Fernbedienung TechnoTrend USB-IR-Receiver mit lirc_ttusbir unter openSUSE 11.3 - 12.1

  • Hallo,
    Die Fernbedienung von vdr wird tradionell über eine serielle Schnittstelle eingebunden. Diese werden aber immer seltener bei Computern und durch USB ersetzt. Machmal gibt es ja auch eine tvkarteneigene Infrarotschnittstelle, die unter Linux auch läuft. Die Bedienungsmöglichkeiten sind aber meist begrenzt. Ein usb/seriell-Umsetzer hilft hier nicht weiter. Es muss schon ein usb-ir-Empfänger sein.
    Ein passenes Kit gibt es von der TechnoTrend (USB Infrared Receiver).
    Meine Beschreibung setzt die vdr-Installation von Hubertus Sandmann voraus:
    http://www.hubertus-sandmann.homepage.t-online.de/VDR.htm)
    nach der dort erläuterten Installation von lirc mit yast folgen einige kleine Änderungen:
    Die lirc-Module befinden sich in /lib/modules/<kernelversion>-desktop/kernel/drivers/staging
    Das Modul lirc_ttusbir läßt sich nur mit der -f Option laden, daher einfügen in /etc/init.d/lirc


    Code
    1. case "$1" in
    2. start)
    3. echo -n "Starting lircd "
    4. modinfo evdev > /dev/null 2>&1 && modprobe evdev || :
    5. if test "$LIRC_MODULE" != ""; then
    6. modprobe -f "$LIRC_MODULE"
    7. fi


    Die weitere Konfiguration des Moduls geschieht in: /etc/sysconfig/lirc


    LIRCD_DRIVER="default"


    LIRCD_DEVICE="/dev/lirc0"


    LIRC_MODULE="lirc_ttusbir"



    Fernbedienung anlernen:


    Das Anlernen einer Fernbedienung mit USB-Empfänger unterscheidet sich von solchen mit serieller Schnittstelle. Zunächst zeige ich eine lircd.conf Datei, die ich im Internet für das TechnoTrend usb-ir-Empfänger-Kit gefunden habe. Sie passt recht gut zur vdr version 1.7.23 ( https://github.com/yavdr/yavdr…conf/ttusbir-lircd.conf):



    Man erkennt, dass die beim seriellen Empfänger frei wählbaren Namen durch festgelegte KEY_... ersetzt sind. Diese findet man mit irrecord --list-namespace oder besser aus der Tabelle unter http://www.linuxtv.org/wiki/index.php/Remote_Controllers. Hier sind die Namen der Tasten mit vdr abgestimmt.
    Wie kommt man nun zu einer lircd.conf z.B. für die Fernbedienung "ONE FOR ALL" (URC 11-7950 R00, VCR-Code 0037) mit dem TechnoTrend IR-USB-Empfänger? Am Besten macht man sich die folgende Tabelle:


    Leider findet man erst später heraus, dass:
    Taste -/-- identisch mit 0, Doppel; Tasten GUIDE, >>|, |<< tot sind.
    Warum KEY_POWER2 ? Antwort: KEY_Power2 schaltet die Anwendung aus, KEY_POWER ist für den Computer.


    Die Reihenfolge der Keys ist an sich beliebig, aber man entscheidet sich aus praktischen Gründen entweder für die Reihenfolge der Tasten auf der Fernbedienung oder für die Reihenfolge , in der die Tasten beim späteren Anlernen abgefragt werden. (Hinweise für die Namen und Reihenfolge in vdr findet man in ../src/VDR/in keys.h, ../src/VDR/po/de_DE.po, ../src/VDR/PLUGINS.html#Remote Control.) Bei einer noch fremden Fernbedienung ist es wohl, im Gegensatz zum Beispiel, am einfachsten die Tastenreihenfolge vom obersten bis zum untersten Knopf in die Tabelle einzutragen.


    Das Aufzeichnen der Signale und das Erzeugen der Konfigurationsdatei geschieht mit:


    /usr/bin/irrecord /etc/lirc/lircd.conf --device=/dev/lirc0


    Danach muss man testweise ein paar Tasten drücken. Im weiteren Arbeitsgang muss man die zu erlernenden Tasten gemäß der obigen Tabelle benennen und dann die entsprechende Taste für ca. 1 Sekunde drücken. Zum Abschluss ist die Eingabetaste zu betätigen. Die gewonnene lircd.conf sieht dann folgendermaßen aus:




    Übrigens macht es nichts, wenn man nicht alle Tasten in einem Rutsch programmiert. Mit einem Editor kann man aus den Bruchstücken eine komplette Datei zusammensetzen.
    Die letzten vier Stellen der Hexzahlen sind mit der "seriellen lircd.conf" identisch. Daher könnte man bei den remotes der LIRC.ORG eine zur Fernbedienung passende "serielle lircd.conf" finden, mit dem usb-ir-Empfänger einige Tasten anlernen und dann die ersten 4(6) Hexstellen der "usb lircd.conf" mit den letzten 4 Stellen der "seriellen lircd.conf" entsprechend kombinieren. Wenn man die beiden Dateien vor sich sieht, ist alles klar. Für kleine Ergänzungen und Korrekturen ist das Verfahren jedenfallls gut geeigne

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