t2scan: neues DVB-T/T2 Channel Scan Tool basierend auf w_scan

  • Hallo,


    basierend auf wirbel 's exzellentem w_scan habe ich ein neues Tool t2scan geschrieben, um DVB-T und DVB-T2 Kanäle zu scannen für die channels.conf.


    t2scan unterscheidet sich von w_scan wie folgt:

    • Anderer Ansatz beim Scannen: Im Gegensatz zu w_scan, das zwei Durchläufe über die einzelnen Kanäle macht, macht t2scan nur einen Durchlauf. Die NIT wird dabei nur benutzt, um die genauen Parameter des aktuellen Kanals zu ermitteln (d.h. Verweise auf andere Kanäle werden ignoriert) und von diesem werden die Services (Programme) direkt mit allen Daten eingelesen. Diese Design-Entscheidung habe ich gemacht, da ich festgestellt habe, dass (zumindest in meiner Region) die Verweise auf andere Kanäle in der NIT oft fehlerhaft waren und dazu geführt haben, dass entweder Kanäle nicht gefunden wurden oder durch falsche IDs der EPG nicht ging. Der Scan ist dadurch auch (zumindest bei mir) ein gutes Stück schneller. Der Ansatz von t2scan sollte eigentlich mit den meisten neuen DVB-T/T2-Karten funktionieren, da diese beim Tunen die meisten Parameter sowieso automatisch erkennen. Bei DVB-S würde der Ansatz nicht gut funktionieren, daher habe ich auch DVB-S (und -C) ganz aus dem Tool entfernt.
    • Nur noch DVB-T und DVB-T2. ATSC ist noch im Code drin, aber ungetestet. DVB-C und DVB-S/S2 werden nicht vom Tool unterstützt.
    • Neuer Parameter, um den DVB-T-Typ für den Scan festzulegen ("-t1" für nur DVB-T, "-t2" für nur DVB-T2). Dadurch geht der Scan natürlich schneller, wenn nur eine der beiden Arten gescannt werden soll.
    • Neuer Parameter, um den niedrigsten Kanal ("-c") und den höchsten Kanal ("-C") für den Scan festzulegen. Dadurch geht der Scan natürlich schneller, wenn man nicht den ganzen Bereich von Kanal 21 bis 69 scannen will (in vielen Regionen werden nur noch Kanäle unter 50 für DVB-T benutzt).
    • Weniger Optionen (und evtl. entferne ich noch weitere). Ziel ist es, das Tool simpel zu halten.

    Ich empfange recht viele DVB-T und -T2 Kanäle hier (alle vom französischen Sender Metz in DVB-T, alle vom luxemburgischen Sender Dudelange in DVB-T, alle DVB-T2 Kanäle im Saarland, und noch die DVB-T-Kanäle vom Sender Saarburg; manchmal klappt auch noch der Empfang des belgischen DVB-T-Senders Leglise). Diese werden mit dem Tool bei mir mit einer DVBSky T9580 v3 Karte problemlos und meines Erachtens auch korrekt eingelesen.


    Download:

    Wenn euch das Tool interessiert, findet ihr es hier: https://github.com/mighty-p/t2scan/ (entweder das Git-Repository clonen oder unter das ZIP unter https://github.com/mighty-p/t2scan/releases herunterladen).


    Mich würde interessieren, ob t2scan bei euch funktioniert und alle Kanäle wie erwartet findet. Bitte schreibt einfach hier im Thread oder öffnet (bei Problemen) ein Issue auf Github. Pull-Requests werde ich mir natürlich auch angucken. Bitte habt Verständnis, dass ich von der ganzen Materie aber bei weitem nicht so viel Ahnung wie wirbel habe. Ich dachte trotzdem, dass der Stand des Tools gut genug ist, um ihn mit der Community zu teilen :)

    VDR 1: Linux Mint 18.1 mit VDR 2.2.0 und Ausgabe auf X11 (Radeon HD6450) via softhddevice/vdpau. DVB-Karte: DVBSky T9580V3
    VDR 2: Ausgabe auf X11 (Intel i5 Kaby Lake) via softhddevice/vaapi, sonst wie VDR 1

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  • Ich habe t2scan mal für yaVDR paketiert. Der Scan für DVB-T2 hier in München dauert mit einer WinTV Solo HD etwas über 2 Minuten, er scheint damit auf allen frei empfangbaren Sendern auch direkt die richtige TID zu erwischen, so dass das EPG ohne Anpassungen funktioniert :tup

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Wenn ich nach Ausführung von ./configer make eingebe, kommt folgendes:



    vdr-User-# 755 to_h264 chk_r

  • Hmm... ok, das passiert bei mir nicht. Kannst du mal zum Test leere Dateien mit den Namen "NEWS", "README" und "COPYING" anlegen und schauen, ob make dann durchläuft?

