File-/DLNA-Server inkl. VDR sinnvoll?

  • Hallo zusammen,


    als nächstes Langzeitprojekt würde ich mir gerne einen File-Server (könnte auch ein NAS mit OpenMediaVault sein) und DLNA-Server bauen, der einen VDR als Backend Lösung (Streamdev?) beinhaltet.

    Bisher habe ich immer nur Standalone VDR`s betrieben, aber aus meiner Sicht macht es Sinn, dass wenn ein Server für Daten und Musik/Video`s/Bilder/ etc. bereits im Hintergrud am laufen ist, auch ein VDR noch mit drauf gepackt werden könnte.


    Der VDR soll mittels SAT-IP von einer UNICABLE SAT-Schüssel versorgt werden.

    Nun müssen die File- und DLNA-Server wahrscheinlich einem anderen Verhalten was den Betrieb angeht folgen.

    Festplatte legt sich schlafen bei nicht Benutzung, Server fährt nachts evtl. herunter oder geht in einen Standby Modus, muss WOL-fähig sein, ... dass darf mit dem VDR nicht kollidieren. Der muss dann laufen wenn er gebraucht wird.


    Ich glaube dazu ein Addon geshen zu haben, welches solche Konflikte vermeiden soll. Vielleicht war das aber auch falsch!


    Für mich stellt sich nun die Frage, ob eine solche Kombination an Diensten mit einem VDR überhaupt Sinn macht und welche Schwierigkeiten ich zu erwarten habe.

    Welche Hardware müsste ich überhaupt dafür bereit stellen (ich hatte an einen HP GEN 8 oder ähnliches gedacht)?


    Welche Distribution (eine klassische VDR Distri scheidet dann wahrscheinlich aus) kommt hier überhaupt in Frage?

    Würde so etwas auch mit OpenMediaVault (dafür gibt es eine VDR und miniDLNA Erweiterung) gut und zuverlässig funktionieren?

    Bisher habe ich yaVDR (davor aus Debian Paketen gebaut, was für mich aber unkomfortabel gewesen ist) genutzt, womit ich auch sehr zufrieden bin.

    Würde ich auf z.B. eine Ubuntu (LTS) Version aufsetzen, hätte ich sicherlich mehr Arbeit, wäre aber recht flexibel.


    Habt Ihr Erfahrungen mit solchen Kombinationen und könnt ihr mir sagen was da ggf. noch auf mich zukommen könnte?

    Vielleicht ist der Ansatz/Wunsch auch eine schlechte Idee ...

    Intel NUC BOXNUC6CAYH (2x 4GB Kingston RAM, 120GB SSD) mit MLD 5.4, DD OctopusNET S2, OneForAll URC-7960 FB, OMV NAS

    yaVDR 0.6.2

  • An Hardware stellt VDR ja keine besonderen Ansprüche im Serverbetrieb. Bei mir läuft schon seit Jahren VDR auf meinem Selbstbau-Server. Dies aber 24/7, also ohne Schlafen zu gehen. Nachts arbeiten dann so geschichten wie epgd-Updates. Ansonsten kann man den Server ja genauso wecken, wie einen Client - mittels ACPI Wakeup o.ä.

    Ansonsten könntest Du vermutlich genauso yavdr headless in einer VM laufen lassen.

    - Client1: Thermaltake DH 102 mit 7" TouchTFT * Debian Stretch/vdr-2.4.0/graphtft/MainMenuHooks-Patch * Zotac H55-ITX WiFi * Core i3 540 * 4GB RAM ** Zotac GT630 * 1 TB System HDD * 4 GB RAM * Harmony 900 * satip-Plugin

    - Client2: Alfawise H96 Pro Plus * KODI
    - Server: Intel Pentium G3220 * DH87RL * 16GB RAM * 4x4TB 3.5" WD RED + 1x500GB 2.5" * satip-Plugin
    - SAT>IP: Inverto iLNB

  • Ich plane gerade so etwas ähnliches auf einem QNAP NAS, hab mich aber noch nicht bei allen Komponenten festgelegt. Sollte Container-Station haben, dann läuft vdr (oder tvh) getrennt vom Bord-Linux im Container. Mit dabei diverse Server-Dienste, läuft dann eh 24/7 durch.

