Heimserver. Raid mit ssd' s sinnvoll?

  • Ich baue mir einen kleinen Heimserver auf. Installiert wird Proxmox mit ein paar VM‘s und LXC Containern.

    Eigentlich nichts aufregendes. VDR, tvheadend, epgd und einem Fileserver.

    Nun habe ich mir hier schon zwei 500GB- SSD für System und vm‘s besorgt. Grade frage ich mich aber, ob das überhaupt sinnvoll ist, ssds in einem Raid 1 zu betreiben? Oder gehen sie eher gleichzeitig kaputt? Ist es besser nur die Maschinen zu sichern und auf ein Raid zu verzichten?

    Bei vorhandenen Maschinen ist ein System ja schnell neu aufgesetzt.

    Eine 8TB Datenplatte wird über ein wöchentliches Backup gesichert.

    Wie würdet Ihr das machen? Ich will es nicht übertreiben und Hochverfügbarkeit ist nicht so wichtig.


    Gruß Jan

    1:Dell PoweEdge T20; Xeon E3-1225 v3; 16GB RAM; Proxmox 5.4; MLD 5.4 als Server; Cine S2;
    2:Intel NUC i3 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub

    3:Raspberry Pi 3B; MLD

  • Ich habe auch Proxmox und in einer VM ein Debian mit Nextcloud am laufen. Proxmox erstellt jede Nacht automatisiert backups der VM auf eine (billigere) HD. Dadurch habe ich auch mehrere Generationen an backups. Die "Hochverfügbarkeit" ist für mich dadurch gegeben, dass ich beim Eingehen der SSD mir eine neue SSD kaufen und dann Proxmox und das backup wieder draufspielen müsste. Das geht schnell und unkompliziert und ist für mich ausreichend.


    Mich würde interessieren:

    Welche Konstellationen mit Proxmox gibt es, die zusammen mit VDR, Tvheadend etc. Sinn machen?

    Ausgangslage:

    - Dachboden mit vielen SAT und terrestrischen Anschlüssen

    - viele Digital Devices PCI-Express Karten für DVB-S2 und DVB-T2

    - 3 Fernseher, wo ich auch Computer/Raspi/was_auch_immer als Clients hinstellen kann; dort hätte ich aber ebenfalls Antennen Anschlüsse


    Welchen Vorteil könnte mir hier der Einsatz von Proxmox bieten?



    Servus!

    angelo

  • Momentan läuft bei mir ein yaVDR als Basis mit zwei Cine S2-Karten. Allerdings habe ich das Grundsystem immer wieder erweitert. Filserver, Webserver, Wiki, Mysql, OSca.. usw.

    Da der VDR nicht mit meinem Sat- IP- Server kooperiert, ist jetzt noch tvheadend dazu gekommen. Die Grundinstallation ist also so richtig verbastelt. Eine Neuinstallation würde lange dauern.


    Das wollte ich mit Proxmox auflösen. Da der Server im Keller, unterm Wohnzimmer wohnt, habe ich auch schon mit Durchreichen von Hardware getestet und gute Erfolge gehabt.

    MLD in einer VM mit Nvidia und Cine klappt 1A.

    Mit Docker habe ich mich noch nicht beschäftigt. Wäre für meine Belange bestimmt noch besser geeignet.


    Gruß Jan

    1:Dell PoweEdge T20; Xeon E3-1225 v3; 16GB RAM; Proxmox 5.4; MLD 5.4 als Server; Cine S2;
    2:Intel NUC i3 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub

    3:Raspberry Pi 3B; MLD

  • Wenn mal eine kurze Downtime verkraftbar ist, würde ich mir das Raid sparen.


    Zumal bei mir schon mal eine defekte SSD das ganze System blockiert hat, so dass es auch von einem USB-Stick nicht mehr bootbar war.


    Ich mache automatisch, täglich ein Backup auf die eingebaute HDD. Da verliere ich bei einem Ausfall nicht viel.

    Gruss
    SHF


  • Mein aktueller Heimserver läuft mittlerweile auch ohne Raid. Ich sichere jede Nacht automatisch per Dirvish und mache 1x im Monat eine skriptgesteuerte 1:1 Kopie. Beim Systemausfall erstelle ich mit der 1:1 Kopie eine neue Platte für den Server und spiele im Anschluß von Dirvish die Daten des letzten Tages ein. Geht unkompliziert und kostet wenig an Hardware.

    Warum verwendest du eine SSD? Bei einem Heimserver brauchst du doch keine große Geschwindigkeit. Alles an Diensten und dein Netz ist langsamer als dass was ein stromsparender I3 an Daten ausliefern kann, auch wenn zusätzlich noch VDR etc. läuft.

