Raspberry Pi 3 Model B mit HiFiBerry DAC+ Pro

  • Dann wüssten wir endlich eindeutig, ob ein eigenes Netzteil für den Analogteil nötig ist, oder ob der Hersteller da Problem für 2€ hätte lösen können.

    sicher kann man die Störungen weg filtern, aber da müssen alle mitspielen, sprich, es müssen die Bedingungen von Netzteilhersteller, Raspberry, USB Kabel Hersteller usw. bekannt sein. Doch, wie schon oben angedeutet, wird Dippes das ohne Messmittel oder ohne viel Gebastel und probieren nicht lösen können.

    Nebenbei, ich habe hier auch ein Ausgangsfilter für ein 1000 Watt NT (50 V/20A) gebaut und im Einsatz. Dafür gab es aber auch keine lineare Alternative dazu ;)

    Wie man sieht, machen dort die 47nF + die großen 10µF SMD Keramic Kondensatoren auf der Unterseite mit der 8µH Spule den Filter aus. Die 1000µF bilden nur einen zusätzlichen Puffer und haben messtechnisch keine Auswirkungen auf den Ripple gehabt.

  • Nebenbei, ich habe hier auch ein Ausgangsfilter für ein 1000 Watt NT (50 V/20A) gebaut und im Einsatz.

    Das ist ein ganz anderes Kaliber als das Filterchen für den Audiodac hier. Nebenbei bemerkt, es handelt sich etwa um den Faktor 1000!

    Und klar, bei solchen Strömen ist es längst nicht so einfach, das hatte ich als Einschränkung schon geschrieben.


    Bei kleinen Strömen kann man, vom Wert her, grosse Spulen verwenden, was die Filterwirkung deutlich verbessert.

    Daher habe ich einfach die grösst mögliche Drossel gewählt, die von Wiederstand, Strombelastbarkeit und Bauform passt.

    Vorraussetzung dafür ist aber, dass die Schaltung einen einigermassen konstanten Stromverbrauch hat, wie das Analog-ICs typischer Weise der Fall ist.

    Für digitale Verbraucher, bei denen die Leistungsaufnahme stark variiert, ist das Vorgehen eher nicht so ideal, da er von der Reglung des Netzteils entkoppelt wird.


    Mein Vorschlag sieht wie folgt aus:


    Diesmal mit Keramik und Elektrolyt Kondensatoren an Eingang und Ausgang, um ganz sicher zu gehen.

    Und ein gescheiter Pufferkondensator auch auf der Digitalseite kann nicht schaden.



    1x L-11P 3,3M

    2x RAD FR 2.200/10

    2x KEM X5R0805 1,0U

    Alternativ, wenn man es lieber bedrahtet will:

    Z5U-5 1,0µ

    Zusammen kommen die Teile auf etwa 2€


    Die Simulierte Kennlinie:

    (Man könnte jetzt zwar über das ELKO-Modell streiten, aber so grob sollte es passen.)

    Die blaue Kurve ist der o.g. Filter. Man sieht, dass schon knapp oberhalb von 100Hz schon nicht mehr viel durch geht.

    Schuld daran sind die grossen Elkos. Die grüne Kurve ist zum Vergleich mit 2x 1000µF, was aber eigentlich auch reichen sollte.

    Sofern Platz ist würde ich aber einfach die 2200er drauf packen, die kosten nur 20¢ mehr und haben einen niedrigeren ESR.

    Die Keramikkondensatoren machen sich bei der Simulation erst oberhalb von ~1MHz geringfügig bemerkbar.

    Benötigt werden sie in der Praxis aber trotzdem, da man die nadelförmigen Impulse der schaltenden Transistoren mit den Elkos allein nicht weg bekommt.

    Bei der grossen Spule sollten die standardmässig an allen Digital-ICs verbauten 100nF aber auch locker reichen.



    Die rote Kurve ist zum Vergleich der Filter von Argus.

    Auch dieser Verlauf ist praktisch ausschliesslich von den Elkos abhängig.


    sicher kann man die Störungen weg filtern, aber da müssen alle mitspielen, sprich, es müssen die Bedingungen von Netzteilhersteller, Raspberry, USB Kabel Hersteller usw. bekannt sein. Doch, wie schon oben angedeutet, wird Dippes das ohne Messmittel oder ohne viel Gebastel und probieren nicht lösen können.

