[gelöst] Hausplaner Software für einen Laien wie mich? Und sonstige Fragen zu Hausbau...

  • Jetzt stellt sich für mich die Frage ab wann benötige ich eigentlich eine Belüftungsanlage im Haus? Wenn ich beispielsweise eine 36,5cm Außenwand habe und dreifachverglaste Fenster habe kann man dann hier eventuell Schimmel oder ähnliches bekommen? Mir stellt sich die Frage ab welchem Dämmwert man nicht auf eine Belüftungsanlage für das Haus verzichten sollte? Oder werden mit Stein solche Dämmwerte sowieso nicht erreicht das man sich hier Gedanken machen sollte?

    Über Schimmel muß man sich leider immer Gedanken machen. Einfach von der Wandstärke und den geplanten Fenstern zu schließen, daß es kein Problem mit Schimmel geben wird ist etwas naiv. Gerade bei den Anschlüssen muß sehr ordentlich gearbeitet werden, damit keine Kältebrücken entstehen und sich innen Kondenswasser bildet. Hier würde ich Dir dringend raten einen Architekten oder besser Energieberater hizu zu ziehen. Die könne einem zumindest sagen, wie es ordentlich zu machen ist. Ob man das dann alles so umsetzen möchte, steht auf einem anderen Blatt. Ich habe im Bekanntenkreis einen Bauplaner/Energieberater. Man glaubt garnicht, was der so alles erzählen kann, wo beim Bau gefuscht werden kann.


    Für die Grobplanung ist eine Do-It-Yourself-Lösung sicherlich hilfreich, aber ich würde immer noch die endgültigen Pläne von einem Fachmann machen lassen.


    Gruß,
    Saxman2k

    Hardware: Gigabyte GA-970A-D3, AMD Athlon II X2 235e, 4GB RAM, Zotac GeForce 210 Synergy Edition 1GB, Corsair Force3 60GB SSD, Mystique SaTiX-S2 Dual, 6.4" TFT, Atric IR Einschalter Rev.5, Logitech Harmony 900, Samsung LE46A789 full HD LCD, Denon AVR-1910, USB Atmo-Light von Slime
    Software: yaVDR 0.5
    Streaming Client 1: Hauppauge MediaMVP
    Streaming Client 2: Telegant TG100 (wenn ich mal irgendwann die Zeit finde das UPnP-Plugin zu testen)


  • Klingt interessant, aber...
    Die Reihenfolge ist falsch, zuerst wird die Größe des Hauses festgelegt und dann sieht man was man alles darin unter bekommt. Sonst braucht man reichlich viel Geld und ein mehr als ausreichend großes Grundstück.
    Und die endgültige Hausplanung muss sowieso zusammen mit einem Architekten/Planer erfolgen, weil der weiß was generell und speziell vor Ort erlaubt ist. Da werden dann noch viele Ideen zusammengestrichen.


    Hi,


    die Größe des Hauses (Außenmaße) weiß ich schon. Bzw. das Baufenster sowie den Bebauungsplan habe ich ebenfalls. Innerhalb vom Baufenster bin ich gerade am schauen wie groß das ganze werden könnte bzw. was Sinn macht. Mir ging es um die Raumgrößen um damit dann etwas zu "spielen". Die endgültige Planung wird von einem Architekten/Planer gemacht. Nur muss ich erstmal selber wissen was ich eigentlich möchte ;).

  • Ja, Schimmelprobleme entstehen hauptsächlich durch Fehler in der Planung und vor allem in der Bauausführung.
    Ein gut gedämmtes Haus muss nicht zwangsläufig Schimmelprobleme haben, so wie das oft behauptet wird. Problematisch wirds, wenn gute Dämmung und mangelhafte Luftdichtigkeit aufeinander treffen. Bei Häusern in Holzständerbauweise sind das Löcher in der Dampfsperre oder mangelhafte Bauteilanschlüsse. Bei Massivhäusern passieren gerne Fehler beim Anschluss der Dampfsperre einer Gipskartondecke (oft im Dachgeschoss) ans Mauerwerk und ebenfalls bei Bauteileanschlüssen.


    Auf eine Lüftungsanlage würde ich keinesfalls verzichten. Wir haben selbst eine einbauen lassen und bereuen es keine Sekunde. Wir müssen kein Fenster öffnen. Das Lüften macht schon die Anlage. Keine beschlagenen Spiegel beim Dusche. Kein Miev morgens im Schlafzimmer.
    Wir haben uns übrigens für die Variante mit zentraler Abluft entschieden. Die Zuluft ist dezentral. Die Anlage ist luftfeuchtegeregelt. D.h. besonders dort, wo man sich aufhält, wir eher mehr gelüftet.
    Auf eine Wärmerückgewinnung haben wir verzichtet, weil es sich am Ende nicht rechnet und nur den Wartungsaufwand erhöht. Der Mehrpreis für eine Anlage mit WRG ist so hoch, das man das bei den Heizkosten niemals wieder rein holen kann. Abgesehen davon ist unsere Anlage immer noch effizienter als Fensterlüftung.


