UKW-Hörern droht Zwangsabschaltung

  • sicher,

    das UKW abgelöst wird, das steht ja außer Frage und ist richtig. Die Vorteile der Digitalübertragung sind einfach überwältigend. Aber DAB als Nachfolger hat sich da nunmal schwer getan, zumal andere Länder wie Kanada auch eine Rolle Rückwärts gemacht haben und DAB zugunsten IBOC wieder abschaften. In der Hinsicht kann man es den Leuten nicht vorhalten, wenn sie sich nicht jeden neuen Mist sofort aufschwatzen lassen. Die EU Kommission hatte auch mal vor vorgeschlagen, D2MAC als allein zulässige Norm für das Satellitenfernsehen zu definieren. Außer den Skandinaviern hat sich aber keiner darum geschert und so wurde es ein Flop ( habe auch noch einen D2MAC Dekoder rumzuliegen)

  • Dein Fazit ist also: an UKW festzuhalten ist Zeitverschwendung. ;-)


    Möglicherweise gibt es Konkurrenz von DRM (AAC v2). Aber solange UKW die Frequenzen blockiert, wird es jede Art von digitaler Übertragung mit ähnlicher Reichweite schwer haben. Das ist einfach Physik: kleine Frequenz = große Reichweite und umgekehrt. UKW blockiert nun einmal eine sehr präsente niedrige Frequenz mit großer Reichweite. Die Alternative wäre die gute alte Mittelwelle, nur kann man dort weniger Information übertragen: wie wäre es mit Mono anstelle von Stereo?

  • Dein Fazit ist also: an UKW festzuhalten ist Zeitverschwendung.

    falsch,

    UKW muss solange bleiben bis es einen Nachfolger gibt, das hattest Du aber auch schon im Post 9 bestätigt ;)


    Aber solange UKW die Frequenzen blockiert, wird es jede Art von digitaler Übertragung mit ähnlicher Reichweite schwer haben. Das ist einfach Physik: kleine Frequenz = große Reichweite und umgekehrt. UKW blockiert nun einmal eine sehr präsente niedrige Frequenz mit großer Reichweite.

    Du suggerierst dabei, das die VHF Band II Frequenzen DAB+ zugute kommen könnten, wenn UKW abgeschaltet wird. Dem ist aber nicht so. Auch VHF Band I wird nicht genutzt, wäre ja schon jetzt nutzbar und ausbreitungstechnisch noch besser geeignet.

  • Hi,

    Das Problem ist doch, dass der Staat dabei sicher wieder geldgeil wird und die Frequenzen für andere Dinge versteigern wird. S. DVB-T2... Besseres Verfahren = weniger Bandbreite nötig, also: statt mehr Sender oder HD Sender nimmt man lieber eine Frequenzkastration vor und streicht freie Privatsender ganz...

    MfG Stefan

    Test-VDR1: HP rp5700 Fertigsystem, Core2Duo E6400, 2GB RAM, FF-SD C-2300, nvidia Slim-GT218 x1 | easyVDR 2.0 64Bit
    VDR3: in Rente

    VDR4: MSI G31M2 v2, Digitainer2-Geh., t6963c 6" gLCD, E5200, 2GB, 3TB WD Red, GT730, 2x TT S2-3200; easyVDR 3.5 64bit
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    www.easy-vdr.de

  • Vermutlich wissen 95% der Deutschen nicht mal, was DAB oder DAB+ ist, mich eingeschlossen. :D

    - Client1: Thermaltake DH 102 mit 7" TouchTFT * Debian Stretch/vdr-2.4.0/graphtft/MainMenuHooks-Patch * Zotac H55-ITX WiFi * Core i3 540 * 4GB RAM ** Zotac GT630 * 1 TB System HDD * 4 GB RAM * Harmony 900 * satip-Plugin

    - Client2: Alfawise H96 Pro Plus * KODI
    - Server: Intel Pentium G3220 * DH87RL * 16GB RAM * 4x4TB 3.5" WD RED + 1x500GB 2.5" * satip-Plugin
    - SAT>IP: Inverto iLNB

  • Insofern hätte die Abschaltung von UKW dann sogar Vorteile. 95% der Deutschen würden dazu lernen.

