Update Problem -> Nvidia?

  • Hallo nochmal,

    ich habe mir nun zum zweiten oder dritten mal mit einem update das System geschrottet. Beim letzten Versuch wollte ich den Streamdev-Client installieren, um auf die Ressourcen des "großen" VDR zugreifen zu können. Dabei hat er jede Menge updates mitgenommen.


    Ich habe das System dann eben mal im Live gestartet und dachte, bei so vielen neuen Kernels ist vielleicht /boot vollgelaufen. Nope... Das Log legt nahe, dass es ein Nvidia update war, denn die letzten Meldungen beschweren sich über ein fehlendes Nvidia device (oder fehlende Zugriffsrechte).


    Ergebnis ist jedenfalls, dass das System nix mehr macht. Kein Bild, keine Konsole, nix. Hat das mal jemand gehabt oder einen Tipp für mich? Selbst wenn ich das nun geregelt bekomme, kann es doch nicht sein, dass ich nie wieder updates machen darf...

    VDR1: Silverstone SST-LC14S-M, M3N78, AMD Athlon64 5600+, 2G Ram, 2x SATELCO EasyWatch PCI DVB-C, NVIDIA GT218 [GeForce 210] (rev a2), YaVDR 0.6.1
    VDR2: Antec Mini-ITX Case "ISK300-65", AT3IONT-I Deluxe, 2GRam, 32G SSD, Atric Einschalter, YaVDR 0.6.1
    VDR4: Antec Fusion Remote, GA-M68MT-D3, EN210 Silent/DI/512MD2 LP, SATELCO EasyWatch PCI DVB-C, YavDR 0.5

  • Welche EasyVDR-Version hast du denn (in deiner Signatur sind nur yaVDR-Installationen erwähnt)?


    Generell ist das Problem, dass die regulären Paketquellen von Ubuntu 14.04 nach dessen EOL nicht mehr verfügbar sind, aber die PPA-Pakete ggf. gegen ältere Stände gebaut wurden, die nur noch über https://wiki.ubuntuusers.de/Historische_Paketquellen/ genutzt werden können. Man kann damit im besten Fall ein System mit dem letzten verfügbaren Stand von Ubuntu 14.04 bekommen.


    Daher ist ein Umstieg auf yavdr-ansible bzw. die Vorabversion von EasyVDR 5 ein Schritt, den man in Erwägung ziehen sollte, wenn man ein System haben will, das noch mit Sicherheitsupdates versorgt wird und bei dem Fehler in den PPA-Paketen bzw. Installations- und Konfigurationsskripten behoben werden können.

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Die EasyVDR Version, die ich hier grad teste, ist die aktuellste stabile (3.5 irgendwas).


    Ich war jetzt der Meinung, dass die stabile EasyVDR auf einem aktuellen Ubuntu gebaut und damit auf der Höhe der Zeit ist. Die Annahme ist falsch? Die Signatur ist im Prinzip korrekt, aber da ich gerne wieder auf unterstützte Software bauen will und demnächst auch mal ein Hardware refresh ansteht, suche ich nach besseren / aktuelleren Möglichkeiten.


    Die Playbook Thematik habe ich mir natürlich angesehen, bevor ich das komplette System wechsle. Schien mir aber sehr kompliziert bzw für einen unwissenden mit vielen Fallen versehen. Zum Beispiel habe ich im Zuge dieses Projektes das erste Mal von einem Playbook gehört...

    VDR1: Silverstone SST-LC14S-M, M3N78, AMD Athlon64 5600+, 2G Ram, 2x SATELCO EasyWatch PCI DVB-C, NVIDIA GT218 [GeForce 210] (rev a2), YaVDR 0.6.1
    VDR2: Antec Mini-ITX Case "ISK300-65", AT3IONT-I Deluxe, 2GRam, 32G SSD, Atric Einschalter, YaVDR 0.6.1
    VDR4: Antec Fusion Remote, GA-M68MT-D3, EN210 Silent/DI/512MD2 LP, SATELCO EasyWatch PCI DVB-C, YavDR 0.5

  • Ich war jetzt der Meinung, dass die stabile EasyVDR auf einem aktuellen Ubuntu gebaut und damit auf der Höhe der Zeit ist. Die Annahme ist falsch?

    EasyVDR 3.5 scheint noch auf Ubuntu 14.04 zu basieren (das sieht man schon bei der Installation, dass er PPAs für trusty einbindet und wenn man sich im laufenden System umsieht (z.B. mittels apt-cache policy PAKETNAME wird klar, dass es alles trusty-Pakete sind) - ich vermute, dass in https://www.easy-vdr.de/showthread.php?tid=18187 jemand trusty und xenial verwechselt hat).


