UKW-Hörern droht Zwangsabschaltung

  • Meine Mom ist 80+ und kommt hiermit perfekt klar. Alle Sender auf Knopfdruck und fertig.

    Hama DIT2000M Digital HiFi-Tuner Internetradio


    Da braucht man nicht mal Technik verstehen.

  • Zitat aus einer Studie:

    "Dazu ist es allerdings erforderlich, dass dafür im FM-Spektrum zuerst

    Kanäle freigemacht werden. Eine direkte Umschaltung von FM auf

    DRM+ erscheint wenig sinnvoll, da ein „harter Umstieg“ ohne Simulcast-

    Phase die Hörer eher verärgern und zum Wechsel zu anderen FM-

    Stationen hin motivieren würde, als zum Kauf neuer DRM+ Empfänger.

    Die Nutzung von DRM+ impliziert somit gewissermaßen die erfolgreiche

    Einführung von Digitalradio, beispielsweise durch DAB+. In dessen Folge

    wechseln die bisherigen großen FM-Veranstalter zu Digitalradio und

    somit wird Spektrum im Band II frei, um dies für DRM+ nutzen zu

    können."

  • Hama DIT2000M Digital HiFi-Tuner Internetradio

    Gibt's das auch als Küchenradio, ohne dass man noch einen Verstärker braucht?


    Lars.

  • Zitat

    Hama DIT2000M Digital HiFi-Tuner Internetradio

    Zitat

    Gibt's das auch als Küchenradio, ohne dass man noch einen Verstärker braucht

    Und ein Schnäppchen ist es auch noch, was kostet ein popeliges UKW Küchenradio nochmal?

  • So viele, dass man sie fast nicht zählen kann.

  • da ein „harter Umstieg“ ohne Simulcast-Phase die Hörer eher verärgern

    richtig. Gerade mit Simulcast würde sich die Lage entscheidend entspannen --> https://de.wikipedia.org/wiki/…#Simulcast_im_UKW-Bereich


    irgendwie verstehe ich den Zusammenhang des Zitates nicht.

  • Mein Gott ist das ein unsinniger Beitrag..


    Das eine wie das andre ist einfach Radio. Für beides brauchst du ne Antenne, bei DAB darf die sogar deutlich kleiner ausfallen.

    Zur Erinnerung, das sind die 5cm großen 'Haifischflossen'-Antennen am Autodach. Und ein simples MPEG1 Layer2 Audio (aka Musicam oder gar (o gott!)) AAC zu dekodieren kann von der Rechenleistung jeder Winzling wie ein Raspberry.

    Zur Antenne: Du weisst aber schon, dass die Haifischflosse sowohl für UKW, DAB und sogar für GSM verwendet wird? Mein Auto hat kein DAB+ Radiogerät, als Antenne wird da aber trotzdem die Haifischflosse verwendet, was ja einfach nur eine Verstärkerantenne ist. ;-)


    Und der Unterschied zwischen Raspberry und 10 Transistoren zum demodulieren von FM? Wie viele Tage lang kannst du einen Raspberry aus einem Satz von 4 Mignonzellen betreiben? ;)


    Nein, ich glaube die Diskussion über die Schiene "Informationsverbreitung im Notfall" führt zu nichts, die Aera der "Cover-and-Duck" Anweisungen und "im Ernstfall einfach unter dem Tisch in Deckung gehen" Anweisungen ist wohl hoffentlich auch allmählich zu Ende. Da gibt es aber Punkte, die ich in den ganzen Diskussionen nicht wirklich sehe und von denen ich aber glaube dass sie durchaus Sinn machen:


    1) Radio läuft "nebenher", d. h. es soll nicht von der eigentlichen Tätigkeit ablenken. Was nützen dann also Zusatzdienste wie eine Anzeige des Liedtitels oder z. B. Scrollende Informationen über Sendertelefonnummern?


    2) FM wird im 100 MHz Bereich übertragen, da ist die Dämpfung einer normalen (Ziegel-) Mauer eher kein so großes Problem. Digitales Radio findet bei Frequenzen ab ca. 170 MHz aufwärts statt. Mit steigender Frequenz steigt auch die Beeinflussung durch Mauerwerk. Während UKW-Radio also mit Teleskopantenne im Innenraum problemlos möglich ist ist für DAB(+)-Empfang im Innenraum mit Teleskopantenne hier überproportional viel Signal im Außenbereich nötig. War nicht gerade der große Vorteil von DAB gegenüber FM die deutlich verringerte Sendeleistung??? Ähhh.... ;-) 

  • DRM als DAB+ Alternative würde die alte Mittelwelle belegen und 'gute' Qualität in Mono bieten, DRM+ das UKW Band, aber dazu müsste das UKW Band erst einmal frei gemacht werden.


