[Gelöst] WinTV dualHD - Moduloption um nur einen Tuner zu nutzen?

  • Hm....finde ich etwas dubios, dass es den in diesem Taiwanesischen Shop gibt NICHT aber im Sundtek Shop selber. Auch wenn im "About" auf der Seite steht:

    "We have started in 2014 as a component distributor for Sundtek Germany. In 2018 we also started to license the hardware designs from Sundtek Germany and sell worldwide"


    Hat den mal jemand dort gekauft?

    Habe mich auch über die Dinge gewundert... aufgrund der überschaubaren Summe habe ich mich dennoch für einen Kauf entschieden.

    Mal abwarten wie Lieferzeit usw. ist.


    Hatte vor Jahren mal mehrere Sundtek DVB-S2 Sticks im Einsatz. Aber nicht wirklich über einen langen Zeitraum. Habe sie dann verkauft und bin auf Sat>ip umgestiegen.

    Sehe das Ganze zielorientiert. Benutze die WinTV dann halt als dritten DVB-T2 Tuner.


    Ich möchte mich auf meinen Vdr verlassen können. Ich hasse vermasselte Aufnahmen!


    Sorry for offtopic.

  • Ich hab die Sticks an nem normalen ATX Board, keinem Raspberry mit schwachem Netzteil o.ä. . Dennoch würde das erklären, warum es mit einem Tuner besser läuft als mit zweien -> Doppelte Leistungsaufnahme -> evtl. zu wenig mA für beide Tuner. [...]

    Eventuell hilft es auch schon, die Sticks an einen anderen USB-Port zu stecken. Oft teilen sich die USB-Ports auf unterschiedliche Controller und somit auch quasi mehrere Stromversorgungskreise auf - falls nicht ohnehin eine externe Stromversorgung via Hub vorhanden ist... ;)

    ==> Muß nicht unbedingt etwas bringen, ist aber in jedem Fall den Versuch wert.

  • Eventuell hilft es auch schon, die Sticks an einen anderen USB-Port zu stecken. Oft teilen sich die USB-Ports auf unterschiedliche Controller und somit auch quasi mehrere Stromversorgungskreise auf - falls nicht ohnehin eine externe Stromversorgung via Hub vorhanden ist... ;)

    ==> Muß nicht unbedingt etwas bringen, ist aber in jedem Fall den Versuch wert.

    Exakt dieser Gedanke kam mir gestern auch :-) Ich teste das gerade und werde berichten.

  • Das Problem an sich ist meiner Erfahrung nach bei USB in der Regel auch nicht der kontinuierliche *Durchsatz* sondern eher die Latenz vom Anliegen der Informationen am USB-Port bis diese dann vom USB-Treiber auch abgeholt werden. Hängt ein USB 2.0 Gerät an einem USB 3.0 Port so wird die Datenrate logischerweise auch in den USB-2.0 Modus und die niedrigere Durchsatzrate geschaltet und bremst so dann leider auch den USB3.0 Port aus.


    Im Gegensatz zu früheren Schnittstellen signalisieren USB-Ports auch *nicht*, ob aktuell gültige Daten auf Abholung warten. Wo ein Parallelport oder ein RS232-Port eben einen Interrupt erzeugt hat, um der CPU/ dem Programm mitzuteilen dass jetzt Daten anliegen, ist das moderne System eher auf "wird schon rechtzeitig abgeholt worden sein" angewiesen. Beim USB-Port wird halt zyklisch immer wieder gepollt "...hast du jetzt Daten anliegen?" ....... "....sind jetzt Daten für mich da?" und wenn du möglicherweise schon mehrere andere USB-Devices am selben USB-Port hängen hast dann ist die Wahrscheinlichkeit recht groß daß sich auch da schon andere Daten zur Abholung befinden und möglicherweise vor dem Stick abgearbeitet werden. Da der USB-DVB-T Stick die Daten aber meines Wissens nach auch nicht selbst in nennenswertem Umfang puffert, ist das Ding eben darauf angewiesen daß sie bereits vor eintreffen eines neuen decodierten Datenpaketes abgeholt wurden! Sonst sind diese Daten dann eben verloren weil sie bereits vom aktuellen Datensatz überschrieben wurden.


    Falls jemand gegenteiliges weiß - bitte gerne korrigieren! Nobody is perfect und ich lerne gerne dazu. ;)

  • Und Hauppauge weiß das alles nicht und produziert fleißig DVB Sticks die prinzipiell gar nicht funktionieren können? Das glaube ich nicht. Dann würden bestimmt die Hälfte aller verkauften DVB Sticks Retoure gehen. Und die andere Hälfte interessiert die Aussetzer nicht.


