Server auf Debian / Raspi4 als client?

  • Liebe Experten,


    ich wollte mal ein neues Setup ausprobieren, aber fragen, ob es klappen kann, bevor ich loslege - auch worauf ich achten sollte - Mit Ansible / dem neuen Setup habe ich vor ein paar Wochen viel gelernt.


    Aktuell habe ich einen mini-PC, wo yavdr installiert ist, und an dem alles angeschlossen ist (2 Empfänger, externe Festplatte für die Aufnahmen, Fernbedenung, Fernseher / Frontend). Dieses Gerät kommt langsam in die Jahre. Nun habe ich außerdem und ohnehin einen kleinen Debian-Server, der 24/7 läuft und kleinere, andere Aufgaben übernimmt. Die Frage wäre jetzt


    1) Ist mit den Ansible-Scripten auch eine geteilte Installation möglich (Server = der vorhandene debian-Server, Client = Raspi4) möglich?

    2) werden die Ansible-Scripte so auch auf einem debian laufen, oder brauchen die Ubuntu?

    3) kann ich die 2 Empfänger (USB) und die große Festplatte für die Aufnahmen am Server betreiben (da wäre dann yavdr ohne frontend installiert), und als Client zum Anschauen würde ich gerne einen Raspi4 verwenden, wo dann der Fernbedienungsempfänger und der Fernseher angeschlossen ist. Klingt jetzt doof aber - kann ich dann live TV schauen, und das so mit Fernbedienung bedienen wie gewohnt, auch wenn Server und Frontend dann auf 2 Geräten laufen (im Lan verbunden)? Ein- und Ausschalten müsste ich ja dann nur den Raspi..


    Also wäre das Konzept / die Idee so erstmal ok?

  • Der Knackpunkt beim Raspberry Pi 4 ist das Ausgabeplugin und das Deinterlacing scheint auch nicht nicht wirklich zu klappen - vgl. Posts aus den letzten Wochen am Ende von Raspberry Pi 4B Unterstützung


    Soweit ich das verstanden habe, braucht man den aktuellen RPI-Kernel (und dessen Header), das ffmpeg aus dem RPI-Git und dann kann man softhddevice-drm bauen. Für yavdr-ansible ist das so noch nichts, zumal mir da noch viel zu viel Bewegung drinnen ist und ich nicht die Zeit habe da ständig Änderungen hinterherzulaufen.


    1) Ist mit den Ansible-Scripten auch eine geteilte Installation möglich (Server = der vorhandene debian-Server, Client = Raspi4) möglich?

    Für yavdr-ansible gibt es ein Playbook, das für einen headless-Server gedacht ist. Für den Raspberry Pi gibt es bislang nur Pakete für armhf (32-Bit), wobei sich das vdr-plugin-rpihddevice nur mit einem Raspberry Pi 2 oder 3 nutzen lässt und dafür ist auch das Playbook ausgelegt. Der Raspberry Pi 4 bleibt da erst mal außen vor, auch wenn sich die anderen Pakete mit einer 32-Bit Installation nutzen lassen sollten.

    2) werden die Ansible-Scripte so auch auf einem debian laufen, oder brauchen die Ubuntu?

    Grundsätzlich sollten die auch unter Debian nutzbar sein, wenn alle benötigten Pakete in einer Paketquellen vorliegen.

    3) kann ich die 2 Empfänger (USB) und die große Festplatte für die Aufnahmen am Server betreiben (da wäre dann yavdr ohne frontend installiert), und als Client zum Anschauen würde ich gerne einen Raspi4 verwenden, wo dann der Fernbedienungsempfänger und der Fernseher angeschlossen ist. Klingt jetzt doof aber - kann ich dann live TV schauen, und das so mit Fernbedienung bedienen wie gewohnt, auch wenn Server und Frontend dann auf 2 Geräten laufen (im Lan verbunden)? Ein- und Ausschalten müsste ich ja dann nur den Raspi..

    softhddevice-drm ist nicht netzwerkfähig, da wäre vom Konzept her sowas wie xineliboutput und vdr-sxfe bzw. vdr-fbfe besser geeignet - aber das läuft ja leider nicht so einfach auf den Raspberry Pi... - da bleibt dann nur den Weg über streamdev und ggf. remoteosd zu gehen, wobei gerade streamdev leider etwas wackelig sein kann.


    Ein recht bequemer Weg um auszuprobieren, was in Sachen Videowiedergabe grundsätzlich mit einem RPI4 als Client möglich ist, wäre da einen nightly Build von LibreElec.tv drauf zu machen und KODI über über das vnsi-PVR-Addon anzubinden.

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Für yavdr-ansible gibt es ein Playbook, das für einen headless-Server gedacht ist.


    Mal angenommen, ich hätte so einen headless-Server schon fertig - was - statt RPi4 - wäre dann als frontend-Gerät geeignet? Überhaupt ein Raspberry? Toll wäre ja eine Android - App für "H96 Max TV-Box" oder ähnliche.. :-)

  • Überhaupt ein Raspberry? Toll wäre ja eine Android - App für "H96 Max TV-Box" oder ähnliche..

    sowas?

    https://github.com/pipelka/roboTV

    SAT Hardware: Gibertini SE75 | DuraSat Dur-Line UK-24 | DD OctopusNET V2 Rack (Firmware 1.1.6) mit MaxS8
    Server: Asus M5A78L-M/USB3 | Sempron 145@2Cores | 8GB ECC RAM | PicoPSU | Debian Stretch 64Bit | VDR 2.4.5 mit SAT>IP, epgsearch, live, markad
    Clients: RaspberryPI 2/3 | Yocto Poky Linux (Openembedded) 3.2+git | Linux Kernel 5.4.72 | VDR 2.4.5 mit SAT>IP, RpiHDDevice, SkinDesigner, Remote, Extrecmenu, Femon, Mlist


    R.I.P: Gigaset M740 mit VDR von open7x0.org

  • Ist ja schon ein paar Jahre her, seit ich eine Android-App gebaut hatte.. Ich hoffe, das Android Studio passt überhaupt noch auf meinen Laptop.


