SAT>IP Netzwerkauslastung - Folgendes Szenario Möglich?

  • Hallo,


    Ich plane gerade, meine VDR Struktur etwas umzubauen.


    Im Moment sieht es folgendermaßen aus:


    Der VDR-Server steht in meinem Büro und ist mit einer Digital Devices Octopus Bridge mit 4 Tunern ausgestattet.
    Angebunden ist dieser mittels eines 4-Adrigen Sat-Kabels an den Multiswitch auf dem Dachboden.
    Ein Gigabit Switch befindet sich ebenfalls auf dem Dachboden.


    Nun wird der Raum anderweitig benötigt, und der Server soll in den Keller umziehen.
    Eine Unterbringung auf dem Dachboden wird wohl aus Temperaturtechnischen Gründen nicht möglich sein.
    (Starke Schwankungen zwischen Sommer und Winter)
    Im Keller herrschen da schon konstantere Temperaturen, und der Server wäre für Backups usw. wesentlich einfacher erreichbar.


    Der Keller ist momentan mit einem Netzwerk-Kabel verbunden, ein zweites Kabel wäre möglich.
    Eine Anbindung mittels dem 4-Adrigen Sat-Kabel ist Leerrohrtechnisch so ohne weiteres nicht machbar.


    Da kommt jetzt SAT>IP ins Spiel.


    Meine Überlegungen gehen dahin, im Keller einen Fileserver mittels OpenMediaVault 0.6 aufzustellen,
    und den YaVDR-Server in einer Virtualbox VM zu installieren, und mit einer Octopus Net auf dem Dachboden zu verbinden.


    Die Vorteile von Virtualbox wären:
    - Es ist schon inkl. WebIF in OpenMediaVault integriert.
    - Virtualbox habe ich schon z.B. im Büro im Einsatz.


    Der VDR-Server soll dann 4-Devices der Octopus Net erhalten, und 2-3 Clients mit Live-TV bedienen.


    Jetzt stellt sich nur die Frage, wie es mit der Netzwerkbelastung aussieht?
    Aufnahmen sollen dann über ein Server-Internes Netzwerk auf einer NFS Freigabe landen, und im externen Netzwerk bereitgestellt werden.


    1. Reicht für dieses Szenario überhaupt eine Gigabit Anbindung um die maximal 4 Transponder + 2-3 Clients + NAS zu bedienen?
    2. Oder sollte ich dem Server eine weitere Netzwerkkarte spendieren, die mittels Virtio Treibern an die Virtualbox VM weitergereicht wird,
    um dann zwei Verbindungen zu haben, eine fürs NAS und eine für 4 Transponder + 2-3 Clients?
    3. Reicht eine Gigabit Anbindung überhaupt für 4 Transponder + 2-3 Clients?


    Für Später sind noch weitere VM geplant z.B.
    - Windows 7 für ein paar Tools ohne die es im Moment noch nicht geht.
    - FHEM oder openHAB
    - OwnCloud Server
    - eine VM zum Konvertieren von VDR-Aufnahmen

    MfG
    Der Brumm-Baer
    --------------------------------------------
    srv-vdr: HW: Dell T20 (Xeon) - SW: Openmediavault Erasmus, Frodo-VDR als Docker Container, EPGD als Docker Container


    med-og: HW: - SW: Libreelec
    med-sz: HW: SilverStone Milo ML03, BeQuiet SFX-300W, Asrock H61M-ITX, Intel G530, Asus G210 Silent, Asrock Smart Remote, 8GB USB-Stick - SW: Libereelec
    med-eg: HW: SilverStone Milo ML03, BeQuiet SFX-300W, Asrock H61M-ITX, Intel G530, Asus G210 Silent, Asrock Smart Remote, 8GB USB-Stick - SW: MLD 5.1

  • Hi.


    Grundsätzlich sollte Gigabit-Ethernet ausreichen. Und da bei dir ja ein zweites Kabel möglich ist, könntest du (sofern der Fileserver im Keller 2 Netzwerkinterfaces hat) im Problemfall den Server durch das 2. Netzwerkkabel direkt mit der Octopus Net verbinden (quasi eigenes Netz mit 2 Geräten), so dass die ganzen SAT-Transponder nur dediziert über diese Verbindung gehen und den Rest nicht belasten. Der Rest (Clients, Fileservices,...) würden dann über die andere Netzwerkkarte im Hausnetz verfügbar sein und nicht vom SAT-Traffic beeinflusst werden.


