Empfehlung Server Hardware (Mainboard+Prozessor)

  • Einen wunderschönen guten Morgen an alle,


    ich bin am überlegen, meinen Fileserver Hardwaretechnisch zu aktuallisieren.
    Bei der Gelegenheit soll der Funktionsumfang ein wenig aufgebohrt werden.


    Istzustand:
    ATX Board mit AMD Athlon XP irgendwas (stromsparend ist auf jedenfall anderst)
    SSD für Betriebssystem (Linux)
    2x 2TB Platten im SW RAID0
    1x 3TB Platte


    Da das ganze effektiv (Stromtechnisch) arbeiten soll, denke ich mal, eine Intel Platform wäre das Maß der Dinge.


    Folgende Punkte wären mir für das neue Board wichtig:
    - möglichst viele SATA Anschlüsse, da ich gerne 2 Raid5 realisieren möchte
    - PCIe 4x und/oder PCIe 1x Slots für eventuelle Erweiterungen (SATA Controller, TV Karten-> VDR Server)
    - Im Dauerbetrieb zu betreiben


    Da so ein Fileserver ja nicht die riesen Anforderungen an einen Prozessor stellt, dachte ich an einen Celeron der aktuellen Generation.
    Nur wenn man so am Überlegen ist, fallen einem noch andere Lustige Dinge ein.
    Unter anderem habe ich mir dann gedacht,, so ein VM Server für ein Win OS wäre ja auch nicht schlecht.
    Und da beginnt bei mir die Grauzone bzw. die ungeklärten Fragen:
    - lohnt es sich einen anderen Prozessor zu verwenden (mit Virtualisierungserweiterungen)?
    - ist für eine VM für den gelegentlichen gebrauch ausreichend RAM (4-8 GB) wichtiger als ein entsprechender Prozessor?


    Sollte jemand Vorschläge bzw. Tipps haben, wäre ich echt Dankbar.


    Grüße
    Stefan

    Mein VDR: ASUS M4A89GTD-PRO; AMD Athlon II X2 240e; 2TBHDD; 2×TT S2-3200; Thermaltake DH102; yaVDR 0.5a

    The post was edited 1 time, last by Dirk: Präfix ergänzt ().

  • Ich habe das Thema vor kurzem durch. Und ich habe einige Hardware durchprobiert.
    Auf Virtualisierungsfunktionen würde ich nicht verzichten. Gerade wenn man schon im Kopf hat, einmal einen Hypervisor darauf laufen zu lassen.


    Bei mir läuft der Server unter ESXi. Nach langen Versuchen (VirtualBox, KVM, Xen und auch Xen Server) hat sich ESXi als die beste Lösung für meine Ansprüche heraus gestellt. Gerade wenn man auch Windows in einer VM laufen lassen will. Außerdem gibt es eine gute Oberfläche zur Verwaltung. Die allerdings läuft nur unter Windows.


    Wie auch immer, sobald man PCI/PCIe Karten an eine VM durchreichen will sind Virtualisierungsfunktionen erforderlich. Bei Intel wäre das VT-x beim Prozessor und VT-d beim Mainboard. Insbesondere die VT-d Unterstützung beim Board ist so eine Sache. Echte Serverboards unterstützen das i.d.R. Desktopboards eher weniger. Und oft ist es nicht weiter dokumentiert.