    VDR 1: Linux Mint 18.1 mit VDR 2.2.0 und Ausgabe auf X11 (Radeon HD6450) via softhddevice/vdpau. DVB-Karte: DVBSky T9580V3
    VDR 2: Ausgabe auf X11 (Intel i5 Kaby Lake) via softhddevice/vaapi, sonst wie VDR 1

  • Das wars, ich hab jetzt ein binary. Danke.


    vdr-User-# 755 to_h264 chk_r

  • :thumbup:


    Ich werde dann im GIT nachher die drei Dateien "proforma" hinzufügen. Bin eh gerade an t2scan am arbeiten. Bin die Optionen weiter am vereinfachen.


    Für die, die sich gerade an "-k" und "-K" (niedrigster, höchster Kanal zum Scannen) gewöhnen: Gewöhnt euch noch nicht zu viel dran, die beiden werden auf "-c"/"-C" (für "Channel") umbenannt :)


    P.S. jsffm Darf ich fragen, bei welcher Distri du benutzt?

    VDR 1: Linux Mint 18.1 mit VDR 2.2.0 und Ausgabe auf X11 (Radeon HD6450) via softhddevice/vdpau. DVB-Karte: DVBSky T9580V3
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  • gentoo


    vdr-User-# 755 to_h264 chk_r

  • Hier die Ausgabe für Rhein/Main:


    vdr-User-# 755 to_h264 chk_r

  • Danke, sieht doch auf den ersten Blick gut aus. Fehlen irgendwelche Programme? Geht der EPG bei allen?

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  • Ich habs nicht eingespielt, aber im Vergleich zu meiner channels.conf sieht das gut aus.


    vdr-User-# 755 to_h264 chk_r

  • So, neue Änderungen wurden gerade ins GIT hochgeladen.


    Ich habe mal etwas bei den ganzen Optionen sortiert. DIe waren ja bis jetzt alle von w_scan übernommen. U.a. hab ich die ganzen Schalter für die Ausgabeformate durch einen einzigen "-o", der halt nen Parameter kriegt, ersetzt. Das finde ich einfacher. Dabei habe ich gerade auch das Default-Ausgabeformat von vdr 2.0 auf vdr 2.1.x geändert. Falls das keine gute Idee ist, sagt Bescheid, dann mach ich's rückgängig. An der eigentlichen Scan-Logik hat sich nichts geändert.


    "t2scan -h" zeigt jetzt wirklich nur noch die paar Optionen an, die für den normalen User Sinn machen. Alles andere ist in der Expertenhilfe "-H". Die man-Page ist auch entsprechend überarbeitet.


    Wenn es mit diesem Stand keine Probleme gibt, werde ich wohl am Sonntag oder Montag ein neues Release v0.2 erzeugen.


    jsffm - Danke für's Testen. Weitere Testberichte von anderen Usern sind gerne willkommen.

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  • Hallo mighty-p, vielen Dank für das Werkzeug!

    Der Scan funktioniert einwandfrei. Ich habs examplarisch mit den frei empfangbaren Sendern aus dem Freenet-Paket im VDR getestet:

    Bibel TV, QVC und HSE24 tunen einwandfrei, Bibel TV und QVC haben auch EPG.


    Hier die Ausgabe für die Region Rhein/Neckar (Sender Königstuhl)

    Server/Client 1: VDR4ARCH, MSI B150 ECO + Celeron G3900, 4GB RAM, 120GB SSD, 4TB HDD, 2 x Hauppauge WinTV-quadHD für DVB-C und DVB-T2
    Client 2: Raspberry PI 2 B, VDR4ARCH, rpihddevice, streamdev-client
    Client 3: Raspberry PI 1 B, Raspbian, VDR selbst kompiliert, rpihddevice, streamdev-client

  • Danke, fürs Tool, guter Ansatz!

