Effizienz von PC Netzteilen

  • Hallo,


    ich fand folgendes interessant.


    das Magazin Computer-Base hat im Zusammenhang mit der Vorstellung eines ATX-Netzteiles recht anschaulich die Effizienz von vielen gebräuchlichen ATX Netzteilen dargestellt. Es wird hier gut ersichtlich, das gerade der Bereich 25 Watt nur Wirkungsgrade von 70-80% erreicht. Bei noch geringeren Leistungsabgaben wird die Effizienz noch geringer ausfallen.


    http://www.computerbase.de/201…r-master-g450m-im-test/4/

  • Ist doch logisch dass der Wirkungsgrad bei kleiner Leistung tendenziell gegen NULL geht.
    Der Controller-IC will versorgt werden, der Lüftermotor, der extra Überwachungs-IC für Überspannung/-strom, Optokoppler betrieben und Hilfsspannungen erzeugt.
    Ein Standard-NT wird schon so seine 8..10Watt etwa konstanten Eigenverbrauch haben, dazu lastabhängige Verluste.


    Eher erstaunlich, dass heute selbst dort noch >70% üblich sind.

  • Ein Standard-NT wird schon so seine 8..10Watt etwa konstanten Eigenverbrauch haben, dazu lastabhängige Verluste.


    das ist richtig, nur wird es an mancher Stelle teilweise übersehen oder verdrängt.
    in der Hinsicht sind diese NTs in dem Leistungsbereich nicht die erste Wahl. Da spielt dann auch Gold und Platin nur eine untergeordnete Rolle. Für die Betriebskosten ist es eher unerheblich, da es nur wenige Watt sind. Aber bei Vergleichsmessungen kann es schon zu Verzerrungen führen, darum wollte ich es hier erwähnen.

  • Namd


    ändert auch nichts daran, das für viele PCs selbst die "kleinen" 300/350W Modelle noch zu Leistungsstark sind.
    Aber kleiner bekommt man die auch kaum.und wenn, dann sind die so teuer, das man freiwillig zum 300/350W Modell greift.

    Dirk


  • das Magazin Computer-Base hat im Zusammenhang mit der Vorstellung eines ATX-Netzteiles recht anschaulich die Effizienz von vielen gebräuchlichen ATX Netzteilen dargestellt. Es wird hier gut ersichtlich, das gerade der Bereich 25 Watt nur Wirkungsgrade von 70-80% erreicht. Bei noch geringeren Leistungsabgaben wird die Effizienz noch geringer ausfallen.


    http://www.computerbase.de/201…r-master-g450m-im-test/4/


    Der Hauptgrund für den schlechten Wirkungsgrad bei niedrigeren Leistungen ist der Eingangsspannungsbereich von 100-240V. Bei niedrigen Spannungen (USA 115V) ist der Wirkungsgrad deutlich besser. Die meisten 80+ Netzteile haben ihre Zertifizierung auch nur für 115V.


    Gruß
    e9hack

  • Falls du da auf die 2. Grafik in dem Test anspielst, die beginnt auch erst bei 20% und nicht wie die 230V Grafik bei 25W

    Dirk

  • Falls du da auf die 2. Grafik in dem Test anspielst, die beginnt auch erst bei 20% und nicht wie die 230V Grafik bei 25W


    richtig.



    "...115 vs. 230 Volt: Wirkungsgrad


    Die 80-Plus-Zertifizierung für PC-Netzteile erfolgte bisher im Gegensatz zu Server-Netzteilen mit 115-Volt-Wechselspannung. Spannungswandler für den professionellen Einsatz wurden hingegen bereits in den vergangenen Jahren mit 230-Volt-Eingangsspannung durch die 80-Plus-Organisation getestet. Da sich nicht nur die Spannung, sondern auch die Netzfrequenz unterscheidet, arbeiten alle Netzteile im deutschen Stromnetz - also mit 230 Volt - messbar effizienter. Während im 115-Volt-Netz eine Effizienz von 80 % bei 20/50/100 % Last für das 80-Plus-Zertifikat ausreichen, liegen die Anforderungen im 230-Volt-Netz mit 82/85/82 % bei 20/50/100 % Last für das gleiche Zertifikat um bis zu 5 % höher..."


    http://www.pcgameshardware.de/…-80-Plus-erklaert-692457/

  • In dem Test vermisse ich den Eigenverbrauch im Bereitschafts-Modus.
    Ältere ATX-Netzteile verheizen da manchmal 3 - 4 Watt.
    Und da unsere VDR-Kisten meist aus sind, ist das nicht unerheblich.