    Was bitte muss da noch mit spielen, wenn man alles oberhalb von 500Hz praktisch komplett weg filtert?


    Und um den Filter zu beurteilen braucht man in diesem Fall keine Messmittel. Wenn mit gut klingt und die Störungen verschwunden sind, ist er in Ordnung.

    Wenn man nicht zufrieden ist, muss man sich halt was anderes überlegen. Der mögliche Verlust von 2€ ist aber verschmerzbar, finde ich.

    Da die Bauteile schon mehr als grosszügig bemessen waren, kann man sich weiteres rum probieren nämlich eigentlich gleich sparen.

    Gruss
    SHF


  • Man sieht, dass schon knapp oberhalb von 100Hz schon nicht mehr viel durch geht.

    bist du darauf stolz? Das wären doch gerade mal 14db Dämpfung


    Du machst bei Deiner Simu-Schaltung auch einen entscheidenden Fehler. Du lässt die ganzen parasitären Komponenten untern Tisch fallen. Das funktioniert leider praktisch nicht so. Für die Spule (hier weniger) , aber für die Kondensatoren musst Du ins Sheet neben der Kapazität noch den ESR und auch die Induktivitäten einzeichnen. Dann berechnen, schon siehst Du ein anderes Bild



    Die grüne Kurve ist zum Vergleich mit 2x 1000µF, was aber eigentlich auch reichen sollte.

    2 x die Hälfte sollte auf jeden Fall besser sein als ein Ganzes. Zum einen ist der ESR besser, der ist zwar bei den kleineren Einzelkondensatoren etwas größer, durch die Parallelschaltung in Summe aber niedriger. Auch ist die Induktivität bei kleinen Kondensatoren niedriger

    Der mögliche Verlust von 2€ ist aber verschmerzbar,

    mein obiges Beispiel bei Pollin kostet nur 4€ , hat exzellente Werte und kommt ohne Löten und Platine basteln aus. Bei deinem Beispiel käme noch einiges mehr dazu.

    Ich selbst würde anstelle des SNT diesen Trafo --> https://www.pollin.de/p/printtrafo-era-bv030-2296-0-300700

    plus Greatzbrücke und Elko nehmen, ist absolut sauber und gut.

  • Deine Simu ist und beleibt eine Simu und Theorie. Du machst einen entscheidenden Fehler, Du lässt die ganzen parasitären Komponenten untern Tisch fallen. Sieht ja auf dem Papier ganz nett aus, funktioniert aber leider praktisch nicht so. Für Spule (hier weniger) aber für die Kondensatoren musst Du ins Sheet neben der Kapazität noch den ESR und die Induktivitäten einzeichnen. Dann berechnen, dann siehst Du ein anderes Bild

    mein obiges Beispiel bei Pollin kostet nur 4€ , hat exzellente Werte und kommt ohne Löten und Platine basteln aus. Ich selbst würde anstelle des SNT diesen Trafo --> https://www.pollin.de/p/printtrafo-era-bv030-2296-0-300700

    plus Greatzbrücke und Elko nehmen, ist absolut sauber und gut.


    Auch die Lösung mit dem Trafo ist nur graue Theorie. Ich gebe dir zwar Recht, dass ein längsgeregeltes Netzteil eine saubere Lösung wäre. Was du mit der Low-cost Lösung Trafo/ Zweiwege-Gleichrichtung/ Siebelko aber eliminierst ist der zusätzliche Störnebel durch die Schaltfrequenz des PWM, nicht aber:

