[Bastelthread] Pollinschnäppchen - Bastlernetzteil 400W

  • Wenn man die Bezeichnung den verbauten Steuer-ICs hat, könnte dessen Datenblatt weiter helfen

    ganz so trivial ist die Sache leider nicht. Ich habe 12 ICs gezählt, alle mow. niedrig integriert. Ein hochintgrieter IC und dann die Herstellerapllikation wäre zu schön gewesen. Also ohne Schaltplan ist das bei Versuch und Irrtum dann mehr Irrtum.

    Eigentlich alle PC-Netzteile haben innen ein Poti mit dem die Ausgangsspannung im Werk fein justiert wird.

    es gibt keinen Trimmer, siehe oben. Da die Spannungen in einem gewissen Fenster tolerieren können, ist das aber auch nicht verwunderlich. Auch mein o.g. Panel NT hat keine Trimmer. Das ist alles fest verdrahtet.


    Eigentlich wollte ich diesmal nicht in Innere des NTs gehen, da mir das so passt wie es ist, aber ich habe das NT doch mal geöffnet und paar Bilder gemacht. Mit der dicken Nikon kommt man recht bescheiden an die Beschriftung ran, auch musste ich recht stark skalieren und komprimieren fürs Forum zum hochladen



  • Nachtrag:


    mit viel Mut zum Risiko könnte man folgendes angehen. Beim TDA 16888 --> http://dalincom.ru/datasheet/TDA16888.pdf


    und der Appl. Note dazu --> http://cdn14.21dianyuan.com/download.php?id=80683 Seite 6 ist eine Standard Applikation zu sehen. Dort sind Optokoppler als Feedbackpfad zu sehen, die die Rückführung von der Sekundär zur Primärseite ermöglichen.


    Auf meinem letzten Bild sind zwei Stück Load Share Controller UC3902 zusehen --> http://www.ti.com/lit/ds/symlink/uc3902.pdf

    die das Parallelschalten von Netzteilen ermöglichen und Lastunterschiede ausgleichen. Auf meinem Bild oben vom Platinenverbinder sind die Kontakte 12VShare+ und - ; sowie 5VShare+ und - zu sehen. Wenn man hier Lastunterschiede simuliert, könnte sich die Spannung evtl. ändern.

  • Hallo, ich bin auf diese Unterhaltung gestoßen da ein Kumpel genau dieses ^^ Netzteil besitzt und mich gefragt hat, wie man die Ausgangsspannung erhöhen kann.


    FYI

    Das habe ich aber nach einem ersten Test gleich verworfen, denn die Qualität der PSU ist für Afu-Anwendungen leider unterirdisch. Ripple und Noise sind grenzwertig, aber viel störender sind die Störungen die von der HF-Schleuder ausgehen.



    Ich habe kurzerhand die PSU mit einer getauscht die für Afu-Zwecke besser geeignet ist, und kann dies hier nur empfehlen. Klingt merkwürdig da man gerade ein komplettes Netzteil für 20€ gekauft hat, aber es bringt so nichts. Das Ganze kostet nicht grundlos 20€ inkl. Metallgehäuse und Verpackung und so weiter.


    Netzteile und Umbauten wie zum Beispiel für das DPS-600 sind sehr gut dokumentiert, ab Werk (auch teilweise bereits intern) bis zu >13-14V regelbar und liefern dazu noch deutlich mehr Strom. In der Bucht sind die immer wieder für kleines Geld zu finden.
    Ok, das sind noch mal 20...25...xx€, aber es lohnt sich. ;)


    Beispiel DPS-600:

    http://www.dj6ca.de/dj6ca12vnt.pdf



    Nur ein gut gemeinter Tipp und viele Grüße!

  • aber viel störender sind die Störungen die von der HF-Schleuder ausgehen.

    wenn man schon beim basteln ist, dann kann man auch gleich ein ordentliches Filter nachsetzen. Ich hatte hier eins gebaut für 20A --> Raspberry Pi 3 Model B mit HiFiBerry DAC+ Pro

  • ganz so trivial ist die Sache leider nicht. Ich habe 12 ICs gezählt, alle mow. niedrig integriert. Ein hochintgrieter IC und dann die Herstellerapllikation wäre zu schön gewesen.