    Gruß

    VDR
    Board: Intel DH87RL mit CPU Intel Core i3-4330 - RAM: Kingston KVR16N11/8G
    B
    - Kingston 30GB SSDNow mSATA - Western Digital Red SATA III 3TB
    - DVB-S2 Cine S2 V6 - Zotac Geforce GT630
    an Panasonic TX-P42GTW60 - Harmony 650
    Gehäuse: OrigenAE S10V mit Display - Software: yaVDR 0.6


    Okt.2015 neu:
    Octopus NET V2 S2 Max


    alt-VDR im Ruhestand:
    Fujitsu Siemens D2151-A2 - Intel Pentium E2140 1.60GHz - 1 GB - 64GB SSD - 1 TB SATA - Budget-Hauppauge WinTV-NOVA DVB card - Technotrend/Siemens DVB-S card rev1.3 auf Sony Röhre - Software: zum testen gedacht

  • die Standby Leistungsaufnahme ist im zweiten Schritt seit 2014 in der EU-Verordnung 1275/2008 festgelegt --> http://www.heise.de/ct/artikel…tt-Verordnung-291868.html


    der Standby Verbrauch ist hier gegenüber gestellt --> http://www.computerbase.de/201…r-master-g450m-im-test/6/


    Quote

    Und da unsere VDR-Kisten meist aus sind, ist das nicht unerheblich.


    da hast Du recht. Allein dafür lohnt es sich schon, ein aktuelles NT zu kaufen und das uralt NT zu entsorgen. Im meinem VDR1 hatte ich 2003 in NT drin, das hatte sich 8,5 Watt im Soft-Off genehmigt :wand

  • In dem Test vermisse ich den Eigenverbrauch im Bereitschafts-Modus.
    Ältere ATX-Netzteile verheizen da manchmal 3 - 4 Watt.
    Und da unsere VDR-Kisten meist aus sind, ist das nicht unerheblich.


    Seit 2013 müssen aktuelle PC's im 'Stand by' weniger als 0,5W (oder bei Anzeige des Zustands weniger als 1W) verbrauchen. Aktuelle Netzteile erfüllen das. Ich würde da von 50..100mW Eigenverbrauch ausgehen.


    Gruß
    e9hack


  • "...115 vs. 230 Volt: Wirkungsgrad
    ....
    Da sich nicht nur die Spannung, sondern auch die Netzfrequenz unterscheidet, arbeiten alle Netzteile im deutschen Stromnetz - also mit 230 Volt - messbar effizienter.


    Die Netzfrequenz hat bei aktuellen Netzteilen keinen wirklich meßbaren Einfluß auf die Effizenz.


    Ein Netzteil, daß für beide Spannungen (115V und 230V) ausgelegt ist, arbeitet bei niedrigeren Spannungen effizienter. Der Wirkungsgrad des Trafos sinkt mit der Stromanstiegsgeschwindigkeit. Die ist umgekehrt proportional zur Spannung.


    Gruß
    e9hack

  • Ein Netzteil, daß für beide Spannungen (115V und 230V) ausgelegt ist, arbeitet bei niedrigeren Spannungen effizienter.


    ich lese es hier anders herum --> http://www.pcgameshardware.de/…0-Volt-Netzteile-1116561/


    Danach arbeiten 230 Volt NTs bis zu 5 % effizienter. Damit kein Ungleichgewicht zwischen den Prüfkriterien 115/230 Volt entstehen, wurden die Maßgaben für 230 Volt angehoben --> http://www.pcgameshardware.de/…-1116561/galerie/2181278/

  • Moderne Schaltnetzteile haben über ihren gesamten Eingangsspannungsbereich nahezu den gleichen Wirkungsgrad. Die Unterschiede liegen im niedrigen einstelligen Prozentbereich oder sogar darunter. Das liegt an der Funktionsweise. Die Eingangsspannung wird zuerst gleichgerichtet und dann mit hoher Frequenz wieder zerhackt. Die Frequenz bleibt dabei immer gleich, nur die Pulsbreite bestimmt die Ausgangsspannung. Oder andersrum: Um die gleiche Ausgangsspannung zu erhalten, muss die Pulsbreite bei 115V doppelt so breit sein wie bei 220V. Die Bauteile sind so gewählt, dass sie die Eingangsspannungen verkraften und die Ferrite der Spulen bei hoher Pulsbreite nicht in die Sättigung kommen. Dies klappt jedoch nicht immer, deshalb die Tendenz zum minimal schlechteren Wirkungsgrad bei 115V. Aber wie gesagt, bei guten Netzteilen ist das vernachlässigbar.


