DVB-S2 Karte in kvm yavdr

  • Hallo
    ich habe folgendes Problem und ich hoffe Ihr könnt mir helfen.
    Ich möchte einen yavdr (guest) mittels kvm auf einem Server (ubuntu 12.04) betreiben und dabei 2 DVB-S Karten dem Yavdr mittels PCI passthrough übergeben.
    Meine Hardware (intel) hat iommu, es ist auch alles so konfiguriert.
    Mein Problem ist, dass ich zwar beide Karten dem guest (yavdr) übergeben kann und korrekt von kernel und vdr erkannt werden, wenn ich dann jedoch eine Kanalsuche starte (mittels w_scan) funktioniert das nur mit einer Karte. Im VDR funktioniert auch nur die Technotrend.


    Output log w_scan von kvm guest



    Er findet keine Kanäle, stattdessen schreibt w_scan nur "Info: no data from NIT(other)". Weiß jemand, was das bedeutet bzw. wie ich weiter debuggen könnte. Unter ubuntu server (also nicht in der virtual machine) funktioniert w_scan wunderbar.


    output log lspci -vv unter yavdr guest


    Hardware:
    Fujitsu DS3162-A (Intel Q77) with core I5-3470


    DVB-S2 Karten:
    Technotrend S2-3200
    Dvbsky 950C mit CI (http://www.dvbsky.net/Products_S950C.html)



    Danke.



  • pbl


    Das war zu erwarten das nicht alle DVB Karten sich problemlos virtualisieren lassen. Bevor Du also unendlich Zeit in die Fehlersuche mit der exotischen Karten steckst, würde ich mich drauf konzentrieren einen Typ zu nehmen der gesichert läuft. Kein Hersteller testet darauf, ebenso kein Treiber-Entwickler und die Chancen das jemand genau das gleiche Layout am Start hat wie Du und aus Erfahrung berichten kann, sind doch eher gering. Dafür ist der Use-Case zu wenig verbreitet und wenn nutzt die kleine Mehrheit vmtl. eher VMWare VSphere (aka ESXi) mit IOMMU/VT-d. Evtl. versuchst Du damit Dein Glück, ist auch nicht kostenpflichtig, Du mußt Dich nur bei VMWare registrieren.


    Ich bin auch nicht überrascht das die TT Karte problemlos funktioniert, habe selbst mit erfolgreich mit L4M (aka Cine) Karten getestet. Auch habe ich letztens gelernt, das es selbst bei den USB Stick große Unterschiede gibt, da laufen wohl die Sundtek Geräte sehr gut.


    Regards
    fnu

    HowTo: APT pinning

  • Wenn Virtualisierung richtig gemacht wird, dann funktioniert das unabhängig von der verwendeten PCI-Karte.


    Ich würde es testweise mit einem neuen Hypervisor probieren, sprich in einer Testinstallation von Ubuntu 12.10 oder einem aktuellen Fedora. Vielleicht tritt bei der dort neueren Version von KVM das Problem nicht auf.

  • Wenn Virtualisierung richtig gemacht wird, dann funktioniert das unabhängig von der verwendeten PCI-Karte.


    Ja, in Anahme einer perfekten Welt hast Du absolut Recht. Wenn sich alle Hersteller exakt an alle Standards und Spezifikationen halten ... aber leider ist die Welt der IBM kompatiblem PCs eben ganz und gar nicht perfekt ... ;)


    In professionellen Installationen darf nicht ohne Grund nur zertifizierte HW genutzt werden, sonst bekäme man gar keine Support. Als Privatier muß man eben selbst diese Tests durchführen und das Thema Virtualisierung ist cool, aber auch Komplex.


    Regards
    fnu

    HowTo: APT pinning

  • Ich denke da eher an einen Fehler im Hypervisor, also eine reine Software-Sache.


    Bewegt sich PCI-Hardware innerhalb der normalen Parameter - und das tut eine Karte die augenscheinlich funktioniert - dann muss sie das auch bei Verwendung eines Hypervisors, der die Befehle am PCI-Bus 1:1 in einen virtuellen Gast weiter hinein leitet.
    (Es wäre ja noch schöner wenn man als Hardwarehersteller nun Rücksichten auf fadenscheinige Bedürfnisse eines Virtualisierungs-Softwareherstellers nehmen müsste - die müssen ihre Bugs zum Glück schon noch selbst in den Griff bekommen)



    Zertifizierte Hardware und überhaupt solche Komponenten verwendet man übrigens aus anderen Beweggründen - vordergründig im Rahmen von SLAs die natürlich beide Seiten abschließen müssen. Das ist übrigens so nebenbei DER Bereich aus dem ich komme.
    Hier geht es mehr um Wartbarkeit allgemein, die im Fehlerfall der binnen Stunden zu beheben ist bei fremder Hardware die ins System schießt nicht ungebedingt immer gegeben ist.