    Reelbox Avantgarde II, 2GB, Turion X2 (TL-66), Kingston SSD (64GB)
    BM2LTS 2.95.1 RC10

    Raspi 3, Libreelec 8.2.3

    QNAP TS 412

    DigibitR1

  • Hmm, ich hab einen yavdr-2.20 mit Samba-Server (Raid5-Platten) sowohl für Video-Aufnahmen als auch z.B. Musik, Fotos. Kann auch über DLNA (Mediatomb) Live-TV streamen, da müssen aber Containereinträge je Kanal angelegt werden - bitte nach "Mediatomb Live-Streaming VDR" suchen.

    Wobei fürs Handy der VDR-Manager noch praktischer ist, da auch das EPG und Timer abgefragt oder Timer angelegt werden können.

    Wake-on-Recording erledigt der VDR selbst mittels acpiwakeup, und natürlich kann er auch von Clients per WOL geweckt werden.

    Mittels Lifeguard-Konfiguration kann auch abgefragt werden, ob z.B. aktuell Geräte im LAN verbunden sind, und erst etwa nach Ende eines Mediatomb-Streams

    heruntergefahren werden.

    --
    hdvdr: Intel(R) Xeon(R) CPU W3520, 12 GB Ram, Grafik nvidia GeForce GT 430, nvidia-396
    Octopus (ddbridge-6.5) mit 2xDVB-S2 und 2xDVB-C/T Tunern, TT-3200 (SAA7146) mit 1xDVB-S2 + FB,
    System btrfs, apt-btrfs-snapper,+5x1TB Raid5 XFS, yavdr0.6-frodo, Kernel 4.19.48-041948-generic

    mit DD-S2+C+SAA7146-Support, epgd/tvm/tvsp, vdradmin-am, vdrmanager

  • Hallo,


    Ich mache mir ähnliche Gedanken und habe auch versucht mich im Internet zu erkundigen.


    An Hardware finde ich den HP Microserver Gen 10 X3216 interessant:

    - An der Stelle des optischen Laufwerks kommt eine SSD für das System; die 4 Steckplatze der Festplatten dienen dann als Datengrab.

    - Nach Angaben im Internet soll er nur sehr wenig verbrauchen; folglich kann man sich überlegen, ihn auch 24/7 laufen zu lassen, in der Hoffnung, dass die Festplatten oft im Ruhestand sind.


    Als System frage ich mich, ob es nicht die Ubuntu Server edition 18.04 sein soll, denn der wird während den nächsten 5 Jahren gepflegt werden von Canonical.


    Weiter bin ich auf folgende Anleitungen gestoßen, die die Installation und Pflege vereinfachen müssten:

    - Webmin: es scheint ein Webif zu sein, um den Ubuntu Server zu pflegen

    - Atomic Toolkit bzw. Docker um Programme zu installieren.


    Bislang ist dies alles bei mir nur theoretisch und ich weiß nicht, ob ich alles richtig verstanden habe; aber folgende Webseiten scheinen interessant:

    https://www.smarthomebeginner.com/atomic-toolkit/

    https://www.smarthomebeginner.…-media-server-2018-basic/


    Ich habe auch ein wenig Freenas und ähnliches recherchiert; aber ich glaube mit dem Ubuntu Server ist man wahrscheinlich besser bedient, da man immer noch auf die Pakete im Ubuntu repository zurückgreifen kann.


    MfG

  • ich bin seit Jahren froh mit meinem Dell PowerEdge T20 mit Xeon E3-1225 v3.


    Neben den Platten sind auch die Steckplätze von Bedeutung, früher oder später werden da auch Tuner benötigt. Sone zusätzliche VM ist auch immer nett, also 16Gb Ram und natürlich 24/7 => so viele Hobbies haben wir doch auch nicht, das muss schon drin sein 8o

    CKone: yavdr-ansible/18.04 LTS/2.4.0/kodi18 auf Intel DH67BL, Intel Celeron G540, 2x 2GB Kingston DDR3, Zotac GT630 1GB, S2-1600, Ocz Agility 3 60GB, LG GH24NS DVD, 15.6" Selbstbau TFT, Harmony 665, CIR Selbstbau - das Ganze im Silverstone SST-SG03B
    CKtwo: yavdr-ansible/18.04 LTS/2.4.0/kodi18 auf Intel DH67BL, Intel Celeron G1610, 2x 2GB Corsair DDR3, Zotac GT630 1GB, TT S2-1600, Ocz Vertex 2 50 GB, 92 Kanal Seduatmo, Harmony 665, atric USB
    PowerEdge: Ubuntu Server 16.04 LTS / VDR 2.4.0 auf Dell PowerEdge T20, Xeon E3-1225 v3, 16GB ECC DDR3, 2x Cine S2 V6 mit Duoflex, Samsung 840 EVO 120GB, 3x WD Red WD30EFRX 3TB in SW Raid5

  • Warum macht das Sinn Docker, oder eine VM, ... zu benutzen?

