Umbau VDR-Server (Streaming) vom Core-i7 960 zum Xeon

  • Hi Leute,


    ich will (muss, da meine o.g. CPU kein VT-d kann) auf Xeon umstellen. Wie ich so gelesen habe, kann der Xeon (bei richtiger Auswahl) mind. den gleichen Befehlssatz wie der i7. Also brauche ich mein angepasstes Gentoo nicht schon vor dem Umbau auf den "kleinsten gemeinsamen Befehlssatz" umstellen.


    Welchen Xeon würdet Ihr mir empfehlen? Wichtig: Auf dem Server läuft mein VDR und KVM/Qemu über libvirt. Den VDR will ich dann wegen dem vorhandenen VT-d auch in eine KVM-VM schieben.


    Ich bin für alle Hinweise dankbar, da ich nicht so der Hardware-Guru bin und die Beobachtung der Entwicklung der CPU#s/Mainboards ein wenig aus dem Auge verloren habe.

    VDR-Server: Gentoo (AMD64/Core-i7) / VDR-1.7.23 / Digital Devices Octopus CI & 2xDuoFlex S2 HDTV (Rev. V3)
    VDR-Client: Gentoo (AMD64/Atom-D525) / VDR-1.7.23 / Chieftech & iMON-Pad / ASUSTeK - AT5IONT-I / 4GB-RAM & 65GB-SSD
    Alt: 3xTT-1.5 / linuxtv-dvb-1.1.1 + test_av-1.28 + FW-2622 / vdr-1.3.37 / viele Plugins / LFS-4.1

  • Aus Erfahrung folgendes:


    VT-d ist kein Merkmal des Prozessors selbst, sondern ein Merkmal des Chipsatzes. Solange der Chipsatz / BIOS Kombination VT-d und der Prozessor VT unterstützt, wird VT-d unterstützt. Meistens ist es ab Server mit Xeon 55xx der Fall.


    Ob Du deswegen einen Xeon nehmen musst!?


    Albert

  • Aber der Prozessor muss an anbieten, sonst geht das nicht. Siehe meine o.g. CPU. Leider. :(

    VDR-Server: Gentoo (AMD64/Core-i7) / VDR-1.7.23 / Digital Devices Octopus CI & 2xDuoFlex S2 HDTV (Rev. V3)
    VDR-Client: Gentoo (AMD64/Atom-D525) / VDR-1.7.23 / Chieftech & iMON-Pad / ASUSTeK - AT5IONT-I / 4GB-RAM & 65GB-SSD
    Alt: 3xTT-1.5 / linuxtv-dvb-1.1.1 + test_av-1.28 + FW-2622 / vdr-1.3.37 / viele Plugins / LFS-4.1

  • tom66


    Ja, das ist korrekt, VT-d muß sowohl der Chipsatz, als auch die CPU unterstützen, ganz im Gegensatz zu VT-x, das nur von der CPU unterstützt werden muß.


    Um welchen Chipsatz und Sockel geht es bei Deiner Frage?


    Regards
    fnu

    HowTo: APT pinning

  • Um welchen Chipsatz und Sockel geht es bei Deiner Frage?

    Mein jetziger Server, bei dem in Foren oft gesagt wird, dass das Board bei VT-d selbst Probleme macht, selbst bei aktuellem Bios und entsprechender CPU
    Mainboard:

    Code
    1. Manufacturer: ASUSTeK Computer INC.
    2. Product Name: P6T SE
    3. Version: Rev 1.xx


    CPU:

    Code
    1. Intel(R) Core(TM) i7 CPU 960 @ 3.20GHz


    Da also eine neue CPU evtl. auch nicht ohne Probleme funktioniert und ich dann meine DVB-S-Karte nicht in einer KVM-VM nutzen kann, gleich lieber eine anständiges Board mit entsprechender CPU. Was es werden soll bin ich offen. Bisher hat man mir einen Xeon empfohlen, zumal ich für meine ganzen Client-Gentoo-PC's auf diesem die Packages compilieren lasse um diese dann einfach und schnell auf meinen Clients zu installieren. Die Clients reichen vom Pentium-2 über Athlon bis zum Atom-N....