    Das sind deutlich mehr ICs, als ich erwartet habe. Üblich ist etwa ein drittel davon.


    mit viel Mut zum Risiko könnte man folgendes angehen. Beim TDA 16888 --> http://dalincom.ru/datasheet/TDA16888.pdf


    und der Appl. Note dazu --> http://cdn14.21dianyuan.com/download.php?id=80683 Seite 6 ist eine Standard Applikation zu sehen. Dort sind Optokoppler als Feedbackpfad zu sehen, die die Rückführung von der Sekundär zur Primärseite ermöglichen.

    In der App Note sollten die Widerstände um IC2 interessant sein.

    Die wird es aber in diesem Netzteil nicht geben.


    Auf meinem letzten Bild sind zwei Stück Load Share Controller UC3902 zusehen

    Daran, dass man die NTs parallel schalten kann, hatte ich nicht gedacht.

    Aber da die aus irgendwelchen professionellen Servern stammen, ist es natürlich logisch, dass sowas geht.


    Die Ausgangsspannung muss also irgendwo im Bereich dieser Controller definiert werden.

    Das erklärt auch, warum die nichts einstellen kann.


    Im Datenblatt steht was vom Masterunit, die die Spannung definiert, ich denke da müsste man ansetzen.

    Zum UC3902 gibt es ausser diesem Datenblatt noch eine Anleitung und eine App-Note, wo der Aufbau so einer Schaltung recht ausführlich beschrieben ist. Inklusive Schaltplänen.

    Ich denke damit wird man was anfangen können. Der Interessante Punkt ist am Ausgang dieser Controller, da von da aus die Spannung beeinflusst wird. Bei dem Haufen von Bauteilen, die auf dem NT verbaut sind, kann das da auch schon kniffelig werden.

    Gruss
    SHF


  • Der Interessante Punkt ist am Ausgang dieser Controller, da von da aus die Spannung beeinflusst wird.

    jo,



    am ADJust Pin 3 sollte die Stellgröße Richtung NT gehen. SHARE +/- Pin 6 und 7 sollte vermutlich zu den Ausgangspins 5VShare +/- bzw 12VShare+/- auf den Leiterplattenverbinder gehen. Ich habe aber schon alles wieder verschraubt und werde es nicht verifizieren. Sense Pin 2 wäre auch noch interessant. Dort wird intern gemessen, dort könnte man auch noch ansetzen.

    Ist aber alles very dangerous , ohne Schaltplan kann man das nur ausklingeln und rekonstruieren.

  • Interessanter finde ich dieses Schaltbild aus dem User guides:

    Da sieht man ganz gut, wie die Netzteile zusammen geschaltet werden.


    SHARE +/- Pin 6 und 7 sollte vermutlich zu den Ausgangspins 5VShare +/- bzw 12VShare+/- auf den Leiterplattenverbinder gehen.

    Denke ich auch.


    Sense Pin 2 wäre auch noch interessant.

    Der IC misst damit aber den Strom, das kann nach hinten los gehen.


    Ich würde es eher einen Widerstand von Pin 3 (ADJ) gegen Masse versuchen.

    Aber wie geschrieben, das wäre ein Versuch.

    Gruss
    SHF


  • Der IC misst damit aber den Strom, das kann nach hinten los gehen.

    deswegen schrieb ich ja, very dangerous. Sicher ist ohne Konkreten Plan gar nichts, nur viel Spekulation. Da aber wohl nicht an mehr Infos zu kommen ist, bleibt den Funkern wohl nur diese Möglichkeit. Beim Share Controller hatte ich auch gelesen, das man auf den Share+/- Leitungen einen geringen Strom über ca. 100Ohm injizieren kann.


    "...Trimming of each converter’s output voltage is accomplished byinjecting a small current into the output voltage sense line, which requires a small resistance (typically 20 Ω to100 Ω) to be inserted..."