    Mal ganz ehrlich - gehts bei dem ganzen Projekt denn wirklich um DRM oder DRM+?


    Dafür wäre doch eigentlich Voraussetzung, dass die Sendestationen (also z. B. dein Radio BOB oder was auch immer) ein Interesse daran hätte und das Signal auch für DRM/ DRM+ aufbereitet, nicht? Und das kostet natürlich für das nötige Sende-Equipment oder zumindest für die Dienstleistung des ausstrahlens. Wenn die (privaten) Radiosender ein Interesse an anderen Übertragungswegen hätten, warum haben sie dann die Umstellung auf DAB(+) so schleppend oder gar nicht unterstützt? Sind sie nicht zum Teil heute noch nicht einmal in der Lage ein DAB-Programm zu senden, und das nach mittlerweile knapp 20 Jahren existierendem DAB?


    Aus Sicht der Radiosender geht es schlicht und ergreifend um Reichweite (wieviele Hörer kann ich erreichen?) und wieviel muß der Sender dafür investieren? Das Equipment für FM-Ausstrahlung ist bei jedem Rundfunksender definitiv schon vorhanden, es sei denn der "Sender" existiert nur als Internetstream. Equipment für das Einspeisen in ein DAB+- Ensemble oder ähnliches muß dagegen neu angeschafft/ aufgebaut werden. Und auf der Empfängerseite: Ein FM-Kofferradio für 20 Euro (wenige Transistoren/ Dioden nötig, ein bischen Kupferdraht, ein Lautsprecher - Herstellungskosten <<5 Euro!) besitzt heutzutage jedes Kind. Einen DAB(+) Empfänger für 150(+) Euros dagegen vielleicht doch nicht, oder?


    Steckt nicht vielleicht ein ganz anderes Interesse hinter dem wieder und wieder Frequenzbereiche und/ oder Empfangsgeräte neu "verkaufen" können???

  • Zitat

    Und der Unterschied zwischen Raspberry und 10 Transistoren zum demodulieren von FM? Wie viele Tage lang kannst du einen Raspberry aus einem Satz von 4 Mignonzellen betreiben?


    Ich glaube du hast in den letzten zwei-drei Jahrzehnten keine Schaltung eines Radios angeschaut. Weder in UKW Radios noch in digitalen Radios werden seit Jahrzehnten Einzel-Transistoren verwendet..

    Aber wenn es dir nur darauf ankommt, dann kauf dir doch ein digitales Radio, welches du mit eben den genau gleichen Batterien auch ganz genauso lange laufen lassen kannst. Gibts doch tatsächlich zu kaufen, z.B. eines von Grundig für weniger als 40Euro. Oder von Medion unter 35.. ;-)



    Zitat

    2) FM wird im 100 MHz Bereich übertragen, da ist die Dämpfung einer normalen (Ziegel-) Mauer eher kein so großes Problem. Digitales Radio findet bei Frequenzen ab ca. 170 MHz aufwärts statt. Mit steigender Frequenz steigt auch die Beeinflussung durch Mauerwerk. Während UKW-Radio also mit Teleskopantenne im Innenraum problemlos möglich ist ist für DAB(+)-Empfang im Innenraum mit Teleskopantenne hier überproportional viel Signal im Außenbereich nötig. War nicht gerade der große Vorteil von DAB gegenüber FM die deutlich verringerte Sendeleistung???


    Für DAB+ genügt deutlich weniger Feldstärke am Empfänger. Und falls du es noch nicht bemerkt hast: es sogar für DVB-T2 Innenantennen, und das obwohl die Frequenz nochmal mehr als das doppelte beträgt. Außerdem solltest du deine Argumentation mal um den Unterschied zwischen 'Gleichwellennetz' vs 'Interferenz' erweitern.

    Es könnte ja durchaus sein, dass es da noch mehr gibt, was man so zum kompletten Vergleich braucht. ;-)


    Aber ich halte mich jetzt langsam hier raus.

    Macht also keinen Sinn für den nächsten, mich totzubrüllen..