  • Das kann sein. :D

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    - Server: Intel Pentium G3220 * DH87RL * 16GB RAM * 4x4TB 3.5" WD RED + 1x500GB 2.5" * satip-Plugin
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  • Vermutlich wissen 95% der Deutschen nicht mal, was DAB oder DAB+ ist, mich eingeschlossen. :D

    DAB ist doch ein Bier oder? DAB+ hat dann sicherlich ein paar mehr Umdrehungen :prost2

  • Also, selbst ich als Technik affiner Mensch bin nach wie vor für UKW.

    Erstens ist die Abdeckung komplett, DAB und DAB+ sind nur in Ballungsräumen nutzbar. Hier in Berlin hab ich ein DAB+ Radio mit recht gutem Empfang. In meiner Wohnung am Rande von Berlin (ca. 25 km vom Alex bzw. Fernsehturm entfernt) ist indoor nur noch mäßiger Empfang (etwa 5 der 24 möglichen Sender empfangbar).

    Ich hatte mir vor einigen Jahren auch ein DAB Autoradio zugelegt, was sehr gut funktionierte (dort, wo DAB Empfang war. In MV z.B. war selbst in den Städten mit DAB nix), bis DAB durch DAB+ ersetzt wurde. Damit konnte ich dieses Autoradio nicht mehr nutzen, weil updates gibts natürlich nicht....

    Des weiteren ist die Qualität mit DAB+ aus meienr Sicht deutlich gesunken. Gut klingen tun nur sender, die mit voller Datenrate senden, was nur wenige hier in berlin und BRandenburg tun. Bei den anderen klingt das ganze schon nach schnlechtem Streaming oder "Roboterstimme", was für mich den Nutzen schon sehr einschränkt. Und fürs Auto hab ich auch das Problem, dass das Auto mit einem Systemradio ausgerüstet ist, welches man nur mit teuer Geld austauschen kann. Für die 2 Jahre, die ich das Auto noch fahre, ist da wohl nix zu machen. Dann nehm ich CD oder Streaming übers handy :)

    Und selbst die BBC hat am Wochenende gerade verlautbaren lassen, dass UKW langfristig weiter existieren wird, obwohl die DAB Nutzung in den UK bei 50% und nicht bei 16% hier liegt.

    Dass mit Privatisierung alles besser wird, sehen wir ja jeden Tag :(

    Ich hoffe, das es da eine langfristige Lösung geben wird, weil bis Juni 2018 ist ja auch keine langfristige Lösung und UKW ist nicht DVB-T. Das betrifft so gut wie jeden.... So lange man keine adäquate Alternative flächendeckend anbietet, ist eine Abschaltung eine Frechheit!

    Aber das ist mit anderen Technologien ja nicht viel anders, schließlich haben wir schon lange fächendeckend UMTS und LTE, weswegen GSM endlich abgeschaltet werden sollte! ;) Über flächendeckendes DSL mit 50 MBit bis Ende 2018 nicht zu reden.

    Is halt alles zu teuer für die private Wirtschaft und daher brauchs ja niemand.....

    Und analoges Telefon und ISDN sind ja auch so alt und überflüssig, VOIP ist viel besser... Spätestens, wenn mal der Strom ausfällt, siehts anders aus, von der Sprachqualität und Delays und Echos nicht zu reden....

    Alles wird besser mit neuen Technologien.. ;)


    Gruß Micha

    The post was edited 1 time, last by zaubi4u ().

  • OK, Eskalationsstufe 6 hat gewirkt, mal sehen wie es weiter geht.

    Und selbst die BBC hat am Wochenende gerade verlautbaren lassen, dass UKW langfristig weiter existieren wird, obwohl die DAB Nutzung in den UK bei 50% und nicht bei 16% hier liegt.

    Norwegen ist auch nicht gerade glücklich, man vergrault mittlerweile die Radiohörer --> http://www.deutschlandfunk.de/…ml?dram:article_id=408042

  • Audi, BMW Mercedes usw. bieten das schon jetzt an --> https://www.welt.de/wirtschaft…etradio-auch-im-Auto.html

    das belastet aber möglicherweise das Volumen

    DAB schießt sich vermutlich ins eigene Knie. Wenn UKW jetzt mit Gewalt abgedreht werden sollte, wird man im Auto auf Webradio ausweichen. Zu Hause ist Satradio sowieso um Längen besser in Punkto Quali und Angebot

  • Na ja, weil dann in einem weiteren Dutzend Jahren die nächsten meckern, dass ihr Radio das nicht kann.

  • Das kommt davon, wenn man Infrastruktur, auf die man angewiesen ist, aus der Hand gibt....