    Leider wird bei mir nicht alles gefunden, was w_scan findet,....


    Hier die Ausgabe und Channels von einem Scan in Oberfranken (es wird DVB-T2 aus Nürnberg und DVB-T aus Bamberg empfangen), sowohl von t2scan, also auch w_scan im Anhang.


    channels_wscan.conf.txt

    w_scan.log.txt

    channels_t2scan.conf.txt

    t2scan.log.txt



    Edit:

    Habs nach entladen/laden von ddbrige nochmal versucht, diesemal alle i.O.:

    t2scan.log2.txt

    channels_t2scan2.conf.txt

    Also alles gut, danke! :)

  • localhosthack0r , danke für's Testen. In t2scan.log.txt sieht es in der Tat so aus, als hätte die Karte ab 634000 kHz bei DVB-T2 gar keinen Lock mehr gekriegt, warum auch immer. Ich denke aber eher nicht, dass das am t2scan-Code liegt, zumal du ja sagst, dass es nach einem Neustart der Treiber dann geklappt hat.

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  • Da mir keine wirklichen Probleme mit den letzten Git-Ständen berichtet wurden, habe ich nun t2scan 0.2 released (https://github.com/mighty-p/t2scan/releases). Vielen Dank an alle, die getestet und mir im Thread oder per Direktnachricht Rückmeldung gegeben haben!


    Ein Problem von t2scan derzeit ist, dass bei mehrfachem Empfang eines Programmes dieses dann auch doppelt (oder ggfs. noch öfters) in der ausgegebenen channels.conf steht. Der optionale Schalter "-d" kann zwar helfen, aber hier will ich in Zukunft etwas Besseres bauen und idealerweise das ioctl der DVB API nutzen, um das Programm nur vom am besten zu empfangenden Kanal zu nehmen. Entsprechende Änderungen werdet ihr bald im GIT sehen. Kann durchaus sein, dass v.a. der Schalter "-d" dann bei euch gar nicht geht oder instabil läuft. Das nur zur Info :)

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    VDR 2: Ausgabe auf X11 (Intel i5 Kaby Lake) via softhddevice/vaapi, sonst wie VDR 1

    • Neuer Parameter, um den DVB-T-Typ
    • Neuer Parameter, um den niedrigsten Kanal ("-c") und den höchsten Kanal ("-C")
    • Weniger Optionen

    Irgendwie klingt das ein wenig verwirrend. Wie willst du ein Tool mit weniger Optionen bauen, wenn dein erster Akt ist *mehr* davon einzubauen?

  • Neue Version 0.3 ist soeben released worden. Enthält die Markierung von doppelten Multiplexen und Services (Parameter "-d"), automatisches Entfernen solcher Duplikate (Expertenoption "-D"), sowie den Fix für das Problem dass im VDR>=2.1-Format bei manchem Services die Audio-PID fehlte (das war ein "alter" Bug noch aus w_scan).

    VDR 1: Linux Mint 18.1 mit VDR 2.2.0 und Ausgabe auf X11 (Radeon HD6450) via softhddevice/vdpau. DVB-Karte: DVBSky T9580V3
    VDR 2: Ausgabe auf X11 (Intel i5 Kaby Lake) via softhddevice/vaapi, sonst wie VDR 1

  • Hi,

    Macht es nicht Sinn, dass das dann auch in w-scan gefixt werden kann?

    MfG Stefan

    Test-VDR1: HP rp5700 Fertigsystem, Core2Duo E6400, 2GB RAM, FF-SD C-2300, nvidia Slim-GT218 x1 | easyVDR 2.0 64Bit
    VDR3: in Rente

    VDR4: MSI G31M2 v2, Digitainer2-Geh., t6963c 6" gLCD, E5200, 2GB, 3TB WD Red, GT730, 2x TT S2-3200; easyVDR 3.5 64bit
    VDR5: Gigabyte
    GA-G31M-S2L, Intel E2140, Zotac GT730 passiv, Digitainer2-Geh., t6963c 6 " gLCD, 2 TB WD Red, 2x TT S2-3200 (an 1 Kabel) easyVDR 3.5 64bit
    VDR6:
    Intel E5200, GT630 passiv, F1 750 GB, t6963c gLCD, 2x TT S2-3200 | easyVDR 3.5 64bit
    VDR-User #1068 
    www.easyvdr.de