  • Ja, du hast Recht, meistens werden diskrete Transistoren - zumindest bei allem oberhalb eines kleinen Radios als Werbegeschenkes - eher nicht mehr verwendet. ;) Bei DAB(+) Radios würde das auch etwas schwierig, bei den einfachen FM-Radios kommen üblicherweise niedrig integrierte analoge IC's mit insgesamt aber sehr wenigen Transistoren zur Verwendung. Wenn du auf Synthesizer Tuner oder gar SDR abzielst - da muß ich dir Recht geben. Bei diesen bist du ja aber auch schon wieder in einer ganz anderen Preisklasse.


    Mir ist bekannt, dass du sogar sehr deutlich weniger Feldstärke am Empfänger benötigst. zwar nicht so wenig wie anfangs erwartet, aber durchaus weniger. In sofern hast du da völlig Recht. Der Punkt ist aber doch auch der: Du bekommst - z. B. im Gebäudeinneren - rein von der Wellenausbreitung her bedingt einen sehr deutlich niedrigeren Pegel an der Antenne. Und du hast nicht zwingend in dem relevanten Empfangsbereich einen so viel niedrigeren Rauschteppich, bedingt durch andere Geräte, Datenübertragung, etc. ....


    Und natürlich ist ein Gleichwellennetz hilfreich und kann z. B. Überlagerungen durch andere Sendestationen (also anderen Inhaltes) vermeiden. Was es aber nicht verhindern kann ist das im Schnittgebiet auftretende Fading des Antennensignales durch HF-technisches auslöschen der Signalspannungen aufgrund ihrer Laufzeiten. Sprich: Du wirst dort durchaus auch im Gleichwellennetz zwingend eine HF-Interferenz vorfinden welche sich durch die Überlagerung der einzelnen Signalanteile der Sender zustande kommt. Auch wenn ich jetzt mal unrealistischerweise eine 100%ig perfekte Frequenz- und Zeitsynchronisation aller beteiligten Sender voraussetzen würde gibt es im Schnittgebiet kleine Stellen eben im Abstand der Hälfte der Wellenlänge der Hochfrequenz, an denen sich das Signal physikalisch mindestens abschwächt oder im schlimmsten Falle gar auslöscht. Die "Interferenz" auf die du oben abzielst wäre ja vermutlich die Beeinträchtigung durch Nachbarfrequenzen und die daraus resultierenden Überlagerungen mit inhaltlich anderen Sendern. Mal abgesehen davon, dass bei DAB ohnehin nicht jeder "Radiosender" seine eigene Frequenz oder seinen eigenen physikalischen Übertragungskanal hat. ;)


    Totbrüllen ist ohnehin nicht meine Absicht, also keine Bange. Mir geht nur die allzu blauäugige Sichtweise in den Medien auf den Wecker, welche bei DAB alles durch die rosarote Brille sieht. Wie du schon schreibst werden immer nur ganz wenige Argumente abgedroschen und gebetsmühlenartig wiederholt, während aber alles offenbar nicht ins Konzept passende noch nicht einmal erwähnt wird.

  • Und eine Sache, die mich persönlich eigentlich am meisten stört: Es gibt bei DAB+ kein akustisches Feedback, wie gut oder schlecht der Empfang ist. Die meisten empfinden zwar die Rauschfreiheit als großen Vorteil, andererseits hat der Rauschpegel aber auch ganz klar angezeigt: "Vorsicht, jetzt wird das Signal etwas dünn. Jetzt wäre es an der Zeit, das Antennensignal zu verbessern!" Diese Rückmeldung fehlt jetzt leider komplett. Deshalb kommt es bei schlechter Empfangslage mit dem kleinen Kofferradio eben ohne Ankündigung immer wieder zu unvermittelten Aussetzern mitten im Satz bzw. Lied oder abreißen des Empfangs.

    Kann ich so nicht bestätigen - mit den bei mir eingesetzten diversen DAB+-Geräten wird bei schlechtem Empfang ein "Rauschen" hörbar, bevor das Signal weg ist.