    Gerade hier im Nordosten (MV) besteht das Problem, das DAB+ mow. nicht existent ist

    In Hessen hätte es den Marktführer (FFH) auch ziemlich getroffen. Per DAB+ sind die nur im Raum Frankfurt / Südhessen verfügbar. D.h. in halb Hessen nicht.



    Warum man das gut funktionierende System UKW durch irgendwas anderes ersetzen will, was für den normalen Nutzer keiner Vorteil bringt, will mir nicht einleuchten.


    Radio ist doch eher was, was man neben bei konsumiert, damit die Arbeit nicht zu eintönig wird. Oder im Auto auf dem Weg dahin und da natürlich noch wegen der Staumeldungen.

    Bei den Nebengeräuschen ist eine bessere Qualität ist für die meisten Benutzer, mich eingeschlossen, also völlig egal.

    Und selbst zuhause (wo ich kaum Radio höre), hätte ich keinen Bedarf dafür. Die Moderatoren sabbeln einem doch sowiso dauernd da zwischen, das reicht mir auch in UKW-Qualität.;)

    Und jetzt soll meine einwandfrei und zur vollsten Zufriedenheit funktionierenden Radios weg schmeissen und mit für teuer Geld neue kaufen, nur damit es am Ende wieder so funktioniert wie es das momentan schon tut?

    Radio wird doch eigentlich nur gehört, weil es überall verfügbar und preiswert ist. So ein UKW-Radio hat doch heute jeder irgendwo rum liegen.

    Ich werde mir jedenfalls kein DAB Gerät zulegen, dafür sehe ich nicht ein Geld auszugeben. Allenfalls fürs Auto, wenn es gar nicht anders geht, wegen des Verkehrsfunks (da ist FFH in dieser Region echt gut).


    Wenn man sieht, wie zukunftsfähig DAB und DVB-T waren, traue ich dem Standard DAB+ bei dem Thema auch nicht über den Weg.

    Kaum hat sich der Standard durchgesetzt kommen die doch garantiert mit was neuem ums Eck, da würde ich meinen Allerwertesten drauf verwetten.

    Das ist dann unglaubliche 3% effizienter oder so und man soll deswegen wieder alle Geräte neu kaufen. :wand


    Warum kann man denn nicht einfach mal was, was für eigentlich alle gut funktioniert, lassen wie es ist und sich freuen, dass es das tut?:(

    Gruss
    SHF


  • Wenn man sieht, wie zukunftsfähig DAB und DVB-T waren, traue ich dem Standard DAB+ bei dem Thema auch nicht über den Weg.

    das Problem besteht ja auch in der Miniaturisierung.

    Laut Wikipedia wäre DAB+ auch auf VHF Band I möglich, wird aber nirgendwo genutzt. Außer Zypern hat keiner Interesse an DAB+ für VHF Band I. Antennen müssten noch viel größer sein, als UKW. Kein Hersteller berücksichtigt die Frequenzen beim Bau von Geräten. Die Bundesnetzagentur müsste die Frequenz für Rundfunk freigeben. Es machen ja auch die krassen Überreichweiten einen stabilen Empfang nicht einfach. Das alles trifft mow. auch alles für UKW zu. Man wird sich mit VHF Band III und teuren Lückenfüllern im L-Band abfinden müssen.

    DRM, wie Wirbel oben schrieb, könnte für UKW interessant werden, da es einen Simulcastbetrieb für einen sauberen Übergang bietet. Aber mit dem Wissen wird keiner mehr DAB+ kaufen und so wird sich an der Misere von DAB+ auch nichts ändern. Und ohne Akzeptanz von DAB+ stockt der Ausbau der Infrastruktur und die KEF kürzt die Mittel.

  • Die Idee hinter DAB(+) ist nicht so schlecht, nur die Zeitverzögerung bei der Verbreitung und diverse dümmliche (politische) Entscheidungen helfen nicht bei der Attraktivität.


    Ich oute mich mal als Radio-Fan und DAB+ Nutzer, im Auto, mit AV Receiver und mein sogar Radio-Wecker. Im Auto möchte ich es nimmer missen, schaltet automatisch auf UKW (und wieder zurück), sollte die DAB Ausleuchtung für den gewählten Sender nicht ausreichen. Allerdings ist dann der UKW Sender auch hörbar grenzwertig oder schnell ganz weg. Sehr angenehm fand ich SWR3 in München in DAB+ rauschfrei hören zu können ... wie auch in FFM ...