  • Kleine Platten bis 500 GB kaufe ich schon lange nur noch als SSD. Ich bilde mir ein, dass das System deutlich schneller ist mit SSD.

    Als CPU kommt eine Xeon E3-1225V5 zum Einsatz. Vielleicht installiere ich mir noch mal ein Windows in eine VM.

    Dann kann ich Windows endgültig von meinem Desktop und Notebook verbannen.

    Bisher habe ich es immer noch mitgeschleppt, aber kaum gebraucht.


    Spricht eigentlich irgend etwas gegen FreeNAS in einer VM?

    Gruß Jan

    1:Dell PoweEdge T20; Xeon E3-1225 v3; 16GB RAM; Proxmox 5.4; MLD 5.4 als Server; Cine S2;
    2:Intel NUC i3 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub

    3:Raspberry Pi 3B; MLD

  • Spricht eigentlich irgend etwas gegen FreeNAS in einer VM?

    Lass es. War auch meine erste Überlegung, als ich meinen Proxmox Server zusammengestöpselt habe. Zum damaligen Zeitpunkt war ZFS allerdings unter FreeNAS noch nicht so weit. Hab dann Samba4 als Fileserver und einen ADDC (Active Directory Domain Contoller) in je einen LXC-Container gepackt. Das Datengrab mit ZFS formatiert und nach Samba als virtuelles Laufwerk reingereicht. Rennt 1A und ist von der Geschwindigtkeit her nahe am Maximum. Die Benutzer- und Gruppenrechte vergebe ich über den ADDC.


    Selbstverständlich kann man FreeNAS in eine VM (kein LXC) packen. Problem ist der Datenzugriff. In jedem Proxmox bezogenen Forum wird davon abgeraten. Da geht nur entweder oder. Kommt halt drauf an, was man mit der Möhre machen will.

  • Bin nach diversen Evolutionsstufen bei meinem idealen Heimserver angekommen.

    Als Virtualisierer setze ich ESXi ein (v6.7), Datastorage ist eine M.2 SSD und die virtuellen Maschinen sind fertige Distri´s wo man komplett die Einstellungen wegsichern kann.

    Mit dem jeweiligen iso und den Einstellungen ist das schnell wieder aufgesetzt, dadurch spare ich mir die Sicherung der VM´s mit z.B. Veeam.

    In meinem Fall habe ich nur drei VM´s am laufen: Firewall (Sophos UTM), NAS als virtuelle Synology (xpenology) und ein headless vdr (MLD).

    Aus meiner Sicht ist es völlig ok auf einzelne SSDs zu setzen - Raid muss nicht sein.

    Achja, das ESXi Bootmedium ist eine mSATA im USB Adapter.

    Lediglich die NAS Datenplatte ist eine Magnetplatte.

  • Ich habe auch immer wieder mit Proxmox herum experimentiert und es auch einige Zeit produktiv und ohne Probleme betrieben.


    Dann kam sowohl bei Proxmox als auch bei Openmediavault der Schwenk zu Debian 9. danach hatte ich auf einmal tierische Probleme mit dem gleichzeitigen Passthrough meiner MaxS8 und meines HDD-Controllers. Unter Debian 8 lief weiterhin alles einwandfrei.


    Bin dann eigentlich übergangsweise auf Openmediavault4 baremetal-Installation umgestiegen. Was soll ich sagen, das läuft nun mittlerweile seit knapp 8 Monaten ohne irgendein Problem. In den Backports bekommt man ziemlich aktuelle Kernel (momentan 4.17), auch den Proxmox-Kernel kann man per Knopfdruck in Openmediavault einbinden. Emby, TVHeadend und UniFi laufen bei mir im Docker Container. Da gibt es unter Openmediavault ein Plugin. Wenn man das erstmal verstanden hat, ist das alles gar nicht so schwer. ;)


    VDR würde bei mir per apt-get auf der Konsole installiert, da es keinen fertigen Container gibt und ich so einen Container selbst noch nicht eingerichtet habe.


    Ich kann dir nur den Tip geben, die Komplexität aus deinem Heimserver zu nehmen. Wenn irgendwas nicht funktioniert, hast du viele Stellen an denen du suchen musst. Das kann zu Hause auch schnell zu Inakzeptanz der Lösung führen, wenn mal wieder irgendwas nicht geht. ;)


    Proxmox vermisse ich irgendwie nicht, auch wenn ich diese Lösung mit den VMs und LXCs damals ziemlich sexy fand. Docker ist aber noch heißer! ;)


    Mein Server ist sowieso mehr NAS als irgendwas anderes. Von daher ist Openmediavault4 die perfekte Lösung und ich habe weiterhin mein Debian als Unterbau und kenne mich aus. Eine VDR Distribution macht bei mir auch keinen Sinn, da ich VDR bzw. TVHeadend sowieso nur headless benutze und die Frontends alle mit Kodi ausgestattet sind.