  • hallo,


    Würde ich ein besseres Amperemeter suchen oder selbst bauen.

    so wie angedacht, habe ich mir da was mit Arduino Nano ausgedacht. Schaltplan und Boardplan zum Ätzen sind soweit fertig


    ..


    funktionieren soll das Ganze dann so:


    Über die vier Analog Eingänge des Nano wird jeweils die Spannung sowie per Stromsensor die Stromwerte gemessen. Diese kommen auf einem 16x2 i2c Textdisplay zur Anzeige. Da dies den Nano langweilt, habe ich noch einen Temperatursensor einbezogen, der mit einem Kabel dann an der heißesten Stelle des Netzteiles montiert werden kann. Weiterhin kommt ein Buzzer hinzu, der Alarm gibt. Optional habe ich auch eine PWM Lüftersteuerung für zwei kleine 5V Lüfter realisiert. Einschaltschwelle und prozentualer PWM Anteil zum sicheren Anlaufen werden im Sketch eingestellt, Alarmschwelle für Buzzer und Displayanzeige ebenfalls. Auch ist der Stromsensor Typ einstellbar.

    Es gibt bidirektionale Strommesssensoren welche auch Wechselspannungen messen können sowie unidirektionale für Gleichspannung. Bidirektionale haben den Messnullpunkt logischerweise auf Ub/2 gelegt, die Messauflösung ist dadurch geringer gegenüber den unidirektionalen die nur einen Offset von 0,6V haben.


    ..


    der Sketch ist soweit fertig und auf dem Steckbrett funktioniert auch soweit alles. Auf dem linken Bild ist der Begrüßungsbildschirm zu sehen, auf dem rechten Bild sind blockweise die Spannungen und Ströme sowie Temperatur /Alarm /OK zu sehen. Das wäre soweit mein jetziger Ansatz.


    Falls jemandem noch was Gutes einfällt, könnte ich es evtl. noch einbauen. Ansonsten werde ich die Platine so herstellen. Bei Interesse könnte ich auch eine zusätzliche Platine mit herstellen, sie ist einseitig mit Lötbrücken ausgelegt. (Mischbestückung SMD THT)

  • Könnte man auch als Arduino Shield Bauform designen. Dann passen mehr kompatible boards.

  • ich kenne jetzt nicht die Rahmenbedingen dafür, befürchte aber, das sich die Platine dann vergrößert und nicht mehr vorne an die Front so passt. Die Platine ist 90x55mm, ich habe schon mit jedem Millimeter gerungen. Wer sich daran versuchen will, dem kann ich gern die eagle files dafür geben.

  • Die Abgabeleistung in Watt ist, finde ich, meist interessanter als der Strom.

    Wäre eine praktische Ergänzung in Anzeige, die einem das Rechnen erspart.

    Gruss
    SHF


  • Die Abgabeleistung in Watt ist, finde ich, meist interessanter als der Strom.

    mir gehts andersherum. Multiplikation geht bei mir besser im Kopf ;)

    Wäre eine praktische Ergänzung in Anzeige, die einem das Rechnen erspart.

    Watt anzuzeigen ist im Sketch nur eine Zeile , also kein Problem. Zusätzlich ist leider kein Platz mehr bei 16 Zeichen pro Zeile. Man könnte das nur alternierend anzeigen, das bringt aber nur Unruhe in die Anzeige, würde mir nicht gefallen.

    Das ist aber alles nur Kosmetik für den Sketch, das kann man problemlos einbauen wie man möchte.

  • hallo,

    Eigentlich wäre es schade, die USB Schnittstelle vom Nano brach liegen zu lassen. Ich habe mir nun folgendes überlegt. Ich verlängere den USB Port vom Nano nach außen an die Front. Weiterhin kommt eine 1,5A PTC Fuse selbstrückstellend mit auf die Platine und sichert den USB Port vom Nano ab. So kann man die USB Buchse auch als Schnellladeport mit 1,5A nutzen. Der Nano kann aber auch die ermittelten Werte über eine serielle Konsole übertragen.


    .

    Damit könnte man dann langzeitmäßig mitloggen. Das funktioniert derzeit über den Serialportmonitor von der Arduino IDE. Nun habe ich mal gesucht, ob es irgendein Programm gibt, das anstelle der IDE mit dem USB Port vom Nano kommuniziert, die Daten einsammelt und als Datei abspeichert, um sie dann grafisch aufbereiten zu können. Leider konnte ich nur Hinweise zum speichern direkt auf SD Karte finden. Das ist aber nicht so sinnvoll , besser wäre ein connnect per PC bei Bedarf

    Kennt jemand etwas in der Richtung?