    Laut Ausleuchtungs Karte leben wir am Rande der Ausleuchtung eines Senders, mein Radiowecker zeigt quasi null Empfangstärke an gegebener Position (mit "Wanddipol"), funktioniert aber super. Das Yamaha Gerät macht einen echt guten Sound, kein Vergleich zum (viele Jahre) alten UKW Quäker ... Uhrzeit wird netterweise auch durch das DAB+ Signal automatisch gestellt.


    Unser AV Receiver ist auch von Yamaha, bin super happy damit und war jetzt nicht so wirklich teurer als ein vergleichbares Gerät ohne DAB Empfang. Empfang ist gut - sehr gut mit einem für DAB+ suboptimalen Ringdipol. Hatte noch keine Muse, das mit einem Ringdipols/Stab Kombi auf dem Dach zu ersetzen, vllt. diesen Sommer ...


    Vllt. einfach mal machen anstatt immer nur zu lamentieren ... ;)


    Regards

    fnu

    HowTo: APT pinning

    The post was edited 1 time, last by fnu ().

  • DAB war aber ein Rohrkrepierer und DAB+ ist erst im August 2011 an den Start gegangen.

    DAB+ ist eigentlich auch nur DAB, lediglich ein höher komprimierender (und teilweise mit echt schrottigen Einstellungen betriebener) Codec HEunterscheidet die beiden. Da der Wettbewerb anscheinend zu immer mehr Stationen in dafür umso schlechterer Qualität zu gehen scheint fehlt mittlerweile sehr vielen POP-Radiosendern jegliche Dynamik. Hall und ggf. in der wiedergegebenen Aufzeichnung vorhandenes Rauschen wird besten Falls noch synthetisch erzeugt und klingt auch beim direkten Vergleich mit guten FM-Empfängern über Kopfhörer und bei ordentlichen Antennensignalen deutlich flacher.


    Und: DAB(+) ist nicht für DXing (Weitempfang, Überreichweiten) geeignet, d. h. Sender, die im lokalen Bouquet nicht eingespielt werden kannst du eben auch nicht hören! Da nicht nur die Sendeleistung der DAB(+) Sender deutlich niedriger liegt, sondern diese Antennensignale auch in einem deutlich ungünstigeren Frequenzbereich für Weitverbindungen liegen und durch Mauern etc. viel stärker bedämpft werden wirst du in Ostdeutschland somit niemals einen französischen Sender empfangen können, oder z. B. tschechische Sender im Nachbar-Bundesland Bayern. Trotz der möglicherweise recht geringen Entfernung.


    Und eine Sache, die mich persönlich eigentlich am meisten stört: Es gibt bei DAB+ kein akustisches Feedback, wie gut oder schlecht der Empfang ist. Die meisten empfinden zwar die Rauschfreiheit als großen Vorteil, andererseits hat der Rauschpegel aber auch ganz klar angezeigt: "Vorsicht, jetzt wird das Signal etwas dünn. Jetzt wäre es an der Zeit, das Antennensignal zu verbessern!" Diese Rückmeldung fehlt jetzt leider komplett. Deshalb kommt es bei schlechter Empfangslage mit dem kleinen Kofferradio eben ohne Ankündigung immer wieder zu unvermittelten Aussetzern mitten im Satz bzw. Lied oder abreißen des Empfangs.


    Ergo: Ich bin eigentlich PRO FM und KONTRA DAB+, auch wenn DAB+ durchaus Vorteile bringen könnte! Und bei den Argumenten ist der Stromhunger der DAB+-Empfänger durch den nötigen Decoder im Verhältnis zu FM-Empfängern (bei Kofferradios in der Regel Faktor 5 oder höher!) noch nicht einmal mitgezählt. ;)

  • Empfang ist gut - sehr gut mit einem für DAB+ suboptimalen Ringdipol. Hatte noch keine Muse, das mit einem Ringdipols/Stab Kombi auf dem Dach zu ersetzen, vllt. diesen Sommer ...


    ... naja, für DAB+ gibt es keine wirklich gut geeignete Antenne, da die Signale der einzelnen Bouquets auf zu stark unterschiedlichen Frequenzen abgestrahlt werden. Entsprechend könnte man prinzipiell auch nur für die vor Ort gerade in diesem Moment verwendeten Frequenzen optimierte Antennen verwenden. Und ob diese über einen längeren Zeitraum beibehalten werden steht ja auch nicht wirklich fest. Das ganze ist also ein eher zweischneidiges Schwert.