    Nein, ich glaube ganz fest an ein Treiberproblem. Die Hardware wird schon in der Lage sein ihren Job zu erledigen und die Firmware ist, soweit ich verstehe, auch direkt von Hauppauge aus der Windows Software extrahiert. Die wahrscheinlichste Fehlerquelle ist der reverse engineerte Treiber von Linux. Deshalb wäre es spannend zu wissen ob es denn unter Windows geht.


    Edit: Der Test mit Windows sollte idealerweise auf der selben Hardware am selben USB Port stattfinden. Hat jemand zufällig ein dual boot System und diese Aussetzer mit Linux?


  • Wahrscheinlich bin ich zu doof, aber mit Windows klappt´s bei mir nicht. Ich wollte die Hauppauge Software nicht nutzen und dachte VLC macht das schon. Also nur das Treiberpaket für den Stick von der Hauppauge Seite runtergeladen und installiert. Wahrscheinlich geht dort schon etwas schief, weil unter Linux fängt sofort eine der LED´s am Stick an zu leuchten wenn der Treiber geladen wurde. Die zweite LED geht bei mir an wenn VDR einen Kanal getunt hat. Mit Windows leuchtet da nichts. VLC kann auch keinen Sender tunen.


  • Wahrscheinlich bin ich zu doof, aber mit Windows klappt´s bei mir nicht. Ich wollte die Hauppauge Software nicht nutzen und dachte VLC macht das schon. Also nur das Treiberpaket für den Stick von der Hauppauge Seite runtergeladen und installiert. Wahrscheinlich geht dort schon etwas schief, weil unter Linux fängt sofort eine der LED´s am Stick an zu leuchten wenn der Treiber geladen wurde. Die zweite LED geht bei mir an wenn VDR einen Kanal getunt hat. Mit Windows leuchtet da nichts. VLC kann auch keinen Sender tunen.

    Scheint mit VLC und dem Stick tatsächlich nicht zu gehen, zumindest nicht für DVB-C:

    https://www.vlc-forum.de/thread/3513-dvb-c-wie-mit-dem-vlc/


    Dort wird der DVBviewer empfohlen, davon gibt es zumindest eine kostenlose Testversion mit der man das vielleicht mal ausprobieren könnte. Ich habe leider neben meinem VDR nur einen Mac und kann daher leider nicht selber testen.

  • Dann muss ich wohl oder übel eine andere Software ausprobieren. Wenn ich eh schon was installieren muss, dann kann ich auch gleich das WinTV von Hauppauge nehmen. Dachte ich käme mit vorhandenem weiter. Der Test bei mir ist leider eh nicht sonderlich aussagekräftig, da ich auf anderer Hardware teste.


  • Und Hauppauge weiß das alles nicht und produziert fleißig DVB Sticks die prinzipiell gar nicht funktionieren können? Das glaube ich nicht. Dann würden bestimmt die Hälfte aller verkauften DVB Sticks Retoure gehen. Und die andere Hälfte interessiert die Aussetzer nicht.

    Nein, es ist klar daß es natürlich im Normalfall funktionieren wird. Es kommt eben sehr oft darauf an, was alles schon an diesem einen konkreten USB-Adapter dran hängt. Wenn du z. B. das ganze an einem Notebook testest, dann könnte da z. B. ein Fingerprint-Reader, ein SD-Karten-Slot, eine HD-Kamera, ein Touchpad, ...... dran hängen. Sprich: Die ganz spezifische Konfiguration "drum herum". Das ist es was ich meinte. Nicht, daß Hauppauge unfähig wäre, funktionstüchtige Hardware zu produzieren. Dafür ist die Firma schon alleine viel zu lange am Markt und hat einen viel zu guten Ruf. ;)

  • für Streams wird eigentlich der bei USB übliche Isochrone Transfer benutzt, der Bandbreite mit begrenzter Latenz und eine konstante Datenrate garantiert. Sonst wäre Digital Audio gar nicht störungsfrei möglich. Ich denke auch nicht, das Hauppauge den Bulk Transfer nutzt, der für zeit unkritische Dinge wie Drucker und Massenspeicher sinnvoll ist.

  • Definitiv isochron, hab ich in den Logs gelesen.


  • Kurzer Zwischenstand von mir. Bin umgezogen und teste gerade die WinTV dualHD unter Ubuntu focal mit Kernel 5.4.0-14 und Firmware 4.0.25

    Aufgesetzt habe ich das System im alten Zuhause, hier habe ich noch kein Internet.


    Ja, es kommt zu den beschriebenen Bildstörungen im DVB-C Betrieb. Habe nur diese eine USB Tunerkarte im Einsatz.