    Ich habe als Board ein Asrock Z77-Pro genommen. Es unterstützt VT-d und ist auch sonst recht gut ausgestattet. Die Onboard S-ATA-Controller lassen sich unter ESXi an eine VM durchreichen. Allerdings hat man dann keinen Datastor mehr im ESXi. Weil ESXi keine Anschlüsse mehr sieht. Daher bräuchte man in so einer Konfiguration noch eine kleine S-ATA Controlerkarte um eine SSD oder ähnliches für ESXi anzuschließen. ESXi selbst läuft übrigens auch von einem USB-Stick. Nur als Datastor kann es diesen nicht verwenden.
    Ich bin einen anderen Weg gegangen: Ich habe ein SAS HBA in den Rechner gesteckt. In meinem Falle eine Promise TX8660. Sehr verbreitet sind auch Karten mit LSI SAS2008 Chipsatz. Die Promise Karte hat den Vorteil eine Ecke sparsamer zu sein. Sie hat aber den Nachteil, das sie unter Linux und FreeBSD (bei mir läuft NAS4Free) nicht direkt unterstützt wird. Im HBA-Modus funktioniert sie zwar nach dem AHCI-Standard. Die Treiber kennen sie aber nicht. Ich habe deshalb einen eigenen Kernel kompiliert mit einer kleinen Änderung, sodas die Karte unterstützt wird.
    Vorteil der Promise ist zusätzlich, das sie LED-Anschlüsse pro Festplatte hat. Und zwar jeweils Activity und Fail. D.h. insgesamt 16 Status-LEDs für die Platten.


    Als CPU kommt auf dem Board ein Core i5-3470 zu Einsatz. Dieser unterstützt auch VT-x. Weiter sind 16 GB RAM verbaut.


    Ich habe auf dem System bislang NAS4Free als Fileserver darauf laufen. An diese VM ist der Promise Controller durch gereicht. An diesem hängen 6 PLatten. 5 davon in einem Raid-Z2 Verbund. Eine separat
    Hinzu kommt einer Linux VM (Archlinux) in der ein VDR-Server läuft. An diese VM sind zwei PCI TV-Karten durchgereicht. Demnächst kommt dort allerdings eine Cine CT dran.
    In einer weiteren VM läuft ein Windows 8 Pro, das ich für verschiedene Zwecke einsetze. Verbindung dort hin entweder über den VMware vSphere Client oder über Remote Desktop.
    In weiteren VMs laufen verschiedene Systeme für Testzwecke. Ein FreeBSD unter dem ich den neuen Kernel für NAS4Free compiliert haben (wegen dem Promise Controller). Ein Linux, aus dem mal ein LDAP-Server werden soll. Ein weiteres Linux auf dem ein Groupware Server (Zarafa) entsteht.


    Als Gehäuse habe ich übrigens ein Sharkoon T9 Economy verwendet. Das ist recht günstig und bietet ordentlich Platz. Das Blech ist zwar nicht besonders dick ausgeführt, aber noch in Ordnung. In meinen Augen ist es als Server-Gehäuse gut geeignet, wenn man nicht unendlich Platz braucht. 8 Festplatten + 1 SSD + 1 optisches Laufwerk passen hinein.


    Ich habe übrigens ESXi auf einer kleinen SSD installiert. Auf einer zweiten größeren SSD liegen die VMs.
    Zusätzlich hängt ein BluRay Brenner an dem Onboard ASMedia Controller (2 Sata). Dieser wird an die Windows VM durchgereicht, sodas der Brenner dort nutzbar ist.

  • Auch wenn der Thread hier vom 3. März 2013 ist, hier meine Konfiguration:


    Hardware

    • Mainboard: MSI 970A-G43 (MS-7693)
    • Prozessor: AMD FX6300 6Core 3,5Ghz Sockel AM3+
    • Ram: 3x2GB + 1x4GB DDR3 PC10600 (muss ich bei gelegenheit korrigieren)
    • Netzteil: Cougar A350 350W (80 Plus Bronze)
    • HDD: 3,5TB gesamt
    • Graka: GeForce 210 (lüfter abgezogen; kühler drauf gelassen)
    • SAT: 2x Mystique Satix S2 PCI Express (Single Tuner)
    • LAN: 1x OnBoard + 1x PCI (beides Realtek)

    Software
    VMware ESXi 5.5 (mit Realtek Treibern gepacht) als Host + vSphere Client auf meinem Windows PC

    • VM 1: YaVDR 0.5 Streamdev-Server(mit 2x sat passthrough)
    • VM 2: OpenMediaVault NAS (mit 1x lan pci passthrough)
    • VM 3: SabNZBd (zum downloaden)
    • VM 4: Owncloud (ähnlich Dropbox)
    • VM 6: Ubuntu Server (für mein Blog)


    MfG
    Steven