    VDR-Server: Gentoo (AMD64/Core-i7) / VDR-1.7.23 / Digital Devices Octopus CI & 2xDuoFlex S2 HDTV (Rev. V3)
    VDR-Client: Gentoo (AMD64/Atom-D525) / VDR-1.7.23 / Chieftech & iMON-Pad / ASUSTeK - AT5IONT-I / 4GB-RAM & 65GB-SSD
    Alt: 3xTT-1.5 / linuxtv-dvb-1.1.1 + test_av-1.28 + FW-2622 / vdr-1.3.37 / viele Plugins / LFS-4.1

  • Also es gäbe auch eine Möglichkeit mit der bestehenden Hardware DVB Karten zu Virtualisieren, hab hierzu selbst zwei Threads als Anregung im VDR-Portal imitiert, Xen(Server).


    Keine Ahnung warum Dir so dringend ein Xeon empfohlen wird. Aus technischer Sicht gibt es bei VT-d keinen Unterschied zw. einem Core i5, i7 oder irgendeinem Xeon. Die Funktion ist da oder nicht, ab Core i5 2400 bei SandyBridge, ohne K Typen. Chipsätze SandyBridge ab Q67, X67, alle Serie 7 Chipsätze (IvyBridge).


    Bei AMD ist IOMMU wohl seit der K8 Generation an Board, Chipsätze ab 890, 970, 990, neuere bitte selbst prüfen.


    Ich selbst habe mein DH77KC mit einem Xeon E3-1245v2 bestücken können, VT-d funktioniert, nutze es aber nur wenig mit HVMs …


    Regards
    fnu


    Tapatalk @ iPhone

    HowTo: APT pinning

  • Das Problem: Das es meine derzeitige CPU nicht unterstützt. Mein Board wird bei VT-d als buggy beschrieben und bevor ich jetzt das Risiko eingehe eine neue CPU zu kaufen um dann festzustellen, dass mein VDR jede Nacht wegen Problemen mit dem Board abschmiert, lege ich mir gleich ein Board mit CPU zu, die aktueller sind als meine und funktionieren.


    XEN will ich eben auch nicht nehmen, da ich mir meine eigene Distribution (in diesem Fall Gentoo) wählen will.

    VDR-Server: Gentoo (AMD64/Core-i7) / VDR-1.7.23 / Digital Devices Octopus CI & 2xDuoFlex S2 HDTV (Rev. V3)
    VDR-Client: Gentoo (AMD64/Atom-D525) / VDR-1.7.23 / Chieftech & iMON-Pad / ASUSTeK - AT5IONT-I / 4GB-RAM & 65GB-SSD
    Alt: 3xTT-1.5 / linuxtv-dvb-1.1.1 + test_av-1.28 + FW-2622 / vdr-1.3.37 / viele Plugins / LFS-4.1

  • Das Problem: Das es meine derzeitige CPU nicht unterstützt.

    Das habe ich verstanden, wollte aber darauf hinweisen, das Du auch ohne VT-d auskommen kannst und das ziemlich gut.


    Xen muß nicht zwingend XenServer sein, sondern kann man die meisten Distros einfach zum XenHypervisor machen und sogar über virt-manager verwalten. Auch für Gentoo gibt es ein HowTo: http://www.gentoo.org/doc/en/xen-guide.xml


    Ansonsten ist Dein Ansatz viel zu groß, weil es gibt zuviele Möglichkeiten für VT-d, es ist wie gesagt egal ob Du einen Core i5 2400 nimmst oder einen Xeon E3-1245v2, die unterscheiden sich hier nicht. Was willst Du ausgeben?


    Einen Core i5 2400 bekommt man ab sagen wir ab €160,-, alles andere geht nach oben weiter, nimmt man den Preis sind Xeons im fast gleichen Rahmen wie i5 & i7, haben u.a. 8MB statt 6MB 3rd LevelCache. Letztere gibt es mit Grafik und ohne, die variabelste Basis ist etwas was auf Sockel 1155 aufbaut, viel Mainboards, viele CPUs. Die preiswerteste Kombination wird wohl ein B75 Mainboard und ein Core i5 3475s sein.


    Für ganz wenig Euro mehr bekommst Du einen Xeon E3-1220 v2, IvyBridge, LGA1155, boxed, das wäre vmtl. genau das was Du suchst. Im Prinzip ist dieser Xeon ein Server/Workstation Core i5, also 4 Kerne, 4 Threads, mit 8MB 3rd Level Cache und eine recht guten Grafik, HD P4000, wie mein 1245v2. Letzterer hat zusätzlich noch HT, also 4 Kerne, 8 Threads, wie Core i7.


    Regards
    fnu

    HowTo: APT pinning

  • hast Du auf Deinem Xen-Server Gentoo laufen oder auf Deinem Gentoo-Server Xen?

