Suche Möglichkeit, VDR-TS-Aufnahme auf BD-R zu brennen

  • Ich suche nach einer Möglichkeit, eine VDR-Aufnahme im TS-Format (00001.ts) automatisch von der Kommandozeile aus auf einen BluRay-Rohling zu brennen. Dabei sollten nach Möglichkeit alle vorhandenen Audio- und Untertitel-Spuren so verarbeitet werden, daß sie später bei der Wiedergabe auf einem normalen BluRay-Player über das Menü ausgewählt werden können. Schön wäre auch, wenn die Beschreibung aus der 'info'-Datei mit auf die BD kommen und an geeigneter Stelle dargestellt werden könnte.


    Ist sowas mit (freien) Linux-Tools möglich?


    Klaus

  • Im Prinzip eine interessante Frage. Zumal zumindest mein Empfinden ist, dass das Brennen von optischen Medien zunehmend an Relevanz verliert. Nur zur Sicherheit: Du bist dir sicher, dass der BD-Player keinen USB-Port hat an dem man ganz einfach eine Festplatte oder einen großen USB-Stick dranhängen kann? Hat zwar nichts mit der eigentlichen Frage zu tun, aber das wäre in jedem Fall die einfachere Lösung.

  • Ich kann nicht für andere Player sprechen, aber meiner bietet den vollen Funktionsumfang, auch wenn ich die .TS - Dateien als Datendisk auf eine BD-R brenne. Man sollte die .ts nur vorher zusammenführen zu einer Datei und ihr einen sprechenden Namen verpassen. Wenn ich mich recht entsinne, geht das Brennen mit cdrecord.


    Ein Problem sind die info - Daten. Da weiß ich keine Lösung.


    Falk

  • Der steinige Weg mit teils kommerziellen GUI-Tools wurde hier mal beschrieben: http://www.linux-community.de/…ideodisks-selbst-erstellt
    Und hier eine Variante mit CLI-Tools: https://irishjesus.wordpress.c…movie-authoring-in-linux/


    Eventuell kann man statt Nero for Linux für die UDF 2.5 Unterstützung auch einen dieser Ansätze nutzen:
    https://sourceforge.net/projects/blurayauthor/
    https://sourceforge.net/p/linux-udf/patches/
    https://bugs.launchpad.net/ubu…t/+bug/1408688/comments/1

    yaVDR-Dokumentation (Ceterum censeo enchiridia esse lectitanda.)

  • Ich hatte das mal vor etlichen Jahren unter Windows gemacht, man muß nur drauf achten mp2-Ton in AC3 zu konvertieren, sonst ist alles kompatibel. Allerdings hatte ich nach einem Wechsel von einem Samsung BD-Player zu einem von LG das Problem, dass bei HD Aufzeichnungen plötzlich das Bild nicht mehr dargestellt wurde. Ich konvertiere jetzt Stück für Stück alles zurück auf HD.


    vdr-User-# 755 to_h264 chk_r vdr-transcode github

  • [...] Auf einem etwas älteren BD-Player wird aber leider nur das Bild ohne Ton wiedergegeben. :-(. ...


    Und was ist, wenn Du das *.ts File nach mkv konvertiertest? Damit sollten alle BD Player zurechtkommen.


    Sofern Deine Grafikkarte und Dein ffmpeg H265 unterstützt so,


    Code
    1. ffmpeg -i 00001.ts -vcodec nvenc_hevc 00001.mkv


    ansonsten so:


    Code
    1. ffmpeg -i 00001.ts -vcodec nvenc_h264 00001.mkv
  • Codec und Container sind 2 Paar Schuhe.


    Konvertierung nach H264 ist sinvoll, aber kein Muss.


    Konvertierung nach mkv spart auch etwas Platz.


    Wenn kein Ton kommt, war er evtl. in MP2.


    vdr-User-# 755 to_h264 chk_r vdr-transcode github

  • Also was mir am Spontansten einfallen würde:
    Erstellen eine BD-konformen Struktur mit M2TS ohne Menü mittels tsmuxer. Den gibt es ja auch für Linux mit GUI. Man müsste nur die Commandline zusammenbasteln. Beim Erstellen einer entsprechenden ISO mit UDF-Dateisystem wird es schon wieder eng, weil meines Wissensstand nach alle Linuxtools zu alte Versionen erstellen. Ich kenne nur ImgTool unter Windows, welches BD-konforme ISOs erstellen kann. Das könnte man mittels Wine und CLI auch unter Linux laufen lassen, aber braucht dafür ein laufendes Desktop Environment. Nicht sehr elegant :-(


    Edit: Re-Encoding sollte eigentlich nur für MP2 Tracks notwendig sein, da BD nur AC3 und DTS-Geraffel "kennt".


    Persönlich würde ich eher auf andere Containerformate wie MKV oder MP4 setzen, weil die meisten BD-Player es sich garnicht leisten können weniger abzuspilelen als Raspis, Adnroid-Devices oder Sat-Receiver, die häufig weniger als die Hälfte kosten.