    1. Transienten wie sie aus dem Stromnetz üblich sind. Jedes andere Gerät verursacht beim einschalten eine mehr oder weniger große Spannungsschwankung, Schaltnetzteile von Desktoprechnern, TV-Geräten usw. können das Spannungsnetz auch schon belasten, Datenimpulse für Umschaltvorgänge sowohl von der Seite der Stromversorger als auch zu den Endverbrauchern hin sind auch nicht zu verachten. Und natürlich auch schlecht entstörte Endverbraucher wie z. B. große Motoren. Wen's interessiert sucht bei Wikipedia doch einfach mal nach "Rundsteuertechnik"!
    2. Signale und Transienten durch PowerLAN. Auch privat werden Stromleitungen leider mittlerweile häufig zur Datenübertragung vergewaltigt.
    3. Störungen die aus der Spannungsaufbereitung des Raspberry selbst heraus resultieren. Jeder Rechner arbeitet mit möglichst steilen Flanken. Beim schalten dieser Flanken entstehen extrem kurze Spitzenströme in der Schaltung, welche - je nach Layout - durchaus recht nennenswerte Spannungsschwankungen auf den Stromversorgungs-Rails bewirken können. Beschränken sich diese kurzen Impulse und das Rauschen etc. auf den Digitalteil so wird das ohne hörbare Folgen bleiben. Werden diese Signale aber auf den analogen Teil und dessen Stromversorgung "verschleppt" oder übertragen, so wird man das dann schon zumindest messen, vielleicht sogar auch hören können. Je nach Grad der Störung.
    4. Der Raspberry ist ein richtig netter kleiner All-Round-Rechner. Man kann mit ihm schon recht viel anstellen. Allerdings ist dieser "All-Rounder" eben niemals als "Spitzensportler" im Sektor HiFi konzipiert worden! Es kann also immer mal zu leicht verzögerter Datenübermittlung an den DAC, zu leichten Taktvariationen, Phasenrauschen und was-weiß-ich noch alles kommen. Auch auf dem Raspberry selbst sitzen kleine Schaltwandler, welche z. B. die Corespannung der ARM-CPU bereitstellen und somit zu Rückwirkungen auf die Stromversorgung führen.

    Also am besten die Kirche im Dorf lassen - wenn du wirklich optimales Analogsignal möchtest solltest du sonst auch selbst an den Anti-Aliasing-Filtern des DAC bei deinem HiFi-Berry DAC(+) optimieren - oder gleich einen richtig guten und sauber arbeitenden/ gefilterten DAC über den SPI ansprechen... ;)


    Wer schon einmal mehr oder minder im Blindtest mit exakt der gleichen Audio-CD den direkten Unterschied zwischen einem (Luxman) 18 Bit-Wandler eines teuren CD-Spielers und einem 20 Bit Wandler eines Denon DCD1520 gehört hat (beide damals im Preissegment über 1000,-- DM) wird verstehen worauf ich hinaus will - die Digitaltechnik hört man nicht. Den Wandler - bedingt, ja. Das Anti-Aliasing-Filter oder z. B. höhers Oversampling wird man auf jeden Fall hören können! Aber da steigt der Aufwand exponentiell.

  • Störungen die aus der Spannungsaufbereitung des Raspberry selbst heraus resultieren. Jeder Rechner arbeitet mit möglichst steilen Flanken. Beim schalten dieser Flanken entstehen extrem kurze Spitzenströme in der Schaltung, welche - je nach Layout - durchaus recht nennenswerte Spannungsschwankungen auf den Stromversorgungs-Rails bewirken können. Beschränken sich diese kurzen Impulse und das Rauschen etc. auf den Digitalteil so wird das ohne hörbare Folgen bleiben. Werden diese Signale aber auf den analogen Teil und dessen Stromversorgung "verschleppt" oder übertragen, so wird man das dann schon zumindest messen, vielleicht sogar auch hören können. Je nach Grad der Störung.

    genau darum geht es hier nicht, da über das völlig separierte Netzteil eine Beeinflussung durch den RPI ausgeschlossen werden soll.


    Auch auf dem Raspberry selbst sitzen kleine Schaltwandler, welche z. B. die Corespannung der ARM-CPU bereitstellen und somit zu Rückwirkungen auf die Stromversorgung führen.

    auch um die geht es hier nicht. Der Hifiberry DAC+ Pro spielt hier als Clock-Master und bekommt nur digitale Daten über I2S.


    Sicher gibt es noch mehr Baustellen, die man sich anschauen könnte, nur nutzt das dippes in diesem Fall nicht viel.

  • Habe jetzt den R14 vom Hifiberry entfernt und diesen separat (aber mit gleichem Netzteil) mit Energie versorgt.


