ein paar Fragen kommen jetzt von mir...

  • Hi

    in meiner neuen Wohnung sind die Anschlüsse fürs Kabel-TV und fürs Internet im Wohnzimmer. Der vdr müsste also da im Zimmer stehen. Macht nix - ich bin alleine...

    Im Arbeitszimmer soll dann (irgendwann...) ein Server stehen, der die Aufnahmen lagert. Ein Netzwerk-Kabel möchte ich nicht unbedingt quer durch die Wohnung ziehen.


    Wäre so etwas:


    Lan over Power


    eine Alternative?

  • Hallo Sigi,


    mein Bruder betreibt ein solches D-LAN in seinem eigenen Haus, weil er keine Lust hat Kabel zu verlegen und ist sehr zufrieden. Er verwendet Geräte von Devolo, Durchsatz beträgt mehrere hundert Megabit/s


    Wichtig zu wissen, ist auch Funk, eben über die Kupferleitung der Stromverkabelung. Kann zu Einschränkungen führen, wenn sich zwei Geräte auf unterschiedlichen Phasen befinden.


    Alternative ist WLAN, Je ein AP im Wohnzimmer und Arbeitszimmer, welche die Brücke darstellen. WLAN ist ja im AC Standard heute auch sehr flott und könntest Du eh für Tablett und Smartphone gebrauchen.


    Alternative 2, ein dünnes CAT5e Kabel durch/an den Fussleisten verlegen.


    Gruß

    Frank

    HowTo: APT pinning

  • Hallo Frank!


    danke für die Einschätzung.


    mein Vermieter hat einen (neuen?) Router von der Telekom hingestellt - ich werde das am Wochenende vlt. mal ausprobieren, wie weit das WLAN da geht.


    mit 4 DVB-C-Karten = 8 Empfängern könnte da ja ziemlich viel Verkehr aufkommen...

  • Funktionieren wird so ein Steckdosen-LAN.


    Aber zum Thema Kabel gibt es wirklich schlanke Versionen, die nicht weh tun, das hier ist zB nur 1.6mm flach.


    https://www.reichelt.de/Patchk…WS&SEARCH=Slim-Patchkabel

  • mit 4 DVB-C-Karten = 8 Empfängern könnte da ja ziemlich viel Verkehr aufkommen...

    Nun, DLAN und WLAN unterscheiden sich IMHO im Prinzip nur durch das Trägermedium, Luft vs. 50Hz Kupferkabel. Ansonsten unterliegt beides den gleichen Schwankungen. Theoretisch geht bei DLAN bis 1GBit/s, praktisch hat mein Bruder 300-400Mbit/s. Darüber läuft viel Amazon Prime, Mediatheken, Youtube, bisschen Gaming etc. parallel.


    Ich habe hingegen hier z.B. ein Notebook das meine FB7590 mit dessen vollen 866Mbit/s WLAN ac ansteuert ... die FB könnte noch was mehr.


    Je nach Bandbreite und Modulation des DVB-C Kanals könnten bis zu 51Mbit/s anfallen, wären also 408Mbit/s, theoretisch. In der Praxis halten glaube ich die Provider aber den Durchsatz der Sender so niedrig wie möglich.


    Gruß

    Frank

    HowTo: APT pinning

  • Empfehlung für APs habe ich nicht wirklich, müsste und würde mich da evtl. im dd-wrt/open-wrt Umfeld umschauen.


    Wenn, würde ich das sogar evtl. losgelöst von Deinem Nutz-WLAN umsetzen, also eine WLAN Bridge nur für die Verbindung der Räume. In den Räumen die Geräte dann verkabeln.


    Da wären natürlich 5GHz Geräte sinnvoll, da hier weniger Störeinflüsse vorhanden sind. Evtl. liese sich das auch mit AVM WLAN Repeater im LAN Bridge Modus umsetzen, müsste man mal prüfen.


    Ist aber halt auch eine Materialschlacht, DLAN Geräte, APs, WLAN Repeater ... Kabel und 2 Dosen, sind hingegen günstig erhältlich, kleinere Ethernet-Switches brauchst Du eh für alle drei Lösungen.


    Gruß

    Frank

    HowTo: APT pinning

  • naja im Wohnzimmer steht der Router von den Komikern, der hat ja wohl mehrere LAN-Anschlüsse. Un so ein Powerlan-Adapter die gibts auch mit 3 Anschlüssen, das würde einen Switch im Arbeoitszimmer ersparen.


    also ich bin noch unentschlossen, aber Kabel ziehen kommt wohl nicht in Frage - ich bin nicht mehr der jüngste, und auf dem Boden rumkrabbeln geht dank meiner kaputten Knie gar nicht...

