[Howto] Proxmox 4.4 und LXC - TV-Karte (hier Digital Devices Cine S2 v6.5) im Container verfügbar machen

  • Hallo Leute,


    da hier immer wieder einige Leute mit Proxmox unterwegs sind und die nachfolgend beschriebene Thematik noch nicht wirklich vollständig transparent im Internet dargestellt wurde, schreibe ich hier mal ein kleines Howto. In diesem Howto geht es darum eine TV-Karte, in meinem Fall eine Digital Devices Cine S2 v6.5, in einem LXC (LinuxContainer) verfügbar zu machen. Für KVM ist dieses Howto nicht geeignet, da die TV-Karte dort per PCI Passthrough durchzureichen ist, während bei LXC lediglich die Berechtigungen für /dev/dvb zu erteilen sind. PCI Passthrough ist mit LXC also nicht erforderlich. Mit LXC sollte es also definitiv keine Timing-Probleme geben.


    Ich gehe in diesem Howto nicht darauf ein, wie ein LXC zu erstellen ist oder der VDR zu konfigurieren ist. Dafür gibt es andere gute Howtos. ;)


    Proxmox 4.4 setzt den derzeitig aktuellen Kernel 4.4LTS ein, so dass meine Cine S2 direkt erkannt wird und ein weiteres Laden von Treibern oder Modulen nicht erforderlich ist. Des Weiteren ist auch das blacklisten dieser TV-Karte am Host nicht erforderlich bzw. sogar im Falle von LXC sogar dringend zu unterlassen. Wenn ihr eine andere TV-Karte einsetzt, müsst ihr ggf. zusätzliche Schritte ausführen, um eure TV-Karte am Host verfügbar zu machen.


    Zunächst prüfen wir, ob die TV-Karte in Proxmox sichtbar ist:


    Code
    1. root@proxmox:~# lspci
    2. 02:00.0 Multimedia controller: Digital Devices GmbH Octopus DVB Adapter


    Dann prüfen wir, ob die dvb Devices verfügbar sind und ermitteln die Berechtigungs-ID (ich nenne sie mal so):



    Die Berechtigungs-ID ist direkt hinter "root video" bei den beiden Adaptern zu finden. Es handelt sich um die größere Zahl. In meinem Fall also um die 212.


    Nun erstellen wir unseren LinuxContainer in Proxmox. Wenn dies erledigt ist, fahren wir den Container herunter und konfigurieren die Berechtigungen für die TV-Karte. Die entpsrechende Konfigurationsdatei für den Container finden wir unter. "/etc/pve/lxc/vmid.conf". Folgende beiden Zeilen ergänzen wir nun auf Basis unserer Erkenntnisse (Berechtigungs-ID, hier 212) in der LXC-Konfigurationsdatei:


    Code
    1. lxc.cgroup.devices.allow: c 212:* rwm
    2. lxc.mount.entry: /dev/dvb dev/dvb none bind,optional,create=dir



    Nun starten wir unseren LXC und prüfen zunächst, ob die TV-Karte im LXC sichtbar ist:


    Code
    1. root@vdr:~# lspci
    2. 02:00.0 Multimedia controller: Digital Devices GmbH Octopus DVB Adapter


    Dann prüfen wir, ob die dvb Devices verfügbar sind:



    Wenn das so alles vorhanden ist, haben wir es geschafft. Euer LXC-VDR hat nun Zugriff auf die TV-Karte.


    Viel Spaß mit LXC! ;)


    Gruß Hoppel

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    frontend hardware - nvidia shield tv | odroid c2 | yamaha rx-a1020 | quadral chromium style 5.1 | samsung le40-a789r2 | harmony smart control
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    backend software - proxmox | openmediavault | debian jessie | kernel 4.4lts | zfs | emby | vdr | vnsi | fhem
    backend hardware - supermicro x11ssh-ctf | xeon E3-1240L-v5 | 64gb ecc | 8x4tb wd red | raid-z2 | digital devices max s8

  • Perfekt! So einfach ist LXC, wenn man weiß wie! ;)

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  • Vielleicht noch ein anderer guter Tip, auch wenn das hier eigentlich offtopic ist. Anfangs habe ich an meinen LXCs immer SSH aktiviert, obwohl das vielleicht nicht unbedingt erforderlich war.


    Du kannst am Host folgende Befehle verwenden, um deine LXCs zu managen:


    * pct enter <vmid> - Command Line des Containers
    * pct start <vmid> - Starten des Containers
    * pct stop <vmid> - Beenden des Containers


    Gruß Hoppel

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  • Wenn euch LXC gefällt, dann kann ich euch LXD empfehlen. Ich arbeite seit geraumer Zeit damit, und mag das Tool richtig gerne. In Verbindung mit Netzwerk & ZFS/BTRFS einfach toll zum Arbeiten.


    lxc copy/move/snapshot usw. machen das Verwalten sehr angenehm.


    Der "lxc" Befehl ist sozusagen der LXD client.


    Hier ein paar Beispiele:

  • LXD scheint eine interessante "Spielerei" zu sein. Dafür benötigt man allerdings ein aktuelles ubuntu oder ein aktuelleres debian, als das was proxmox von Hause aus mitbringt. proxmox ist debian jessie. Mit jessie ist LXD nicht ohne größeren Aufwand (evtl. geht das über die backports) möglich. LXD soll wohl ab debian stretch möglich sein. Momentan bleibt uns proxmox Usern somit erstmal nur lxc und kvm. Docker (emby media server) läuft bereits in meiner openmediavault-kvm. Auch das läuft super stabil, trotz Virtualisiserung" und "Containerisierung". ;)

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  • Als Spielerei würde ich's nicht mehr bezeichnen, dafür habe ich schon zu viele von denen im Betrieb. ;-)


    Aber es stimmt, am beste ist das in Ubuntu 16.04 LTS, integriert & abgepackt.
    Das ist im Moment sowieso mein OS der Wahl. Der Support läuft noch bis 2021, es gibt HWE updates und damit eine solide Wahl wenn man LXC/LXD vermehrt nutzen will.


    Ich sehe auch keinen besonderen Grund warum ich Debian als Host OS nehmen sollte, für einige Container Images setzte ich auf Jessie auf, wenn es dazu bessere Packages gibt (mit jessie-backports läuft das auch brauchbar).

  • Hi, wollte nur das Thema (weil ich nach der Suche nach ziemlich so einer Lösung bin, aber erst später Zeit habe mich damit auseinander zu setzen) abonnieren, das kann ich aber mit der neuen Forumoberfläche nicht, deswegen dieser Beitrag...


    8)


    Gentoo overlay mit VDR (und nicht nur) ebuilds, vdrcm, GLCDprocDriver

  • Hi Zoolook,


    das geht über das Symbol oben recht, siehe Bild.

    Gruß MegaX


  • Hi MegaX,


    danke, bei mir ist das Layout doch anders, wahrscheinlich deswegen hatte ich es bisher nicht gefunden:



    Gruß,

    Lucian


    8)


    Gentoo overlay mit VDR (und nicht nur) ebuilds, vdrcm, GLCDprocDriver

  • Hallo Leute,


    wollte mich hier nur mal kurz auch zum Thema melden. Habe VDR auf LXC (Proxmox 5.x) jetzt auch schon ne lange Zeit laufen. Funzt wirklich absolut super! Und soooo einfach. Der Container läuft noch auf Gentoo. Aber da möchte ich nun auch weg. Auf Ubuntu oder was ähnliches.


    glg :)