    Die Sache mit den neuen Computern und deren 0,5W im Softoff ist auch nur die halbe Wahrheit. Um dies zu erreichen, wird im PC/Mainboard so gut wie alles ausgeschaltet, inklusive WOL, Wake on USB und er wacht auch nicht mehr zu eingestellten Zeiten auf. Dumm für nen VDR. Schaltet man die Funktionen wieder ein, braucht er wieder seine 2-5W im Softoff. Je nach MB und NT.

    VDR: Silverstone LC16M, 2x DVBSky S952, Asrock B85 Pro4, Core i3-4170, 8GB Ram, 525GB SSD + 4TB HD, DVD, System: gentoo amd64, Softhddevice

  • Das mit dem gesamten Eingangsspannungsbereich und dem davon unbeeinflußten Wirkungsgrad halte ich ja für Wunschdenken..


    Der Trafo im Eingangskreis ist ein echter Kompromiss,sein Kern darf nicht wegen zu hohen Strömen in die Sättigung kommen, und die benötigte Induktivität der Primärwicklung hängt quadratisch von der Eingangsspannung sowie linear von Schaltfrequenz und Ausgangsleistung ab. Die Induktivität wiederum bestimmt die in der Primärwicklung gespeicherte Energie. Man hat also genug Größen, die man eigentlich nur auf genau einen Punkt optimieren kann.

  • Dumm für nen VDR. Schaltet man die Funktionen wieder ein, braucht er wieder seine 2-5W im Softoff. Je nach MB und NT.


    das ist aber nicht dem Netzteil geschuldet.
    Wenn man den Komfort über den Verbraucher nutzen möchte, muss man schon was investieren. Im Zusammenhang mit Netzteilen ist nur der Eigenverbrauch, also die Leistung die das NT zum eigenen Betrieb benötigt, relevant.
    Wer über die USB 5 Volt Standby einiges betreibt, hat auch einen erhöhten Verbrauch.

  • wirbel
    Der Punkt an dem alles klappt liegt - wie die Wahrheit - meistens dazwischen. ;-) Dadurch passt es noch wirkungsgradtechnisch. Von dem abgesehen sind moderne Ferrite sehr leistungsfähig und Frequenz-optimiert. Natürlich könnte man theoretisch das Netzteil auf eine bestimmte Eingangsspannung optimieren, aber wie gesagt, das bringt nur ganz wenig. Wie groß die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis sind, habe ich bei der Entwicklung von Hochspannungsnetzteilen für Laser gemerkt.
    Die Toleranzen der Bauteile machen einem leider einen gewaltigen Strich durch die Rechnung, dann die Temperaturabhängigkeiten, Alterung usw... Die Kunst dabei ist, die Schaltung so "breitbandig" anzulegen, dass sich diese ganzen Faktoren so wenig wie möglich auswirken . Dabei wird gezwungenermaßen am Wirkungsgrad eingespart und zwar über den gesamten (Eingangs)Bereich. Das ist einer der Hauptgründe warum sich der Wirkungsgrad bei den verschiedenen Eingangsspannungen nicht groß unterscheidet. Ich hoffe, ich habe mich gut verständlich ausgedrückt. :-)


    Argus
    das ist natürlich klar. Ich wollte lediglich auf die Augenwischerei der EU-Verordnung hinweisen. Wenn sich mein PC nicht mehr z.B. per WOL wecken lässt, brauch ich auch kein Softoff mehr und kann ihn über einen 220V Schalter ein- und ausschalten. Das war ja ein Hauptgrund für die Einführung des ATX-Standards, wecken aus der Ferne...
    Richtig gute Netzteile haben ja einen extra Versorgungsstrang optimiert für Softoff. Da wird dann ganz schnell das Mainboard zum Hauptstromfresser im Auszustand. Ein Umstand den man beim Bau eines PCs nicht unterschätzen sollte. Denn was bringt mir ein Superdupernetzteil, wenn das MB ein Haufen Strom zieht?