  • Wie gut Powerline funktioniert, hängt stark von der Verkabelung (idealerweise sind beide Enden am gleichen Strang vom Verteiler aus gesehen) und weiteren Verbrauchern ab, die Störsignale einstreuen können. Die nominelle Datenrate zu erreichen halte ich für optimistisch, bei meinen Eltern kommen die nominell 100 MBit/s Adapter eher so auf um die 50Mbit/s, wenn es einmal quer durch die Wohnung geht.

    also ich bin noch unentschlossen, aber Kabel ziehen kommt wohl nicht in Frage - ich bin nicht mehr der jüngste, und auf dem Boden rumkrabbeln geht dank meiner kaputten Knie gar nicht...

    Wenn die Zimmer günstig zueinander liegen und der Vermieter nichts dagegen hat, genügt ja ein Loch an der richtigen Stelle in der Wand.

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • hier hilft wirklich nur probieren, Vorhersagen sind hier schwierig.


    vdr-User-# 755 to_h264 chk_r

  • Powerline ist ganz nett und in Einfamilienhäusern auch meistens unproblematisch. Wenn es läuft dann oft wirklich gut, insbesondere die Gen ab 1000 Mbit die über 2 MiMo Streams der Phase und Erdleiter arbeiten. Wobei die Werte leider oft absolut optimistisch interpolierte Labortieger sind. In der Praxis kommen effektiv oft nur 30%-50% der vermeintlichen Brutto Bandbreite der Tools wie Devolo Cocpit oder direkt im WebIF der FB an. Je kleiner das Gebäude desto besser, mit den alte 85Mbit Adaptern hat man ganze Schulen vernetzen können. Das ist leider heute mit den gestiegenen Bandbreiten leider nicht mehr so einfach möglich.

    Spätestens in Mehrfamilienhäusern und noch schlimmer, wo die Zähler im Keller sich befinden sollte man tunlichst die Finger von Powerline lassen. Theoretisch trennt der Stromzähler das Netz vom Nachbarn. Praktisch aber strahlen die Adapter so weit in die Nachbarkabel, dass man kaum ein vernünftiges Signal und noch weniger einen stabilen Datendurchsatz schafft als bei WLAN. Und noch schlimmer, man ist im gleichen Netz vom Nachbarn, wenn die default Passwörter beibehalten wurden. Dann gibt es nur noch kollisionen und nichts geht mehr.

    Und wenn dann bei mehreren Adapter einzelne plötzlich trotz anfänglich guter Verbindung nur noch unter 30-50 Mbit landet und trotzdem auf der gleichen Phase sind, dann fängt die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen an. Geänderte Geräte, alternde Netzteile, LED Lampen usw. die Störkomponenten gibt es vieler und oft dann nur schwer zu finden.

    Bei WLAN ist heute vor allem wichtig ins 5Ghz Band zu gehen. Das alte 2,4Ghz Band ist oft durch die Nachbarnetze zu überlastet. Gerade in MFH Wohnungen mit einer Etage sollte hier mit WLAN AC gute Ergebnisse erreicht werden.


    Ich stehe da auf die neuen MESH Techniken. Bei AVM fehlt noch das AP Roaming, was aber mit Fritz OS 7.0 jetzt im Frühjahr nachgereicht wird. Wer es gerne etwas mehr einstellbar haben möchte, dem lege die Ubuquiti Netze ans Herz. Das Portofolio dort ist extrem breit gefächert, auch für Outdoor WLAN.

    Bei größeren und besseren Installationen bevorzuge ich die Unifi AP-AC Lite oder Pro. Es gibt dazu auch ein sehr gutes Forum. Der AC-Lite kostet nur 80€.

    Proxmox VE, Tyan Xeon Server, OMV, MLD-Server 5.1
    MLD 5.1 64bit: Asus AT5iont-t, ION2, 4GB Ram, SSHD 2,5" 1Tb, HEX TFX 300W 82+, Cine S2 V6.2 , 38W max.
    Yavdr 0.5:
    Zotac D2550ITXS-A-E mit GT610 OB, TT S2-4100 PCI-e ,Joujye NU-0568I-B
    Yavdr 0.5:
    Sandy Bridge G840, Tests und Energieverbrauch , CoHaus CIR, Cine S2 V6.2
    MLD 5.1 Beebox N3150
    , DVBSky S960 und 1Tb WD Blue

  • sigiberlin

    eine Frage hätte ich da auch noch : warum gibts Du Deinen Threads keinen aussagekräftigen Titel ?


    zum Thema : ein DLAN musst Du testen, ich habe ein Devolo DLAN500 im Einsatz unter erschwerten Bedingungen über einen bzw. zwei Stromzähler hinweg und mit ca. 30m Länge, da kommen max. 40 Mbit an, das reicht knapp fürs HD-Streaming mit streamdevserver, es hängen aber auch sonst keine anderen Geräte dran.