Morgen zusammen,
meine Provider Odysee hat mich von T-Online/T-Com über Arcor und (wieder) T-Online/T-Com zu 1&1 und schlussendlich zu Netcologne gebracht. Vielleicht mal meine kurze Einschätzung zu den verschiedenen Anbietern:
T-Online/T-Com:
Nach wie vor qualitativ die besten. Klingt doof, aber die haben soviel Supportmitarbeiter, wenn da mal was nicht klappt (was bei mir eh die Ausnahme war), dann läuft es sehr schnell wieder. Leider waren sie immer zu teuer und haben erst zu spät auf die Konkurrenz reagiert. Die Rechnungsstelle ist allerdings
www.russisch-inkasso.de. Bin nie was schuldig geblieben, im Gegenteil: Bekomme noch 150 DM (!) von denen, die ich wohl nie wiedersehe.
Arcor:
Bemüht aber sehr handlungsunfähig, wenn sie auf die T-Com angewiesen sind, was sie offenbar noch sehr oft sind. Habe beim Wechsel von T-Com auf Arcor 1 Monat ohne Telefon und Internet verbracht. Jeder hat die Schuld auf den anderen geschoben, T-Com hat mir in dieser Phase angeboten innerhalb von 48h wieder Telefon und Internet zu schalten, habe aber seinerzeit verzichtet, um Arcor eine Chance zu geben. Danach lief es eigentlich zufriedenstellend. Gab es mal Probleme, waren sie sehr spendabel, was Gutschriften anging. Hatte rund 9 Monate das Komplettpaket von denen und habe in dieser Zeit aufgrund von Aktionsangebote und Gutschriften keinerlei Grundgebühren zu bezahlen. Leider lassen die kein Preselection zu und man ist immer auf die hohen Gebühren angewiesen (VoIP mal ausgenommen). Danach bin ich umgezogen und sie konnten am neuen Wohnort keine Leistung erbringen, daher bin ich aus der Mindestvertragslaufzeit rausgekommen.
T-Com/T-Online:
Nachdem die mich nach dem Umzug arm gemacht haben mit Ihren Anschlussgebühren (wenn Du jemals von T-Com zu der Konkurrenz gewechselt bist, schau dass es viele Aktionsangebote gibt, wenn Du zurück willst. *g*), funktionierte wieder alles wie erwartet.
1&1:
Ich war gar nicht zufrieden. Habe mir vorgestellt mit VoIP günstig zu telefonieren, aber es gibt definitiv einen Qualitätsunterschied. Ich hatte teilweise mit starken Jitter und Echos zu kämpfen, das Loadbalancing in der Fritzbox funktionierte bedingt. Wenn ich ein Onlinegame gespielt habe, war es nicht spielbar, wenn meine Frau telefonierte. Anrufer aus dem Festnetz bekamen bei mir ein Freizeichen und etwa nach dem 8. Freizeichen fing bei mir erst das Telefon mit dem Klingeln an! Und ich habe mich gewundert, warum soviele nach einmal klingeln auflegen.
War ein Jahr da und richtig froh, als ich wieder bei Netcologne war. Wer sich übrigens vorstellt, von seinem T-ISDN Anschluss bei der T-Com auf den T-Net wechseln, sollte sich darauf gefasst machen, dass es einem Neuanschluss (inkl. Anschlussgebühr, ohne die Nutzung von Aktionen, weil man ja bereits Kunde ist) gleich kommt. Zudem hat 1&1 mir damals den Wechsel auf die Deutschlandflat untersagt, weil er bei mir nicht wirtschaftlich tragbar wäre. Die 100 Euro Wechselgebühr haben sie mir aber nicht angeboten, womöglich lag ich mit meinen ca. 40-50 GB/Monat in einem Zwischenbereich. Erst als ich gekündigt habe, durfte ich urplötzlich in die Deutschlandflat wechseln, zu spät würde ich sagen.
Netcologne:
Leider nur regional verfügbar. Ich war so froh, als ich wieder über vernünftiges Festnetz (zu Flatratepreisen) telefoniert habe, das glaubt Ihr nicht.

Endlich wieder gute Sprachqualität, gute Preise (rund 60 Euro für 6Mbit Down/6xx KB Upload, Fastpath, Telefon und Internetflatrate, unlimitierte Binary Newsgroups, etc.). Für ca. 10 Euro mehr könnte ich jetzt auf 18 MBit wechseln, aber wer braucht das? Ich atm nicht.
Fazit:
Ich halte nichts mehr von dem ganzen VoIP Kram. Ich war sehr unzufrieden und im Festnetzsektor gibts mittlerweile durchaus Angebote, die den VoIP Angeboten das Wasser reichen können. Ich war anfangs auch fasziniert, aber ich habe es selbst ein Jahr gehabt und diverse Leute, denen ich das anfangs empfohlen habe (die Probleme fingen erst später an!), verfluchen mich heute noch dafür, weil sie identische Probleme haben.