    Verständnissfrage: Wie handelt Vdr bzw. das System die möglichen Empfangstuner? Die Karte bietet ja 2X DVB-C oder 1x DVB-T2 - kann ich T2 auch komplett deaktivieren? Unter devstatus sehe ich mal Kabelkarte (nur Gerät 1 aber auch mal 1 & 2) oder auch Terrestrisch.


    Sundtek Tuner ist noch auf dem Versandweg...

  • kann ich T2 auch komplett deaktivieren?

    Wenn es keine DVB-T2 Kanäle in den channels.conf gibt, sollte der VDR nur den DVB-C Teil nutzen. Ansonsten sollte das mit dem vdr-plugin-delsys (muss man selber mit den gewünschten Settings kompilieren, vgl. README in den Sourcen) oder mit dem vdr-plugin-dynamite (über eine udev-Regel) möglich sein.

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Die Karte bietet ja 2X DVB-C oder 1x DVB-T2

    Nein, 2x DVB-C oder 2x DVB-T oder 2x DVB-T2


    So, ich habe gerade unter Windows 10 getestet. Erster Versuch mit VLC ging in die Hose. Habe daraufhin WinTV v10 installiert. Jetzt klappt das auch. Ein paar Dinge sind mir aufgefallen:


    1. Unter Linux geht eine der beiden LED´s sofort an, wenn man den Stick einsteckt. Auch ohne gestartetem VDR. Unter Windows bleiben die LED´s aus, bis man WinTV startet. Dann leuchtet eine der beiden LED´s. Startet man eine 2. Instanz von WinTV, leuchtet auch die andere. Schlussfolgerung: Die LED´s stellen die in Benutzung befindlichen Tuner dar!? Frage: Warum wird unter Linux sofort ein Tuner gestartet, auch ohne TV-Software ala VDR?


    2. Ich habe hin und wieder Klötzchen. Konnte keine Abhängigkeiten feststellen. Allerdings ist mein hier verwendetes Board nicht gerade für seine USB2.0 Performance berühmt. AMD 780G + SB700. Ich werde den Test demnächst mit einer installierten USB3.0 Karte nachholen. Dazu muss ich aber noch ein paar Kabel anders verlegen, passt jetzt auf die Schnelle nicht.


    3. Umschalten auf dem 2. Tuner mit einer 2. Instanz von WinTV provoziert keine Bild- oder Tonstörungen auf dem 1. Tuner. Dies war aber nur ein sehr kurzer Test. Wird am USB3.0 Port wiederholt, etwas ausgiebiger.


    4. Der Treiber den WinTV installiert ist vom 26.02.2019. Also relativ aktuell. Wenn man jetzt wüsste wo sich die Firmware versteckt...


  • Nein, es gibt keine DVB-T2 Kanäle in der Channels.conf


    Komisch das ich diesen Tuner Mischbetrieb im Devstatus Plugin beobachte... probiere per Dynamite Plugin die T2 Tuner zu deaktivieren.


    Wurde ja schon vermutet, dass dieser Mischbetrieb die Bildstörung verursacht. Nun konkret bei der Empfangsart.
    Es heißt ja DVB-C oder DVB-T...

    The post was edited 2 times, last by vdr_rossi ().

  • Ich denke, dass die DualHD so aussehen wird:



    Es gibt 2 Frontends, aber jeweils nur einen gemeinamen Tuner und Demodulator für DVB-C und DVB-T/T2.

    Der Tuner sollte ein Si2157 sein, der Demodulator entweder ein Si2168 oder ein lgdt3306a. Der EM28xxx ist der USB2 Controller.

    Der Tuner ist für die Frequenz zuständig, der Demodulator für die Tuning Parameter - entweder für DVB-C oder DVB-T.

    Wenn VDR keine DVB-T Kanäle in der channels.conf findet, wird der Demodulator auch nie für DVB-T programmiert.

    LG Helmut

  • Wenn VDR keine DVB-T Kanäle in der channels.conf findet, wird der Demodulator auch nie für DVB-T programmiert.

    LG Helmut

    Ich hatte weiter oben geschrieben, dass schon ein Tuner gestartet wird (Annahme, da eine LED leuchtet) bevor VDR gestartet wird. Unter Windows ist das nicht so.


    Edit: Auf was ich hinaus will ist, wer weiß wie der Demodulator programmiert wird bevor VDR darauf zugreift. Vielleicht bringt das irgendetwas durcheinander. Es ist auf jeden Fall der offensichtlichste Unterschied zwischen Linux und Windows. Und was bzw warum wird ein Empfänger aktiviert bevor die eigentliche Anwendung (VDR) darauf zugreift?


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