Drucker/Scanner-Kombi: Nachfolger gesucht

  • Nachdem sich mein wackerer 15 Jahre alter Brother MFC mit Fehler 71 (= Laser-Unit oder PCB defekt) verabschiedet hat, wollte ich mal fragen, ob Brother immer noch als gute Wahl als Drucker/Scanner gilt.


    Als Nachfolger hätte ich den Brother MFC-L2710DW (Fax brauch ich nicht mehr, hätte dafür aber einen ADF-Scanner) oder DCP-L2530DW (nur Drucken/Scannen/Kopieren, kein ADF) im Auge.

    Laut Rezensionen soll wohl nur die Brother-Drucker-App übel sein, sowas habe ich aber auch bislang nicht genutzt.


    Wie sieht es denn mit HP aus, speziell unter Linux?

    Unterscheidet sich HP von Brother in der Scan-Qualität oder hängt da überall der gleiche Sensor drinnen?

  • Wie sieht es denn mit HP aus, speziell unter Linux?

    Wenn die hplip das Modell unterstützt, sollte das kein Problem sein: https://developers.hp.com/hp-l…g/supported_devices/index


    Unterscheidet sich HP von Brother in der Scan-Qualität oder hängt da überall der gleiche Sensor drinnen?

    Da gibt es sicher Unterschiede - die Multifunktionsgeräte sind primär auf (flache) Dokumente ausgelegt. Zum Scannen von Büchern, Fotos, Dias usw. gibt es Scanner mit besserer Tiefenschäfte und passenden Vorlagenhaltern. Mal Beispielhaft ein Vergleich von Scannern in Tintenstrahl-MFCs der gängigen Hersteller aus 2017: https://www.druckerchannel.de/…sgeraete_fuers_buero_2017


    Wenn man besondere Anforderungen an die Qualität hat, lohnt es sich da vorher ein bisschen zum gewünschten Modell zu Recherchieren oder mal beim Händler zu fragen, ob man sich da durchprobieren kann.

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Danke für die Infos.


    Ist PCL/Postscript-Support eigentlich heutzutage noch relevant?

    So wie ich es verstehe, hat Linux ja mit GDI-Druckern schon seit grob 10 Jahren keine Probleme mehr und auch die PC-Prozessoren sind ja seit Ewigkeiten schnell genug, aber hat man noch irgendwelche anderen Vorteile von PCL/PS-Support?

  • GDI-Drucker sind kein Problem, solange es Treiber dafür gibt (und da hängt es dann im Zweifelsfall daran, ob der Hersteller die Treiber über die Jahre hinweg zu den Linux-Distributionen kompatibel hält, wenn die nicht im Rahmen eines Open Source Projekts mit gepflegt werden). Das nette bei PCL ist, dass man ohne spezielle Treiber auskommen kann und damit so ziemlich alles aus den letzten Jahrzehnten damit drucken können sollte.

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Gerade bei Netzwerkdruckern wird "AirPrint" auch immer üblicher. CUPS kommt damit klar und man bräuchte gar keinen Treiber.


    Mit GDI sei vorsichtig. Erst prüfen ob die Treiber Open Source oder Binary-BLOBs sind. Bei BLOBs: Lieber anderen Drucker suchen.

  • Hatte ein interessantes Modell gefunden, den DCP-B7520DW.

    Hat PCL/PS/PDF, WLAN und supergünstigen Toner (TN-B023 für 2000 Seiten für ~17€), weil in den Zielmärkten Polen (DCPB7520DWAP2) und CZ (DCPB7520DWYJ1) niemand bereit ist 35€ für 2000 Seiten hinzulegen.

    Problem: Brother hat die extra nur auf Polnisch bzw. Tschechisch lokalisiert, man kann die Sprache wohl auch nicht im Interface ändern.


    Etwas ähnlich fieses gibt es beim DCP-L2550DN: der kostet als DCPL2550DNG1 für Deutschland 230€ und als DCPL2550DNZW1 mit Lokalisierung für DK, SE, NO, EE, FI nur 173€.