    Würde das nicht besser sein z.B. einen File-/DLNA-Server auf Basis von z.B. Ubuntu aufzusetzen und dann die VDR Pakete zu benutzen?

    Klar ist das mehr Arbeit wie eine fertige Distri wie z.B. yaVDR.


    Was die Hardware angeht, so ist das mit einem Dell PowerEdge T20 mittlerweile ein bisserl schwierig bzgl. Verfügbarkeit. Ich habe aber verstanden, dass eine Hardware die evtl. begrenzt, möglicherweise hinderlich ist. Klassische NASe bieten natürlich nicht diese Möglichkeiten wie ein Server, sind aber sparsamer und günstiger.

    Ein HPE ProLiant MicroServer Gen 10 ist hier vielleicht eine interessante Alternative.


    Grundsätzlich würde ich aber sagen, dass diese Kombi durchaus Sinn macht und machbar ist.

    Intel NUC BOXNUC6CAYH (2x 4GB Kingston RAM, 120GB SSD) mit MLD 5.4, DD OctopusNET S2, OneForAll URC-7960 FB, OMV NAS

    yaVDR 0.6.2

  • Soweit ich es verstanden habe, stecken die Librairien, die von einem Programm benötigt werden im Docker Paket und werden im Gegensatz zur klassischen Installation von debian Paketen nicht ins System installiert. Das System bleibt sauberer. Da die Librairien im Docker bleiben, können so Programme auch Librairien benutzen, die man zum Beispiel nicht gleichzeitig ins System installieren können. Nehmen wir an, jemand benutzt Ubuntu 16.04 und möchte ein Programm installieren, das eine Librairie benutzt die man nicht auf dem 16.04 installieren kann, weil 16.04 eine ältere Version der Librairie benutzt. In einem Docker könnte man das neuere Programm aber benutzen, da man die neue Librairie, die nicht auf Ubuntu 16.04 installierbar ist, mit dem Programm mit ins Docker stecken kann.


    So habe ich es bislang verstanden; falls ich falsch liege, bitte verbessert mich.


    Vielleicht noch ein paar Worte zum Unterschied zwischen Docker und VM:

    - Docker benutzt das System (Betriebsystem), das auf dem Computer installiert ist und gestartet wurde. Im Docker steckt eigentlich nur das Programm mit Librairien.

    - In einer VM ist dagegen ein ganzes Betriebsystem mit den Programmen installiert. Hat man zum Beispiel 2 VMs gestartet, so laufen auf dem Computer gleichzeitig 3 Betriebsysteme, die auch verschieden sein könnten; zum Beispiel Linux, Windows 8 und Windows 10.

  • Ich gehe auch davon aus das ich im docker anders als bei vms direkt auf die Host hw, bspw dvb Hardware durchgreifen kann. Man kann also einen vdr Server ohne große Verrenkungen im docker starten und separat vom System auch mal durchbooten...

    CKone: yavdr-ansible/18.04 LTS/2.4.0/kodi18 auf Intel DH67BL, Intel Celeron G540, 2x 2GB Kingston DDR3, Zotac GT630 1GB, S2-1600, Ocz Agility 3 60GB, LG GH24NS DVD, 15.6" Selbstbau TFT, Harmony 665, CIR Selbstbau - das Ganze im Silverstone SST-SG03B
    CKtwo: yavdr-ansible/18.04 LTS/2.4.0/kodi18 auf Intel DH67BL, Intel Celeron G1610, 2x 2GB Corsair DDR3, Zotac GT630 1GB, TT S2-1600, Ocz Vertex 2 50 GB, 92 Kanal Seduatmo, Harmony 665, atric USB
    PowerEdge: Ubuntu Server 16.04 LTS / VDR 2.4.0 auf Dell PowerEdge T20, Xeon E3-1225 v3, 16GB ECC DDR3, 2x Cine S2 V6 mit Duoflex, Samsung 840 EVO 120GB, 3x WD Red WD30EFRX 3TB in SW Raid5

  • Was habt ihr immer alle mit Docker ??!?!? Bei Docker sind keine Dateien persistent, d.h. man muss beim Shutdown alle Dateien irgendwie nach extern sichern oder immer zusätzliche Filesysteme da rein mounten, damit z.B. die VDR Config erhalten bleibt.

