lässt. Was aber eigentlich immer funktionieren sollte, selbst wenn der Treiber sich die SAT-Karte beim Laden "reinzieht" und meint, es wäre die PVR.


    Ferner kann man, nachdem man die Module für die DVB-Karte komplett entladen hat, im usr/local/src/ivtv/driver-Verzeichnis mal ein make reload ausführen. Dieser Teil des Makefiles reinitialisiert sozusagen alle benötigten Module und Treiber. Der Bildschirm sollte dann zumindest wieder anfangen zu leuchten und ihr könnt auch hier unter Umständen sehen, wo es hakt.


    Was dann zu unserem letzten Kapitel führt...

    Ollie jetzt auch im Internet !!! ->> http://www.ohms.ws << VDR mit ASUS A7V8X-X, Athlon XP 2 Ghz, 512 MB DDR-RAM und gentoo 2008.0 Linux, ner Menge Platten (1 TB), 2 Brennern und Karten-Vollausstattung (1 X Nexus 4 MB Mod, 3 x Nova, 1 PVR 350) , TFT/Sony PSOne, Nvidia Graka und und und * Linux - wir geben ihrem Computer das Leben zurück *

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  • Ich möchte abschliessend darauf hinweisen, dass dieses Howto ohne jegliche Gewähr ist und ich keine Verantwortung dafür übernehme, wenn sich jemand das System damit zerschiesst. Auch wenn ich mir sehr viel Zeit genommen habe, an alles zu denken, so habe ich doch nicht immer alles beim Installieren mitgeschrieben und vieles, wenn auch frisch und brandaktuell, aus dem Köpfchen geholt und hier einfach runtergetippt.


    Allerdings bin ich eigentlich berühmt und berüchtigt dafür, dass ich relativ sorgfältig arbeite und bei Beschreiten von Neuland soooo viele Fehler (immer noch) aus Dumm- und Unwissenheit mache, dass ich jedem nach wie vor nur ans Herz legen kann, sich vor der Installation ein Systembackup zu machen und im Falle von Dingen, an die ich jetzt nicht gedacht habe, nicht für die fassungslosen, leeren Blicke verantwortlich sein zu müssen :-)


    Wie immer an dieser Stelle möchte ich mich bei gon, Randy, Lord Jaxxom, Felix, Morone, Schelli, Austrian Coder, den helfenden Mitchattern, die ich jetzt vergessen habe und allen anderen PVR-Besitzern und Benutzern bedanken für ihre freundliche Unterstützung und Geduld bei meinen nervigen Fragen.


    Hoffentlich erspart dieses Installations-Howto dem ein oder anderen sinnlos verplemperte Zeit beim Warten im Chat auf nen Experten oder dem Suchen im Internet auf eigene Faust.


    Kommentare und Belobigungen sowie positives Feedback sind natürlich wie immer erwünscht. Morönchen kann mir seine Statements am besten per E-mail schicken, damit ich sie von dort aus direkt in den elektronischen Papierkorb kicken kann (Freundschaft, mein Nordlicht, wir kennen uns ja :-) )


    Tscha, das wars dann.


    Um es mit den Worten unseres Meisters Klaus zu sagen...


    Ich hoffe, es kann jemand brauchen :-) Wenn ich damit dann auch ein wenig dazu beitragen konnte, dass sich jemand ne PVR kauft und mal auch an nen neuen Kernel ranwagt (vielleicht sogar deswegen, weil er unbedingt S-ATA oder sonstigen Schnickes haben will)


    Greets Olaf

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  • Könntest du noch dazu mal deine Einstellungen posten?
    Und auch, welche Versionen vom vdr und analogtv du nutzt?


    Ich schlag mich grade mit einer pvr250 rum, die mit 100% Systemauslastung grad so ein ruckelndes Bild bringt..

  • bei mir sieht /dev/video... so aus:
    lr-xr-xr-x 1 root root 6 Jul 12 2004 video -> video0
    lr-xr-xr-x 1 root root 10 Jul 12 12:14 video0 -> v4l/video0
    lr-xr-xr-x 1 root root 11 Jul 12 12:14 video16 -> v4l/video16
    lr-xr-xr-x 1 root root 11 Jul 12 12:14 video24 -> v4l/video24
    lr-xr-xr-x 1 root root 11 Jul 12 12:14 video32 -> v4l/video32
    lr-xr-xr-x 1 root root 11 Jul 12 12:14 video48 -> v4l/video48


    ist da was schiefgegangen?
    Habe eine DVB-S und eine PVR 350 in der Kiste.

  • Quote

    M> BT848 Video for Linux (nicht wirklich vonnöten, aber wenn man später noch Bock bekommt, ne analoge WinTV dazuzuaddieren, dann hat mans halt schon drinne :-) )


    das hier ist auf jeden fall von nöten, denn sonst wird tuner modul gemaked.

  • ivtv 0.{2,3}.x muss nicht gepatcht werden.

  • Warum nicht einfach die IVTV Treiber von Chris Kennedy für den 2.6.? Da brauchste auch nix patchen, und das installiert sich quasi von selbst.


    EDIT: OK ist jetzt sehr sehr alt der Post, aber ich denke ist sinnvoll zu erwähnen, für alle die jetzt danach suchen und hierauf stoßen.

  • Tach,


    also du hast schon recht, wenn man gleich nen neueren Treiber nehmen sollte für nen 2.6er Kernel, allerdings sind auch manche der Ansicht, dass der 0.1.19 Treiber immer noch mit zu den besten gehören, die der kleine Skater jemals programmiert hat.


    Wenn du dir mal die Pages von Chris Kennedy angeschaut hast, dann gibt es von diesem DIng ne Einser, Zweier, Dreier und jetzt sogar ne pre Vierer Serie.


    Es spricht zwar für den Fleiss des Jungen, auf der anderen Seite wundert man sich aber dann doch schon, warum es annähernd 100 verschiedene Versionen von dem Ding gibt ? :-)


    Greets Olaf

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