    Gruss,
    Michael


    VDR1: openSuSe Linux 10.2 Kernel 2.6.22.9, P4 650, VDR 1.6.0-2, Terratec S-2300 modded+Full_TS-&4MB-Mod, DVB-S, GraphLCD,AvBoard. Plugins: femon,remote,live,dvd,radio,wirbelscan,burn,epgsearch,extrecmenu,fritzbox,streamdev;
    VDR2: openSuSe LEAP Kernel 4.4.120-45-default,TT-S2 6400 DVB-S, VDR 2.2.0, TouchTFT. Plugins: remote,dvbhddevice,live,graphtft,epgsearch,extrecmenu,fritzbox

  • mit den bei mir eingesetzten diversen DAB+-Geräten wird bei schlechtem Empfang ein "Rauschen" hörbar, bevor das Signal weg ist.

    das kann aber so nicht sein,

    bzw. nur, wenn nach Ausfall von DAB+ kurz auf Rückfallebene UKW geschaltet wird, bevor das dann auch weg ist


    bezüglich Empfangs-Feedback:


    jeder noch so kleine billige DAB+ Empfänger hat doch auch eine ERROR Anzeige, an der ich die Signalqualität gut ablesen kann.

  • Der Sender, den ich (ausschliesslich) höre, hat kein UKW in unserer Region (sunshine live).


    Ich habe diesen Effekt im VW Caddy Eco, Baujahr 2015 glaube ich mit dem Farb-Navi.


    Mein Tiguan (Baujahr 2016) hat das nicht, zumindest ist es mir nicht aufgefallen.


    Im Skoda meiner Frau (baugleiches Navi zum VW Caddy) ist es auch mit Rauschen.


    Ich gehe davon aus, dass das Radio die Fehlerrate kennt und bei steigender Fehlerrate das Rauschen elektronisch einspeisst.

    Gruss,
    Michael


    VDR1: openSuSe Linux 10.2 Kernel 2.6.22.9, P4 650, VDR 1.6.0-2, Terratec S-2300 modded+Full_TS-&4MB-Mod, DVB-S, GraphLCD,AvBoard. Plugins: femon,remote,live,dvd,radio,wirbelscan,burn,epgsearch,extrecmenu,fritzbox,streamdev;
    VDR2: openSuSe LEAP Kernel 4.4.120-45-default,TT-S2 6400 DVB-S, VDR 2.2.0, TouchTFT. Plugins: remote,dvbhddevice,live,graphtft,epgsearch,extrecmenu,fritzbox

  • Aber wenn es dir nur darauf ankommt, dann kauf dir doch ein digitales Radio, welches du mit eben den genau gleichen Batterien auch ganz genauso lange laufen lassen kannst. Gibts doch tatsächlich zu kaufen, z.B. eines von Grundig für weniger als 40Euro. Oder von Medion unter 35.. ;-)

    Gibt es sowas wirklich?


    Ich habe das hier:

    https://www.amazon.de/dp/B00EYWW20G


    Und hier mal eine von vielen Rezension dazu:

    https://www.amazon.de/gp/custo…l?ie=UTF8&ASIN=B00EYWW20G


    Ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, dass irgendein Digitalradio auch nur annähernd an die Laufzeit (mit Batterien) eines klassichen UKW-Geräts rankommt.


    "Notfallsicherheit" ist allerdings generell "out". Bei Analog- oder ISDN-Telefon war auch noch eine Notspeisung vom "Amt" vorgesehen (wahrscheinlich sogar vorgeschrieben). Ja, man konnte tatsächlich ohne Strom (aus der Steckdose) telefonieren. Im "Amt" wurde da "damals" sogar ein ziemlicher Aufwand (Batterien, Generator) betrieben um das tatsächlich sicherzustellen. Heute alles Geschichte. VoIP ist für den Netzbetreiber viel billiger.

  • Gibt es sowas wirklich?

    das kleinste DAB+ Radio der Welt --> https://rein-hoeren.de/radio/dabplus/oxx/clip/1825


    hat auch erhebliche Unterschiede in der Laufzeit (DAB+ 8std. / UKW 22Std.)

    wobei die Hauptverbraucher eher die Endstufe (eingestellte Lautstärke) und das Display sind


    so ein TDA7000 --> http://elektronikbasteln.pl7.de/ukw-empfaenger.html

    nimmt bei 4,5 Volt ca. 8mA, sollte also schon eine ganze Ecke reichen.


    VoIP ist für den Netzbetreiber viel billiger.

    VOIP als Ablösung bei sicherheitsrelevanten Systemen hat auch den Nachteil, das die Verfügbarkeit gegenüber ISDN wesentlich schlechter ist, und man zwingend einen 2. Backup Pfad (meist UMTS) teuer zukaufen muss.