    Es ist in der Tat ein positiver Unterschied zu hören.Die Höhen sind viel sauberer.


    Das werde ich um mir das Klangbild einzuprägen eine Zeitlang so nutzen.Dann werde ich den Pi mit dem Steckernetzteil und den Hifiberry mit dem Linear Netzteil separat betreiben um ein Unterschied heraus zu hören.

  • Es ist in der Tat ein positiver Unterschied zu hören.Die Höhen sind viel sauberer.

    Erfreulich!

    Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass (wie von mir erwartet) noch einiges an Störungen vom RPI selber kommt.


    Du machst bei Deiner Simu-Schaltung auch einen entscheidenden Fehler. Du lässt die ganzen parasitären Komponenten untern Tisch fallen. Das funktioniert leider praktisch nicht so. Für die Spule (hier weniger) , aber für die Kondensatoren musst Du ins Sheet neben der Kapazität noch den ESR und auch die Induktivitäten einzeichnen. Dann berechnen, schon siehst Du ein anderes Bild

    Die ESR aus dem Datenblatt habe ich natürlich berücksichtigt.

    Ob das verwendete ELKO-Modell was taugt, kann man aber immer schwer abschätzen.


    2 x die Hälfte sollte auf jeden Fall besser sein als ein Ganzes. Zum einen ist der ESR besser, der ist zwar bei den kleineren Einzelkondensatoren etwas größer, durch die Parallelschaltung in Summe aber niedriger. Auch ist die Induktivität bei kleinen Kondensatoren niedriger

    Da hast du mich missverstanden. Ich meinte 2x1000µF statt der 2x2200µF. (also die ELKO-Kapazität quasi halbiert)

    Das war als Alternative gedacht, falls man die Grösseren nicht unterbringt.


    mein obiges Beispiel bei Pollin kostet nur 4€ , hat exzellente Werte und kommt ohne Löten und Platine basteln aus.

    Das mag sicher auch gehen, das bezweifele ich nicht. Allerdings steht dann wieder eine extra Kiste rum.

    Und so ganz ohne Basteln geht es auch nicht. Man braucht immer noch ein Kabel und auch das Platinchen muss auch irgendwie isoliert befestigt werden.


    Mein Filterchen würde ich selber übrigens ohne extra Platine aufbauen.

    Der Ausgangselko wird gelegt (also die Anschussbeinchen um 90° gebogen, so dass der ELKO parallel zur Platine liegt) und zusammen mit dem Keramik-Kondensator in den Löchern für das Analog-Netzteil verlötet.

    Die Eingangs Kondensatoren kommen genau so an die Stiftleiste, die zum PI geht. (Belegung sollte sich problemlos finden lassen.)

    Die Spule kann man entweder an die Pads von dem Widerstand löten, oder man nimmt die beiden "+" Leitungen der Elkos. Was sich halt besser löten lässt.

    Die vorgeschlagenen Lötstellen an der Platine sind alle von bedrahteten Bauteilen und sollten sich auch von wenig geübten löten lassen. Das einzige, wo man aufpassen muss ist die Polung vom Elko (sonst knallt's).


    bist du darauf stolz? Das wären doch gerade mal 14db Dämpfung

    Stolz? Nein, aber für den Zweck reicht es.


    Wichtiger als die Dämpfung ist, dass die sprunghaften Änderungen der Versorgungsspannung, die typisch für Computerschaltungen sind, nicht bis zum DAC durch kommen.


    Grün: Eingangsspannung Rechteck Umax 5V Umin 4,5V, das ist so ziemlich der Worstcase. In der Praxis wird es maximal eher bei der Hälfte liegen.

    Rot: Ausgangsspannung zum DAC. Man beachte neben der kleineren Amplitude auch den sehr langsamen Anstieg der Spannung!


    Die in den DACs typischer weise verbauten Konstantstomquellen können sprunghafte Änderungen in der Versorgungsspannung eher schlecht ausregeln.

    Es besteht sogar die Möglichkeit, dass kurz ins schwingen geraten, was auch hörbar sein kann.


    Mit einer Sinusförmigen Störung von etwa 100Hz kommen die Regler aber recht gut zurecht.