    ByE...

    Server:  (K)VM on Proxmox 4.x-Host, VDR 2.2.0 (selbstgebaut vom yaVDR unstable Repo) auf Debian 8 (Jessie), 1x Digital Devices Cine S2 (V6) + DuoFlex S2
    Clients: Raspberry Pi 2/3 mit Raspbian, VDR 2.2.0 (selbstgebaut vom yaVDR unstable Repo) als Streamdev-Clients

  • Das hört sich ja erstmal gut an. :]



    Dann kann ich mir ja die Octopus Net mal bestellen.



    Mit dem dedizierten Netzwerk muss ich mir nochmal überlegen,
    da eventuell später noch weitere Clients an die Octopus Net sollen.


    Ich werde es erstmal mit zwei Netzwerkkarten ausprobieren.



    Danke schon mal für die Einschätzung

    MfG
    Der Brumm-Baer
    --------------------------------------------
    srv-vdr: HW: Dell T20 (Xeon) - SW: Openmediavault Erasmus, Frodo-VDR als Docker Container, EPGD als Docker Container


    med-og: HW: - SW: Libreelec
    med-sz: HW: SilverStone Milo ML03, BeQuiet SFX-300W, Asrock H61M-ITX, Intel G530, Asus G210 Silent, Asrock Smart Remote, 8GB USB-Stick - SW: Libereelec
    med-eg: HW: SilverStone Milo ML03, BeQuiet SFX-300W, Asrock H61M-ITX, Intel G530, Asus G210 Silent, Asrock Smart Remote, 8GB USB-Stick - SW: MLD 5.1

  • Auch auf die Gefahr hin, dass ich dafür gescholten werde, hier der Hinweis, dass ich die Octopus Net als zu teuer empfinde. Für den Mehrpreis einer Octopus Net (2xSAT) kann ich ein halb so teures Gerät mit 4 SAT-Anschlüssen ca. 10 Jahre lang betreiben. :S Die Frage ist halt, ob man den CI-Support benötigt?


    ByE...

    Server:  (K)VM on Proxmox 4.x-Host, VDR 2.2.0 (selbstgebaut vom yaVDR unstable Repo) auf Debian 8 (Jessie), 1x Digital Devices Cine S2 (V6) + DuoFlex S2
    Clients: Raspberry Pi 2/3 mit Raspbian, VDR 2.2.0 (selbstgebaut vom yaVDR unstable Repo) als Streamdev-Clients

  • Da er die Tuner schon hat, braucht er ja nur das Rack und ein Gehäuse. Damit geht's dann wieder.
    Und die Tuner sind auch einfach top und der Support auch.


    Lars.

  • Da er die Tuner schon hat, braucht er ja nur das Rack und ein Gehäuse. Damit geht's dann wieder.


    Wenn es das Gerät ohne Tuner (Gehäuse und Rack) gibt, dann mag das gehen. Alleine das Rack kostet mit 149,-€ ja schon soviel wie manch SAT>IP-Server. ;) Aber preiswerter wäre wohl der Kauf eines günstigeren SAT>IP-Servers und dessen Gegenfinanzierung durch Verkauf der Karte/Tuner. :geld


    Und die Tuner sind auch einfach top und der Support auch.


    Ja, ich habe auch eine Karte mit 2 Tunern von denen im Einsatz. Wenn man sich aber mal anschaut, wo die Probleme bei den SAT-Karten liegen, dann ist das meistens bei der Linux-Unterstützung sprich den Treibern, etc. Diese Probleme hat man mit den SAT>IP-Geräten ja nicht mehr! :)


    ByE...

    Server:  (K)VM on Proxmox 4.x-Host, VDR 2.2.0 (selbstgebaut vom yaVDR unstable Repo) auf Debian 8 (Jessie), 1x Digital Devices Cine S2 (V6) + DuoFlex S2
    Clients: Raspberry Pi 2/3 mit Raspbian, VDR 2.2.0 (selbstgebaut vom yaVDR unstable Repo) als Streamdev-Clients

  • Wenn man sich aber mal anschaut, wo die Probleme bei den SAT-Karten liegen, dann ist das meistens bei der Linux-Unterstützung sprich den Treibern, etc. Diese Probleme hat man mit den SAT>IP-Geräten ja nicht mehr! :)


    Die tauscht man dann gegen andere Probleme... :)


    Lars.