  • Eigentlich wäre es schade, die USB Schnittstelle vom Nano brach liegen zu lassen. Ich habe mir nun folgendes überlegt. Ich verlängere den USB Port vom Nano nach außen an die Front. Weiterhin kommt eine 1,5A PTC Fuse selbstrückstellend mit auf die Platine und sichert den USB Port vom Nano ab. So kann man die USB Buchse auch als Schnellladeport mit 1,5A nutzen.

    Sei vorsichtig mit sowas!


    Der USB-Port am Nano ist ein Device-Port! Kein Host-Port! Ab Werk haben selbst die billigen chinesischen Nanos eine Schottky-Diode die verhindert das da Strom rauskommt. Und wenn sich nichtmal die Chinesen trauen dieses Bauteil wegzurationieren, dann sollte einem das zu denken geben! Du musst in jedem Fall und in jeder denkbaren Konstellation auf jeden Fall verhindern das in den USB-Port des PCs eingespeist wird! Es kann sonst wirklich teuer werden wenn das Mainboard am PC neu muss!


    Dazu kommt das viele Geräte nur laden wenn die beiden USB-Datenleitungen im Ladegerät gegeneinander kurzgeschlossen sind. Das ist ein primitiver Weg für das zu ladende Gerät um zu erkennen "da hängt kein PC dran. Ich kann also so weit aufdrehen bis die Spannung einknickt".


    Beides auf einem Anschluss geht eigentlich nur sauber mit dem USB-OTG Standard und der wiederum geht nur auf Micro USB. Oder USB-PD mit USB Type C, aber da wird es dann wirklich komplex.

    Kennt jemand etwas in der Richtung?

    https://pyserial.readthedocs.io/en/latest/shortintro.html


    Es ist ein einfacher serieller Port! Viel einfacher kann man es für die Programmierung auf PC-Seite gar nicht haben. Erst recht nicht wenn es unter Linux läuft. Dort reicht eigentlich einfach ein "cat /dev/ttyUSBx >> /tmp/log.txt"


    Einfach vorher kurz im Serial Monitor der Arduino IDE öffnen. Damit konfigurierst du Baudrate und die sonstigen Parameter. Vom konfigurierten seriellen Port kannst du dann wie oben geschrieben mit "cat" lesen.


    Auf Arduino-Seite dann einfach so ausgeben das es direkt CSV-Format ist und du könntest dein Log direkt in LibreOffice Calc einlesen und dort dann auch mit wenig Aufwand ein Diagramm daraus erstellen.

  • Du musst in jedem Fall und in jeder denkbaren Konstellation auf jeden Fall verhindern das in den USB-Port des PCs eingespeist wird! Es kann sonst wirklich teuer werden wenn das Mainboard am PC neu muss!

    ja, stimmt, zu einfach gedacht.

    Eigentlich wollte ich nur dumme Verbraucher damit speisen, die einfach nur Spannung abgreifen. Eine aufwendigere Schaltung für alle erdenklichen Fälle ist aber overkill . Ich werde entweder zwei separate Buchsen einbauen oder den Stromspender weglassen.

    Dort reicht eigentlich einfach ein "cat /dev/ttyUSBx >> /tmp/log.txt"

    hier habe ich wohl zu kompliziert gedacht. Das hätte ich wirklich einmal probieren können. Es braucht nicht einmal eine Initialisierung, ein vorher stromlos gemachter Nano gibt nach dem "hochlaufen" (wenn die TX LED zyklisch blinkt) seine Meldungen stoisch heraus. Ein neu gebooteter PC führt beim Zugriff über cat einen Neustart vom Nano aus. Danach füllt cat dann die Datei bis zum break. Es könnte höchstens sein, das sich die Devicenummer zwischendurch mal ändert und man das mit einem gelinkten Device festtakkern muss. Damit kann ich was anfangen. Ich muss nur noch die Separatoren im Sketch anpassen, dann sollte das sicher für calc passen.

    vielen Dank