T6963c an USB anschließen

  • Hi,


    ich habe vor längerer Zeit mir ein GLCD vom Typ T6963c besorgt und die ganze Zeit per Parallel Port an den PC verbunden. Jetzt habe ich einen neueren Mini-PC der keinen Parallel Port mehr hat. Jetzt dachte ich mir es ist doch sicher möglich, dass ganze per USB zu verbinden. Also hatte ich mir zuerst so einen Billig USB -> LPT Adapter Kabel besorgt, das wird aber unter Linux nur vom usblp Treiber geladen, der kein /dev/parport0 bereit stellt. Also habe ich ausführlich im Internet recherchiert und bin auf USB zu LPT Adpater gestoßen, die auf den Chip USS720 von Lucent basieren und unter Linux (Windows erkennt sie auch nur als USB-Druckerunterstützung und bietet keinen LPT Port) wohl auch für die Displays funktionieren sollten (wurde auch schon hier im Forum erwähnt). Leider werden diese nicht mehr Produziert und man bekommt sie auch nur noch spärlich. Ich habe aber einen Händler in der USA Ausfindig gemacht der das Kabel anbietet und hab mir mal eins bestellt.


    Jetzt habe ich das Kabel heute umgelötet, so dass ich nicht so viele Adapter (von Centronics auf DB25) benötige und auch das Kabel nicht so lang (das lange alte LPT Kabel + noch das neue lange USB Kabel) wird. Der Adapter wird auch unter Linux entsprechend erkannt und es sind alle Module geladen. Aber es funktioniert leider einfach nicht (mit showpic probiert).


    Ich habe auch gesehen dass es wohl auch möglich wäre mit dem picctl, nur weiss ich nicht wo ich die Platine her bekomme. Auch brauche ich eigentlich nicht die ganzen anderen Dinge (ausser das Dimmen des LCD wäre Interessant). Vielleicht gibt es ja aber noch ein anderes Projekt das einfach funktionieren kann. Toll wäre das Dimmen der Hintergrundbeleuchtung und wenn es unter Windows mit einer der bekannten LCD Programme funktionieren könnte (was aber nicht ganz so wichtig wäre).


    EDIT: Der Vollständigkeit halber: ich habe mal noch folgenden Adapter gefunden: http://www-user.tu-chemnitz.de…%20um%20den%20PC/USB2LPT/ - leider gibt es dafür wohl leider kein Linux Treiber


    EDIT2: das hier habe ich auch noch gefunden: Mit dem IO-Warrior56 soll man das Display auch an USB anbinden können.. nur der Preis von 60 Euro finde ich etwas hoch, da kann ich mir gleich ein Alphacool LCD Display 240x128 kaufen, was momentan fix und fertig für 60 Euro bestellt werden kann.


    EDIT3: hier ist wohl gerade auch was im Entstehen: USB_LCDGT: Drive all your Graphicals LCD based on T6963C driver with USB 2.0 bus

  • Ich will den Thread hier mal nochmal hochholen.

    Ich habe schon länger fast fertige Firmware für genau sowas rumliegen. Bisher war der Ansporn, das fertig zu machen, aber noch eher gering.

    Da das Alphacool aber jetzt wohl endgültig abgekündigt ist, und ich bei einem Bekannten ein LCD für Kodi brauche, möchte ich das Thema doch mal etwas voranbringen.

    Plattform für meine Lösung ist ein Arduino. Für alle Features ist ein FT232RL-Seriell-Wandler auf dem Arduino-Board nötig.

    Voraussetzung für meinen "Wandler" ist in der Tat ein LCD mit T6963C-Controller. Dieser hat den großen Vorteil, dass er sowas wie einen "Streaming-Modus" kennt und so recht effizient eine Wandlung auf "seriell" möglich ist.

    Das ganze T6963C-Protokoll läuft dann auf dem Arduino. Angesteuert wird über graphlcd-base.

    Mich würde mal interessieren, wer prinzipiell sowas brauchen könnte und welche Features ihr euch wünscht.

    Aktuell drin ist folgendes:

    • Display-Aufbau entweder voll oder partiell (für mehr Geschwindigkeit)
    • Dimmen der Hintergrundbeleuchtung (setzt voraus, dass diese über einen Transistor geführt wird)
    • Erkennen ob der PC heruntergefahren ist um das LCD "auszuschalten" auch wenn die 5V-Versorgung vom USB noch anliegt. Dieses Feature setzt zwingend voraus, dass ein Arduino mit Original FTDI FT232RL Seriell-Wandler-IC verwendet wird. An diesem ist dann noch ein kleiner Mod auf der Platine nötig.
  • Hi,

    das klingt sehr interessant, derzeit nutze ich auch noch Parallelport glcds, aber das wird kommen, dass der Bedarf da ist. Da hätte ich gern was in petto.


    Das geht direkt, oder via serdisplib?