    Ein simpler 78xx Spannungsregler kommt da auf etwa 50dB (das Datenblatt hatte ich gerade zur Hand) und ein Regler in einem AudioIC sollte da eher besser sein.


    Auch die Lösung mit dem Trafo ist nur graue Theorie. Ich gebe dir zwar Recht, dass ein längsgeregeltes Netzteil eine saubere Lösung wäre. Was du mit der Low-cost Lösung Trafo/ Zweiwege-Gleichrichtung/ Siebelko aber eliminierst ist der zusätzliche Störnebel durch die Schaltfrequenz des PWM, nicht aber:


    [...]

    Jupp, genau auf die Punkte 1 & 2 hatte ich schon letztens mit dem "extra Kraftwerk" angespielt. ;)

    Btw.: Wir haben einige Betriebe um die Ecke, ich hab da Erfahrungen, was das angeht.


    Also am besten die Kirche im Dorf lassen - wenn du wirklich optimales Analogsignal möchtest solltest du sonst auch selbst an den Anti-Aliasing-Filtern des DAC bei deinem HiFi-Berry DAC(+) optimieren - oder gleich einen richtig guten und sauber arbeitenden/ gefilterten DAC über den SPI ansprechen...

    Das sehe ich genau so.

    Ich würde HiFi-Berry Platinchen in den Consumer-HIFI-Bereich einordnen. So im Bereich 100-150€ Webradio etwa.

    In der Preisklasse wird kein Hersteller ein extra Netzteil für den Audio-DAC einbauen.

    Zumal es bei der räumlichen Nähe zu den ganzen Digital-ICs, gegenüber einer sinnvoll aus der Versorgungsspannung erzeugten Hilfsspannung, nicht viel mehr an Audioqualität bringen wird.

    Gruss
    SHF


  • Zitat

    oder gleich einen richtig guten und sauber arbeitenden/ gefilterten DAC über den SPI ansprechen...

    Kannst du einen empfehlen?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von dippes ()

  • Ein simpler 78xx Spannungsregler kommt da auf etwa 50dB (das Datenblatt hatte ich gerade zur Hand)

    je nach Regelverstärkung kommt ein normaler LDO locker auf 65 -70 db und das schon ab 10 Hz , schau mal hier --> http://www.ti.com/lit/an/slyt202/slyt202.pdf


    und gute Low Noise Teile wie bsw. der LT3042 --> https://www.digikey.fi/en/prod…out-volt-linear-regulator


    schaffen auch schon 120db PSRR


    (120db sind dann 1/1.000.000 und nur noch ein paar µV)

    [IMG:https://www.digikey.fi/-/media/Images/Product%20Highlights/L/Linear%20Technology/LT3042%20Linear%20Regulator/linear-tech-lt3042-power-supply-ripple-rejection-diagram.jpg?la=en&ts=ae4fb9a1-2540-48ce-be15-d807e214f03d]



    In der Preisklasse wird kein Hersteller ein extra Netzteil für den Audio-DAC einbauen

    na klar, hier -->Expansion Board für Raspberry

    ist das genau so umgesetzt.

    Die oberste Platine erzeugt 2x 15 Volt für den DAC und die OPVs --> http://www.suptronics.com/mini…es%208/x10-pwr_1000p1.jpg

    Das dazu gehörende NT --> http://www.suptronics.com/mini…es%208/x10-RTR_1000p1.jpg

    ist ein Doppel-NT mit +/-15 Volt für DAC etc und 5Volt für RPI. Vermutlich ein kleiner Ringkern

  • 120dB schafft ein Bastler ohne ultra-professionelles Layout sowie Hilfe beim Aufbau niemals.

    Alles was praktisch messbaren Erfolg liefert hilft, btw. wir nutzen z.B. TPS7A4700 für empfindliche RF Schaltungen.


    Gibts sogar in der Bucht.


    https://www.ebay.de/itm/new-TP…70ee65:g:EJUAAOSwlyJZbLP9

  • Kannst du einen empfehlen?

    Wenn ich es richtig verstehe, braucht es beim RPI auch noch diesen Taktgenerator, damit es über I2S sauber läuft.