    Wenn eine Karte mit PCI passthrough nicht so funktioniert wie am Host selbst, dann wäre also die richtige Vorgangsweise den Typen von Red Hat zu sagen, sie mögen doch ihre KVM Software so anpassen, dass sie auch tatsächlich hält was sie verspricht.
    Im Endeffekt wird man sich jene Lösung heranziehen die am schnellsten zum gewünschten Erfolg führt.

  • Ich denke da eher an einen Fehler im Hypervisor, also eine reine Software-Sache.


    Ja, ja, man kann aber nun drüber streiten, ob man einfach eine weitere Karte hinzunimmt die läuft, oder weiter Zeit reinsteckt, sein Basis nochmal komplett umzustricken oder gar noch mehr um die Fehler mit der exotischen Karte versucht zu lösen ...


    Das ist übrigens so nebenbei DER Bereich aus dem ich komme.


    Glaub mal nicht, nur Du hast einen Job ... 8)


    Wenn eine Karte mit PCI passthrough nicht so funktioniert wie am Host selbst, dann wäre also die richtige Vorgangsweise den Typen von Red Hat zu sagen, sie mögen doch ihre KVM Software so anpassen,


    Von allen Hypervisoren kommt mir KVM für das Thema HW Virtualisierung "zu spät" ins Spiel, was etwaige Probleme mit Passthru nicht ganz überraschend auftreten läßt. So gut KVM, vorallem in Form von Proxmox, funktioniert, sind IMHO ESXi und Xen da vom Design ein wenig im Vorteil.


    Regards
    fnu

    HowTo: APT pinning

  • Worin genau der Fehler liegt, das ist ja mal grundsätzlich unabhängig davon welchen Weg einer Lösung man letztendlich beschreitet.


    Gehts einem Darum ein TV-Bild aus dem SAT-Kabel zu holen, kann man genausogut in den nächsten Media Markt gehen und dort einen beliebigen Receiver anschaffen --> erfüllt den Zweck zu 100 %.


    Zu behaupten, dass eine Hardware-Karte zusammen mit dem Hypervisor nicht ordnungsmäß funktioniert läge daran, dass die der Hardware-Hersteller nicht Standards wie zB den PCI-Standard eingehalten hat, das halte ich persönlich für sehr gewagt.


    Spätestens sobald man sich nur mal kurz mit dem Thema (Para-)Virtualisierung auseinandergesetzt hat, und mit der Vielzahl der möglichen Probleme und realen Grenzen in Berührung gekommen ist, müsste sich das in den Gedankengängen eigentlich von selbst so weit herauskristallisieren.



    Die hier nicht funktionierende DVB-Karte ist übrigens sehr wohhl innerhalb eines KVM-Gasts lauffähig. Eine 10-Sekunden-Google-Suche hat zB das hier ergeben:
    http://www.hevelmann.de/2011/1…-proxmox-pci-passthrough/


    Ich weiß nicht, welche Schritte der Thread-Ersteller schon unternommen hat in Sachen Lösungsfindung und anfängliche Konfiguration (das hat er uns nicht verraten :-) ) - jedenfalls aber würde ich hier ansetzen bevor ich nur daran denke in kleiner Bastelmanier auch nur irgedwann eine Schraube für einen Kartentausch in die Hand zu nehmen :-)

  • Zu behaupten, dass eine Hardware-Karte zusammen mit dem Hypervisor nicht ordnungsmäß funktioniert läge daran, dass die der Hardware-Hersteller nicht Standards wie zB den PCI-Standard eingehalten hat, das halte ich persönlich für sehr gewagt.


    Nein, das halte ich ganz und gar nicht für gewagt, in 2 Jahrzehnten IT Business und eines mit VDR als Hobby habe ich zuviele verkorkste Lösungen, ugs. Elektronikschrott, gesehen ...


    Die hier nicht funktionierende DVB-Karte ist übrigens sehr wohhl innerhalb eines KVM-Gasts lauffähig. Eine 10-Sekunden-Google-Suche hat zB das hier ergeben:
    http://www.hevelmann.de/2011/10/durchges…ci-passthrough/


    Tja, Proxmox halt, gut, nur bei genauerem Lesen, verbaut der Autor "2 x TBS 6981 DVB-S2 Doppel-Tuner", während der TO eine "Dvbsky 950C" am Start hat ... ?


    Fakt ist die ein Karte tut, die andere nicht, wir werden sehen ob Du als selbsterklärter Virtualisierungsguru Recht hast ... 8)


    Regards
    fnu

    HowTo: APT pinning


  • Fakt ist die ein Karte tut, die andere nicht, wir werden sehen ob Du als selbsterklärter Virtualisierungsguru Recht hast ... 8)


    Tja, womit denn eigentlich?
    Scheinbar geht es ja dir nur um Recht haben, bei mir hingegen steht der Fokus auf eine möglichst einfach erzielbare Lösung im Vordergrund.