    Übrigens, ist es normal, dass diese Smileys die Schrift dahinter ändern? :wand Und nun ist die Schrift viel kleiner, komisch.
    Edit: Scheinbar nur im Editor.

    VDR: Silverstone LC16M, 2x DVBSky S952, Asrock B85 Pro4, Core i3-4170, 8GB Ram, 525GB SSD + 4TB HD, DVD, System: gentoo amd64, Softhddevice

  • Vor allem ist deine Schrift durchgehend fett...


    Das Manko am ATX ist, dass einem dieses "aus der Ferne aufwecken" (bisher) aufgezwungen wurde. Mein Desktop soll, wenn ich den runterfahre, nicht aus der Ferne aufweckbar sein.


    Allerdings brauche ich da auch kein EuP sondern habe seit eh und je einen Hauptschalter mit dem dann direkt Scanner, Drucker, Boxen, .... auch *komplett* stromlos sind.

  • Quote

    Ich wollte lediglich auf die Augenwischerei der EU-Verordnung hinweisen. Wenn sich mein PC nicht mehr z.B. per WOL wecken lässt, brauch ich auch kein Softoff mehr


    da liegt aber was Anderes im Argen. Es gibt einige PHYs, die sind wahre Stromschleudern. Man wundert sich dann, wenn das deaktivieren im BIOS schon mal 3-4 Watt einspart. Zu dem Thema passt EEE --> http://en.wikipedia.org/wiki/Energy-Efficient_Ethernet. Vorrangig findet man das jedoch in Switches, Router etc.


    Quote

    Richtig gute Netzteile haben ja einen extra Versorgungsstrang optimiert für Softoff.


    das ist mittlerweile aber wohl Standard. Ansonsten kann man kaum so niedrige Werte erreichen, wenn die komplette Schaltung unter Spannung bleibt --> http://www.computerbase.de/201…agramm-standby-keine-last


    bsw. bei den neueren SNTs für Flatpanele ist immer ein "Anlasser-NT" dabei. Bei einigen bestehend aus einem winzigen konventionellen Eisentrafo mit Graetzbrücke und Glättung. Die können auch recht sparsam sein.

  • Mein Harman Receiver hat auch einen kleinen extra Trafo, der im Standby den Infrarot-Empfänger und ein wenig Peripherie versorgt. Ich mach es aber wie bei meinem PC (M-Reimer, da sind wir uns einig ;-)), richtiger Netzschalter im Hifi-Rack integriert und alles ist aus, bis auf den VDR natürlich. :-D
    Manche Tintenspritzer sollen die Trennung vom Netz ja nicht mögen und quittieren das mit erhöhtem Tintenverbrauch, ich hab jedoch nur nen Laserdrucker.


    Durch Zufall bin ich bei mir einem ganz anderen Stromfresser auf die Spur gekommen.
    Nachdem ich mal aus Neugierde den Stromverbrauch meines "enegiesparenden" Sat Multischalters gemessen habe und es mich fast vom Hocker gehauen hat, dass dieses Teil permanent über 14W zieht, hab ich nen Kabel vom VDR-Netzteil (5V) zum Multischalter gezogen und schalte den jetzt per Solid State Relais über den VDR ein und aus. Da der VDR der einzige Empfänger ist, ist das die optimale Lösung. Geht natürlich nicht bei jedem. Bessere, also teurere Multischalter brauchen ja im Standby unter einem Watt, wenn ich mir aber die Anschaffungskosten für so einen Multischalter und einem Sold State Relais vergleiche, kann ich viele Meter Kabel kaufen. ;-)


    Ich hoffe die Schrift passt jetzt.

    VDR: Silverstone LC16M, 2x DVBSky S952, Asrock B85 Pro4, Core i3-4170, 8GB Ram, 525GB SSD + 4TB HD, DVD, System: gentoo amd64, Softhddevice

  • Manche Tintenspritzer sollen die Trennung vom Netz ja nicht mögen und quittieren das mit erhöhtem Tintenverbrauch, ich hab jedoch nur nen Laserdrucker.


    Bei den betroffenen wird sofort nach Anschluss des Stroms eine Reinigung gemacht. Man merkt also recht leicht ob man betroffen ist. Mein alter HP macht das noch nicht. Es geht die Power-LED an und das war's.