    MfG,

    Stefan

    Test-VDR1: HP rp5700 Fertigsystem, Core2Duo E6400, 2GB RAM, FF-SD C-2300, nvidia Slim-GT218 x1 | easyVDR 2.0 64Bit
    VDR3: in Rente

    VDR4: MSI G31M2 v2, Digitainer2-Geh., t6963c 6" gLCD, E5200, 2GB, 3TB WD Red, GT730, 2x TT S2-3200; easyVDR 3.5 64bit
    VDR5: Gigabyte
    GA-G31M-S2L, Intel E2140, Zotac GT730 passiv, Digitainer2-Geh., t6963c 6 " gLCD, 2 TB WD Red, 2x TT S2-3200 (an 1 Kabel) easyVDR 3.5 64bit
    VDR6:
    Intel E5200, GT630 passiv, F1 750 GB, t6963c gLCD, 2x TT S2-3200 | easyVDR 3.5 64bit
    VDR-User #1068
    www.easyvdr.de

  • Ich benutze momentan ein T6963C basiertes Display am Parallelport. Da diese Lösung jedoch nicht zukunftsfähig erscheint und eventuell auch bald ein Umstieg auf einen Raspberry Pi notwendig wird, hätte ich sehr Interesse an solch einer Lösung.

    Das Display an sich ist noch schön und praktisch ist es auch, vor allem wenn man nur Radio hören will.

  • Moin!


    Wieso Parallelport?


    Die USB-Buchse am Ende des Kabels sieht nicht wirklich parallel aus und liegt auch nicht parallel zum oberen Rahmen des Displays :)


    Interessante Lösung die zum Basteln animiert...

    Client 1 Hardware : MSI Z87-G43, I5-4570, 4 GB Ram (oversized aber war über :) ),Zotac NVidia GT630 (25 Watt),Thermaltake DH202 mit iMon-LCD ( 0038 ) und vdr-plugin-imon
    Software : yaVDR 0.6,sofhhddevice @ 1920x1080@50Hz
    Server Hardware : MSI Z87-G43, I7-4790, 16 GB RAM, 5x3 TB WD Red, Digibit-R1 (2 Devices)
    Software : Ubuntu 16.04 LTS mit yavdr-Paketen,virtualbox,diverse VM's


    Yoda: Dunkel die andere Seite ist...sehr dunkel!
    Obi-Wan: Mecker nicht, sondern iss endlich dein Toast ...

  • Solche LCDs werden wohl viele noch "rumliegen" haben. Teilweise mit aufgeflanschter "Parallelport-Adapter-Platine", die dann halt runter müsste. Wichtig ist, dass es ein T6963C-Chipsatz ist. Scheinen mir aber die meisten zu sein. Und es gibt die LCDs für relativ wenig Geld (deutlich günstiger als die Megtron oder Alphacool waren) noch neu zu kaufen. Es muss nichtmal das gängige "Weiß auf Blau" sein. Es gibt auch andere Farbkombinationen!


    Das einzige, was beim Aufbau eine Herausforderung sein könnte, ist der Hardware-Mod auf dem Arduino. Der FT232RL liefert ein Signal, das Aussage darüber zulässt ob der PC "läuft". Dieses führe ich über einen Widerstand auf den Arduino zurück um dieses in meinem Code verarbeiten zu können. So kann ich das LCD trotz weiterhin anliegender USB-Versorgung ausschalten. Allerdings ist der dafür abzugreifende Pin ganz am Rand des FT232RL. Man kann ggf. also auch etwas dickere Litze "seitlich dranpappen".


    Wer das Feature garnicht will brückt den Digital-Eingang, den ich dafür vorgesehen habe, einfach mit 1k direkt auf Masse (PC immer an).

  • Noch gibt es das nur auf meinem Entwicklungs-System. Aufgebaut sind zwei Displays mit denen ich Teste.


    Ich plane aber das ganze unter GPL3 zu veröffentlichen. Den Treiber checke ich direkt ins graphlcd-base-Repository ein. Noch ist aber einiges noch nicht ganz stabil. Mir fehlt aktuell etwas die Zeit mich intensiv mit dem Thema zu befassen.


    Was den Arduino angeht: Für alle Features muss es genau sowas sein:

    https://www.amazon.de/dp/B072XTKKVR/

    https://www.ebay.de/itm/271513578559


    Der auf diesen Platinen verbaute Mikrocontroller hat 5V-Logik. Diese ist zum Ansteuern der LCDs absolute Pflicht. Nein, die reagieren tatsächlich nicht auf 3,3V an den Datenleitungen!

    Den FTDI-Chip brauche ich um zu erkennen wann der PC "aus" ist. Dafür wird ein Signal von diesem Chip zu einem Arduino-Eingang gebrückt. Man kann den dünnen Draht auf der Arduino-Platine in meinem zweiten Foto sehen (zum Widerstand oben rechts). Die meisten modernen Mainboards haben nämlich Dauerstrom auf USB und nicht jeder hat gerne ein LCD das permanent vor sich hinleuchtet.


    Andere Arduinos mit billigeren Seriell-Wandler-ICs gehen auch. Dann erkennt die Schaltung aber nicht mehr wann der PC aus ist. Bei solchen Boards könnte man den Eingang, den ich für das FTDI-Signal vorgesehen habe, einfach mit 1k Widerstand auf GND brücken.