    Aber wäre eine gute USB-Sondkarte evtl. eine Möglichkeit? (sofern es die gibt, ich kenne mich da überhaupt nicht aus)

    Da hätte man das Taktproblem umgangen und man kauft was Erprobtes, was eigentlich keine Überraschungen bringen sollte.




    na klar, hier -->Expansion Board für Raspberry

    ist das genau so umgesetzt.

    Das ist aber definitiv nicht die genannte Preisklasse.

    Das nette Türmchen allein kommt auf 135$ und das Netzteil nochmal auf 85$, alles Aliexpress-Preise, also +Steuer. Dann noch der RPI und das Gehäuse.

    Wenn das Gerät dann fertig ist, liegt Ende liegt man da also eher bei knapp 300€.


    Mit einem käuflichen Webradio, dass man für ~100€ Bestpreis online bekommt, oder für etwas mehr im lokalen Elektrofachmarkt, hat das nicht mehr viel zu tun.



    Der 78xx war nur als Beispiel für einen simplen Analog-Regler gedacht. Es sollte illustrieren, dass diese sinusförmige Störungen niedriger Frequenz ganz gut ausgleichen können, während dies Sprunghaften Änderungen der Versorgungsspannung Probleme bereiten.

    Gruss
    SHF


  • Wenn ich es richtig verstehe, braucht es beim RPI auch noch diesen Taktgenerator, damit es über I2S sauber läuft.

    hatte ich oben doch schon geschrieben, der DAC+ ist hier Clock-Master und RPI Slave, also keine Probleme mit dem Takt ;)

    Aber wäre eine gute USB-Sondkarte evtl. eine Möglichkeit? (sofern es die gibt, ich kenne mich da überhaupt nicht aus)

    Da hätte man das Taktproblem umgangen und man kauft was Erprobtes, was eigentlich keine Überraschungen bringen sollte.

    USB hat Latenzen, die wieder stören, damit hat dippes ganz andere Probleme. Wer Quali möchte , meidet USB


    Es sollte illustrieren, dass diese sinusförmige Störungen niedriger Frequenz ganz gut ausgleichen können, während dies Sprunghaften Änderungen der Versorgungsspannung Probleme bereiten.

    hier geht es generell um Linear Regler, wo sollten die denn ein Problem mit der Versorgungsspannung haben

    Die extrem steilen Flanken, die ein Schaltregler produzieren kann, kann auch ein Linearregler nicht immer zuverlässig ausgleichen.

    ich denke mal, das Thema passive Filter können wir auch abkürzen (OT) , es interessiert hier im Linear-Thread weniger, zumindest nicht den Themenstarter.

  • Was meint ihr zu diesem DAC ?


    Würde dies eher den Wunsch zu High End erfüllen?

  • zum einen wäre es erst mal wichtig zu wissen, warum der Hifiberry Dich nicht glücklich macht, also genau die Ursache zu finden. Denn der Hifiberry ist ja nicht schlecht und sollte die Messlatte schon hoch legen. Und so wie ich es lesen konnte, ist wohl der Hifiberry DAC+ der einzigste der als Master fungieren kann. Das Problem beim RPI ist, das dort kein vernünftiger Takt zur Verfügung steht (siehe Post 7 ). Dadurch gibt es mow. Jitter. Der DAC+ ändert das, indem er den fehlenden Takt selbst generiert und auch den RPI taktet.

    Ansonsten ist das Elektor Teil nicht schlecht, der PCM1794 hat sehr gute Werte, die OPVs LME49720 habe ich hier --> http://www.fdm-ware.de/PreAmplifier/index.html

    auch gewählt, weil sie authentisch klingen,. Viele mögen ja "warme" OPVs. Bei mir solls aber so unverfälscht rüberkommen wie möglich. Auch die Stromversorgung ist vorbildlich aufgebaut. Hat aber auch seinen Preis. Wenn Du soviel Geld in die Hand nehmen willst, würde ich eher einen gebrauchten ordentlichen Denon oder Onkyo aus der Bucht kaufen und den dann über S/PDIF vom Hifiberry Digi+ -->https://www.amazon.de/HiFiBerr…fRID=A4XQRB9Q3W1V6XDMNQQ5


    aus füttern. Damit hast Du erstklassige Qualität zum Schnäppchenpreis. Neben der Stromversorgung könnten auch induktive Einstreuungen vom RPI ins Layout vom Hifi-Shield einsteuen. Das müsste man mit Blechen dann schirmen und kapseln. Alles ein großer Aufwand und ohne Messmittel auch alles schwierig für Dich.