    Ich werde mich mal damit beschäftigen. Danke für den Tip!

    Da gibt es doch ein fertiges APK von -> https://github.com/pipelka/roboTV/releases


    Und falls Deinem headless Server auf Ubuntu yavdr ansible basiert, ist vdr-plugin-robotv auch fertig dabei.


    Ungetestet von mir - nur ein Hinweis.

  • Und falls Deinem headless Server auf Ubuntu yavdr ansible basiert, ist vdr-plugin-robotv auch fertig dabei.

    Ich habe erstmal auf meinem aktuellen yavdr (all in one) das plugin installiert ( vdr-plugin-robotv ) und die aktuelle APK auf die Android-Box. Über die (erste?) Konfigurationsseite der robotv app komme ich allerdings nicht hinaus - also ich stelle ja dort nur die IP-Adresse vom Server ein...


    Muss ich am Server noch etwas konfigurieren?

  • Muss ich am Server noch etwas konfigurieren?

    Die IP-Addressen bzw. Ranges in der /etc/vdr/plugins/robotv/allowed_hosts.conf müssen zu deinem Netzwerk passen, damit der Client zugreifen darf.

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Schade, robotv-App funktioniert nur auf Android-TV, nicht auf normalem Android (Tablet) ...

  • ok, jetzt mit Kabel ist es etwas besser, und ich konnte mir auch schon eine Aufnahme in HD ansehen, aber die Verbindung geht immer noch oft verloren, so nach jedem 2. Klick, obwohl nun beide Geräte am gleichen Switch hängen..


    Wahrscheinlich ist mein aktueller yavdr-Server viel zu alt und träge dazu.


    Ich habe aber auch keinen Eintrag "live-TV" im Menü der App - ist das normal?

  • Sieht nicht so richtig gut aus im syslog:

    Aber mein Gerät ist ja auch kein "headless"-Server. Mal sehen, wie es dann damit (mit einem anderen Gerät als Server) läuft.


  • die aktuelle APK auf die Android-Box.

    Darf ich mal fragen, was für eine Box mit AndroidTV das ist?

    SAT Hardware: Gibertini SE75 | DuraSat Dur-Line UK-24 | DD OctopusNET V2 Rack (Firmware 1.1.6) mit MaxS8
    Server: Asus M5A78L-M/USB3 | Sempron 145@2Cores | 8GB ECC RAM | PicoPSU | Debian Stretch 64Bit | VDR 2.4.5 mit SAT>IP, epgsearch, live, markad
    Clients: RaspberryPI 2/3 | Yocto Poky Linux (Openembedded) 3.2+git | Linux Kernel 5.4.72 | VDR 2.4.5 mit SAT>IP, RpiHDDevice, SkinDesigner, Remote, Extrecmenu, Femon, Mlist


    R.I.P: Gigaset M740 mit VDR von open7x0.org

  • @rainus:


    Android TV ist nicht gleich Android TV. Wahrscheinlich fehlt der Box das "TV Input Framework" sowie "Live Channels". Das Framework kannst Du auch nicht nachinstallieren. Ich hatte mir vor ein paar Jahren auch mal so eine Box zugelegt und dann zurückgeschickt. Für den kleinen Geldbeutel gibt es die Mi Box von Xiaomi. Falls Du Dir einen neuen TV zulegen willst, dann gleich einen mit Android TV z.B. einen von Sony. Alexander, der Entwickler von roboTV, hat in den letzten Wochen eine super Arbeit hingelegt. Mit dem vdr-plugin-robotv 0.14.4 und der roboTV App >= 0.9.0 läuft das ganze mehr als geschmeidig.


    VG

  • Alexander, der Entwickler von roboTV, hat in den letzten Wochen eine super Arbeit hingelegt.

    Ja, finde ich auch - die Optik ist prima, und auch dass er Titelbilder zu meinen vorhandenen Aufnahmen gefunden hat. Aber LiveTV fehlt tatsächlich. Na war auf jeden Fall ein interessanter Versuch! Hab ich halt eine ungeeignete Box - nicht schlimm. Hab bei dem alten PC den Lüfter jetzt auf Schaumgummi geklebt statt an den Rippen angeschraubt - ist somit wieder viel leiser - und so wird er wohl noch ein paar Jahre durchhalten.

  • Die MI Box hat nur WLAN, kein Ethernet. Als Streaming Box IMO ein absolutes NoGo.

    SAT Hardware: Gibertini SE75 | DuraSat Dur-Line UK-24 | DD OctopusNET V2 Rack (Firmware 1.1.6) mit MaxS8
    Server: Asus M5A78L-M/USB3 | Sempron 145@2Cores | 8GB ECC RAM | PicoPSU | Debian Stretch 64Bit | VDR 2.4.5 mit SAT>IP, epgsearch, live, markad
    Clients: RaspberryPI 2/3 | Yocto Poky Linux (Openembedded) 3.2+git | Linux Kernel 5.4.72 | VDR 2.4.5 mit SAT>IP, RpiHDDevice, SkinDesigner, Remote, Extrecmenu, Femon, Mlist


    R.I.P: Gigaset M740 mit VDR von open7x0.org