    Die Geschichte mit den atmenden Wänden:
    Wie bereits gesagt kann Material Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Mehr nicht.
    Das kann es auch immer noch wenn 1 Meter Dämmung außen drauf ist. Die Feuchtigkeit ist primär innen.
    Die Wand darf gar keine Feuchtigkeit oder Luft transportieren sonst droht Schimmel. Das Problem ist, das im Haus eine normale Luftfeuchte bei vergleichsweise hohen Temperaturen herrscht. Würde diese Luft nach außen durch die Wand transportiert, dann würde sich die Luft in der Wand abkühlen. Bei niedrigen Außentemperaturen würde der Taupunkt dann irgendwo in der Wand liegen. Und dort, in der Wand, würde die Feuchtigkeit der Luft ausfallen. Das Ergebnis wären Bauschäden und Schimmel in der Wand.
    Und dementsprechend sind die atmenden Wände ein Märchen.
    In modernen Häuser ist dir luftdichte Schicht übrigens der Innenputz. Und dementsprechend trägt die Wand dann gar nichts mehr zum Raumklima bei.
    Übrigens ist mit Blick auf das Raumklima Gips ein ganz hervorragendes Material. Was Fertigteilhäusern gewissermaßen zum Vorteil gereicht. Ich würde mir jedenfalls auch mal entsprechend Häuser in Holzständerbauweise (ein etwas weniger negativ belasteter Begriff) dennoch mal mit anschauen. Die meisten sog. Nachteile entpuppen sich bei genauer Betrachtung als Vorurteile oder überholt.


    Wir leben übrigens in einem Haus in Holzständerbauweise und sind damit sehr zufrieden. Die Wand ist nur 33 cm dick und erreicht dabei einem Dämmwert, für den man bei einem Massivhaus Wände wie eine Burg bräuchte. Die Wanddicke ist ürigens gerade bei kleinen Grundstücken nicht zu vernachlässigen. Bei gegebenen Außenabmessungen werden bei dickeren Wänden ja die Räume kleiner.


    Auch auf Dämmung zu verzichten würde ich mir nochmal überlegen. Wie oben erklärt ändert die Dämmung nichts, selbst wenn man meint die Wände würden Feuchtigkeit speichern und abgeben. Bisnahc außen kann das nicht gehen. Und bei fachgerechter Bauausführung hat die Dämmung keinen negativen Effekt. Nur wenn man sie weg lässt, dann erhöht das die späteren Kosten. Und bei den Energiekosten werden in Zukunft eher noch steigen. Kann gut sein, das man sich dann später über weggelassene Dämmung ärgert.

  • HTPC-Schrauber


    danke für deine Erfahrung. Wir haben uns auch schon so gut wie entschieden das wir mit Belüftungsanlage bauen werden. Den Vollwärmeschutz sowie den Außenputz lassen wir erstmal weg das Geld ist knapp :). Somit haben wir die Möglichkeit in ein paar Jahren den Vollwärmeschutz noch auftragen zu lassen und haben im Haus durch die Belüftungsanlage keine Probleme. Ich denke das ich demnächst noch einige Fragen habe :).

  • sewn4 :


    Hallo,
    habt Ihr schon mal mit einem Architekten gesprochen?
    Ihr könnt nicht einfach den Wärmeschutz weglassen, da er nach der EnEV bei Neubauten vorgeschrieben ist bzw. der Gesamt-U-Wert des Gebäudes, bei der Aussenwand wären das 0,24 W/m²K, es sei denn Ihr bekommt das mit einem Stein hin (gibt es, sogar in Passivhausstandard)
    Ausserdem müsst Ihr gemäß der EnEV einen regenerativen Anteil an der Wärmeerzeugung (Heizung oder Warmwasser) nachweisen, d.h. entweder Solarthermie (Warmwasserbereitung auf dem Dach) oder Wärmepumpe entweder fürs Heizen oder auch nur fürs Warmwasser.
    Wenn Ihr eine Finanzierung über die KFW macht, was meistens sinnvoll ist, sind die Anforderungen noch höher.


    Energetische Maßnahmen sind immer nur im Gesamtpaket sinnvoll, d.h. Vollwärmeschutz, hochdämmende Fenster und bei einem Neubau auch eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmetauscher, zu dem einen Blower-Door-Test zur Überprüfung der Winddichtigkeit nach Abschluß der Aussenwandarbeiten, ansonsten sind in einem Neubau mögliche Bauschäden bzw. Schimmelschäden möglich, da die tragenden Bauteile mittlerweile eigentlich keinen bauphysikalische Funktion mehr haben, um die Kosten noch erträglich zu halten. Lässt man einen Teil davon weg, wie in der Vergangenheit beim Austausch von Fenster ohne Dämmung der Wände, verändert man das gesamte bauphysikalisch Gefüge, welche dann genau geplant sein müsste um zu funktionieren.