  • Kannst du einen empfehlen?

    Leider kann ich hier absolut keinerlei Empfehlungen geben da ich den Anspruch noch nie an den kleinen (Raspberry) gestellt habe ;)


    Kommerzielle DACs zu kaufen ist wohl auch eher ein hypothetischer Weg, da bewegt man sich dank audiophilem Geschwurbel und Mythen sehr schnell im Bereich mehrerer hundert Euros alleine für den DAC. Der Punkt ist eben - es liegt nicht ausschliesslich am DAC-Chip selbst. Die Klangqualität steht und fällt an und für sich mit den nachgeschalteten Filtern, welche deutlich hörbar den Klang von ein und der selben Signalquelle dann entweder rau und flach oder detailreich und ausgezeichnet aufgelöst klingen lassen können. Und dafür ist ein gutes Referenzdesign nötig. Also vielleicht mal bei den "großen" Chipherstellern nach "Referenzdesign DAC Audio" suchen. Vielleicht findest du da etwas passendes? Wie gesagt - Fertiggeräte/ Platinen liegst du dann garantiert im Bereich mehrerer hundert Euros, Selbst machen wird aber erstens sehr viel Arbeit und Erfahrung benötigen und ob es dann unter dem Strich wirklich "billig" wird!? ;)

  • Was meint ihr zu diesem DAC ?


    Würde dies eher den Wunsch zu High End erfüllen?

    Prinzipiell könnte der in die richtige Richtung gehen.


    oder vielleicht auch sowas, immerhin sind hier die DAC's selbst zumindest schon mal von Burr-Brown, also einem der ganz großen im Bereich Audio-DACs:

    https://www.ebay.de/itm/HiFi-P…87f344:g:9nYAAOSwX61ZGYGR


    Frage ist halt:

    Was genau möchtest du mit dem Raspberry machen, was stört dich an der Hifi-Beere und ... hörst du wirklich den Unterschied oder glaubst du das nur? ;-)

  • USB hat Latenzen, die wieder stören, damit hat dippes ganz andere Probleme. Wer Quali möchte , meidet USB

    Interessant, bei einem hochwertigeren Gerät hätte ich einen ausreichenden internen Puffer erwartet. Mit etwas Zeitversatz könnte man ja leben.


    hier geht es generell um Linear Regler, wo sollten die denn ein Problem mit der Versorgungsspannung haben

    Nein, hier geht es die ganze Zeit um einen Audiodac (in dem typischer Weise ein Konstantstromregler verbaut ist), der laut Themenstarter ein Problem mit der Versorgungsspannung hat.

    Aber egal, da weiter zu diskutieren führt zu nichts.


    Denon oder Onkyo [...] und den dann über S/PDIF vom Hifiberry Digi+

    S/PDIF und das am besten optisch, auf ein gescheites HIFI-Gerät.

    Der Tip ist gut! Manchmal übersieht man einfach das naheliegenste.

    IMHO die beste Lösung, wenn nicht basteln will und es einfach funktionieren soll.

    Gruss
    SHF


  • zum einen wäre es erst mal wichtig zu wissen, warum der Hifiberry Dich nicht glücklich macht, also genau die Ursache zu finden


    Denon oder Onkyo [...] und den dann über S/PDIF vom Hifiberry Digi+

    Trotz Linearem Netzteil sind die Höhen übertrieben (scharf).Die kann man nicht einmal gescheit herunterregeln ohne das was anderes fehlt.


    Kann das auch an den Boxen liegen? Canton CT 1000.Haben schon ein paar jährchen auf dem Buckel.


    An einen Vorverstärker mit S/PDIF hatte ich auch schon gedacht.

  • Kann das auch an den Boxen liegen?

    Häng doch mal eine andere hochwertige Audioquelle an die Kette aus Verstärker(n) und Lautsprechern - wenn es damit ähnliche Probleme gibt, musst du die einzelnen Komponenten in der Ausgabekette durchgehen.

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)