    Die Umstellung von Upstart zu Systemd bei den LTS-Versionen kam mit Ubuntu 16.04 (xenial). Soweit ich weiß hatten die EasyVDRler damals den Kernel von Ubuntu 16.04, ffmpeg und ein paar andere Pakete für die 3.5 zurückportiert, dann die Entwicklung der mittlerweile übersprungenen Version 4 für Ubuntu 18.04 bionic begonnen und sind jetzt gleich auf die Vorabversion von Ubuntu 20.04 focal gegangen, um eine länger unterstützte Version als Basis zu haben.

    Die Playbook Thematik habe ich mir natürlich angesehen, bevor ich das komplette System wechsle. Schien mir aber sehr kompliziert bzw für einen unwissenden mit vielen Fallen versehen. Zum Beispiel habe ich im Zuge dieses Projektes das erste Mal von einem Playbook gehört...

    "Easy" im Sinne von "ich klicke mich möglichst ohne eigene Vorbereitung durch einen Fragenkatalog" ist der Ansatz mit dem Ansible-Playbook nicht, aber dafür ist die Konfiguration des Systems transparent, reproduzierbar und sehr stark auf die eigenen Wünsche anpassbar.


    Ansible ist ein von Redhat entwickeltes Projekt, das genutzt werden kann, um einen oder mehrere Rechner reproduzierbar zu konfigurieren.


    Das Playbook enthält alle nötigen Schritte, um aus einer Ubuntu Server bzw. Ubuntu Minimalinstallation ein lauffähiges System mit den von yaVDR gewohnten Diensten und Programmen (bislang mit Ausnahme des Webfrontends und der Netzwerkunterstützung für die Sundtek-Sticks) zu machen - für Hardware, die nicht automatisch erkannt werden kann und für Konfigurationswünsche, die von den Vorgaben abweichen, genügt es in vielen Fällen die entsprechenden Variablen aus https://github.com/yavdr/yavdr…lob/bionic/group_vars/all passend zu setzen, so dass man die vom Playbook genutzten Rollen kaum selbst anpassen muss.


    Dass man dafür idealerweise ein grundlegendes Verständnis zum Arbeiten mit Git haben sollte und sich ein bisschen mit Ansible vertraut machen muss, um diese Vorteile wirklich nutzen zu können, halte ich da für einen akzeptablen Trade-off. Wenn man sich nicht damit beschäftigen will, kann man immer noch das System zu Fuß konfigurieren, nachdem das Playbook einmalig seine Arbeit gemacht hat.


    Und wenn sich jemand damit partout nicht anfreunden kann, bleiben ja noch die MLD und ein hoffentlich in absehbarer Zeit stabiles EasyVDR 5.

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Vielen Dank für die Erklärung. Ich schaue mir die Sache Mal an und melde mich vielleicht nochmal. Serverinstallation ist fertig, morgen wird mit dem Playbook ein spannender Tag.

    VDR1: Silverstone SST-LC14S-M, M3N78, AMD Athlon64 5600+, 2G Ram, 2x SATELCO EasyWatch PCI DVB-C, NVIDIA GT218 [GeForce 210] (rev a2), YaVDR 0.6.1
    VDR2: Antec Mini-ITX Case "ISK300-65", AT3IONT-I Deluxe, 2GRam, 32G SSD, Atric Einschalter, YaVDR 0.6.1
    VDR4: Antec Fusion Remote, GA-M68MT-D3, EN210 Silent/DI/512MD2 LP, SATELCO EasyWatch PCI DVB-C, YavDR 0.5

  • Hi,

    easyVDR 3.5 ist trusty und somit nicht mehr supportbar. Der Install sollte aber noch gehen aus den o.g. Repos.


    Die v5 kann getestet werden, fehlerfrei ist sie sicher noch nicht. Da ist v4 schon eher nutzbar (mit Abstrichen bei Fbs). Die v4 Entwicklung wurde aber abgebrochen.

    Daher dafür auch kein Support von uns.

    MfG,

    Stefan

    Test-VDR1: HP rp5700 Fertigsystem, Core2Duo E6400, 2GB RAM, FF-SD C-2300, nvidia Slim-GT218 x1 | easyVDR 2.0 64Bit
    VDR3: in Rente

    VDR4: MSI G31M2 v2, Digitainer2-Geh., t6963c 6" gLCD, E5200, 2GB, 3TB WD Red, GT730, 2x TT S2-3200; easyVDR 3.5 64bit
    VDR5: Gigabyte
    GA-G31M-S2L, Intel E2140, Zotac GT730 passiv, Digitainer2-Geh., t6963c 6 " gLCD, 2 TB WD Red, 2x TT S2-3200 (an 1 Kabel) easyVDR 3.5 64bit
    VDR6:
    Intel E5200, GT630 passiv, F1 750 GB, t6963c gLCD, 2x TT S2-3200 | easyVDR 3.5 64bit
    VDR-User #1068
    www.easy-vdr.de