    VDR-Server: Gentoo (AMD64/Core-i7) / VDR-1.7.23 / Digital Devices Octopus CI & 2xDuoFlex S2 HDTV (Rev. V3)
    VDR-Client: Gentoo (AMD64/Atom-D525) / VDR-1.7.23 / Chieftech & iMON-Pad / ASUSTeK - AT5IONT-I / 4GB-RAM & 65GB-SSD
    Alt: 3xTT-1.5 / linuxtv-dvb-1.1.1 + test_av-1.28 + FW-2622 / vdr-1.3.37 / viele Plugins / LFS-4.1

  • hast Du auf Deinem Xen-Server Gentoo laufen oder auf Deinem Gentoo-Server Xen?

    Das ist ein 64bit-Gentoo-System, das mit emerge xen etc. und kernel-Anpassung zur dom0 wurde. Darauf laufen mehrere Gentoo-domUs, allerdings nichts mit vdr. Das sind mail-, print-, webserver usw.

  • Ok, und gerade das mit dem VDR ist für mich ein Grund, also die PCI-Karte an den Gast durchzureichen, warum ich KVM nehmen möchte. Die Kernelintegration soll dort besser sein. Soll, ... ???

    VDR-Server: Gentoo (AMD64/Core-i7) / VDR-1.7.23 / Digital Devices Octopus CI & 2xDuoFlex S2 HDTV (Rev. V3)
    VDR-Client: Gentoo (AMD64/Atom-D525) / VDR-1.7.23 / Chieftech & iMON-Pad / ASUSTeK - AT5IONT-I / 4GB-RAM & 65GB-SSD
    Alt: 3xTT-1.5 / linuxtv-dvb-1.1.1 + test_av-1.28 + FW-2622 / vdr-1.3.37 / viele Plugins / LFS-4.1

  • Die Kernelintegration soll dort besser sein. Soll, ... ???

    Nun was heißt Kernelintegration? Das ist IMHO ein Politiker-Argument, Augenwischerei und undifferenziert ... wenn so was kommt, sind die keine echten Argumente zur Hand ... Xen ist im Prinzip seit 2.6.23 an Board ...


    KVM ist RedHats Baby, derer 2.6.32 ist bis heute die wohl am meisten genutzte Kernelversion im Feld, also Verwandten und Abkömmlinge, z.B. Proxmox als wichtiger KVM Verfechter und auch XenServer ... ^^


    Sicher ist KVM schon lange im Kernel, aber ebenso auch Xen für paravirtualisierte Maschinen, sicher ist aber auch, jede der Virtualisierungen hat ihre Stärken und Schwächen.


    Eine der Stärken von Xen ist, das man in paravirtualisierte VMs eben PCI Karten mit beliebiger HW (ohne VT-d) durchreichen kann und das sehr stabil. Diese PVs sind im Prinzip nicht von physischen Maschinen zu unterscheiden, ganz im Gegenteil zu vollvirtualisierten Maschinen. Ich will Dich nicht überreden zu Xen, es war nur ein Hinweis, das man gut ohne VT-d leben kann.


    Geh den Weg den Du gehen möchtest, da wirst Du Dich immer am wohlsten fühlen. Was mich aber interessieren würde, was Du bei der CPU dann entschieden hast?


    Regards
    fnu

    HowTo: APT pinning

    The post was edited 3 times, last by fnu ().

  • Ok, und gerade das mit dem VDR ist für mich ein Grund, also die PCI-Karte an den Gast durchzureichen, warum ich KVM nehmen möchte. Die Kernelintegration soll dort besser sein. Soll, ... ???

    Eine meiner domUs nutzt eine durchgereichte Fritz! PCI ISDN-Karte. Darauf läuft ein Fax-Server sowie ein Ansagensystem. Das klappt mit Xen einwandfrei. Ich bin mir recht sicher, auch schon Berichte über VDR mit DVB-Karten gelesen zu haben.


    Angenehm kurze Ausgabe von lspci:


    Code
    1. nodi ~ # lspci
    2. 00:00.0 Network controller: AVM GmbH A1 ISDN [Fritz] (rev 02)


    Mein Kernel in der dom0 und die CPU:

    Code
    1. xen ~ # uname -a
    2. Linux xen 3.10.7-gentoo #1 SMP Tue Sep 10 16:25:59 CEST 2013 x86_64 Intel(R) Core(TM) i5-3570 CPU @ 3.40GHz GenuineIntel GNU/Linux