    Meine einzige Botschaft, angesichts der vorhandenen Ausgangslage bei der Software (Treiber, Hostsystem, Hypervisor, etc.) anzuliegen ist ja nur selbsterklärend, und auch ist es ein logischer Schritt zuerst bei der schon vorhandenen Infrastruktur zu bleiben. Diese hat sich nich von alleine aufgebaut, eine vorschnelle Abekehr davon würde nur Zeit und im Falle eines Hardwaretausches womöglich auch Geld verschlingen. Das würde zumindest ich nicht gleich ins Auge fassen, solange nicht feststeht warum und dass es keinen anderen Ausweg gibt.


    So ein Vorschlag eines Lösungsansatzes ist aber nichts womit man recht haben kann oder nicht.


    Vielleicht ist ja bei dir immer ein "Recht Haben" mit im Spiel wenn du einen Satz in den Mund nimmst, das soll von mir aus so sein. Genauso gehört aber auch dazu, dass es auch andere (anderslautende) Vorschläge gibt - das wird in einem Forum nicht vermeidbar sein, bzw. gehe ich noch weiter und sage das ist überhaupt der Sinn und Zweck eines Forums 8)

  • Danke einmal für eure Antworten.


    Ich kann und möchte nicht auf die DVBSky 950C verzichten, weil das die einzige ist, die mit meinem CI Slot von Anhieb an zurecht gekommen ist. Mit zwei anderen hatte ich leider nur (andere) Probleme.


    Ubuntu 12.10 am host kann ich einmal ausprobieren, einen neueren Kernel 3.5 im guest habe ich schon ausprobiert, was nichts genützt hat. vielleicht sogar Vmware. Ich werde mir auch die Promox Lösung nochmals anschauen, vielleicht hilft das ja weiter.


    Trotzdem möchte ich noch ein wenig an der bestehenden Lösung weiterarbeiten (wie löwe schreibt).
    Hat jemand von euch Vorschläge wie ich dem Problem auf den Grund gehen könnte. Mein einziger Ansatzpunkt bis jezt ist eben die "Fehlermeldung" von w_scan

    Quote

    Info: no data from NIT(other)

    Kann man mit dem etwas anfangen?? Leider ist es für mich nichtssagend. Was ist NIT? Heißt es, dass er die Hardware nicht richtig ansteuert?
    Das Kernel log bringt keine Fehlermeldungen oder andere Aufschlüsse, aber ich kann es ja mal hier anhängen, vielleicht übersehe ich ja auch was.


    BR

  • Genauso gehört aber auch dazu, dass es auch andere (anderslautende) Vorschläge gibt


    Dann lies Dir mal direkt Deinen ersten Beitrag durch ... :|


    pbl


    http://de.wikipedia.org/wiki/DVB-SI => Network Information Table ...


    [edit] Ich würde mal vermuten, Du hast schlicht keinen Empfang mit der Karte ... [/edit]


    Regards
    fnu

    HowTo: APT pinning

    The post was edited 1 time, last by fnu ().

  • Hi,


    Ich kenne die gleichen Symptome von meiner Umstellung auf XEN 4.x und debian wheezy ...
    Bei mir sollte es XEN sein, da ich noch fli4l auf dem Server betreiben wollte.


    Ich habe es ums verrecken nicht geschafft, eine DVD-S2 PCIe Karte durchzureichen, die dann auf der DomU Seite nicht die gleichen
    Fehler gebracht hat. Obwohl das Mainboard (Sandy-Bridge) als auch die CPU (XEON SandyBridge) sämtliche VT-d Spezifikationen erfüllte
    und die Karte auf der DomU einwandfrei erkannt und die entsprechenden Treiber geladen wurden.
    Egal welches Hostsystem (Debian, CentOs, Ubuntu, Fedora) mit Kernel 3.x oder XEN Version 4.0, 4.1 ich versuchte, immer das gleiche Ergebnis.
    Eine Testinstallation mit Citrix Xen-Server hat dann erstaunlicherweise "outoftheBox" funktioniert.


    Also mal testweise von meinem bisherigen Installationen (ParaVirtualized) gelöst und eine HVM Installation (Ubuntu 12.04) als DomU gemacht.
    Und siehe da, alles funktioniert wie es soll.


    unter XEN 3.0 und 3.1 ging es mit PV noch einwandfrei??


    Gruß
    Ochja

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    VDR1: M4N78-VM:AMD XII 215e:Tevii S470PCIe: yaVDR 0.5a
    VDR Neu: Q1900M, Cine S2: yavdr 0.6
    VDR Server: Debian testing Dom0 XEN 4.6, Tevii S470 PCIe running in HVM Trusty DomU

  • Update:
    nach langem Herumprobieren hab ich es geschaftt bei Karten unter einer KVM virtual machine zum Laufen zu bringen. Mit xen bin ich gescheitert, aber ein neues Ubuntu 12.1 brachte alles zum Laufen.


    Danke und Mfg
    pbl