  • der-brumm-baer


    1 Gbit/s = 1000 Mbit/s ein hochwertiger HD Transponder bringt es auf 20 Mbit/s, macht bei 4 Transpondern 80Mbit/s von den 1000 Mbit/s ... das wird also eher kein Problem, weil die tatsächliche Nettorate in der Regel viel niedriger liegen wird ...


    atl


    Das Problem ist nur, ohne DigitalDevices und den Octopus gäbe es das "vdr-plugin-satip" bis heute nicht, teuer ist daher relativ.


    All die anderen Hersteller mit ihren schummrigen Kisten, die sich augenscheinlich teils nicht zu 100% an die SAT>IP Specs halten, haben nichts, absolut gar nichts beigetragen. Im Gegenteil, im Plugin gibt es etliche Würgarounds um "diese Billigheimer" vernünftig zum laufen zu bekommen ...


    Wie die DD/L4M PCIe DVB Karten handelt es sich beim Octopus IMHO um ein "fire & forget" Produkt ...


    Regards
    fnu

    HowTo: APT pinning

    The post was edited 2 times, last by fnu ().

  • Das Problem ist nur, ohne DigitalDevices und den Octopus gäbe es das "vdr-plugin-satip" bis heute nicht, teuer ist daher relativ.


    Dessen bin ich mir bewusst und auch gerne bereit, einen Mehrpreis zu zahlen. Aber bei den 3fachen Kosten hört mein Verständnis auf. Aber das ist ein anderes Thema! ;)

    Server:  (K)VM on Proxmox 4.x-Host, VDR 2.2.0 (selbstgebaut vom yaVDR unstable Repo) auf Debian 8 (Jessie), 1x Digital Devices Cine S2 (V6) + DuoFlex S2
    Clients: Raspberry Pi 2/3 mit Raspbian, VDR 2.2.0 (selbstgebaut vom yaVDR unstable Repo) als Streamdev-Clients

  • [...] ein hochwertiger HD Transponder bringt es auf 20 Mbit/s, macht bei 4 Transpondern 80Mbit/s ...


    Jetzt nur mal so zum Verständnis, ist die Bitrate mit dem gleichzusetzen, was auch über das Netzwerk geht?


    [IMG:http://imagizer.imageshack.us/v2/320x240q90/823/l2r4v.jpg]


    Also wie in dem obigen Beispiel von "Das Erste HD":


    Aktuell: 8,56 Mbit/s
    Aktuell: 25 Mbit/s

  • [..]Verständnis, ist die Bitrate mit dem gleichzusetzen, was auch über das Netzwerk geht?


    .. kommt schon auf die Komponenten (Netz) auch an & welche Schnittstellen zu welchen Übertragungstechniken genutzt werden ..


    Ich glaub, du hast "Aktuell & Maximal" vertauscht .. wenn schon 'pinngelig' .. ;)

  • Hi,
    da der Protokolloverhead bei RTP ziemlich gering ist, entspricht der "verursachte" Traffic im wesentlichen der Bitrate aller (!) übertragenen Datenströme, also nicht nur die angezeigte Video- und Audiobitrate, sondern auch noch die anderen Tonspuren, Untertitel usw. Dazu kommen nur noch die paar kbit/s für die Kontrolle des Streams und den Tunerstatus.


    Gruß Darkstar.

    Hardware: Seagate Dockstar@1500MHz, GSS Box DSI 400 SAT>IP Server, VDR 2.1.6 mit Streamdev-Server
    Videoausgabe: RaspberryPi mit MLD-4.0.1-RPi an LG 42LM660

  • Hallo,


    Entschuldigung, dass ich mich jetzt erst wieder melde.
    Danke für die vielen Antworten, werde mir jetzt mal die Octopus Net bestellen,
    und dann mal schauen wie es mit einer Netzwerkkarte aussieht.

    MfG
    Der Brumm-Baer
    --------------------------------------------
    srv-vdr: HW: Dell T20 (Xeon) - SW: Openmediavault Erasmus, Frodo-VDR als Docker Container, EPGD als Docker Container


    med-og: HW: - SW: Libreelec
    med-sz: HW: SilverStone Milo ML03, BeQuiet SFX-300W, Asrock H61M-ITX, Intel G530, Asus G210 Silent, Asrock Smart Remote, 8GB USB-Stick - SW: Libereelec
    med-eg: HW: SilverStone Milo ML03, BeQuiet SFX-300W, Asrock H61M-ITX, Intel G530, Asus G210 Silent, Asrock Smart Remote, 8GB USB-Stick - SW: MLD 5.1