    Ich glaube, es gibt auch ein Plugin für Virtualbox. Das benutze ich zwar nicht, aber damit könntest du auch Windows virtualisieren, falls du es denn brauchst. Wenn du Bedarf siehst, kannst du natürlich auch unter Openmediavault LXC bzw. KVM per apt-get installieren. Als Plugins gibt es da nichts. Ich brauche das seit Docker nicht mehr.


    Ansonsten habe ich Endgeäte- und OS-technisch eigentlich alles im Einsatz, was irgendwie brauchbar ist. Windows10 (Workstation und Notebook), AndroidTV (Nvidia Shield), tvOS (AppleTV4K), macOS (MacBook Pro), iOS (iPhones) und LibreElec (Odroid C2). Da gibt es genug zu spielen. Zumal mir mittlerweile die ganzen Kodi Addons und auch die Apps für die Mediatheken (Netflix, Amazon, ARD, ZDF, RedBull, RTL, 7TV und Co) sehr wichtig sind.


    Viele Grüße Hoppel

    frontend software - android tv | libreelec | windows 10 | kodi krypton | emby for kodi | vnsi
    frontend hardware - nvidia shield tv | odroid c2 | yamaha rx-a1020 | quadral chromium style 5.1 | samsung le40-a789r2 | harmony smart control
    -------------------------------------------
    backend software - proxmox | openmediavault | debian jessie | kernel 4.4lts | zfs | emby | vdr | vnsi | fhem
    backend hardware - supermicro x11ssh-ctf | xeon E3-1240L-v5 | 64gb ecc | 8x4tb wd red | raid-z2 | digital devices max s8

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von hoppel118 ()

  • Ich weiß auch noch nicht was ich eigentlich will.

    Ich habe jetzt einen Rechner 24/7 mit yaVDR laufen, einen Cubitruck als Webserver und eine EigenbauNAS als Backupschleuder.

    Bei meiner Hausrenovierung habe ich auf Netzwerk gesetzt und auf Koax verzichtet.

    Jetzt habe ich mir einen gebrauchten Dell T20 gekauft und wollte die Sachen zusammenfassen. Virtualisiert habe ich vorher nur in Virtualbox.

    Proxmox scheint aber anfängerfreundlich zu sein. Bisher hat alles ganz gut geklappt, bis auf das durchreichen der Grafikkarte. Geht zwar prinzipiell,

    doch Videos können nicht brauchbar wiedergegeben werden.

    Auf ein Raid habe ich jetzt verzichtet und werde es wie Ihr machen und nur die Konfigurationen oder Container sichern.


    Gruß Jan

    1:Dell PoweEdge T20; Xeon E3-1225 v3; 16GB RAM; Proxmox 5.4; MLD 5.4 als Server; Cine S2;
    2:Intel NUC i3 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub

    3:Raspberry Pi 3B; MLD

  • Auf meinem Server, ebenfalls ein Xeon V3, habe ich die integrierte GPU an den Emby Container durchgereicht. Das geht ganz gut. Wenn es ein Xeon V4 wäre ginge auch das https://github.com/intel/gvt-linux/wiki/GVTg_Setup_Guide

    Gruß utiltiy



    VDR Projekte EPGD EPG2VDR

  • Mittlerweile läuft mein Server. Die Frustration war teilweise hoch, aber nun läuft alles.

    Auf die durchgereichte Grafikkarte habe ich verzichtet. Das ging irgendwie immer nur so halb... trotz extra angeschaffter GT730.

    Als NAS- Software setzte ich Openmediavault ein und ich reiche einen Dell SAS- Controller durch, woran zwei klassische Magnetplatten hängen.

    Ich erreiche einen Durchsatz von etwa 90MB/s ins Netzwerk, bei großen Dateien.

    Als VDR- Server läuft jetzt MLD (Danke Claus!)

    TVheadend und IPC in LXC.


    Ein Raid setze ich nicht ein. Ein wöchentliches Backup muß reichen.


    Danke für eure Anregungen.


    Gruß Jan

    1:Dell PoweEdge T20; Xeon E3-1225 v3; 16GB RAM; Proxmox 5.4; MLD 5.4 als Server; Cine S2;
    2:Intel NUC i3 Passiv; 4GB RAM; 120GB SSD; easyvdr 3.5 als client; Harmony Hub

    3:Raspberry Pi 3B; MLD