    Das bedeutet auch, dass wenn Ihr auf die Dämmung verzichten würdet, ihr mit den "normalen" tragenden Aussenwände, die darauf ausgelegt waren keinen Wäremschutz zu erfüllen, zum Einen höhere Heizkosten hättet, die Heizungsanlage (Heizkessel und Heizkörper) nicht auf diese Heizlast ausgelegt ist (die ist nach EnEV dimensioniert, sonst wird sie teurer und irgendwann überdimensioniert) und zum Anderen sind dann Schimmelschäden vorprogrammiert, da die Aussenwände eine zu geringe Oberflächentemperatur ausweisen, gepaart mit Gipsputz und womöglich einer Tapete.


    Ihr solltet Euch gut beraten lassen. Architekt und möglichst Bauphysiker oder Energieberater. Es zahlt sich aus.


    Gruss,


    raoul

  • :modon
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  • Hallo liebe Forummitglieder,


    mir ist klar, dass dieses Thema bereits etwas älter ist und der Fragesteller wahrscheinlich schon längst ein Haus gebaut haben muss ^^ aber hier lesen ja dennoch ziemlich viele Leute mit, weil dieses Forum-Thema ziemlich gut in Google gefunden wird, wenn man nach einer Hausplaner Software sucht.
    Meine Frau und ich haben uns vor kurzem ebenfalls vorgenommen ein Haus zu planen und später zu bauen und als erstes sind wir natürlich zu einem Architekten gegangen, der für eine professionelle Hausplanung mehrere Tausend Euro haben wollte.


    Da hab ich mich im Internet etwas schlau gemacht und herausgefunden, dass es sehr viele kostenlose aber auch kostenpflichtige Hausplaner und CAD Softwares gibt, mit denen auch Laien Häuser, Räume und Gärten planen können wie ein Architekt. Ich persönlich habe mir zuerst die kostenlose Testversion von Concadus hier runtergeladen.
    Ich habe mich für Concadus entschieden, weil dort eine neue Version des 3D CAD Architekten verkauft wird. Die Software kann man 7 Tage lang testen und anschauen, ob man halt mit dem Programm klar kommt.
    Kurz gefasst: Wir haben uns den 3D CAD Architekt Master gekauft und unser Haus damit entworfen und abgespeichert. Mit der Hausplanung sind wir dann zum Architekten gegangen, der nur noch einige kleine Verbesserungen vornehmen musste.
    Für die Software haben wir nun ca. 200 Euro und für den Architekten ungefähr genau so viel bezahlt und meiner Meinung nach ziemlich viel Geld gespart.


  • Für die Software haben wir nun ca. 200 Euro und für den Architekten ungefähr genau so viel bezahlt und meiner Meinung nach ziemlich viel Geld gespart.


    Und ihr wart bei einem Architekten?
    Gruß Andreas

  • Und ihr wart bei einem Architekten?
    Gruß Andreas


    Sorry,


    du hast das leider überhaupt nicht verstanden:


    Das Programm ersetzt den Architekten. Für zweihundert Euro kann man das ja wohl auch erwarten.
    Ich hab mir jetzt auch ein Programm angeschafft, das nennt sich "Word". Hat auch ungefähr soviel gekostet. Der Riesenvorteil ist, ich kann jetzt alle meine Wunschbücher selbst schreiben und muss nie mehr welche kaufen.
    Find ich echt gut!1!
    Kleinere Operationen in der Familie übernehme ich mittlerweile auch selbst. Aus Bundeswehrbeständen kann man noch gut erhaltene OP-Ausstattungen preiswert ersteigern. Ich hab erst einmal mit unseren Haustieren geübt (Sorry Mietzi!), aber demnächst werde ich dann mal den Blinddarm unserer Jüngsten klar machen. Meine Autos repariere ich ja auch selbst, ist eigentlich kein großer Unterschied!


    Zur Not fängt man halt von vorne an!


    grüße


    ralf

  • Hier mal ein Link-Tipp für angehende Häuslebauer:


    http://www.bauexpertenforum.de/
    http://www.bau.net/


    Dort kann man schon beim stöbern in den alten Threads jede Menge lernen, was man falsch machen kann. Ich habe seinerzeit jeden Tag dort vorbeigeschaut und die neuen Threads angeschaut.

    SAT Hardware: Gibertini SE75 | DuraSat Dur-Line UK-24 | DD OctopusNET V2 Rack (Firmware 1.1.6) mit MaxS8
    Server: Asus M5A78L-M/USB3 | Sempron 145@2Cores | 8GB ECC RAM | PicoPSU | Debian Stretch 64Bit | VDR 2.4.5 mit SAT>IP, epgsearch, live, markad
    Clients: RaspberryPI 2/3 | Yocto Poky Linux (Openembedded) 3.2+git | Linux Kernel 5.4.72 | VDR 2.4.5 mit SAT>IP, RpiHDDevice, SkinDesigner, Remote, Extrecmenu, Femon, Mlist


    R.I.P: Gigaset M740 mit VDR von open7x0.org


  • Sorry,


    du hast das leider überhaupt nicht verstanden:


    Das Programm ersetzt den Architekten. Für zweihundert Euro kann man das ja wohl auch erwarten.


    Besser hätt mans nicht sagen können. Die zuständige Kammer wird sich freuen...
    Gruß
    Andreas