    Nehmt doch lieber gleich LXC (Linux Container)! Da hat man ein eigenes Filesystem für jeden Container und alle Vorteile von Docker, da beide auf die cgroups des (Host-)Kernels aufbauen. Wir betreiben etliche LXC in der Firma und nur gute Erfahrungen damit gemacht.

  • Vorallem da Docker ja nichts anderes als ein "re-use" & "re-design" von LXC ist ... :P

    HowTo: APT pinning

  • Ich frage mich gerade, ob der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen stimmt.

    Einen File-/DLNA- Server würde ich schon in absehbarer Zeit sehen. Vor allem für die zentrale Musiksammlung.

    Bis die Kinder (darum geht es auch bei dieser Finger Übung) den VDR nutzen, wird noch dauern.

    Vor allem bin ich mir bei dem Thema DVB-S nicht so sicher wie viel Sinn das macht da noch Geld zu investieren (Abschaltung der SD Kanäle, Pay Tv, CI+ schwierig für VDR, ...). Vor allem würde ich in ein DD Octopus NET Kästchen investieren wollen, wobei auch hier nicht klar ist, ob das mit der derzeitigen Infrastruktur (WLAN Versorgung für die mobilen CLI) überhaupt flüssig laufen würde.

    Grundsätzlich bin ich von der Idee mit dem kombiniertem Server überzeugt, scheue aber noch den Aufwand und möchte eigentlich nichts kompliziertes und vor allem nichts mit Docker, VM & Co.!

    Intel NUC BOXNUC6CAYH (2x 4GB Kingston RAM, 120GB SSD) mit MLD 5.4, DD OctopusNET S2, OneForAll URC-7960 FB, OMV NAS

    yaVDR 0.6.2

  • Bei Docker sind keine Dateien persistent, d.h. man muss beim Shutdown alle Dateien irgendwie nach extern sichern oder immer zusätzliche Filesysteme da rein mounten, damit z.B. die VDR Config erhalten bleibt.

    Bei Docker mit Compose habe ich Anleitungen gefunden, wie man externe Verzeichnisse in den Container mountet; es scheint nicht sehr kompliziert zu sein; eine Zeile mit den Verzeichnissen pro mount.

    Vorallem da Docker ja nichts anderes als ein "re-use" & "re-design" von LXC ist ...

    Danke für den Hinweis auf LXC; ich habe es mir ein wenig angesehen und es erinnert mich eher an chroot, da man außer dem Kernel auch einen großen Teil eines Systems im Container haben kann. Dagegen scheint das Ziel von Docker eher die Installation von Programmen zu sein. Dies erklärt vielleicht auch, warum man bei Docker viele vorgefertigte Container mit Programmen findet.

  • Ich frage mich gerade ob ich erst einmal mit dem File-/DLNA-Server starte und den PC/Server (NAS) so auslege, dass ich später den VDR darauf laufen lassen könnte.

    Derzeit habe ich einen Standalone VDR mit einer Cine S2 Twin Tuner DVB-S Karte.

    Ich überlege jedoch auf SAT-IP umzusteigen (habe da gerade ein gutes Angebot für einen Digital Devices Octopus V2 NET 2xDVB-S2 SAT>IP Netzwerktuner mit 200 EUR).

    Das würde für die Server Variante später insofern hilfreich sein, als das ich dann nur ein Netzwerkkabel legen müsste, welches aber ohne hin schon da ist. Ein Antennenkabel zum Server ist etwas aufwendiger.

    Vorteil bei SAT-IP wäre auch das Streamen im ganzen Haus, wobei hier unklar ist ob das über WLAN wirklich gut funktioniert (das wäre Voraussetzung!).

    Bin mir da auch noch nicht so sicher ob ich das Verteilen nicht auch über Streamdev erledigen soll.

    Da scheiden sich aber die Götter (Umschaltzeiten, Flexibilität, ...). Da bin ich auch noch nicht wirklich klar.

    Egal wie, aber der Server müsste halt dafür schon ausgelegt sein.

    Intel NUC BOXNUC6CAYH (2x 4GB Kingston RAM, 120GB SSD) mit MLD 5.4, DD OctopusNET S2, OneForAll URC-7960 FB, OMV NAS

    yaVDR 0.6.2