Hier zwei Auszüge aus einer Antwort der ARDler auf eine Email von mir. Zunächst muss man ja festhalten, dass das meiste Spielfilmmaterial sowieso nur in 24 fps vorliegt. Dazu die ARD: [...]
Tja, lustig, alles was die da schreiben bestätigt das bisher Gesagte bzw. die Kritik an der damaligen Entscheidung 720p.
Siehe auch den c't Artikel aus 16/2010:
http://www.heise.de/ct/inhalt/2010/16/44/ (leider nicht lesbar)
Das stellt sich mir zusätzlich noch die Frage wie schlau sind da
unsere VDRs bzw. Ausgabeplugins. Erkennen die solch ein Fakeinterlace
wie es gerne bei Filmen eingesetzt wird. Also schiebt er dann einfach
Even und Odd zusammen oder wendet er da z.B. einen Temporal Spatial
drauf an?
Meines Wissens gibt es jedenfalls ein Flag in der Spezifikation, das diesen Fall kennzeichnet und die Receiver anhält es so zu machen (simples Zusammenbauen der exakt zusammenpassenden Halbbilder). Und ich gehe davon aus dass das zB die 6400 auch so macht - bzw. reicht sie die Frames ja auch in 1080i an den TV weiter, ggf. macht das also sogar der TV selbst ebenfalls. Mir sind jedenfalls schon lange keine Kamm-Artefakte bei 1080er Sendern mehr aufgefallen, auch nicht bei "Pause". Zumeist dürfte ich es dabei mit dem erwähnten defakto-25p-Material zu tun haben.
(Edit, der Korrektheit halber)
Man muss natürlich unterscheiden zwischen dem DVB-Datenstrom (mit dem erwähnten Flag) und der Übertragung über HDMI. Ob es auch bei HDMI 1080i möglich ist, eine solche Frame-Zusammengehörigkeit zu signalisieren, ist mir nicht bekannt, ich befürchte eher nicht. Da die 6400 nur 1080i beherrscht (kein 1080p), ist es relativ egal ob sie laut DVB-Flag Halbbilder zusammenfügt oder nur durchleitet: was zum TV geht ist interlaced. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und auch bei Pause gibt es keine ernsthaften Kamm-Artefakte - auch nicht bei vermutlich nativ interlaced Material (wie N24 HD Laufschrift). Ich nehme an, hier leistet der TV (Samsung D8090) eben ordentliche (Deinterlacer) Arbeit. 100% scharf ist es natürlich auch nicht.